„Mein Wille geschehe“ als Hintergrundmotiv eines magisch/charismatischen „Glaubens“

Von Felizitas Küble

Die Hinwendung zu überirdischen Mächten und Gewalten ist so alt wie die Menschheit, denn als Geschöpfe Gottes sind wir „unheilbar religiös“ – und das ist zunächst auch gut so.

Allerdings gelangt die „gefallene“ menschliche Natur, wenn ihr nicht von Gottes Selbstoffenbarung der richtige Weg gewiesen wird, allzu leicht in innere Gefahren und Irrtümer  – auch und gerade in religiöser Hinsicht. Vielfache Verirrungen in paganen (heidnischen) Religionen  – womit nicht allein z.B. die grausamen „Menschenopfer“ gemeint sind – sprechen hierzu eine klare Sprache.

Der Mensch ist stets in Gefahr, sich in seiner „Re-ligio“ (Rückbindung an Übernatürliches, „Göttliches“) vor allem an eigenen Wünschen und Interessen zu orientieren. So entstand und entsteht das magische Denken und Fühlen, das die „höheren Mächte“ für eigene Anliegen vereinnahmen möchte, gleichsam die „Gottheiten“ als Erfüllungsgehilfen in eigener Sache betrachten.

Um sie entsprechend „gnädig“ und geneigt zu stimmen, werden bestimmte Rituale und Formeln angewandt, damit die unsichtbaren, übersinnlichen Gewalten „richtig“ funktionieren. Diese Aberglaubenshaltung ist von Angst und vom Wunsch zugleich bestimmt, einer Furcht vor der möglichen Willkür dieser numinosen Mächte, zugleich das Verlangen nach Erfüllung der eigenen Sehnsüchte.

„Höhere Mächte“ in den (eigenen) Dienst nehmen

Hinter dieser paganen Mentalität steckt letztlich der Grundsatz: „Mein Wille geschehe!“ – Das ist auch das Fundament jeder Magie, nicht etwa nur der schwarzen, sondern auch der weißen Magie: Während sich die schwarze Variante direkt an satanische Mächte wendet, gibt die weiße Magie vor, sich dem „Himmel“ zuzuwenden und nur das „Gute“ zu wollen, nämlich beispielsweise Heilungen oder sonstige Hilfe in allerlei menschlichen Nöten.

Doch ob schwarze oder weiße Magie: Die „Adressaten“ scheinen zwar gegensätzlich zu sein (Hölle/Himmel), doch die Grundhaltung ist letztlich dieselbe, nämlich der Versuch, die übernatürlichen Mächte in den Dienst eigener Interessen zu stellen.

Selbst wenn es sich dabei um „positive“ Anliegen handelt, nicht etwa um Schadens-Wünsche gegen andere (wie bisweilen in der „schwarzen“ Magie), so heiligt der Zweck nicht die Mittel:

Der wahre Gott ist nicht unser Glücks-Automat, ER bietet keine umfassende Wunscherfüllung, denn die Gnade des Allmächtigen ist unverfügbar. Der Schöpfer steht  ü b e r  dem Menschen, seinem Geschöpf  – und nicht umgekehrt. Wir sollen IHM und seinem Willen zu Diensten sein, nicht ER uns und unseren Wünschen.

Christus hat diesen Grundgedanken des wahren Glaubens im Vaterunser gleichsam für alle Zeiten festgehalten: „Dein Wille geschehe!“ – Aber unser Erlöser hat uns diese Hinwendung zum himmlischen Vater nicht allein in Worten verkündet, sondern auch selber in Taten gelebt – selbst in seinen schweren Stunden auf dem Ölberg vor seinem Leiden.

Dort bat er zwar in der Todesangst seiner menschlichen Natur darum, daß dieser Kelch an ihm vorübergehen möge, doch zugleich sprach ER vertrauensvoll und unerschütterlich: „Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!“

Die Gnade des Höchsten ist unverfügbar

Der springende Punkt einer wahren christlichen Haltung ist das Bewußtsein, daß wir uns in unseren Anliegen und Sorgen gerne bittend an Gott wenden dürfen, ja sollen, aber zugleich wissen, daß Gott und seine Gnade(n) unverfügbar sind, daß der Höchste nicht unser Erfüllungsgehilfe ist, sondern wir seine Gehilfen sein sollen, um als „unnütze Knechte“ mit Gottes Hilfe am Reiche Christi mitzuwirken.

Dabei heiligt der vermeintlich gute oder jedenfalls verständlich erscheinende Zweck keineswegs die Mittel – und hier gilt durchaus nicht pauschal das  – nur auf den ersten Blick einleuchtende  –  Prinzip: „Wer heilt, hat recht!“

Diese Warnung richtet sich nicht allein an alt-neuheidnische Vorstellungen, an (nichtchristliche) esoterische Gruppen, an eine randständig okkulte Szene, sondern sehr wohl auch an Christen.

