Todesstrafe für den Abfall vom Islam?

Von Prof. Dr. Christine Schirrmacher

Hat ein Muslim das Recht, den Islam zu verlassen und sich dem christlichen Glauben zuzuwenden? Ist der Glaube an Gott eine Angelegenheit privater Überzeugungen, oder haben Staat und Behörden darüber zu wachen? 

In der Beurteilung dieser Frage unterscheiden sich Islam und Christentum erheblich voneinander. In der „aufgeklärten“ westlichen Welt mit ihrer Trennung von Kirche und Staat gehört der persönliche Glaube des Einzelnen zu den privatesten Dingen überhaupt. Im Islam sind dagegen Glaube und Religion grundsätzlich öffentliche Angelegenheiten.

Dort, wo der Islam Staatsreligion und tragende Säule der staatlichen Ordnung ist, bedeutet Glaubensabfall Erschütterung der muslimischen Gemeinschaft und Lebensordnung. Als loyaler Staatsbürger gilt, wer am Islam festhält. Wer vom Islam abfällt, begeht Staatsverrat.

Unter Apostasie (arab. irtidâd) versteht man die bewiesene, willentliche Abkehr eines als Muslim Geborenen oder später zum Islam Konvertierten vom islamischen Glauben. Abfall bedeutet die Nichtanerkennung Gottes und Muhammads als seinen Propheten im Vollbesitz der geistigen Kräfte, ohne Zwang und nicht unter Alkoholeinfluss. Kinder und geistig Behinderte können sich also gar nicht und Frauen nur unter bestimmten Umständen der Apostasie schuldig machen, wobei die Rechtsschulen über die Schuldfähigkeit von Frauen sehr unterschiedliche Aussagen machen.

Die drei sunnitischen Rechtsschulen der Shâfi’iten, Malikiten und Hanbaliten halten Frauen wie Männer gleichermaßen für schuldfähig, während die Hanafiten die Todesstrafe nur für männliche Muslime vorsehen. Sie und die Schiiten treten in Analogie zu Sure 24,2 und 4,15 für die Umstimmung der abgefallenen Frau durch Schläge ein (alle drei Tage oder auch täglich) oder fordern Gefängnis bzw. den Verkauf der Abgefallenen in die Sklaverei.

BILD: Moschee mit Minarett in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

In der Praxis ist die Auffassung darüber, was Glaubensabfall ist, allerdings nicht ganz so einhellig. Der Koran nennt zwar die Tatsache des Abfalls, definiert ihn aber nicht näher. Die Überlieferung formuliert hier wesentlich schärfer und beurteilt z.B. den, der das tägliche rituelle Pflichtgebet absichtlich vernachlässigt, als Ungläubigen. Wer daher für das Versäumnis des fünfmal täglichen Pflichtgebets keinen Entschuldigungsgrund nennen kann und keine Einsicht und den Wunsch zur Besserung zeigt, gilt nach Meinung der Rechtsschulen der Malikiten, Shâfi’iten und Hanbaliten als Abgefallener. Keine Apostasie, sondern nur Sünde liegt dagegen vor, wenn die fünf Säulen des Islam nicht vorsätzlich vernachlässigt werden.

Schon der Unglaube (arab. kufr) eines Menschen an sich, der sich Gott nicht unterwirft, gilt im Koran als schwere Sünde. Wer jedoch diesen Glauben kennt, sich dann aber wieder von ihm abgewandt hat, versündigt sich viel schwerwiegender. Der Koran greift den Abfall vom Glauben an mehreren Stellen auf: „Und wenn sie sich abwenden, dann greift sie und tötet sie, wo immer ihr sie findet, und nehmt euch niemand von ihnen zum Freund oder Helfer!“ (4,89).

Dieser Vers wurde als unmittelbare Anweisung zur Behandlung von Apostaten (Abgefallenen) aufgefasst und die Todesstrafe als eigentliches Strafmaß für Apostasie festgesetzt. Der berühmte, zur Apostasiefrage häufig zitierte Kairoer Theologe Muhammad Abû Zahra (1898 – 1974) spricht von drei Fällen, in denen über einen Muslim die Todesstrafe verhängt werden darf: bei Apostasie, bei Unzucht nach rechtlich gültiger Eheschließung und bei Mord, der keine Blutrache ist.

