Staatliche Schieflage heute: Datenschutz – total, aber Schutz vor Pornos – null

Mathias von Gersdorff

Seit Wochen diskutiert ganz Deutschland über die neue „Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)“. Kein Wunder: Diese Verordnung der EU zwingt praktisch jeden Gewerbetreibenden, sich mit einem höchst komplizierten und langen Gesetzestext zu beschäftigen, wenn er keine drakonischen Strafen riskieren will.

Man kann sicherlich darüber streiten, ob darin manches nicht doch sinnvoll und einiges von dem, was die Zeitungen verbreiten, übertrieben ist.

Doch eines ist sicher: Wenn unsere Politiker das Leben und die Gewohnheiten im Internet ändern wollen, dann sind sie bereit, mit brachialem Druck ans Werk zu gehen.

Deshalb ist es ein Skandal, dass dieselben Verantwortungsträger seit Jahren hinnehmen, dass das Internet von illegalen, gefährlichen und jugendgefährdenden Inhalten geradezu überschwemmt wird, denn sie tun nichts dagegen.

Hier einige Fakten, um diese verheerende Pornoflut fassbar zu machen:

* Allein in Deutschland schätzte man schon im Jahr 2005  –  also vor dem Porno-Boom im Internet  –  die Anzahl der Süchtigen auf 500.000.
* Immer jüngere Kinder werden süchtig oder gar kriminell. Schon Vierjährige (!) imitieren die Szenen aus Filmen und missbrauchen dabei andere Kinder.
* Kein Wunder, dass inzwischen Therapeuten und Psychologen Alarm schlagen: Die Pornosucht und andere damit verbundene Erkrankungen (wie etwa sexuelle Dysfunktionen) breiten sich wie eine Seuche aus, vor allem in der Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist. 
* Noch zu wenigen Mitmenschen ist bewusst, in welcher Gefahr sich unsere Kinder und Jugendlichen, unsere Familien und eigentlich unsere ganze Gesellschaft befinden.

Die Zahlen und Zeugnisse von Ärzten sowie wissenschaftliche Untersuchungen, die den Schaden der Porno-Welle im Internet belegen, sind erdrückend:

Die britische National Society for the Prevention of Cruelty to Children schätzt, dass etwa 10 Prozent der britischen 12- bis 13-Jährigen pornosüchtig sind. Eine Studie der „University of East London“ ergab ein solches Resultat für 20 Prozent der 16- bis 20-Jährigen.

Bei dieser Gefahr für die Kinder geht es nicht nur um einen extremen moralischen Angriff auf die Heranwachsenden (was schon schlimm genug wäre). Nein, es geht um einen schwerwiegenden Angriff auf ihre körperliche und psychische Gesundheit:

Heute weiß man, dass Pornographie in ähnlicher Weise süchtig macht wie Heroin – mit dem gravierenden Unterschied, dass Pornographie nahezu überall und zu jeder Stunde verfügbar ist!

* Das Max-Planck-Institut fand in Studien heraus, dass sich die Gehirnmasse in der gleichen Weise ändert und reduziert, wie das bei Heroinsüchtigen geschieht.
* Der Verhaltenswissenschaftler Ralph DiClemente, der eine 3-Millionen-US-Dollar Studie an der „Emory Universität in Atlanta“ geleitet hat, sagt unmissverständlich: Pornographie verdirbt die Weltanschauung und die Beziehungsfähigkeit von Kindern.
* Dr. Mark Sossin von der New Yorker Association of Early Childhood and Infant Psychologists erklärt, dass Pornographie die Fantasie des Kindes geradezu raubt und sie durch die Porno-Bilder ersetzt.

Dass diese Tatsachen zu einer Kriminalisierung führen können, ist hinlänglich bekannt.

Kein Geringerer als Johannes-Wilhelm Rörig, Bundesbeauftragter für Fragen des sexuellen Missbrauchs, erklärte im Jahr 2013:

„Wir verzeichnen einen Anstieg von sexuellen Übergriffen von Jugendlichen auf Kinder bis hin zu Vergewaltigungen. Das liegt auch daran, dass Kinder und Jugendliche heute durch das Internet leichter an Pornographie herankommen und die Hemmschwellen durch die massenweise Verbreitung in den neuen Medien immer mehr abnehmen.“

Deshalb appellieren wir an Politiker und fordern, dass sie einen „Nationalen Aktionsplan gegen Pornographie“ aufstellen:

Unser Alarmruf muss dermaßen laut sein, dass alle Menschen, vor allem solche in entscheidenden Positionen, die Dringlichkeit des Problems erkennen.

