Irland: Kirche erschüttert über das Ergebnis der Volksabstimmung zur Abtreibung

Lebensrechtler in Irland bedauern den Ausgang der Abstimmung vom vergangenen Freitag. Die Regierung will Abtreibung bis zur 12. Woche bis Ende des Jahres den Weg ebnen.

Irlands katholischer Primas, Diarmuid Martin, hat sich überrascht vom Ausgang des Referendums geäußert, mit dem sich eine deutliche Mehrheit der Iren für eine Abschaffung des Abtreibungsverbots ausgesprochen hatte.
Die katholische Kirche könne bei ihrer Ablehnung von Abtreibung keine Kompromisse machen, betonte der Erzbischof von Dublin. Die Kirche werde sich weiterhin für den Lebensschutz einsetzen. Dabei gehe es nicht nur um Geburt und Tod, sondern auch um die Zeit dazwischen.
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BILD: Unsere ROBBE, ein origineller Aufkleber gegen Abtreibung, ist vor allem bei der Jugend sehr bleliebt

Die Gruppe „Save the 8th“, die sich für eine Beibehaltung des Verbots stark gemacht hatte, bezeichnete das Ergebnis als „Tragödie historischen Ausmaßes“. Etwas Falsches werde nicht dadurch richtig, dass die Mehrheit es unterstütze, hieß es.

Der Sprecher der Gruppe, John McGuirk, kündigte mit Blick auf das von der Regierung angekündigte neue Abtreibungsgesetz Widerstand an. Cora Sherlock von der Gruppe „Love Both“, die sich ebenfalls gegen eine Verfassungsänderung eingesetzt hatte, sprach von einem „sehr traurigen Tag für Irland“.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2018-05/irland-abtreibung-referendum-reaktionen-tragodie.html

 


15 Kommentare on “Irland: Kirche erschüttert über das Ergebnis der Volksabstimmung zur Abtreibung”

  1. Guten Tag,
    soweit ich das überblicke, hat sich „Vitellia“ schon länger nicht mehr hier gemeldet. Sie hatte sich über irgendeinen User sehr geärgert, wenn ich mich recht erinnere.
    Wenn Sie keine Werbetrommel mehr für die Abtreibung rühren, weil Sie meinen, es reicht inzwischen, dann halte ich das für gut so.
    Frohen Sonntag und Gottes Segen
    wünscht
    Felizitas Küble

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  2. Guten Tag,
    ich werde mit Ihnen nicht in einen Endlos-Disput eintreten, zumal Sie sich gerne wiederholen und hier unter x-Artikel oftmals praktisch dasselbe schreiben.
    Erstens gibt es Gewissensfreiheit auch für Ärzte, Mediziner, katholische Krankenhäuser, die man nicht zur Abtreibung zwingen darf. Betroffene Frauen dürften wissen, wie die katholische Kirche denkt und können sich weltliche Kliniken aussuchen.
    Zweitens schrieb ich bereits, daß es für vergewaltigte schwangere Frauen die Möglichkeit gibt, ihr Baby zur Adoption freizugeben – oder in Pflege zu geben, so daß sie in Ruhe überlegen könnte, ob sie ihr Kind später doch noch aufziehen wollen. Wenn sie das ablehnt, dann steht die katholische Kirche nicht für eine Abtreibung für Verfügung, zumal sie sich sonst selbst widersprechen und unglaubwürdig machen würde.
    Ihre Vergleiche mit Mönchen und Nonnen, die sich nicht fortpflanzen sollen, sind komplett am Thema vorbei. Es geht hier nicht um die Zölibatsdebatte, sondern um Abtreibung. Wenn z.B. eine Ordensfrau dennoch schwanger wird, darf sie nicht abtreiben.
    Ende der Durchsage und freundlichen Gruß!
    Felizitas Küble

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  3. Guten Tag,
    es kommt nicht darauf an, was Augustinus hier oder dort geschrieben hat, sondern was die Kirche zum Thema Ehe und Sexualität seit zweitausend Jahren lehrt und praktiziert. Selbstverständlich besteht der Sinn der Ehe nicht allein in der Fortpflanzung – oder wie kommt es, daß die kath. Kirche seit eh und je auch ältere Menschen getraut hat, die bestimmt keine Kinder mehr bekommen?!
    Laut Katechismus des Konzils von Trient (16. Jahrh.) ist der erste Sinngehalt der Ehe die gegenseitige Hilfe von Mann und Frau, der zweite (!) Sinngehalt ist die Fruchtbarkeit.
    Eben deshalb werden Brautleute auch dann kirchlich verehelicht, wenn vorher schon bekannt ist, daß einer der Partner (oder beide) unfruchtbar sind.
    Hingegen gibt es ein sogenanntes „absolutes“ Ehehindernis, von dem also nicht einmal der Papst „dispensieren“ (freisprechen) kann: nämlich Impotenz.
    Die katholische Kirche besteht also nicht auf der Fähigkeit zur Fortpflanzung, aber sehr wohl auf der Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr.
    Echt leibfeindlich eben……
    Freundlichen Gruß!
    Felizitas Küble

