Deutsch-israelischer Autor: Die Führerschein-Erlaubnis nicht auf 16 Jahre absenken

Von Klaus Moshe Pülz

Als 82-jähriger Autofahrer, der über zwei nationale Führerscheine verfügt, einem deutschen und israelischen, mit 50-jähriger Fahrpraxis, wundere ich mich immer wieder über die disziplinierte Fahrweise der Deutschen.

Im Ausland sowie wie in Israel oder in arabischen Ländern, in Paris und Rom kurven noch dazwischen Vespas, Motorroller und Motorräder und zwängen sich geradezu bis zur Ampelanlage vor.

Die meisten Autounfälle mit tödlichem Ausgang verursachen junge Raser, die für ihre Rücksichtslosigkeit und Frechheit bekannt sind. Da es ohnehin keinen Respekt mehr vor alten Menschen gibt, handelt man sich dabei noch einen „Stinkefinger“ oder unflätige Bemerkungen ein.

Dabei soll nun die Berechtigung, einen Führerschein zu erhalten, auf 16 Jahre abgesenkt werden, was die Unfallzahlen nicht nur weiter erhöhen werden, sondern zudem die Überbelegung der bundesdeutschen Straßen weiter fördern wird.

Ob und inwieweit eine weitere Verschärfung des Strafkataloges beim Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg für Abhilfe sorgen wird, mag bezweifelt werden, denn hier müßte auch die Altersklasse bei einer Strafzumessung berücksichtigt werden.

Wenn demnach ein erfahrener Autofahrer einen Strafpunkt wegen einer Kleinigkeit erhält, so wird dieser neuerdings erst nach 2,5 Jahren zwar gelöscht, aber die neu eingeführte so genannte „Überliegefrist“ beläuft sich auf ein weiteres Jahr, so daß besagter Punkt doch erst nach 3,5 Jahren endgültig gelöscht wird. Diese Kriminalisierung vor allem älterer Autofahrer erachte ich als überzogen, was zudem auch die Unfallfluchten fördert, um sich keine Strafpunkte in Flensburg einzuhandeln.

Durch den Zuzug von afrikanischen und vorderasiatischen Emigranten, die geregeltes und diszipliniertes Fahrverhalten niemals gelernt haben, und deren nationaler Führerschein in Deutschland umgeschrieben wird, aggraviert die Situation auf deutschen Straßen.

Als ich nachts in Jordanien Auto fuhr, begegnete ich auf dem Highway einen Reiter auf einem Esel, dem ich beinahe ins Hinterteil gefahren wäre. Auch bei Pannen pflegen in solchen Ländern die Autofahrer große Steine um ihr Pannenfahrzeug zu legen, anstatt ein Pannendreieck in 100 Meter Abstand aufzustellen. Und wenn die Panne behoben ist, lassen sie die großen Steine einfach auf der Autobahn liegen.

Wer also im Ausland ein Mietfahrzeug least, muß mit allerlei Schwierigkeiten rechnen, vor allem auch mit solchen, bei denen Autofahrer den Winker falsch bedienen. Daher empfehle ich stets, defensiv zu fahren, um gegen alle möglichen Verkehrsfehlern anderer Verkehrsteilnehmer gewappnet zu sein und dementsprechend zu reagieren.

Der judenchristliche Publizist Klaus M. Pülz wirkt als Autor und Prediger in Deutschland und Israel; er leitet den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt die Zeitschrift “Bote Neues Israel” heraus. 

One Comment on “Deutsch-israelischer Autor: Die Führerschein-Erlaubnis nicht auf 16 Jahre absenken”

  1. Claus Stephan Merl sagt:

    In den USA funktioniert der Führerschein ab 16 ganz gut. Wir durften in Deutschland Mitte der 70er Jahre mit 16 zwar nicht Auto, aber zumindest ein Kleinkraftrad fahren. Die hatten meistens 6 – 8 PS und hatten eine Höchstgeschwindigkeit von 80 – 100 km/h. So habe ich gelernt, im realen Verkehr „auf Augenhöhe“ mit Autos zu fahren. Und das war gut so. Man könnte auch daran denken, beim PKW-Führerschein eine Leistungsbeschränkung auf z.B. 30 PS für die Zeit bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres einzuführen.

    Fahrer ab 70 sollten sich übrigens jedes Jahr einer Fahreignungsprüfung unterziehen.

    Liken


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