Bauen wir zusammen diese große Anti-Porno-Front auf: Unterschreiben Sie bitte heute noch das Bürgermandat „Deutschland braucht einen Aktionsplan gegen Pornographie“, um das Bewusstsein für die Gefahren, denen wir gegenüberstehen, zu wecken: http://www.aktion-kig.org/kampagnen/aktionsplan-gegen-pornographie/

Unser Autor Mathias von Gersdorff aus Frankfurt leitet die Aktion „Kinder in Gefahr“ und die damit verbundene Webseite: https://kultur-und-medien-online.blogspot.com/


10 Kommentare on “Staatliche Schieflage heute: Datenschutz – total, aber Schutz vor Pornos – null”

  1. Rumpelstilzchen sagt:

    Solange die Grünen immer noch gewählt werden, die schamlos vom zu schützenden Kind bis zum wehrlosen Greis die Menschen als Sexualobjekte ohne Würde degradieren und uns das als erotische Nächstenliebe verkaufen, für das Leid vieler geschändeter Kinder und Frauen verantwortlich sind, die sie ihren Goldschätzchen als Freiwild offerieren, die linksgrüne Willkommenskultur selbst an Schulen minderjährige naive Mädchen an ihre ausländischen Peiniger verkuppelt, gewissenlose Lehrköper oder Pfaffen das unterstützen, wird das Problem weiter wachsen. Wenn man kritische Stimmen aus dem Netz löschen kann, dann kann man auch zum Schutz der Kinder Pornoseiten löschen, aber manche Lehrkörper meinen ja sie bräuchten Pornos für den Aufklärungsunterricht, da ist der Besuch mit Grundschüler im Bordell nicht mehr weit, wo die Schüler ohnehin schon im Rahmen der Frühsexualisierung mit Sexspielzeug beglückt werden. Selbst das beim EKD Kirchentag von den Grünen als Werbefilm eingestellte Video für Unisex WC, wo sich ausnahmslos alle sozialen Geschlechter treffen, die biologischen sollen ja abgeschafft werden ist schon Animation für sexuelle Übergriffe, da es keine geschützten Örtchen mehr geben soll.

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  2. Remainer sagt:

    Und plötzlich kann das Netz gar nicht reglementiert genug sein. Aber wehe, die „Meinungsfreiheit“ wird bedroht, wenn man nicht mehr gegen alles hetzen kann, was einem gegen den eigenen, kleinen Tellerrand geht.

    Obszön. Und schlicht und einfach neuländisch lächerlich.

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    • Bernhard sagt:

      Von „hetzen“ möchte ich jetzt nicht reden. Ich stimme mit Matthias von Gersdorff oft nicht überein und traue ihm generell nicht über den Weg (man recherhiere einmal, was sein DVCK e.V. für Ziele hat), aber „Hetze“ kann man ihm nicht vorwerfen.

      Ich kann Ihnen aber zustimmen, dass gerade die „Konservativen“ oft eine Beschränkung der Meinungsfreiheit beklagen, dann aber nach einer stärkeren Zensur des Netzes rufen.
      Und Pornographie lässt sich nicht mal eben löschen wie ein paar unliebsame Kommentare in sozialen Netzwerken. Da müsste man mit riesigem technischem Aufwand im ganzen Land gewisse Inhalte aussperren (wie es z.B. in China geschieht). Und wenn dieser Damm einmal gebrochen ist, dann kann (und wird) die Regierung alle Inhalte zensieren.

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  3. Holger Jahndel sagt:

    studie-zu-christ-sein-in-westeuropa

    https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de/studie-zu-christ-sein-in-westeuropa20180530/

    PORNOSUCHT
    Wer nicht onaniert, ist glücklicher und erfolgreicher?

    https://www.welt.de/vermischtes/plus173760515/NoFap-Jungen-die-nicht-masturbieren-sind-gluecklicher-und-erfolgreicher.html

    Zeit-Fragen > 2012 > Nr.25 vom 11.6.2012 > Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
    Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
    Angriffsziel Schule und Kirche

    von Dr. phil. Judith Barben, Psychologin

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2012/nr25-vom-1162012/moechten-sie-zu-schule-und-bildung-eine-kleine-neurolinguistische-seelenmassage.html

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    • Bernhard sagt:

      Masturbation und Pornokonsum sind nicht ein und dasselbe.

      Und ihre Massagen behalten Sie mal bitte für sich. Beiträge sollten zum Thema passen, meiner Meinung nach.

