Die SPD ist längst keine Volkspartei mehr

Beatrix von Storch

Dass die SPD keine Volkspartei mehr ist, spricht sich inzwischen sogar in der SPD herum. Der Politikwissenschaftler Wolfgang Merkel gehört der Grundwertekommission der SPD an. Er rät den Sozialdemokraten: „Die SPD muss sich von ihrem Anspruch verabschieden, Volkspartei zu sein.

Die SPD sei in Wahrheit schon jetzt „keine echte Volkspartei mehr, weder von ihrer Sozialstruktur her, noch indem sie bestimmte Milieus dominiert“.

Was Kurt Schumacher, Willy Brandt und Helmut Schmidt nach dem Krieg aufgebaut haben, haben 68er, linke Akademiker und Politiker mit der Karriereleiter Kreissaal-Hörsaal-Plenarsaal grundlegend ruiniert.

Im Jahr 1981 erklärte Bundeskanzler Helmut Schmidt: „Wir können nicht mehr Ausländer verdauen, das gibt Mord und Totschlag.“ – Ein Jahr darauf verkündete Schmidt: „Mir kommt kein Türke mehr über die Grenze.“

Wäre die SPD dieser Linie treu geblieben, dann wäre sie vielleicht heute noch eine Volkspartei. Stattdessen will die SPD den Familiennachzug in die Sozialsysteme, lehnt die Zurückweisung an der Grenze ab und ist Vorkämpferin für den Beitritt der Türkei in die EU.

www.beatrixvonstorch.de


Herrliches Sommerfest auf Schloß Assen: Gelungenes Theaterstück über Thomas Morus

Von Felizitas Küble

In Ostwestfalen (Lippetal) befindet sich das eindrucksvolle Haus Assen, ein typisch westfälisches Wasserschloß, das von der theologisch konservativen Ordensgemeinschaft SJM (Diener Jesu und Mariens) betreut und verwaltet wird – früher als Jungen-Internat, heute als Tagungs- und Seminarhaus: http://www.haus-assen.de 

Zudem gibt es Freizeiten für Familien und im Sommer ein „Assenfest“, manchmal mit einem tollen Theaterstück, das stundenlang dauert, aber von meist jugendlichen KPE-Pfadfindern echt professionell gespielt wird.

Vor zwei Jahren erleben wir einen spannenden Western auf dem Rasen zwischen Schloß und Wald, diesmal ging es ohne „Geknalle“ ab, freilich mit umso mehr geistigem Gehalt, handelte es sich bei dem Helden doch immerhin um einen Heiligen: Thomas Morus, Ex-Lordkanzler des englischen Königs und Märtyrer der katholischen Kirche.

Die gelungene Darbietung fand recht originell auf dem Hofplatz von Haus Assen statt – dazwischen der breite Wassergraben der Burg – und auf der Weide saßen keine Kühe, sondern die Zuschauer, darunter eine Reihe katholischer Priester, die über den „Fluß“hinwegschauten, um das mehrstündige Theaterstück zu sehen.

Die Akustik war trotz der erheblichen Entfernung sehr gut und deutlich, die Schauspielkunst der Laienspieler beachtlich. Da dieses Stück weitgehend aus Dialogen bestand, ohne daß dabei die „Action“ fehlte, gab es für die Spielteilnehmer sehr viel auswendig zu lernen; immerhin dauerte das Theater weit über zwei Stunden.

Das Thema schien uns aktuell wie noch nie:

BILD: Der König auf dem Weg zu seinem Lordkanzler Morus auf dem Boot mit Hofstaat

Es ging um jenen mutigen Heiligen, der sich im 16. Jahrhundert weigerte, dem ehebrecherischen König Heinrich VIII. zu folgen, nachdem dieser nicht „nur“ – gegen den Willen des Papstes – seine rechtmäßige Gemahlin verstieß und seine Geliebte Anne Boleyn heiratete, sondern sich im Gefolge seiner sittenlosen Aktivitäten auch noch von der katholischen Kirche loslöste und eine eigene Konfession ins Leben rief: die anglikanische nämlich, bekanntlich seitdem „Staatskirche“ von Großbritannien.