Allzu leicht wird  – oftmals eher unbewußt  – der Weg vom Glauben zum Aberglauben überschritten, wenn magisches Denken die religiöse Haltung prägt. Derartige Denkweisen können auch im „christlichen“ Gewande einhergehen, dies ist dann sogar verführerischer als eine direkt erkennbare „Zauberei“ und Magie in Heidentum und Okkultismus.

Seit jeher geistern durch die Christenheit gewisse archaische, schon im Altertum wirksame Motive des Aberglaubens, die sich jeweils in einem neuen Kostüm präsentieren.

Nicht nur im ländlichen „Volksglauben“ finden sich magisch anmutende Gewohnheiten und „Bräuche“, auch Stadtbewohner bleiben vor paganen Versuchungen nicht verschont, wenngleich sich diese Mentalität dort eher in einer esoterisch-„modernen“ Verhüllung präsentiert, etwa per „Wunscherfüllung durch das Universum“, fernöstlicher Meditation, Spiritismus, mit Astrologie und „Chanelling“ etc.

Besprechungen, Gebetsheilungen und „Sympathie“

Auf dem Lande sind es hingegen eher althergebrachte Forme(l)n, die sich bis heute erhalten haben, vor allem das sogenannte „Besprechen“, auch „Sympathie“ genannt.

Der Ausdruck „Sympathie“ entsteht durch die esoterische Vorstellung, wonach die makrobiologische Welt – das Universum –  mit der mikrobiologischen Welt des Menschen in direkter Beziehung steht, also harmoniert, sich entspricht, gleichsam „sympathisiert“. (Natürlich gibt es durchaus manche Zusammenhänge der Schöpfung im großen wie im kleinen, aber eben keine unmittelbare bzw. umfassende „Entsprechung“  beider Dimensionen.) 

Das Spektrum solchen „Besprechens“ reicht von Fernwirkungs-Formeln für kranke Tiere im Stall über das sogenannte „Brand löschen“ oder Warzen entfernen mit astrologischem Hintergrund bis hin zu Hexenwahn und Angst vor dem „bösen Blick“.

Man spricht in diesem Kontext auch von „Gebetsheilung“, wobei dieser Ausdruck irreführend ist, denn es wird zwar Heilung erwartet (und nicht selten trifft sie ein), aber dem Wunscherfüllungs-Automatismus liegt kein wirkliches Bittgebet im christlichen Sinne zugrunde, sondern eine bestimmte, oft als geheimnisvoll gehandelte „Formel“, die als „wirksam“ angesehen wird, die man in keinem seriösen Gebetbuch findet (schon eher in alten „Zauberbüchern“), die aber meist auf althergebrachten mündlichen Überlieferungen beruht.

Die dabei verwendeten  Sprüche muten oft banal bis absurd an, sie ergeben selten einen vernünftigen theologischen Sinn (was aber wohl gerade der „Sinn“ sein soll) – und die Angelegenheit wird auch dadurch nicht besser (im Gegenteil: noch bedenklicher!), daß die entsprechenden Verslein im Namen „Jesu“ oder noch öfter in den „drei höchsten Namen“ (trinitarische Formel) begonnen oder abgeschlossen werden.

2. Gebot: „Du sollst den Namen Gottes nicht mißbrauchen!“

Das ist – objektiv betrachtet – eine Vereinnahmung des dreieinigen Gottes zu abergläubischen Zwecken, mag es den Betreffenden auch subjektiv nicht bewußt sein, so daß ihnen die nötige Erkenntnis abgeht. Rein von der Sachlage her entspricht eine solche Einstellung aber jedenfalls nicht dem 1. und 2. Gebot Gottes (Keine anderen Götter, kein Mißbrauch des Namens Gottes).

Manchmal findet man derartige „Heilformeln“ sogar mitten in fromm-christlich erscheinenden Webseiten, z.B. hier: http://gebetbuch.com/gebete/heilgebete-besprechen

Dort heißt es z.B.: „Brand geh in den See, geh in den Sand und tu nimmer weh.“ – Der „Brand“ (Verbrennungen an der Haut) wird gleichsam mit einem beschwörenden Spruch fortgeschickt. Eine andere Formel  – hier gegen Schuppenflechte –  lautet: Die Asche und die Flechte, die flogen übers Meer, die Asche, die kam wieder, die Flechte nimmermehr.“

Sodann gibt es etliche Heilungs-Sprüchlein, die damit beginnen: „Die hl. drei Könige zogen durchs Land…“ – oder: „Unser Herr Jesus zog durch das Land…“ – oder wie hier eine Formel gegen Herpes auf dem erwähnten Besprechungs-Blog: „Die Mutter Gottes zog übers Land, drei Rosen in der Hand, die erste weiß, die zweite rot, die dritte war der Tod, ganze Herpes Familie.“  – Oft werden solche Verse (leider!) mit dem „Ehre sei…“ beendet – oder wie HIER mit der trinitarischen Formel:

„Verstocke, verstumme, du frische Wunde,
wachse zusammen, Fleisch und Bein;
Dass es hart werde wie ein Stein.
Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Manchmal werden auch die Heiligen „bemüht“, vor allem volkstümlich bekannte wie Laurentius – so etwa hier  – Quelle: http://www.heilungmitliebe.de/Brandloeschen%2020161130.pdf – das folgende Beispiel:
„Heiliger Laurentius mit Deinem Rost,
gib` mir die Gnade und den Trost,
daß ich kann heilen mit meiner Hand
diesen Brand !
Gott Vater (Verbrennung über die betroffene Stelle „wegblasen“)
Gott Sohn (Verbrennung über die betroffene Stelle „wegblasen“)
Gott heiliger Geist (Verbrennung über die betroffene Stelle „wegblasen“). Amen“

Der wahre Gott hat es gewiß nicht nötig, sich einer bestimmten magischen „Formel“ des Menschen zu unterwerfen, bei deren Anwendung er gehorsam „funktioniert“ und als Befehlsempfänger und Wunscherfüller fungiert.

Der wahre Gläubige ist zum Kreuzweg bereit

Gewiß erhalten  – so GOTT will  –  bisweilen auch im rechten Geist gesprochene Gebete von Christen ihre Erfüllung, denn dem Allmächtigen sind keine Grenzen gesetzt. Nicht ohne Grund sagt der gläubige Volksmund: „Der liebe Gott tut nichts als Fügen.“

Aber der wirkliche Gläubige weiß, daß seine Bitten unter der Voraussetzung stehen: „Dein Wille geschehe!“ –  Er weiß sich mit Christus auf dem Ölberg im Geiste verbunden und ist auch zum „Kreuzweg“ bereit, denn unser Leben im Diesseits ist kein Paradies und kein idyllischer Rosengarten, sondern unsere Bewährungsprobe für die Ewigkeit.

Freilich finden wir allerlei Aberglaubensweisen nicht nur in „Volksbräuchen“ und ländlichen Gewohnheiten, sondern gerade auch in neueren Bewegungen, dort freilich besser verpackt, noch stärker christlich garniert oder gar „biblisch“ begründet.

Dies gilt beispielsweise für die protestantische Sondergruppe der Adventisten. Auf einer entsprechenden Webseite heißt es kurzerhand, wir sollten als Gläubige die Verheißungen Gottes „in Anspruch nehmen“ – und schon klappt es mit der Gebetserhörung, die im Grunde keine ist, denn es ging ja gar kein eigentliches Bittgebet voraus, sondern man erwartet von oben schlichtweg die Einhaltung der vermeintlichen „Zusagen“. 

Das ist eine verstiegene Form des „Glaubens“, die letztlich Gott auf die Probe stellen und seine Erfüllung gleichsam herbeizwingen möchte. Davor hat schon Christus gewarnt, als er vom Satan in der Wüste versucht wurde: „Du sollst den HERRN, Deinen Gott, nicht versuchen!“

Jene maßlose Haltung, vom Himmel ständige Gebetserhörungen zu erwarten, gibt es auch und gerade in der Charismatischen Bewegung – und das beileibe nicht allein bei den Verkündern eines sog. „Wohlstandsevangeliums“.

Natürlich präsentiert sich diese Mentalität dort in einem speziellen Gewande, meist bezogen auf den Heiligen Geist und seine „Segnungen“, die man natürlich „in Anspruch nehmen“ sollte; bei der protestantischen Pfingstbewegung gerne garniert mit Hinweis auf „biblische Verheißungen“, die teils direkt so verstanden werden, als ob sich jedes Bittgebet erübrigt, denn was Gott doch ohnehin zugesagt habe, brauche man nicht mehr eigens zu erflehen. 

Gottes Verheißungen „in Anspruch nehmen“…?

Man spricht in der Religionswissenschaft diesbezüglich von einer Spiritualität der Anamnese (Vergegenwärtigung), wonach wir die Heilsversprechen des Himmels nicht etwa erbitten, sondern „proklamieren“, ausrufen, als gleichsam „schon geschehen“ betrachten sollen. Gebet und „Segnung“ werden direkt verknüpft, beides als hier und heute gegenwärtig angesehen. Aus dem Gebet wird eine „Verkündigung“, Gottes Zusagen gilt es zu proklamieren….

Ein bezeichnendes Beispiel hierfür sei mit dieser schwarmgeistigen Webseite erwähnt: http://mediathek.jule-pape.de/

Hier werden vor allem Texte der bekannten evangelischen Pfingstpredigern und Fernseh-„Evangelistin“ Joyce Meyer aus den USA präsentiert, ergänzt u.a. mit Ausführungen des katholischen Charismatikers Dr. Johannes Hartl (Gebetshaus Augsburg, MEHR-Konferenz). In ökumenischer Eintracht scheint man sich weitgehend einig zu sein, was „Gottes Verheißungen“ anbelangt.