BILD: Titel eines der zahlreichen Bücher von Prof. Schirrmacher über den Islam (SCM-Verlag)

Sure 16,106 spricht von Gottes „Zorn“ und seiner „gewaltigen Strafe“, die ein Apostat zu erwarten hat. Sure 2,217 warnt eindringlich davor, Muslime zum Glaubensabfall zu verführen, denn dieses Vergehen „wiegt schwerer als Töten“.

Sure 3,86 – 91 bezeichnet als „Lohn“ der Abtrünnigen, dass der Fluch Gottes, der Menschen und der Engel auf ihnen liegt (9,68) und dass es keine Möglichkeit des Freikaufs, der Fürsprache und der Hilfe für die Verfluchten gibt.

Auch Gott wird den Abgefallenen unter gar keinen Umständen vergeben (4,137), denn sie sind Ungläubige und Insassen des Höllenfeuers. Dennoch nennt der Koran außer der Strafe im Jenseits kein konkretes Strafmaß für das Diesseits und auch kein Prozedere für ein Strafverfahren.

Dass Abtrünnige mit dem Tod zu bestrafen sind, wurde allerdings nicht in erster Linie aus dem Koran, sondern vor allem aus der islamischen Überlieferung abgeleitet. Dort heißt es: „Wer seine Religion wechselt, den tötet“ und „Wer sich von euch trennt (oder von euch abfällt), der soll sterben“. 

Muhammad soll nach der Überlieferung selbst auf unrechtmäßige Art und Weise vom Islam Abtrünnige verstümmelt und getötet haben, die einige seiner Gefolgsleute umgebracht und einige Kamele der Muslime weggetrieben haben sollen.

Nach den Quellen zu urteilen, scheint die Todesstrafe für Abtrünnige nach Muhammads Tod auch vollstreckt worden zu sein. Heute besteht in der sunnitischen und schiitischen Rechtswissenschaft weitgehend Einigkeit darüber, dass Apostasie, Gotteslästerung, die Verspottung des Propheten und der Engel mit dem Tod zu bestrafen seien – was in der Praxis jedoch längst nicht immer zur Ausführung kommt; jedenfalls nicht durch ein Gerichtsverfahren.

Quelle und Fortsetzung des Artikels hier: https://www.igfm.de/themen/abfall-vom-islam/wenn-muslime-christen-werden/


36 Kommentare on “Todesstrafe für den Abfall vom Islam?”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Genozid an Christen erreicht Alarmierende Ausmasse von Raymond Ibrahim 3. Juni 2019 Englischer Originaltext: Genocide of Christians Reaches „Alarming Stage“ Übersetzung: Daniel Heiniger

    https://de.gatestoneinstitute.org/14334/genozid-christen

    https://de.gatestoneinstitute.org/

    Meinung » Gastkommentar Thilo Sarrazin: „Wenn ich SPD-Parteivorsitzender wäre …“ Von Thilo Sarrazin / Gastautor4. Juni 2019 Aktualisiert: 5. Juni 2019 13:22 Gerade die typische Klientel der SPD ist jene Gruppe, die unter ungesteuerter oder fehlgesteuerter Migration am meisten leidet. Die SPD lässt ihre ehemaligen Stammwähler dort alleine, wo sie am nötigsten gebraucht würde.

    https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/thilo-sarrazin-wenn-ich-spd-parteivorsitzender-waere-a2905878.html?meistgelesen=1

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  2. Claus Stephan Merl sagt:

    Hallo Schneewittchen,

    man darf nicht Gruppen von Hilfsbedürftigen gegeneinander ausspielen. Natürlich benötigen auch Deutsche Hilfe. Nicht von ungefähr leistet sich die BRD deshalb einen enormen Sozialstaat. Es gibt jedoch bei Gottes Liebe, die Christen ausleben sollen, keinen Verdrängungswettbewerb.

    Es ist auch aus christlicher Sicht unerheblich, ob geleistete Hilfe in einem „Fass ohne Boden“ verschwindet. Echte Liebe ist nie vergeblich.

    Jesus Christus hat am Kreuz die Sünde jedes Menschen getragen, damit jeder Mensch gerettet werden kann. Manche Menschen lassen sich aber nicht erlösen. Dennoch hat Jesus es auch für diese Menschen getan.

    Vielleicht sind Sie aber „praktische Calvinistin“ und glauben an „limited atonement“?