Auch wenn der römische Papst prinzipientreu blieb und das Ehesakrament gleichsam „auf Biegen und Brechen“ tapfer gegen einen mächtigen König verteidigte, so sah es mit den Bischöfen auf der Insel trostlos aus:

Mit einer Ausnahme – dem unbeugsamen Märtyrer John Fischer –  unterwarfen sich alle Oberhirten den Forderungen des tyrannischen Herrschers, der übrigens insgesamt sechsmal heiratete und drei seiner Ehefrauen der Hinrichtung zuführte – also sicherlich nicht gerade das, was man unter einem glaubwürdigen Kirchengründer versteht.

BILD: Thomas Morus betet zum Abschied mit seiner Frau und Tochter

Es ging also um die Unauflöslichkeit einer sakramental geschlossenen Ehe  – und hier konnte das Oberhaupt der Katholischen Kirche nicht um eines faulen Friedens willen nachgeben.

Die Sakramente sind von Christus selbst gestiftet und seiner Kirche anvertraut – und damit steht die Kirche „unter“ dem Willen des HERRN, dem sie zu dienen hat – und nicht umgekehrt, denn die Sakramente sind keine kirchliche Verfügungsmasse – dem Zeitgeist untertan – sondern unantastbare Gnadenmittel Gottes, sie sind Geheimnisse des Höchsten.

Wer heute darüber klagt (und dies gewiß nicht zu Unrecht), daß allzu viele Bischöfe sich mehr am Weltgeist als am Heiligen Geist orientieren, der möge sich damit „trösten“, daß es diesbezüglich nichts Neues unter der Sonne gibt – wobei das Versagen der damaligen englischen Bischöfe in der Kirchengeschichte leider nicht einzig dasteht (erinnern wir uns z.B. an die Krise des Arianismus im 4. Jahrh. ff.), doch dieses Thema ist ein weites Feld.

BILD: Thomas Morus tröstet seine Tochter, oben steht der Henker mit seinem Beil, rechts außen ein angepaßter Bischof, der sich dem ehebrecherischen König unterwarf

Das Theaterstück über Thomas Morus mit dem Titel „Ein Mann zu jeder Jahreszeit“ war nicht nur hervorragend gespielt, sondern machte auch nachdenklich, nicht nur wegen seiner gleichsam „beklemmenden“ Aktualität; vielmehr wirkte es auch als Selbstimpuls, als Appell an das eigene Ich und Gewissen, den Willen Gottes bzw. die Gebote des Ewigen ins Zentrum des eigenen Lebens zu rücken und GOTT mehr zu gehorchen als den Menschen und dem gerade „angesagten“ Zeitgeist.

Das Sommerfest begann aber nicht mit dem Thomas-Morus-Theater, sondern mit einem feierlichen Hochamt im alten Ritus, das vom Generaloberen der SJM-Ordens, Pater Paul Schindele, in der Schloßkapelle würdevoll zelebriert wurde. Auch die Gläubigen wirkten gesammelt und andächtig, was man in den „normalen“ Gemeindemessen oft vermißt.

Nach dem Gottesdienst begann die eindrucksvolle eucharistische Prozession um das Schloß herum, es wurden Kirchenlieder gesungen und Litaneien gebetet. Pater Harald Volk, Hausoberer von Schloß Assen, trug das Allerheiligste unter dem „Himmel“. In dieser idyllischen Landschaft und in der Gemeinschaft so vieler gläubiger Katholiken konnte die Verehrung und Anbetung des Altarsakramentes das Herz des Kirchenvolks besonders erwärmen.

Nach der Prozession gab es für die Pilgerschar ein geselliges Beisammensein mit reichlich Pommes, Salat, Wurst und Fleisch. Viele Leute, die sich bereits kannten, freuten sich über ein Wiedersehen, andere lernten sich dort kennen und schlossen neue Kontakte unter Gleichgesinnten.

Nach dem Essen ging es auf die Stühle und Bänke der „grünen Wiese“ zum Theaterstück, wobei der Ordensobere einige personelle Veränderungen erläuterte und den Patres von Haus Assen für ihre loyale, kreative und zuverlässige Arbeit dankte, vor allem Superior Harald Volk (siehe Foto), aber auch Pater Tobias Christoph, der sein Wirkungsfeld für die Jugend- und Familienarbeit bald nach Süddeutschland „verlegen“ wird.

