„Wohlstandsevangelium“ pur: Pfingstlerischer Starprediger Duplantis will neuen Privatjet

Von Felizitas Küble

Im Protestantismus ist die seit über hundert Jahren aktive Pfingstbewegung weltweit im Wachsen begriffen, besonders in Lateinamerika und Afrika.

Die Charismatische Bewegung auf katholischer Seite entstand deutlich später, nämlich erst 1967, wobei sie erst in den letzten 30 Jahren an Bedeutung gewann, nicht zuletzt durch schwarmgeistige Tendenzen in und um den „Marienerscheinungsort“ Medjugorje (er ist kirchlich nicht anerkannt und vom zuständigen Bischof abgelehnt).

In der evangelischen Charismatik spielen hingegen „Starprediger“ seit jeher eine große Rolle, vor allem in den USA.

Viele von ihnen sind Vertreter des sogenannten „Wohlstandsevangeliums“, welches besagt, daß mit dem Heiligen Geist verbundene Menschen auch in irdischer Hinsicht und zumal im materiellen Bereich mit „Segnungen“ rechnen dürfen, ja diese „in Anspruch nehmen sollen“, weil es dem Willen Gottes entspreche und zudem der „Evangelisierung“ zugute komme.

BILD: Einer der Titel von Duplantis, der über ein Dutzend Bücher verfaßte 

Derzeit ist der US-amerikanische Pfingstprediger Jesse Duplantis in aller Medien-Munde. Auch dieser „Apostel der Freude“ (wie ihn Freunde gerne nennen) gehört zu den schwarmgeistigen Wohlstands-Evangelisten, was freilich in der Presse keine Zeitungszeile wert wäre, wenn er es jetzt nicht  –  selbst für charismatische Verhältnisse  –  ein bißchen zu bunt getrieben hätte:

Vorigen Monat forderte der 68-jährige Fernsehprediger seine Fans in einem Internetfilm zu Spenden auf, damit er sich ein neues Privatflugzeug leisten könne, wobei er Roß und Reiter nannte: Er wünscht einen Dassault Falcon 7X für 54 Millionen Dollar.

Der Star-Pfingstler erklärte, seine Organisation (Jesse Duplantis Ministries) habe bereits drei Privatjets bezahlt, die er für missionarisch motivierte Reise genutzt habe. Er fügte hinzu: „Ich glaube wirklich, wenn Jesus heute auf der Erde wäre, würde er nicht auf einem Esel reiten….Er wäre in einem Flugzeug und würde das Evangelium auf der ganzen Welt predigen.“

Wer besonders geisterleuchtet ist, ständig außergewöhnliche Gotteserfahrung erlebt und dem Allmächtigen gleichsam auf dem Schoß sitzt, kann offenbar andere Ansprüche anmelden als minderbegnadete Christgläubige. Eines der Duplantis-Werke (seine Bücher wurden in dreizehn Sprachen übersetzt) lautet auf deutsch: „Intensive Begegnung mit der Gottheit“.

Aufgrund ihres direkten „Drahts nach oben“ wissen charismatische Enthusiasten mehr als der Rest des Kirchenvolks. So verteidigten Duplantis und sein Mitsteiter Kenneth Copeland – ebenfalls ein bekannter Wortführer des „Wohlstandsevangeliums“  – im Jahre 2016 das Fliegen im Privatjet mit der „Begründung“, die üblichen Flugzeuge seien „voll von Dämonen“.

BILD: Das sogenannte „Ruhen im Geist“ (Rückwärtskippen in Trance, „Hammersegen“) ist bei Versammlungen von Pfingstpredigern und „Heilungsdienstlern“ an der Tagesordnung

Es gibt zahlreiche weitere Prediger des „Wohlstandsevangeliums“, die untereinander meist eng vernetzt sind. So war Duplantis z.B. im Vorstand der Oral-Roberts-Universität, die ihm die Ehrendoktorwürde verlieh.

