„Reporter ohne Grenzen“ zum staatlich inszenierten Journalistenmord in der Ukraine

Journalisten dürfen sich nicht zum Instrument von Geheimdienstoperationen machen lassen, warnt Reporter ohne Grenzen (ROG). Die Organisation beklagt, dass Öffentlichkeit und Regierungen mit dem in der ukrainischen Hauptstadt Kiew vorgetäuschten Mord an dem russischen Kriegsreporter Akardi Babtschenko in die Irre geführt wurden.

„Solche Inszenierungen sind ein Stich ins Mark der Glaubwürdigkeit des Journalismus“, sagte ROG-Vorstandssprecher Michael Rediske. „Es ist unglaubwürdig, dass ein möglicher Mordanschlag nicht anders als durch dessen Vortäuschen verhindert werden kann. Wir fordern von den ukrainischen Behörden umgehend Aufklärung über die Hintergründe des vorgetäuschten Journalistenmordes.“

Babtschenko hatte in den 90er Jahren als Soldat der russischen Armee in Tschetschenien gekämpft, bevor er zu einem renommierten Kriegsreporter wurde. Er arbeitete in Russland unter anderem für die unabhängige Nowaja Gaseta und den Radiosender Echo Moskwy. 2008 berichtete er aus Südossetien über den Krieg zwischen Georgien und Russland.

Im Februar 2017 verließ Babtschenko Russland, nachdem er und seine Familie bedroht worden waren (http://ogy.de/uq59). Er lebte in Tschechien und Israel, bevor er im August 2017 nach Kiew zog. Von dort berichtete er unter anderem über den Krieg in der Ostukraine und arbeitete für den krimtatarischen Fernsehsender ATR.

Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht die Ukraine auf Platz 101 von 180 Staaten.

Weitere Infos über die Lage der Pressefreiheit dort: www.reporter-ohne-grenzen.de/ukraine.


3 Kommentare on “„Reporter ohne Grenzen“ zum staatlich inszenierten Journalistenmord in der Ukraine”

  1. Holger Jahndel sagt:

    In der Ukraine herrscht nun ein faschistisches ultra-nationalistisches Regime mit Neo-Nazis in Bandera-Tradition. Derzeit noch im Bündnis mit dem US-Senator und Neocon John McCain als Globalisten (der auch schon die Islamisten weltweit und den IS unterstützte) und mit dem Neoliberalen und Globalisten und Finanzier George Soros, beide im Dienste der Wall Street oder der City of London. In der Türkei herrscht ein vergleichbares islamistisches Regime der politischen Islamisten. Im Bündnis mit rassistischen Ultra-Nationalisten wie den türkischen grauen Wölfen. Siehe auch Gerhoch Reiseggers Bücher und Artikel dazu und zur Geopolitik und Islam usw.

    Aus der Schweiz http://www.zeit-fragen.ch Zeit-Fragen Magazin

    GEOLITICO http://www.geolitico.de

    German Foreign Policy, auch auf Deutsch, Nationalflagge rechts obn klicken und siehe auch ältere Artikel im Archiv http://www.german-foreign-policy.com

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    • Bernhard sagt:

      Ich weiß zu wenig von John MacCain; was ich ihm aber zugute halte, ist dass er offensichtlich zu den Gemäßigten gehört und z.B. Folter ablehnt (was leider bei vielen Republikanern nicht so ist).

      Wo ich zustimmen muss, ist dass allem Anschein nach die ukrainische Regierung nicht nur „gut“ und die russische nicht nur „böse“ ist. Vielmehr treiben in der Ukraine auch einige rechtsradikale Milizen ihr Unwesen, die von der Regierung anscheinend geduldet und vielleicht noch gefördert werden.

      Außerdem legte m.W. Zbigniew Brzinski seinerzeit schon dar, dass Yankees an einer Zwietracht zwischen Asien und Europa bzw. innerhalb Europas interessiert sind. Ich fürchte, der Konflikt in der Ostukraine ist leider auch in diesem Zusammenhang zu sehen.

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