Als das anspruchsvolle Theaterstück  – gespielt von den Kölner KPE-Stämmen  –   zu Ende war, wirkten die Zuschauer recht gedankenschwer und innerlich bewegt, wobei die Eindrücke bald in geselliger Runde ausgetauscht werden konnten, denn es gab Kaffee und eine nicht enden wollende Anzahl von leckersten Kuchen (mitgebracht von den Gästen), so daß man es mit der „Qual der Wahl“ zu tun bekam…

Das ganze „Assenfest“ war auch diesmal wieder eine von A  bis Z gelungene Veranstaltung, vor allem für Familien und junge Katholiken – den Patres und KPE-Pfadfindern bzw. Schauspielern sowie allen Helfern sei ein herzliches Dankeschön gesagt. 

Übrigens: Das derzeitige Foto auf unserer Startseite ganz oben zeigt Wildgänse  vor Haus Assen, die von der Wiese ins Wasser trabten und nun Richtung Schloß unterwegs sind

 

 


SELK spricht sich gegen Interkommunion aus

Die theologisch konservative „Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK)“ orientiert sich strikt an Luthers Abendmahlsverständnis, das von der Realpräsenz Christi ausgeht und sich von daher deutlich vom reformierten Standpunkt Calvins und Zwingli sowie vom liberalen Protestantismus der EKD unterscheidet. Daher widerspricht die SELK den immer lauter werdenden Forderungen nach einer „Abendmahlsgemeinschaft“ bzw. Interkommunion zwischen den Konfessionen.

In diesem Sinne übermittelte die SELK per Newsletter heute die folgende Pressemitteilung:

„Lutherisch ist anders“ lautet ein Beitrag von Superintendent Wolfgang Schillhahn (Oberursel) von der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK), der am 25. Juni in dem Internetmagazin http://www.kath.net (Linz/Österreich) veröffentlicht wurde (http://www.kath.net/news/64230).

Anlass für diesen Beitrag des Verfassers war eine Veröffentlichung von Claudia Sperlich auf den Seiten von www.kath.net vom 12. Juni (http://kath.net/news/64081), in dem sie sich mit dem Abendmahlsverständnis der evangelischen und römisch-katholischen Kirche auseinandersetzt.

Sperlich spricht dabei sehr undifferenziert von „Protestanten und Katholiken“ und beschreibt dann doch die Lutheraner als Christen, bei denen es „vom persönlichen Glauben“ abhänge, „ob Brot und Wein gewandelt wird.“ Sehr klar spricht sie von der Realpräsenz des Leibes und Blutes Christi in der Eucharistie und folgert: „Katholiken und Protestanten haben ein so unterschiedliches Verständnis von Eucharistie bzw. Abendmahl und von Sakramenten, daß eine gemeinsame Kommunion nur durch geistige Verbiegung möglich ist.“

Schillhahns Anliegen ist es, in seinen Anmerkungen zu diesem Beitrag darauf hinzuweisen, dass die möglichst vorurteilslose Information über Lehre und Leben der jeweils anderen Konfession unerlässliche Voraussetzung für jedes ökumenische Gespräch ist. Da gebe es auf allen Seiten immer noch viel zu tun.

Besonders im sensiblen Abendmahlsgespräch müssten die verschiedenen Bekenntnisse innerhalb des protestantischen Kirchenbundes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) beachtet werden.

Damit römisch-katholische Christen eine kleine Vorstellung davon bekommen, was unter dem Dach „Protestanten“ möglich ist, stellt Schillhahn das lutherische Abendmahlsbekenntnis des lutherischen Augsburger Bekenntnisses dem reformierten Heidelberger Katechismus gegenüber.

Er stimmt mit Claudia Sperlich darin überein, dass hier unüberbrückbare Positionen deutlich werden und weist zugleich darauf hin, dass die lutherische Kirche, wie sie etwa die SELK darstellt, zwischen der römisch-katholischen Kirche und den evangelischen Landeskirchen eine eigene Position einnimmt.