So heißt es z.B. hier (http://mediathek.jule-pape.de/david-gotts-verheissungen-fuer-uns-in-anspruch-nehmen/Joyce Meyer, Hartl) ganz typisch:

„Alles, was Gott versprochen hat, ist ein Ausdruck Seines Herzens und Seines Willens, ganz gleich, ob es Heilung, Segen oder Wegweisung ist….Gebet bedeutet, Gottes höchste Bereitschaft in Anspruch zu nehmen….Die Tatsache, dass Er uns überhaupt Verheißungen gegeben hat, ist Beweis genug für Seine Bereitschaft. Manche Menschen sagen: „Ich weiß nicht, ob es Gottes Wille ist, mich zu heilen….“ Was sagt Gott in Seiner Verheißung? Das sollte das Ende der Diskussion sein.“

Vonwegen  – damit fängt die Diskussion erst richtig an, denn eines ist klar:

Eine Spiritualität, die sich gleichsam am Kreuz vorbeimogelt, bei der nicht die Nachfolge Christi, sondern die „Segnungen“ von oben im Vordergrund stehen, gefällt zwar unseren allzumenschlichen Bedürfnissen, entspricht aber nicht dem „schmalen Weg“, der zur ewigen Glückseligkeit führt.

Dabei bietet der „breite Weg“ teils nicht nur Esoterisches, sondern allerlei fromm wirkende Glaubensformeln oder „wundersame“ Phänomene (charismatisches Handauflegen, „Ruhen im Geist“ und dergl.), erscheint aber jedenfalls attraktiver als ein bescheides Bittgebet an Gott und die Bereitschaft, notfalls auch in Krankheit und Leiden auszuharren. Diese Gesinnung der Opferbereitschaft bedeutet aber wahres Gottvertrauen, nicht das irrgeistige Proklamieren und Reklamieren von „Verheißungen“. 

Gilt das Vaterunser allein für damalige Juden?

Eine anders geartete Variante dieser Art einer vermeintlich hochfliegenden „Frömmigkeit“ finden sich in der protestantischen „Brüderbewegung“ (nicht zu verwechseln mit den evang.“Brüdergemeinden“ der Herrenhuter Richtung), die sich auf den evangelischen Exegeten John Nelson Darby und seine Lehre von den verschiedenen „Haushaltungen“ (Heils-Dimensionen) Gottes beruft.

Bei Darbysten wird nicht der charismatische, sondern ein kurios-biblizistischer Ansatz bemüht:

Die Gläubigen befänden sich im Geiste bereits in den „himmlischen Örtern“, die Bittgebete aus dem Vaterunser hätten nur für die damaligen Juden gegolten, ab dem Kreuzestod Christi lebe man bereits in der Dimension der erfüllten Verheißungen. Es gehe daher um eine „Inanspruchnahme“ der Heilsereignisse und ihrer Früchte bzw. Segnungen. (Näheres dazu in dem theologisch-biographischen Buch „Endlich zuhause – mein Weg zur Kirche“ – über die Konversion eines Historikers und Ex-Darbysten).

Gregg Braden: Gebet ist Emotion plus Gefühl gleich Erfüllung….

Damit nicht genug, werden in „christlich“-gnostischen Strömungen weitere „theologische“ Formen einer verstiegenen Position präsentiert, neuerdings z.B. hier:

https://www.pravda-tv.com/2018/04/von-der-kirche-unterdruecktes-wissen-altes-manuskript-besagt-menschen-haben-uebernatuerliche-kraefte/

Der Autor Gregg Braden lehrt demnach eine „fünfte Art des Betens“, die nicht mehr auf der üblichen kirchlichen Bittgebets-Logik basiert, sondern vielmehr „auf Gefühl gegründet“ sei. Das mute, so heißt es dort, „geradezu revolutionär“ an. Dabei wird  – wie so oft in der Esoterik  – die Quantenphysik bemüht und im eigenen „feinstofflichen“ Sinne ausgelegt. Auf dieser „energetischen“ Grundlage (nach dem Motto: Alles ist letztlich nur Energie) wird gesagt:

„Die jeweilige Emotion bestimmt das Motiv unseres Gebets. Man kann sie auch als das Verlangen beschreiben, mit dem unsere Vorstellungskraft nach einer Lösung sucht. Aus der Verbindung von Gedanke und Emotion entsteht das Gefühl. Wenn uns diese drei Anteile des Gebets vollkommen bewusst sind, können wir eine wahrhaft kraftvolle Vision entwickeln, die als eine Veränderung unserer Realität Gestalt annehmen kann.“

Es heißt dann weiter, Unser „Herzenswunsch wird in dieser Form des Gebets zu einer verkörperten Bewusstheit“  – und man könne sich leicht vorstellen, „wie intensiv Massengebete sein können, die auf diese Weise abgehalten werden, zum Beispiel auch über das Internet!“

Angeblich sei das „Massengebet“ jene Technologie, die „das (kollektive) Bewusstsein berührt.“ – Wenn man also „das Gebet als ein Gefühl“ ansehe, gehe es nicht mehr um unklare Fragen der Gebetserhörung, sondern das gewünschte Ergebnis sei „bereits geschaffen worden“.