    Ihre Ausführungen leiden einfach daran, dass sie rein menschlich sind und nicht aus dem Geist Gottes kommen.

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    • Schneewittchen sagt:

      Ach Herr Merl, kommen Sie mir nicht so! Anscheinend überlesen Sie die Stellen der Bibel geflissentlich, wo eben nicht dazu aufgefordert wird, die Welt krankhaft zu globalisieren, Warnung vor dem Turmbau zu Babylon. Wo sind die meisten unserer Eroberer, ähm Flüchtlinge arm, wo auch in ihren Ländern genügend Gaben vorhanden sind und sie unsere Sozialgelder von 18 Milliarden in ihre Herkunftsländer überweisen, die unseren Bedürftigen fehlen. Jesus wollte die Menschen retten, aber er hat sich nicht selbst umgebracht, denn darauf läuft ihre Theorie hinaus, dass Jesus es auf seine Kreuzigung angelegt hat und das stimmt einfach nicht. Außerdem warnt Jesus die Menschen eindringlich davor, ihn und Gott zu leugnen, denn diese Menschen, die das tun, wird er nicht als Fürsprecher zum ewigen Leben einladen und auch die Götzenanbetung ist Gott ein Greuel. Fundamentale Muslime verehren aber Mohammed gleichsam wie einen Götzen mit grausamer Tierquälerei zum Fastenbrechen, wie passt das wohl zusammen ?

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  3. Claus Stephan Merl sagt:

    Na Gerd,

    da wollten Sie wohl besonders witzig sein mit ihren „72 Jungfrauen“. Ich denke daran:

    „Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! Und er spricht: Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiss! Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offenbarung 21, 1 – 6)

    Kennen Sie diese Quelle des lebendigen Wassers, Gerd?

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  4. Claus Stephan Merl sagt:

    Hallo Schneewittchen,

    Sie schreiben: „Das hat mit dem Kreuzestod Jesu wenig gemein, denn er lebte in seinem Herkunftsland und hat keine Mörder eingeladen.“

    Doch, hat er im übertragenen Sinn:

    Sein Verräter gehörte zu seinem engsten Kreis, obwohl er wusste, dass er ihn verraten würde. Und den Sanhedrin hat er wieder und wieder provoziert, wohl wissend, was das für ihn bedeuten würde.

    Und natürlich betraf sein Tod am Kreuz nicht nur sein Herkunftsland:

    „Siehe das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt.“

    Es freut mich, wenn Sie sich nicht vor Muslimen fürchten. Herr Breitmeier tut das aber schon.

    Und Sie können das natürlich jedem ansehen, ob er zu dieser Gruppe gehört: “ … jedoch die Mohammedaner, die dem Mörderkult gegen uns Dhimmies in ihren Augen frönen, …“?

    Die Nächstenliebe betrifft den, der mir in seiner Hilfsbedürftigkeit „quer“ kommt. Meist ungeplant und ungebeten. Die Welt aber ist ein Dorf geworden. Diejenigen, die zu uns nach Europa übers Meer oder sonstwie flüchten, die wir aus dem Wasser fischen müssen, damit sie nicht ertrinken, das sind unsere Nächsten.

    „Was Ihr den geringsten meiner Brüder getan oder nicht getan habt, habt ihr mir getan oder nicht getan.“ Oder, um aus einer sehr katholischen Website zu zitieren:

    „In diesen frühen eucharistischen “Erscheinungen”, gebot Jesus Mutter Teresa, ihn zu den Ärmsten der Armen bringen. Und indem sie Christus zu den Armen trug, wünschte sie, dass wir “Christus in der hässlichen Verkleidung der Armen” wiederentdecken können.
    In den Armen, lehrte sie uns, begegnen wir Jesus – und nicht einem Hinweis auf Jesus, nicht einem Symbol für Jesus, sondern Jesus selbst, von Angesicht zu Angesicht, hungernd nach unserer Liebe, dürstend nach unserer Güte, wartend, um bekleidet zu werden durch unser Mitleid: “Die Eingeschlossenen, die Unerwünschten, die Ungeliebten, die Alkoholiker, die sterbenden Mittellosen, die Verlassenen und Einsamen, die Ausgestossenen und Unberührbaren, die Leprakranken – all jene, die eine Last sind für die menschliche Gesellschaft, die all ihre Hoffnung und den Glauben an das Leben verloren haben, die das Lächeln verlernt haben, die das Gefühl für einen warmen Händedruck von Liebe und Freundschaft verloren haben – sie alle suchen nach Trost bei uns. Wenn wir ihnen unseren Rücken zukehren, dann kehren wir Christus den Rücken und in der Stunde unseres Todes werden wir gerichtet werden, ob wir Christus in ihnen erkannt haben und was wir für sie getan haben.”