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    • Guten Tag,
      es gibt einen ehernen katholischen Grundsatz, wonach Impotenz ein absolutes Ehehidernis ist, Unfruchtbarkeit hingegen nicht. Das widerlegt zudem die falsche Behauptung, aus kirchlicher Sicht sei Nachkommenschaft der einzige Ehezweck.
      Weil nach einer kirchlichen Trauung auch die Möglichkeit zum „Ehevollzug“ gegeben sein muß, kann es bei fehlender Potenz keine Ausnahme geben. Es kommt nicht darauf an, wie diese entstanden ist, so traurig und tragisch das in einzelnen Fällen auch sein mag. Es geht hier nicht um Schuld oder Nicht-Schuld an einer Impotenz, sondern einzig und allein um die Fähigkeit zum Geschlechtsverkehr. Die Zwangssterilisation als solche wäre kein Hindernis, die leider in dem erwähnten Schicksal damit verknüpfte Impotenz ist es aber nun einmal.
      Die kirchliche Eheverweigerung hat in diesem Fall doch mit Widerstand oder Nicht-Widerstand gegen die Nazi-Diktatur nichts zu tun, einmal abgesehen davon, daß es gerade die katholische Kirche war und ist, die Sterilisationen ablehnt, erst recht Zwangssterilisationen.
      Daß die Kath. Kirche weitaus mehr Widerstand leistete als die evangelische, das weiß jeder Historiker – ob Sie als Protestant das wahrhaben wollen, spielt keine Rolle.
      Wie Sie wissen, habe ich Ihnen deutlich die entsprechenden Fakten genannt, die Sie in keinem einzigen Punkt widerlegen konnten.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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    • Guten Tag,
      wie oft muß ich mich noch wiederholen?!
      Vergewaltigung ist laut katholischer Lehre ein Verbrechen, eine der schlimmsten Todsünden, natürlich auch der Mord.
      Die Täter sind vom Tisch des HERRN ausgeschlossen.
      Daß Abtreibung zur Exkommunikation führt, hat mit der verweigerten Tauf-Chance zu tun.
      Geradezu lächerlich ist Ihre Behauptung, weil die katholische Kirche auch bei einem durch Vergewaltigung entstandenen Kind im Mutterleib dessen Lebensrecht verteidigt, würde sie die Vergewaltigung billigen. Unterlassen Sie doch bitte solche offensichlich polemischen Unterstellungen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  4. Holger Jahndel sagt:

    Erhellend ist sicherlich, sich hierzu einmal das Buch „Katholiken“ von Brian Moore durchzulesen, 1973 verfilmt von Jack Gold (hierzu: https://kirchfahrter.wordpress.com/2016/03/22/katholiken-1973/). Hier stellt der Protagonist in einem Gespräch fest: “Wußten Sie, daß Irland früher das einzige Land in Europa war, wo jeder Katholik am Sonntag in die Messe ging? Jeder, sogar die Männer?“. Nach der Liturgiereform änderte sich dies allerdings drastisch: „… als die neue Messe eingeführt wurde, versuchten wir’s damit und taten, wie uns geheißen. Doch wir bemerkten, daß die Männer mit ihren Familien nach Cahirciveen kamen und rauchend und schwatzend draußen vor der Kirche blieben. Als die Messe aus war, gingen sie mit ihren Frauen nach Hause.“ Auch der Grund dafür wird im Buch (und im Film) deutlich angesprochen: „Die neue Messe ist weder Mysterium noch Gespräch mit Gott, sondern lediglich ein Singsang. Ein Unterhaltungsprogramm, weiter nichts. Latein ist die Sprache der Kirche, daher ist die lateinische Messe allumfassend. Das lateinische war eben ein Teil des Mysteriums. Man sprach nicht einfach so zu seinem Nachbarn, man sprach zu Gott, dem Allmächtigen.“ Wenn man Gründe für die Abkehr des vormals katholischsten Landes Europas suchen will, sollte man dies zeitlich vor der Abtreibungswerbekampagne tun…

    https://kirchfahrter.wordpress.com/2016/03/22/katholiken-1973/

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  5. Vitellia sagt:

    Ja, so sieht es dann aus, wenn das Volk entscheidet!
    Was ich vor ein paar Tagen schon schrieb, dass das nicht immer gut ist.