Unsere Auflistung verschiedener Formen des (Aber-)Glaubens ist keineswegs vollständig, sondern sollte nur schlagwortartig einige Bereiche und Beispiele aufzeigen und zugleich grundsätzliche Haltungen einer wahrhaft christlichen Frömmigkeit  begründen, wie Christus sie uns vorgelebt hat, gipfelnd in dem vertrauensvollen Gebet unseres HERRN: „Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!“

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 

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11 Kommentare on “„Mein Wille geschehe“ als Hintergrundmotiv eines magisch/charismatischen „Glaubens“”

  1. Claus Stephan Merl sagt:

    Herr Jahndel,

    ich habe mal kurz in Ihre „logos-Theologie“ reingeschnuppert. Das ist ungenießbares Philosophenzeug, vor dem schon Paulus die Gläubigen warnte. Mit dem Evangelium hat das nichts zu tun. Ich werde hier nur in meiner Einschätzung bestärkt, dass die sog. „Kirchenväter“ schon sehr früh abgeirrt sind zu allerlei philosophischer Spekulation und Huldigung paganer griechischer Philosophie. Einerseits haben sie den Glauben teilweise noch bewahrt, andererseits haben sie ihren Geist und die Kirchenlehre mit diesem Unsinn befrachtet. überladen und teilweise auch leider verfälscht.

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  2. Claus Stephan Merl sagt:

    Liebe Frau Küble,

    hier noch was zum Gebieten:

    „Und er trat zu ihr und bedrohte das Fieber, und es verließ sie.“ (Lukas 4, 39)

    Das Wort, das hier mit „bedrohen“ übersetzt wird, kann auch „anherrschen“ oder „gebieten“ bedeuten. Egal, welche Übersetzung man benutzt, wird deutlich, dass das Fieber als solches gebieterisch bekämpft wurde.

    Krankheiten und (biologischer wie geistlicher) Tod waren für die Menschen nicht vorgesehen und sind daher Ausdruck gottfeindlicher Mächte, die durch den Fall des Menschen Einfluss auf ihn genommen haben. Der Tod ist explizit der letzte Feind, der noch nicht vollständig besiegt ist.Die Bibel spricht davon, dass Krankheiten Menschen verlassen, wenn diese Menschen geheilt werden.

    Vor dem Fall beauftragte Gott den Menschen damit, über die Schöpfung zu „herrschen“. Durch den Fall war es Satan möglich, im Menschen diese Herrschaft auszuüben. Wer zu Jesus gehört, hat diesen Eindringling besiegt und Jesus auf den Thron gesetzt, so dass er diesem ursprünglichen Auftrag wieder nachkommen kann.

    Christus in uns ist die Hoffnung der Herrlichkeit.

    So darf ich als Christ die Finsternismächte in der Autorität Jesu konfrontieren. Nicht, indem ich wild darauf losschlage, auf wortmagische Vorstellungen vertraue oder Formeln verwende, sondern indem ich mich dabei vom Heiligen Geist führen lasse. Und Ergebnis dieser Führung kann auch sein, dass ich Krankheiten gebiete zu weichen.

    Jesus Christus ist gekommen, um die Werke des Teufels zu zerstören. Indem er Kranke heilt, zeigt er, das auch Krankheit letztlich ein Werk des Teufels ist. In Lukas 13, 10-17 stellt Jesus selbst den Zusammenhang zwischen einer starken Wirbelsäulenverkrümmung und dem Werk Satans her. Die Heilung von Krankheiten ist Teil dessen, was „Befreiung der Gebundenen“ meint.

    Da jedoch nicht alle Menschen den Herrschaftswechsel zu Jesus vollzogen haben, steht die vollständige Machtübernahme durch Jesus noch aus.

    Zusammenfassung:

    Niemand muss formelhaft Krankheiten gebieten. Christen können jedoch vom Heiligen Geist geführt werden, das zu tun. Sie dürfen dabei als Kinder Gottes in der Autorität Jesu auftreten und so den Sieg Jesu über Satan in die Welt hinaustragen.

    Natürlich wissen wir, dass bis zur Wiederkunft Jesu dieser Sieg, obwohl er ein für allemal auf Golgatha errungen wurde, sich noch nicht vollständig etablieren kann, weil viele Menschen weiterhin Satan Einfluss gewähren und Gott dies noch eine Weile zuläßt.

