Bayern: Kabinett unterstützt Seehofers Linie

Das bayerische Kabinett hat sich zur aktuellen Debatte um die Zurückweisung von Asylbewerbern klar positioniert.

Die Dauerbelastung von Staat und Gesellschaft sei durch den anhaltenden Flüchtlingszustrom und die weiterhin unzureichende Zahl an Rückführungen abgelehnter Asylbewerber nicht hinnehmbar.

Die Zurückweisung von Asylbewerbern unmittelbar an der Grenze sei notwendig, sofern sie ohne gültigen Identitätsnachweis einreisen wollen. Gleiches gilt für bereits in Deutschland abgelehnte Asylbewerber und bereits in einem anderen europäischen Land registrierte, die folglich in der zentralen Fingerabdruckdatei Eurodac aufgeführt sind.

Quelle: https://www.csu.de/aktuell/meldungen/juni-2018/zurueckweisung-von-asylbewerbern-notwendig/


GOTT krönt das Jahr mit seiner GÜTE

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 65 (64),10.11-12.13-14.

Du sorgst für das Land und tränkst es;
du überschüttest es mit Reichtum.
Der Bach Gottes ist reichlich gefüllt,
du schaffst ihnen Korn; so ordnest du alles.

Du tränkst die Furchen, ebnest die Schollen,
machst sie weich durch Regen, segnest ihre Gewächse.
Du krönst das Jahr mit deiner Güte,
deinen Spuren folgt Überfluss.

In der Steppe prangen die Auen,
die Höhen umgürten sich mit Jubel.
Die Weiden schmücken sich mit Herden,
die Täler hüllen sich in Korn.
Sie jauchzen und singen.


Germanistin Sarica beklagt Rassismus in deutsch-türkischer Parallelgesellschaft

In Deutschland ist „türkischer Rassismus“ unter Deutsch-Türken weit verbreitet. Diese Ansicht vertritt die junge Deutschtürkin Tuba Sarica in einem Interview der Tageszeitung „Die Welt“.

Die Germanistin ist in der Nähe von Köln aufgewachsen und Autorin des Buches „Ihr Scheinheiligen! Doppelmoral und falsche Toleranz – Die Parallelwelt der Deutschtürken und die Deutschen“ (Heyne-Verlag). 

Sie erlebe die Deutschtürken „unterm Strich“ als viel rassistischer als die Deutschen. Über antideutsche Einstellungen in der deutschtürkischen Parallelgesellschaft werde hierzulande aber oft geschwiegen. Diese Haltung richte sich gegen „Nichtmuslime, den Westen, Griechen, Aleviten und gegen Juden“.

Besonders perfide sei, dass es eine spezielle Abneigung gegen Deutschland gebe. Ein weit verbreitetes Schimpfwort sei etwa „gavurlar“ (Ungläubige). Deutschtürken fühlten sich den Deutschen überlegen und redeten herablassend über sie: „Die Deutschen vertreten ihrer Ansicht nach alle schlechten Werte und sie selber die guten.“

Quelle und vollständiger Artikel hier: https://www.idea.de/gesellschaft/detail/germanistin-ich-erlebe-deutschtuerken-als-viel-rassistischer-als-deutsche-105642.html


Innerkirchliche Ver(w)irrung in der Debatte um das Frauenpriestertum

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Der Zustand der katholischen Kirche (Gottesdienstbesuch, Sakramentenempfang, Berufungen) ist aus der Statistik gut ersichtlich. Das ist aber nur die quantitative Seite.

Über die qualitative Dimension hat sich der junge Theologieprofessor Joseph Ratzinger 1958 (!) geäußert, wenn er schreibt:

„Die Statistik täuscht. Das dem Namen nach christliche Europa ist seit langem zur Geburtsstätte eines neuen Heidentums geworden, das im Herzen der Kirche selbst unaufhaltsam wächst und sie von innen heraus auszuhöhlen droht“… d.h., dass die Betroffenen „sich nicht mehr einfach den Glauben zueignen, sondern eine sehr subjektive Auswahl aus dem Bekenntnis der Kirche zu ihrer eigenen Weltanschauung machen“ („Hochland“ Nr. 1/59).

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Heute kommt hinzu, dass Glaubenswahrheiten, z.B. zu Interkommunion, Wiederverheiratung nach Scheidung, Frauenpriestertum, die bisher unumstritten waren, aus dem Innern der Kirche, z.B. von Theologieprofessoren, kirchlichen Verbänden (ZDK, KDFB, kfd, etc.) offen abgelehnt bzw. uminterpretiert werden. Das lässt sich am Beispiel der Forderungen nach dem Frauenpriestertum leicht näher darlegen.