    So wichtige Entscheidungen sollten die Verantwortlichen oben treffen, sonst braucht man sie nicht.

    Was mich aber nicht wundert, dass die Frauen ins benachbarte Ausland gingen, war zu lesen, wo Abtreibungen erlaubt sind.

    Hilfe anzubieten ist das Wichtigste. Mit Verboten erreicht man nichts!
    Ein Kind kostet nun mal, was man alles anschaffen muss und danach jeden Tag mit Pampers, Babynahrung und größere Bekleidung kaufen, so schnell wachsen die Kleinen.

    Es sollte geprüft werden, welches Einkommen eine Frau und ihr Partner hat, um sie entsprechend zu unterstützen.
    Wenn eine Frau oder der Partner arbeitslos ist, brauchen sie finanzielle Hilfe für das Kind.
    Wenn die Frau noch jung und in der Ausbildung ist, braucht sie auch finanzielle Unterstützung. Wie sieht es mit dem Partner aus, bezahlt er Unterhalt??
    Dauend haben die Frauen allen Ärger, der sich auch auf das Kind auswirkt.
    Wenn es die eigene Mutter nicht großziehen kann, weil sie selber noch arbeitet, sollten sich Pflegeeltern melden.
    Gerade von christlichen Eltern würde ich das erwarten! Wenn sie selber Kinder haben, noch ein anderes Kind mit zu betreuen. Die Kirche sollte dazu aufrufen.
    Nur Reden halten und dagegen sein, hat noch nie etwas genützt.

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    • Gerd sagt:

      „Hilfe anzubieten ist das Wichtigste. Mit Verboten erreicht man nichts!“

      Wenn dem so wäre, dann würde ich nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen. Dort wimmelt es nur so von Verboten. Ich warte lieber vor einer roten Ampel, besser ist das und helfen tut mir da keiner. Das muss ich schon alleine machen.

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      • Vitellia sagt:

        Seltsam, dass Sie Menschen mit der Roten Ampel und sonstigen Verbotsschildern verwechseln.
        Bleiben Sie zu Hause und fahren nicht mit dem Auto, obwohl es Raser und
        Alkoholisierte gibt?
        Und jeden Tag Unfälle passieren auf den vielen Autobahnen, auch schwere Unfälle und solche, die tödlich enden!
        Das hat auch nichts mit einer Frau zu tun, die einen Schwangerschaftsabbruch möchte, oder
        ins Ausland fährt, aber nicht mit dem Fahrrad.

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      • Gerd sagt:

        Ich habe nur auf ihre Feststellung, dass man mit Verboten nichts erreicht, geantwortet. Das ist eine sehr steile These, die Sie da vertreten. Unser Strafrecht ist mit Verboten gepflastert. Und das ist auch gut so. Ich fahre natürlich mit dem Auto, allerdings würde ich das nicht mehr tun, wenn alle Verbote aufgehoben würden, weil man damit nichts erreicht. Vielleicht verstehen sie meinen Einwand jetzt besser, ohne die unsinnige Argumentation, ich würde Ampeln mit Menschen verwechseln.

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  6. Horst sagt:

    Für die Iren kann das nur bedeuten: Sie werden das gleiche Schicksal wie die Deutschen erleiden.
    Eine Gesellschaft, die ihren eigenen Nachwuchs ermordet, wird zugrunde gehen.

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  7. Anonymous sagt:

    Peter Sutherland wird sich freuen, wo immer er jetzt ist: ein weiteres wichtiges Etappenziel des ehemaligen Weltbankchefs für Irland ist erreicht. Nun, „St.Patrick`s Irleland is sinking, St. George`s England is yet sunk“, wie sehr hat mich da der heutige Psalm 33 getröstet: der Herr ist mein Schild!

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  8. Holger Jahndel sagt:

    „Du bist Petrus, der Fels, und auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen“. So steht es in der Heiligen Schrift. Ebenso bezeugt die Heilige Schrift die Aussendung der Apostel, um alle Völker zu lehren. Es gibt also durchaus „himmlische Telephonisten“, und es gibt auch Bevorzugte, nämlich die Heiligen, die sich ihre Bevorzugung allerdings auch verdienten.
    Ohne Lehrer keine Lehre.

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