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    • Holger Jahndel sagt:

      Das Problem bei den ganzen (leider viel zu vielen!) häufigen protestantischen Möchtegern-Theologen ist allerdings, dass sie sich zwar auf genaue Schrifttreue und Bibel-Kenntnis berufen (ganz besonders die sogenannten angeblichen selbsternannten „Zeugen Jehovas“, mit ihrer vollkommen verfälschten und verdrehten „Neue Welt-Übersetzung der Bibel, die sowohl die Heilige Dreifaltigkeit Gottes als auch das Kreuz als christliches Glaubenssymbol leugnet und verleugnet, entgegen den Weisungen der Heiligen Schrift bzw. der Bibel) – diese nur leider eben gerade tatsächlich überhaupt nicht besitzen oder gar anwenden. Wer die Logos-Theologie nicht versteht, versteht die Bibel nicht…speziell nicht die Weisheitsliteratur des Alten Testamentes und nicht das Neue Testament, speziell nicht den Apostel Paulus und den Evangelisten Johannes. Siehe dazu etwa Justin den Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater und den Heiligen Irenäus von Lyon, der dessen Logos-Theologie von ihm übernahm und dem die orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw. Ostkirchen als Theologen mehr folgen als dem Heiligen Augustinus und dem Heiligen Thomas von Aquin, welchen die katholische Kirche als Theologen meistens den Vorzug gab. Siehe auch die mystische theologische „Sophiologie“ der russsisch-orthodoxen Kirche Russlands.
      Erwähnenswert wäre auch noch der jüdische Theologe und Mystiker und Philosoph Philo(n) von Alexandrien und die christlich hermetischen Philosophen Clemens von Alexandrien und sein Schüler Origenes und dessen Schüler Gregor Thaumaturgus und Lactantius bzw auch. Laktanz und Elias Erdmanns Schriften und frei im Netz verfügbaren Aufsätze u.a. zu diesen.

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Herr Jahndel,

        die Zeugen Jehovas sind nicht protestantisch. Das ist mal das Erste.

        Leider ist Ihrem Beitrag nicht zu entnehmen, was Sie denn unter der sog. „Logos-Theologie“ verstehen und was diese mit dem Thema dieses threads zu tun hat.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Ich kann den Link nicht lesen, weil ich idea nicht abonniert habe und das auch nicht künftig tun will. Dass der Heilige Geist sträflich vernachlässigt wurde und wird, ist aber auch so klar.

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  3. Claus Stephan Merl sagt:

    Liebe Frau Küble,

    vorab:

    Das Thema ist in meinen Augen eingebettet in die Frage, was es bedeutet, dass wir Gottes Kinder sind und durch die neue Geburt von oben befähigt sind, Gottes Wille zu erkennen und zu tun. Und was es bedeutet, dass wir Jesus gleich gestaltet werden.

    Sie fangen gut an.

    Richtig ist, dass es ZUERST um die Ehre des Vaters und um seinen Willen geht. Richtig ist auch, dass man daraus sehr schnell ein fleischliches Evangelium machen kann, wo sich unter dem angeblichen Befolgen des Willens des Vaters blanker Eigennutz verbirgt.

    So weit, so richtig. Gott aber macht aus freiem Willen seine Gnade für uns „verfügbar“. Was meine ich damit?

    Interessanterweise haben Katholiken kein Problem damit, dass Gottes Gnade doch „verfügbar“ ist, nämlich in den Sakramenten, speziell auch bei der Eucharistie. Dort ist nicht nur Gottes Gnade, sondern er selbst verfügbar. In all dem beruft sich die Katholische Kirche worauf? Genau, auf Gebot(e) und Zusage(n) Jesu. Mir ist klar, dass der Mensch zum Empfang dieser Gnade und der verheißenen Segnungen „disponiert“ sein muss. Das ändert aber nichts daran, dass es diese Zusagen gibt.

    Ja, Gott ist frei darin, Verheißungen und Zusagen zu machen und diese an Bedingungen zu knüpfen oder auch nicht. Aber WENN er es tut, DANN erwartet er auch, dass wir im Glauben „zugreifen“. Und DANN hält er sich auch daran. Dieses „Zugreifen“ nenne ich „in Anspruch nehmen“. Nicht, weil ich einen Anspruch aus eigenem Recht gegen Gott habe, sondern, weil er will, dass ich es ergreife; und zwar auch gegen Widerstände, die unser Fleisch und der Feind aufbaut.

    Ja, wir haben nie Gottes Gnade verdient und können sie daher nicht unter Verweis auf eigene Leistung(en) einfordern. Aber wo er uns beschenkt, will er, dass wir zugreifen, denn auch das ist ausgeübtes Vertrauen = Glaube, ohne das bzw. den wir Gott nicht gefallen können.

    Es gibt zweierlei „Bitten“. Das eine „Bitten“ besteht eher in einem Hoffen oder Wünschen. Das heißt, man weiß nicht, ob man es bekommt, ja vielleicht nicht mal, ob Gott das Erbetene überhaupt erfüllen möchte.

    Das andere „Bitten“ entspricht eher dem kindlichen Vertrauen. Das Kind bittet in der Erwartung, zu bekommen, worum es bittet. Dieses Bitten ist eingebettet in eine BEZIEHUNG. Jesus spricht sehr oft davon. Sein eigenes Gebet zu seinem Vater ist davon geprägt und er möchte uns in diese Beziehung hinein führen.

    Es gibt sogar ein fast unverschämtes Fordern gegenüber Gott, das keinesfalls immer negativ ist. Das hängt von der Beschaffenheit unseres Herzens ab. Auch das wird zahlreich in der Bibel bezeugt.