Die Ablehnung von Glaubenswahrheiten trägt zur Verunsicherung und Lähmung der Gläubigen bei und erklärt auch, dass die Neuevangelisierung nicht Tritt fassen kann.

Die Kirchenzeitung der Erzdiözese Freiburg (Konradsblatt,Nr. 10/2018, S. 24/25) berichtet über eine Tagung, die mit dem Titel „Frauen in kirchlichen Ämtern, Reformbewegungen in der Ökumene“ vom 7. bis 9. Dezember 2017 an der Universität in Osnabrück stattfand.

Dabei wurde der Zugang zu allen kirchlichen Ämtern, einschließlich des Priestertums für Frauen gefordert. Die Hauptthesen der Osnabrücker Tagung werden im Artikel des Konradsblatt auf sieben Sprechblasen abgedruckt.

Dort heißt es beispielsweise: „Das erklärte Ziel der ökumenischen Bewegung, die sichtbare Einheit der Kirchen, ist nicht zu erreichen ohne eine Verständigung über die Präsenz von Frauen in allen kirchlichen Ämtern“ (These 1), „Nicht der Zugang von Frauen zu den kirchlichen Diensten und Ämtern ist begründungspflichtig, sondern deren Ausschluss“ (These 3), „Die Diskussion darüber, ob Gott eine unveränderliche Anweisung gegeben habe, wie oder durch wen Gott durch das kirchliche Amt bezeugt werden soll, kann und muss offen bleiben“ (These 4), „Die Unterscheidung von spezifischen Diensten innerhalb des einen (sakramentalen) Amtes (Episkopat Presbyterat und Diakonat) hat sich geschichtlich entwickelt und kann in ökumenischer Perspektive weiterentwickelt werden. Alle Dienstformen sollen für Frauen geöffnet werden“ (These 5).

Im Bericht des Konradsblatts kommen vier Frauen aus dem Erzbistum Freiburg zu Wort, die alle im kirchlichen Dienst stehen und sich im Sinne der „Osnabrücker Thesen“ äußern, z.B. dass „die Argumente, die gegen das Frauenpriestertum angeführt werden, nicht haltbar sind“.

Der Osnabrücker Bischof war lt. Artikel „fast die ganze Zeit anwesend“. Es wird nicht berichtet, dass er die Gelegenheit wahrnahm, die vorgebrachten Thesen zu korrigieren. Der Relativismus ist tief in die Kirche eingedrungen.

Die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe ist seit 2000 Jahren unbestrittene und praktizierte Glaubenswahrheit. Dass Joh. Paul. II. mit dem Schreiben „Ordinatio sacerdotalis“ vom 22. Mai 1994 das in Erinnerung bringen musste, hat mit der Tatsache zu tun, dass heute alle Glaubenswahrheiten bis hin zu den Fundamenten, auf denen die Kirche steht, z.B. die Auferstehung Christi, bestritten werden.

Versuche, die Aussagen von Joh. Paul II. in „Ordinatio sacerdotalis“ in Frage zu stellen, hat die Glaubenskongregation 1995 eindeutig beantwortet. Dort heißt es:

„Diese Lehre fordert eine endgültige Zustimmung, weil sie, auf dem geschriebenen Wort Gottes gegründet und in der Überlieferung der Kirche von Anfang an beständig bewahrt und angewandt, vom ordentlichen und universalen Lehramt unfehlbar vorgetragen worden ist“… „Unfehlbarkeit betrifft nicht nur feierliche Ankündigungen eines Konzils oder Papstes, wenn dieser ‚ex  cathetra‘ spricht, sondern auch das normale und universale Lehramt der Bischöfe weltweit, wenn sie etwas in Gemeinschaft untereinander und mit dem Papst, als katholische Lehre definitiv festzuhalten vorlegen“ (zitiert nach Konradsblatt 24/2018, S. 5).

Wenn die internationale Frauenkonferenz „Voices of Faith“ vom 8. Mai 2018 in Rom oder die Konferenz mit dem Titel „Frauen in kirchlichen Ämtern Reformbewegungen in der Ökumene“ oder Theologen wie der Münsteraner Dogmatiker Michael Seewald („Herder – Korrespondenz“ Juni 2017) oder der Jesuit Stefan Kiechle (Maiausgabe der „Stimmen der Zeit“) diese Glaubenswahrheiten in Abrede stellen, wobei Kiechle bereit wäre, auch ein Schisma in Kauf zu nehmen („eucharistisch Austrocknung der Kirche“ wegen Priestermangel sei ein“ größerer und schwerer zu verantwortender Schaden als das Schisma einiger Gralshüter eines sehr alten Kirchenbildes“), so zeigt dies das Ausmaß des Ungehorsams in der Kirche!

