Berlin: Bundespolizei geht gegen Messer vor

Am kommenden Wochenende führt die Bundespolizei auf Berliner Bahnhöfen Kontrollen durch, um mitgeführte Waffen aufzufinden. Für die betroffene Strecke gilt Freitag- und Samstagnacht ein Verbot von Messern und anderen gefährlichen Werkzeugen.

Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Dr. Mathias Middelberg:

„Mit den Waffenkontrollen in Berliner Bahnhöfen und Zügen am Wochenende setzt die Bundespolizei ein wichtiges Signal gegen die Verrohung des öffentlichen Raums. Auch in Großstädten wie Berlin müssen sich die Bürger jederzeit ohne Sorge um Leib und Leben bewegen können. Damit die Bundespolizei wieder mehr Präsenz zeigen und Kontrollen durchführen kann, hat die Union im Bund die Schaffung zusätzlicher Stellen durchgesetzt.

Zudem ist es erfreulich, dass im Land Berlin das Drängen der CDU wirkt und der Innensenator nun endlich für mehr Videoüberwachung in der Stadt sorgen will. Das ist längst überfällig.“

Foto: Michael Leh


10 Kommentare on “Berlin: Bundespolizei geht gegen Messer vor”

  1. Ursula Kempe sagt:

    Wem haben wir es zu verdanken?

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  2. Vitellia sagt:

    Bernhard hat gut geantwortet!!

    Adolf Breitmeier amüsiert mich mit seiner Aussage zum Taschenmesser:
    „Dann und wann benutze ich es auch, sogar im Restaurant, wenn dort die Messer zu stumpf sind.“
    LACH, mein Mann hat kein Taschenmesser dabei.
    Das haben wir noch nie gesehen, dass jemand im Restaurant das Essen mit dem Taschenmesser bearbeitet, weil das Messer vom Besteck zu stumpf war.
    Ich empfehle, nur ein Bier zu bestellen!

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    • Marc sagt:

      Ganz aktuelles Thema leider wieder, nachdem demnächst wohl wieder mehr verboten werden soll.
      Das Problem ist doch, dass jeder kriminalisiert wird. Es geht nicht darum, ob es lächerlich ist, ein Messer bei sich zu tragen, sondern dass man aufpassen muss, wo man es darf und wo nicht. (Übrigens: Lächerlich? Esst ihr alle mit den Fingern? Immer diese moralisch Einwandfreien, die über allem stehen und für alles eine Schublade haben.)
      Fahre ich mit dem Zug und habe ein Schweizer Messer dabei – weil es praktisch ist -, mache ich mich strafbar. Bin ich zufällig auch noch Sportschütze, habe ich ein Problem, weil ich die Zuverlässigkeit verlieren kann.
      Man kann über diese Verbote zwar lachen, als Lappalie abtun darf man das aber nicht.
      Jeder, der im Kaufhaus künftig ein Messerset kauft, macht sich strafbar.
      Das Argument „ja, darum geht es ja nicht“ ist Quatsch. Wenn man kontrolliert wird, geht es doch eben auch darum.
      Das Pfefferspray ist ebenfalls verboten. Man darf und soll sich nicht wehren können. Auch nicht der minderjährige Nachwuchs, der abends unterwegs ist. Wer fühlt sich durch so eine Maßnahme jetzt sicherer? Ich nicht.
      Denkt mal darüber nach. Solche Aktionen gab es schonmal … gar nicht so lang her.

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  3. Adolf Breitmeier sagt:

    Seit meinem fünften Lebensjahr (also jetzt 76 Jahren) trage ich ein Taschenmesser in der Tasche. Dann und wann benutze ich es auch, sogar im Restaurant, wenn dort die Messer zu stumpf sind. Warum sollte ich jetzt diese Gewohnheit aufgeben?

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    • Bernhard sagt:

      Es geht hier ja nicht um ein generelles Verbot, sondern nur um Bahnhöfe in Berlin am Wochenende. Das lässt sich wohl verschmerzen, wenn man zu dieser Zeit dort nicht mit einem Messer herumlaufen darf.

      Generell gilt nach wie vor: Messer mit weniger als 10cm(?) Klingenlänge und mit nicht feststellbarer Klinge gelten nicht als Waffen.

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      • Es kann auch ein Schraubenzieher etc. sein.
        Sie sollten sich auch hüten, ein Teppichmesser zu kaufen, denn das gilt schon seit Jahren als VERBOTENE WAFFE, wenn sie es draussen mit sich tragen. Es fällt unter Einhandmesser. Sie müssen es in einem verschlossenen Behältnis transportieren…

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  4. Das gilt auch für CS-Gas!
    Frauen machen sich jetzt also strafbar, wenn sie aus Angst diese kleinen Döschen mitnehmen.
    Es ist ein absoluter Witz.
    In England sieht man, wozu ein Messerverbot geführt hat – zu mehr Morden.

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    • Bernhard sagt:

      Von CS-Gas ist in dem Artikel doch gar keine Rede, sondern von „Messern und anderen gefährlichen Werkzeugen“. Zumal CS-Gas sowieso nichts hilft. Da muss es schon Pfefferspray sein.

      Den genauen Vorgang in England kenne ich nicht; generell aber gilt natürlich: Mehr Waffen bedeutet mehr Gelegenheit, Waffen einzusetzen, folglich mehr Vorfälle mit Waffen. Dieses Gerede von „bad guy with a gun – good guy with a gun” ist billige Propaganda der yankee-amerikanischen Waffenlobby.

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      • In diesem Beitrag steht nichts davon, es ist aber so. Bei den ersten Kontrollen wurden auch SCHRAUBENZIEHER konfisziert.

        ps: Die sicherste Stadt in den USA ist die, die vorschreibt, dass in jedem Haushalt eine Schusswaffe sein muss. Kein Witz. Die Verbrecher machen einen Bogen um die Stadt.

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      • Marc sagt:

        > Mehr Waffen bedeutet mehr Gelegenheit, Waffen einzusetzen
        Diejenigen, die Waffen einsetzen wollen, werden sich durch das Verbot nicht abhalten lassen.
        Wieso es zu weniger Problemen kommen sollte, nur weil ich kein Multitool mehr führen darf, von dem ich hauptsächlich die Zange und den Kapselheber nutze, wird nicht erläutert.
        Im Gegenteil werde ich aber kriminalisiert. Man muss abhängig vom geplanten Weg den Tascheninhalt jetzt prüfen, Macht man einen Fehler und hat die Nagelschere noch mit dabei, tja, erwischt man einen Polizisten, der einen schlechten Tag hat, Pech gehabt. Ist ein gefährlicher Gegenstand.

        Weiterhin ist Pfefferspray in Waffenverbotszonen eben auch verboten. Abgesehen davon darf Pfefferspray auch nicht als Selbstverteidigungsmittel verwendet werden, nur zur Tierabwehr.

        Es geht nicht darum, dass man ein Messer als Verteidigungsmittel bei sich führt, sondern dass die Kultur sich dahingehend ändern sollte, dass Messer und deren Besitzer nicht pauschal als gefährlich gebrandmarkt werden.
        Und nur, weil man selber keins führt, heißt das nicht, das Rech zu haben, anderen ein Führverbot unter dem Deckmantel der Moral erteilen zu dürfen.

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