    Von außen läßt sich das sehr selten beurteilen, ob da jemand aus dem Grunde seines von Heiligen Geist verfüllten Herzens fordernd schreit oder aufgrund fleischlicher Überheblichkeit.

    Schließlich gibt es noch das Gebieten als Ausdruck des Ergreifens von Autorität. Dieses Gebieten richtet sich nicht an bzw. gegen Gott, sondern an gottfeindliche Mächte jeder Art einschließlich Krankheiten. Auch das setzt göttlich initiiertes Vertrauen voraus, das äußerlich nicht beurteilt werden kann.

    Das Beste ist: Wir können wissen, was der Wille Gottes ist. Denn wir sind als seine Kinder dazu geschaffen, die guten Werke, die von Ewigkeit her vorbereitet sind, zu tun. Und dazu benötigen wir auch Gottes Zusagen und Verheißungen.

    Alles, was ich hier geschrieben habe, kann ich biblisch belegen, wollte aber meinen Beitrag dazu nicht damit noch länger machen als er ohnehin schon geworden ist.

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    • Guten Tag,
      teils stimme ich Ihnen zu, teils aber auch nicht. Sie schreiben: „Interessanterweise haben Katholiken kein Problem damit, dass Gottes Gnade doch „verfügbar“ ist, nämlich in den Sakramenten, speziell auch bei der Eucharistie. Dort ist nicht nur Gottes Gnade, sondern er selbst verfügbar. In all dem beruft sich die Katholische Kirche worauf? Genau, auf Gebot(e) und Zusage(n) Jesu. Mir ist klar, dass der Mensch zum Empfang dieser Gnade und der verheißenen Segnungen „disponiert“ sein muss. Das ändert aber nichts daran, dass es diese Zusagen gibt.“
      Christus ist in der Eucharistie nicht „verfügbar“, sondern real gegenwärtig.
      Der Unterschied zur Magie besteht auch keineswegs nur darin, daß der Empfänger disponiert sein soll, also „würdig“ (= ohne schwere Sünde), daß er im „Stand der Gnade“ sein soll.
      Vielmehr geht es dabei auch nicht um bloß menschliche Vorteile, nicht um Krankenheilung oder Lösung sonstiger irdischer Probleme.
      Es geht um die Begegnung mit Christus und um den Empfang helfender Gnaden, um mit der Kraft des Altarsakramentes den Alltag gut zu bewältigen.
      Sodann beinhalten die Wandlungsworte keine alberne Formel – wie die aufgezeigten (Aber-)Glaubensverse – sondern verdeutlichen den Sinn des Heilswerkes Christi in wenigen Worten („Für Euch“, „für viele“, „zur Vergebung der Sünden“).
      Zudem wirken die Wandlungsworte eben nicht automatisch wie eine Art „Zauberformel“, sondern erstens muß der Zelebrant ein gültig geweihter Priester sein, zweitens muß er die richtige „Intention“ haben, also die Absicht, „das zu tun, was die Kirche tut“. Ohne diese Intention – die natürlich der Normalfall ist – wäre die Konsekration ungültig.
      In diesem Artikel wird doch mit keinem Wort bestritten, daß es biblische Verheißungen gibt – er wendet sich allein gegen eine verstiegene Auslegung derselben.
      Als der Teufel unseren HERRN versuchen wollte, hat ER nicht die von Satan erwähnten Bibelstellen bestritten, aber eine falsche Anwendung derselben zurückgewiesen – und zwar passenderweise mit einem weiteren Gotteswort: „Du sollst den HERRN, deinen Gott, nicht versuchen!“
      Genau dieses „Gott-versuchen“ geschieht aber, wenn nicht mehr die Vaterunser-Bitte „Dein Wille geschehe“ im Vordergrund steht, sondern der Mensch – auch und gerade der „fromme“ Mensch – glaubt, er dürfe Zusagen Gottes für eigene Zwecke „beanspruchen“, statt demütig um Erfüllung zu bitten und alles vertrauensvoll dem himmlischen Vater anheimzustellen.
      Sie schreiben zudem: „Schließlich gibt es noch das Gebieten als Ausdruck des Ergreifens von Autorität. Dieses Gebieten richtet sich nicht an bzw. gegen Gott, sondern an gottfeindliche Mächte jeder Art einschließlich Krankheiten.“
      Krankheiten keine „gottfeindlichen Mächte“, denen man „gebieten“ müsse. Christus hat mit seinem Exorzismus keine Krankheiten, sondern Dämonen ausgetrieben. Paulus empfahl seinem magenkranken Mitarbeiter Timotheus, zur Genesung etwas Wein zu trinken – statt hier „gottfeindlichen Mächten zu gebieten“.
      Das ständige „Gebieten“ an allen Ecken und Enden – auch bei Krankheiten – entspricht vielmehr typisch charismatischen Vorstellungen und Übertreibungen. Bleiben Sie bitte auf dem Teppich (auf dem der Bibel und der Vernunft).
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Ich habe ein grundlegendes Problem mit Ihren Ausführungen:

        Sie schreiben:

        „Vielmehr geht es dabei auch nicht um bloß menschliche Vorteile, nicht um Krankenheilung oder Lösung sonstiger irdischer Probleme. Es geht um die Begegnung mit Christus und um den Empfang helfender Gnaden, um mit der Kraft des Altarsakramentes den Alltag gut zu bewältigen.“

        Beinhaltet etwa das gute Bewältigen des Alltags keine menschlichen Vorteile?