Auf die Konsequenzen der Ablehnung von definierten „Glaubenswahrheiten“ weist Kardinal Walter Brandmüller in der Tagespost  vom 17.5.2018 mit folgenden Worten hin:

„Wer dennoch an der Forderung bzw. Möglichkeit der Priesterweihe – und damit auch der Diakonenweihe – für Frauen festhält, hat die Grundlagen des katholischen Glaubens verlassen. Er erfüllt damit den Tatbestand der Häresie, die den Ausschluss aus der Kirche – Exkommunikation – zur Folge hat. Auch den Ausschluss von allen kirchlichen Ämtern etc“.


Unionsfraktion beklagt Blockade der SPD bei Mißbrauch des Abmahnrechts

Die Koalitionsfraktionen fordern die Bundesregierung auf, schnell Maßnahmen gegen missbräuchliche Abmahnungen zu ergreifen. Dazu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker:

„Der Missbrauch des Abmahnrechts durch schwarze Schafe sorgt vor allem bei Selbstständigen, kleinen Unternehmen und Vereinen für Unsicherheit und Frust. Als Union wollen wir dem ein Riegel vorschieben, so wie wir es im Koalitionsvertrag vereinbart haben.

Die SPD hat leider mögliche Sofortmaßnahmen im Zuge des Gesetzes zur Einführung der Musterfeststellungsklage abgelehnt, die in einem ersten Schritt missbräuchliche Abmahnungen in Bezug auf die neue Datenschutzgrundverordnung eingeschränkt hätten.

Es besteht aber Einigkeit mit der SPD, das Thema nun umfassend anzugehen. Ein Gesetzentwurf hierzu soll bis zum 1. September vorgelegt werden. Ziel ist es, vor allem Selbstständigen, kleinen Unternehmen und Ehrenamtlichen Sicherheit vor missbräuchlichen Abmahnungen zu bieten.“


Psychologen gegen staatliche Förderung der Fremdbetreuung von Kleinkindern

Der Verband Familienarbeit bat erfahrene Fachleute um eine kurze Stellungnahme zur frühkindlichen Erziehung, die wir hier im vollen Wortlaut dokumentieren:

Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft

Das soziale Verhalten eines Erwachsenen wird wesentlich von den frühen Entwicklungsbedingungen geprägt. Entwicklungspsychologische Erkenntnisse, die Bindungsforschung, die Säuglings- und Kleinkind- und die Hirnforschung geben wissenschaftlich gesicherte Auskunft über hilfreiche und schädigende Einflüsse auf die Kindesentwicklung.

Verkürzt gelten dabei die Aussagen:

Gute Beziehung verbessert die Chancen von Erziehung!
Bindung ist die wichtigste Voraussetzung für Bildung!
Die Fähigkeit für demokratisches, freiheitliches und tolerantes Verhalten wird durch die frühe Beziehungsqualität zwischen Eltern und Kind gewonnen!

Deshalb ist eine Politik zu fordern, die optimale Entwicklungsbedingungen für Kinder fördert. Wir treten daher für eine Familienpolitik ein, die es den Eltern erlaubt, ihre Kleinkinder selbst zu betreuen.

Wir fordern:

  • ein Grundgehalt für Eltern für die ersten drei Jahre eines Kindes (inkl. sozialer Absicherung), das alternativ auch zur Finanzierung einer außerhäuslichen Betreuung nach Wahl der Eltern verwendet werden kann,
  • Erleichterung von Teilzeitarbeit von Eltern bei gleichzeitigem Karriereschutz, z.B. in Form von Home office-Arbeitsplätzen,
  • Kostenlose Angebote für „Eltern-Schulen“ zur Verbesserung der Beziehungsfähigkeit von Eltern und als Hilfe zur Konfliktbewältigung.
  • Kinderkrippen für Kinder unter drei Jahren sollten nur aus Not- und Ausnahmegründen vorgehalten werden mit optimalen Betreuungsmöglichkeiten durch einen hohen Personalschlüssel (2 – 3 Kinder / Krippenbetreuer).

Diese Stellungnahme haben unterzeichnet:

Dr. Hans-Joachim Maaz, Psychoanalytiker und Psychiater
Dr. Rainer Böhm, Leitender Arzt Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Bethel
Dr. Gerald Hüther, Neurobiologe
Prof. Dr. Hans Sachs, Psychotherapeut, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Prof. Dr. Serge Sulz, Psychiater, Psychologe, Psychotherapeut
sowie die Mitglieder des Bündnisses „Rettet die Familie“:
Antje Kräuter, Diplompsychologin, Psychologische Psychotherapeutin
Marlies Wildberg, Diplompsychologin, Psychologische Psychotherapeutin