Schillhahn warnt davor, das eine voreilige Abendmahlsgemeinschaft unter konfessionsverschiedenen Kirchen das weitere abendmahlstheologische Gespräch verhindere „und uns am Ende mit einer frommen, kernlosen Zeremonie“ zurücklasse, „die uns vorenthält, was uns der Herr Christus in der Nacht des Verrats bereitet hat: das Sakrament seines wahren Leibes und Blutes, das uns Vergebung, Leben und Seligkeit schenkt.“

Der SELK-Superintendent schreibt weiter:

„Ich kann mit allen Christen Gottesdienst feiern. Abendmahlsgemeinschaft aber setzt Kirchengemeinschaft voraus und duldet keine theologischen Vorbehalte gegen die Kirche, die mir das Hlg. Mahl reicht. Wir haben noch viele theologische Fragen aneinander.“


CSU-Politiker Dobrint: Seehofers Asyl-Masterplan ist „Antwort auf Systemkrise“

„Wir wollen Ordnung an unseren Grenzen“

Im Interview mit dem „Spiegel“ hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt zur aktuellen Asyldebatte deutlich gemacht: „Im Koalitionsvertrag steht, dass sich die Flüchtlingssituation von 2015 nicht wiederholen darf. Das sicherzustellen, ist unsere gemeinsame Aufgabe in der Koalition.“ 

Der CSU-Politiker betonte, man habe der Kanzlerin ein Angebot gemacht: „Wir verständigen uns auf eine Zurückweisung von Migranten an der Grenze, die bereits in einem anderen europäischen Land registriert sind. Das ist die Umsetzung von deutschem und europäischem Recht. Bringt der EU-Gipfel andere, aber wirkungsgleiche Ergebnisse, berücksichtigen wir das und bewerten die in Deutschland getroffenen Maßnahmen neu.“

Das Ziel sei dabei für die CSU klar: „Wir wollen, dass die Asylverfahren von Migranten in den Ländern stattfinden, in denen sie registriert worden sind, und Ordnung an unseren Grenzen hergestellt wird.“

Laut Dobrindt sei ein wirkungsgleiches Ergebnis erreicht, wenn bereits in einem andern EU-Land registrierte Personen unmittelbar dorthin zurückkehren müssten, damit ihr Asylverfahren dort durchgeführt werden könne. Sollte dieser Fall nicht eintreten, müssten Zurückweisungen an der deutschen Grenze schnell umgesetzt werden.

Dobrindt sieht die Union in der Pflicht, gültiges Recht im Interesse der Bevölkerung wieder durchzusetzen:

„Wir haben eine tiefe Vertrauenskrise in der Gesellschaft gegenüber der Politik und der Handlungsfähigkeit unseres Staates. Mittlerweile erreichen doch unsere Bürger nahezu jeden Tag Nachrichten, die sie in ihrer Einschätzung bestätigen, dass wir die Lage nicht im Griff haben und teilweise eklatante Systemfehler bestehen. Diese Systemfehler abzustellen, sehe ich als gemeinsame Aufgabe der Unionsparteien. Wir müssen zeigen: Wir setzen nicht nur Recht, sondern wir setzen es auch durch.

Der von Bundesinnenminister Horst Seehofer vorgelegte Masterplan Migration müsse daher schnell durchgesetzt werden, so Dobrindt: „Er ist die Antwort auf die offensichtliche Systemkrise um das Thema Migration. Ich bin überzeugt: Die Lösung dieser Systemkrise muss ein gemeinsames Anliegen aller Koalitionsparteien sein.“

Quelle und Fortsetzung der CSU-Meldung hier: https://www.csu.de/aktuell/meldungen/juni-2018/gueltiges-recht-durchsetzen/


GOTT ist die FREUDE der ganzen WELT

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 48 (47),2-3ab.3cd-4.10-11.

Groß ist der HERR und hoch zu preisen
in der Stadt uns’res Gottes.
Sein heiliger Berg ragt herrlich empor;
ER ist die Freude der ganzen Welt.

Der Berg Zion liegt weit im Norden,
ER ist die Stadt des großen Königs.
Gott ist in ihren Häusern bekannt
als ein sicherer Schutz.

Über deine Huld, o Gott, sinnen wir nach
in deinem heiligen Tempel.
Wie dein Name, HERR, so reicht dein Ruhm
bis an die Enden der Erde,
deine rechte Hand ist voll von Gerechtigkeit.