        Hat Jesus Krankheiten geheilt, obwohl er uns keine „Vorteile“ verschaffen wollte?

        Natürlich geht es um Begegnung mit Christus. Aber diese Begegnung ist für die, die auf ihn hoffen, immer auch „vorteilhaft“. Die Bibel benützt den Begriff „Heil“ oder – wie wir in einem anderen thread gesehen haben „selig sein“.

        In Hebräer 11,6 lesen wir.

        „Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer hinzutreten will zu Gott, muss glauben, dass er ist und dass er die, die ihn suchen, belohnen wird.“

        Das Motiv, dass für uns etwas „herausspringt“, wenn wir Gott suchen, ist allgegenwärtig in der ganzen Bibel und speziell auch im NT.

        Wenn Jesus hauptsächlich Askese hätte predigen wollen in dem Sinn, dass wir alle unsere Bedürfnisse u.a. zurückstellen müssen und uns keine „Vorteile“ von ihm erhoffen dürfen, warum hat er dann Kranke geheilt? Warum hat er dann das Motiv von Jesaja über den Gesalbten des Herrn aufgegriffen:

        „So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht:

        Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.

        Dann schloss er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. (Lukas 4, 16 – 21)

        Und dann macht Jesus genau das, was dort bei Jesaja geschrieben steht; und zwar sinngemäß und wortwörtlich. Auf die Frage der Jünger des Johannes, ob er es ist, der da kommen soll, oder ob sie auf einen Anderen warten sollen, antwortet er:

        „Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium verkündet. Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt.“ (Matthäus 11, 4-6)

        Nehmen wir Anstoß an dem, was Jesus da tut?

        Jesus offenbart in seinem Dienst auf Erden diesen Vater, der für uns überfließend sorgt, dem unsere Nöte wichtig sind, der möchte, dass wir ein Leben in Fülle haben, ein Leben, das in JEDER Hinsicht so „reich“ ist, dass wir von dieser göttlichen Gnade an Andere ab- und weitergeben können.

        Richtig ist: Es geht überhaupt nicht um die Anhäufung materiellen Reichtums und es geht schon gar nicht darum, dass wir Geld, Erfolg, Sex usw. usf. an Gottes Stelle setzen. Wir kommen mit leeren Händen und vertrauen auf die grenzenlose Güte Gottes. Dann sollen wir aber auch nicht so tun, als ob es unanständig wäre, etwas zu empfangen.

        Um es zusammen zu fassen:

        Gott weiß, wie wir gestrickt sind. Er weiß, dass wir bedürftig sind; und zwar in JEDER Hinsicht – seelisch, körperlich und geistlich. So begegnete Jesus den Menschen, als er auf Erden wandelte. Und so begegnet er auch heute jedem, der ihn sucht und anruft. Denn Jesus ist der Selbe, gestern, heute und in alle Ewigkeit. ER ist nicht nur bereit, diesen Bedürfnissen und Nöten gerade so zu begegnen, dass wir nicht „verhungern“, sondern uns überfließend zu beschenken, WENN wir ihn suchen. Und wir dürfen das wissen und ausleben und in diesen Gnadenstrom uns einklinken, indem auch wir aus Gottes Fülle andere Menschen beschenken.

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  4. Cornelia Vogt sagt:

    Die Gnade des Herrn ist unverfügbar….
    Das Herz eines Menschen kann niemand einsehen außer Gott.
    IHM zu dienen geht ANDERS als MASSEN zu aktivieren.
    Amerika ist berühmt dafür, zu predigen und SELBST dabei REICH geworden zu sein.
    Der kürzlich veröffentlichte Bericht über das Privatflugzeug Duplantis, dieses sei gottgewollt, zeugt von DUMMHEIT dieses Mannes:
    https://charismatismus.wordpress.com/2018/06/01/pfingstlerischer-starprediger-duplantis-will-vierten-privatjet/
    Der Weg zu GOTT ist und BLEIBT SCHMAL.
    SEIN WILLE GESCHIEHT.
    NUR ER WEISS SCHLIESSLICH, WAS DAS BESTE FÜR JEDEN MENSCHEN IST.

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  5. "GsJC" sagt:

    „Die Asche und die Flechte, die flogen übers Meer, die Asche, die kam wieder, die Flechte nimmermehr.“

    ———-

    Wie ich das gelesen habe, musste ich herzhaft lachen. Danke!

    MfG

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