Neben Oral Roberts arbeitete er mit dem bereits erwähnten TV-Prediger Kenneth Copeland zusammen, zudem mit Benny Hin, einem weltweit bekannten Charismatiker. Über Hinns buchstäblich „um-werfende“ Aktivitäten (siehe Hammersegen: 2. Foto) hat unser CHRISTLICHES FORUM am 8.7.2011  und damit bereits kurz nach seiner Entstehung informiert: https://charismatismus.wordpress.com/2011/07/08/benny-hinn-der-charismatische-starprediger/

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


Amtsgericht verhängte Bußgeld für linken Straftäter zugunsten von Linksradikalen

Die AfD Sachsen hat schwere Vorwürfe gegen das Amtsgericht Chemnitz erhoben. Dieses hatte einen Linksextremisten, der im vergangenen Jahr einen Anschlag auf das Bürgerbüro des Landtagsabgeordneten Carsten Hütter verübt hatte, u.a. zur Zahlung eines Bußgelds von 1000 Euro verurteilt.

Empfänger ist nach dem Willen des Gerichts das linksradikale Alternative Jugendzentrum Chemnitz, das Hütter für die nunmehr 33 Anschläge auf sein Büro in den vergangenen drei Jahren verantwortlich macht: „Nach mir vorliegender Faktenlage wurde der absolute Großteil der 33 Anschläge auf mein AfD-Bürgerbüro von Tätern begangen, die direkt aus dem so genannten Alternativen Jugendzentrum kamen, das sich in unmittelbarer Nähe befindet.“

Für den AfD-Politiker kann es nur zwei Gründe für die bizarre Maßnahme geben. Entweder wisse das Amtsgericht nicht, was es tue – oder: „Das Gericht weiß ganz genau, was es tut. Beides wäre allerdings eine sehr große Schande für unsere Justiz.“

Hütter kündigte an, sich im Landtag danach erkundigen zu wollen, in wie vielen Fällen sächsische Gerichte Geldstrafen angeordnet haben, die an linksradikale Zentren gespendet werden müssen.

Zusätzlich zu der Geldstrafe erhielt der Verurteilte eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten, die das Gericht in seinem Urteil vom 28. Mai zur Bewährung ausgesetzt hat. Der Täter wurde der versuchten Brandstiftung und der Sachbeschädigung für schuldig befunden.

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/strafe-nach-anschlag-auf-afd-geld-fuer-linkes-zentrum/


Die Priesterweihe bleibt Männern vorbehalten

Der Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre, Luis Ladaria, hat in einem aktuellen Artikel bestätigt, dass das Nein zur Ordination von Frauen „endgültige Lehre“ sei.

In seinem Schreiben „Die Endgültigkeit der Lehre von Ordinatio sacerdotalis in Bezug auf einige Zweifel“ schreibt der künftige Kardinal: Die Kirche wisse, dass die Unmöglichkeit der Frauenweihe zum Wesen des Weihesakramentes gehöre.

„Die Kirche hat nicht die Vollmacht, diese Substanz zu ändern, denn durch die von Christus eingesetzten Sakramente wird sie als Kirche aufgebaut. Es geht hier nicht nur um eine Frage der Disziplin, sondern der Lehre, weil die Struktur der Sakramente betroffen ist, der ursprünglichen Orte der Begegnung mit Christus und der Weitergabe des Glaubens“, erläutert Ladaria in einem Artikel der amtlichen Vatikanzeitung Osservatore Romano.

Der Glaubenspräfekt erinnert daran, dass „Christus dieses Sakrament den zwölf Aposteln verleihen wollte, die alle Männer waren, und diese haben es ihrerseits anderen Männern übertragen. Die Kirche wusste sich immer an diese Entscheidung des Herrn gebunden, die es ausschließt, das Amtsriestertum gültig Frauen zu spenden.“

Quelle und Fortsetzung der Meldung hier: https://de.catholicnewsagency.com/story/vatikan-bestatigt-nein-zu-priesterweihe-von-frauen-es-ist-definitiv-3245

Foto: Bistum Regensburg


Erneuter Raketenhagel auf Israel

Die islamische Terrororganisation Hamas hat von Dienstag- bis Mittwoch-Morgen fast 200 Raketen und Mörsergranaten aus dem Gazastreifen auf israelisches Gebiet abgefeuert. Getroffen wurde unter anderem der Innenhof eines Kindergartens, ein Sportstadion und ein Wohnhaus. Vier Menschen wurden verletzt. Die Raketen waren teils iranischer Bauart.