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      • Holger Jahndel sagt:

        @Bernhard: Es wäre ratsam und hilfreich und informativer für sie, wenn sie die Artikel bzw. Beiträge und Hinweis-Links auch zur Gänze durchlesen würden – dann könnten sie auch mitreden. Im Artikel des Zeit-Fragen Magazins von von Dr. phil. Judith Barben, Psychologin, wird eben gerade vor der NLP-Manipulation durch die antichristlichen Medien gewarnt. Die postmoderne Philosophie des Dekonstruktivismus und der ideologische zersetzende und relativistische und manipulative postmoderne Zeitgeist in unseren heutigen egozentrischen und egomanen Medien-Gesellschaften bedienen sich als irrationale und widervernünftige Ideologien an sich unlogischer Argumentation und der Sophistik und Rabulistik.
        Siehe auch den Theologen und Journalisten und Philosophen David Berger mit seinem Weblog dazu. Ferner auch Frau Gabriele Kuby als Soziologin und Gender-Kritikerin und auch die christliche Psychologin Frau Christa Meves.

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      • Bernhard sagt:

        Ich habe einiges von Christa Meves gelesen, ich kenne auch Gabriele Kuby, und David Berger ist für mich ein heuchlerischer Wendehals (um es mal drastisch auszudrücken).

        Mich nervt ehrlich gesagt, wenn ich (in einem anderen Thread) die Frage stelle: „Wann ist aus christlicher Sicht ein Mann ein Mann, eine Frau eine Frau?“, und Sie kommen mit Kindesmissbrauch und allem Möglichen, nur mit nichts, was eine Antwort auf meine Frage wäre.
        Auch Ihre „Seelenmassage“ bringen Sie regelmäßig, wenn sie mit dem ursprünlichen Thema nichts zu tun hat.

        Aber nun genug davon, ich habe meinen Unmut kundgetan.

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  4. Bernhard sagt:

    Pornographie ist sicher eine Gefahr, und ich mache mir bei meinen Kindern auch große Sorgen.

    Allerdings vergleicht Herr von Gersdorff hier zwei Dinge, die wenig bis nichts miteinander zu tun haben. In dem einen Fall geht es um den Schutz des kleinen Mannes vor zu mächtigen Firmen oder Behörden, in dem anderen quasi um den Schutz des Menschen vor sich selbst.

    Mir ist auch nicht klar, wie Herr von Gersdorff die Pornographie im Netz zurückdrängen will. In den sozialen Medien wird die jetzt schon weitgehend gelöscht. Die einschlägigen Internetseiten lassen sich nicht einfach abschalten, wenn sie im Ausland gehostet sind. Dafür bräuchte es einen internationalen Konsens, der aber nie zustande kommen wird, weil sehr viel Geld dahinter steckt. Dann gäbe es noch die Möglichkeit, die Zugänge per „big Firewall“ zu sperren – aber dann sind wir in China mit seinem zensierten Internet.

    Ich habe auch keine Patentlösung, aber zu dem Artikel kann man erst mal nur sagen: Gut gebrüllt, Löwe!

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  5. Vitellia sagt:

    „Immer jüngere Kinder werden süchtig oder gar kriminell. Schon Vierjährige (!) imitieren die Szenen aus Filmen und missbrauchen dabei andere Kinder.“

    Hier sind ausschließlich die Eltern zuständig!

    Herr Gersdorff schreibt leider nichts über seine Kinder, wie er ihnen, vor allem wenn sie größer sind, den sinnvollen Umgang mit dem Internet erklärt.
    Was ist mit Schülern, die Pornos auf dem Smartphone anschauen?
    Zuerst muss an die Erziehung der Eltern appelliert werden.
    Wie soll die Politik das Internet bestimmen, welche Seiten verbieten?

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    • Bernhard sagt:

      Hat er überhaupt Kinder?
      Das Smartphone ist wirklich eine gefährliche Sache. Ich weiß auch nicht genau, wie man das bei den Kindern handhaben soll. Einerseits können damit wirklich die schlimmsten Dinge vollführt und die Kinder in schlimmste Situationen gebracht werden, andererseits gibt es Schulen, die wichte Informationen für die Schüler über das Smartphone verbreiten.
      Der Vorschlag von Christa Meves, den Kindern das Smartphone nur in die Schule mitzugeben, ist jedenfalls kontraproduktiv (weil sie ja gerade dort am meisten Unsinn anstellen können).

      Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist eine solide Erziehung und ein gutes Vertrauensverhältnis zu den Kindern…

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