In Reaktion auf den Raketenbeschuss haben die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) terroristische Infrastrukturen im Gazastreifen zerstört. Die Luftwaffe flog Angriffe auf terroristische Ziele.

Quelle: Israelische Botschaft


Wird Kardinal Müller zum „Gegenpapst“?

Von Felizitas Küble

Unter dem Titel „Streit in der Kirche – Kardinal Müller wird zum Gegenpapst“ veröffentlicht das Regensburger „Wochenblatt“ in seiner Online-Ausgabe vom 31. Mai eine Stellungnahme seines Chefredakteurs Dr. Christian Eckl zu aktuellen Auseinandersetzungen in der katholischen Kirche und besonders im Vatikan selbst.

Der Autor neigt bisweilen –  das zeigen frühere Artikel von ihm  –  zu Übertreibungen und steilen Thesen. So ist der Titel „Gegenpapst“ für den früheren Präfekten der Glaubenskongregation zweifellos überzogen.

Immerhin ist es gerade Kardinal Gerhard Müller – der ehemalige Bischof von Regensburg  – gewesen, der stets die Autorität des päpstlichen Amtes betont hat und eine ihm allzu forsch erscheinende Kritik von konservativer Seite am gegenwärtigen Amtsinhaber zurückgewiesen hat.

BILD: Kardinal Müller (der Große) im Gespräch mit dem „reformkatholischen“ Kardinal Kasper (Foto: T. Schirrmacher)

Allerdings trifft es zu, daß der Ex-Glaubenspräfekt selber dem Papst auf der Sach-Ebene mehrfach widersprochen hat, teils direkt, teils nur indirekt. 

Derzeit geht es vor allem um die Debatte über die Zulassung von evangelischen Ehepartnern zum Tisch des HERRN. Sieben Diözesan-Bischöfe in Deutschland, darunter der Regensburger Oberhirte Dr. Rudolf Voderholzer, haben sich gleichsam hilferufend nach Rom gewandt, nachdem die Deutsche Bischofskonferenz die Protestanten-Kommunion in Einzelfällen genehmigt hatte.

Doch Franziskus entschied sich, nichts zu entscheiden, geschweige ein Machtwort zu sprechen; er schickte die unlängst bei ihm angereiste Bischofs-Delegation zurück nach der Devise: „Einigt euch mal untereinander.“  – Aber weil eben diese Übereinstimmung in der Bischofskonferenz fehlte, hatten sich jene sieben Oberhirten mit ihrer Anfrage an den Papst gewandt  – offenbar ein zweckloses Unterfangen.

Zu dieser Causa schreibt nun Dr. Eckl im „Wochenblatt“: 

„Immer stärker sammeln sich die Franziskus-kritischen Kardinäle hinter dem früheren Bischof von Regensburg. Der von Franziskus abberufene Glaubenspräfekt sagte dem NCR: Der Papst und die Glaubenskongregation hätten „ganz klare Orientierung“ zu geben, „nicht qua persönlicher Meinung, sondern gemäß dem überlieferten Glauben“.

Man müsse „dem widerstehen“, den örtlichen Bischofskonferenzen mehr Mitbestimmungsrechte zu geben. Wenn das Prinzip der Einheit von sakramentaler Gemeinschaft und kirchlicher Gemeinschaft zerstört werde, „wird die katholische Kirche zerstört“, so Müller.

Wörtlich nannte Müller die Erklärung des Vatikan zu den Gesprächen „armselig“. Mehr Kritik am Papst geht nicht.“

Daß eine Papst-Stellungnahme, die eine Streitfrage nicht klärt, sondern sie an die Fragesteller zurückgibt, „armselig“ ist, liegt auf der Hand – und zwar für „Freund und Feind“ gleichermaßen. Somit hat Kardinal Müller lediglich einen offensichtlichen Sachverhalt zur Sprache gebracht.

Aber vielleicht ist auch das Selbstverständliche bereits so ungewöhnlich geworden, daß ein Sachkritiker schon als „Gegenpapst“ präsentiert wird.