    Quelle: http://www.heilige-eucharistie.de/zeugnissetexte/texte/david-scott-mutter-teresas-hunger-nach-gott-eucharistie-und-die-armen.html

    Auch nationalen Egoismus wird uns Jesus nicht durchgehen lassen.

    Christus kommt zu uns nach Europa in der hässlichen Verkleidung dieser Gestrandeten, die wir eigentlich nicht hier haben wollen und die uns eine Last sind, ja, vor denen sich manche von uns fürchten und ER unterscheidet nicht zwischen Wirtschaftsflüchtlingen und Asylberechtigten. Es ist ihm auch komplett egal, ob das Muslime sind oder Hindus oder Christen oder Animisten oder sonstwas. Denn ER ist für jeden einzelnen von ihnen am Kreuz gestorben. So wie auch für Sie und für mich.

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    • Schneewittchen sagt:

      Sehr geehrter Herr Merl, Ihre Auslegung der Nächstenliebe teile ich nicht, weil es auch genügend Hinweise im neuen Testament gibt, dass der Mensch sich vor Menschen, die ihm an seine Existenz wollen, schützen darf! Christen sollen zusammenhalten, sich auch schützen. Warum sehen wir weg, wenn Muslime mit mohammedanischen Mörderkult, damit sind nicht alle gemeint, in islamischen Ländern Christen abschlachten, da liegt doch der Hase im Pfeffer, und warum werden immer mehr Einheimische aus unserer Gesellschaft ausgestoßen, weil sie unter die Räder gekommen sind, weil die Fernstenliebe in ist? Diesen nicht integrierbaren aus Afrika wurde vor Ort geholfen, die Gelder sind im Fass ohne Boden verschwunden.
      Bei den Christen, das sind unsere Nächsten, da sieht es etwas anders aus und die EU dient sich denen an, die die Christen verfolgen? Warum hat denn Obama, nicht Trump, Syrien, Libanon zerbombt, wo Muslime es gerade mal geschafft hattenn mit Christen friedlich aus zu kommen und damit die Christenverfolgung noch mehr angeheizt oder sich in Ägypten eingemischt? Aber auch wir können nicht alle Christen anderer Kontinente aufnehmen, also brauchen wir Ideen, um Hilfe vor Ort zu geben, aber die muss auch angenommen werden. Es kann nicht sein, dass Mohammedaner alle anderen Religionen, auch das Christentum gewissenlos niedermetzeln und unsere Amtskirchen das noch unterstützen. Dafür ist Jesus nicht am Kreuz gestorben, und auch in der Bibel wurde vor dem Bau des Turmes von Babylon eindringlich gewarnt !

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  5. Adolf Breitmeier sagt:

    Wie also kann ein Christ den Islam oder Muslime fürchten? Wie ist das möglich? Ich verstehe es nicht.
    Herr Merl: Ich verstehe das schon, weil ich gerne lebe – und weil fast alle Deutschen total entwaffnet sind, bin auch ich (wahrscheinlich ebenso wie alle hier) der mörderischen Ideologie des Islams und damit der Mohammedaner (Moslems) wehrlos ausgeliefert. Der marode Staat kann und will uns nicht schützen, im Gegenteil, er scheint uns als Ethnie vernichten zu wollen. Also ich habe Angst vor dem Islam, und jeder Mohammedaner ist für mich eine potenzielle Zeitbombe, eigentlich für alle, die sich nicht unterwerfen lassen wollen.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Herr Breitmeier,

      meine Frage richtete sich an Christen, nicht an Deutsche allgemein. Wo Sie sich hier einordnen, bleibt natürlich Ihnen selbst überlassen.

      Die sog. „mörderischen Ideologie des Islams und damit der Mohammedaner (Moslems)“ scheint unter Türken in Deutschland und unter der überwältigenden Zahl muslimischer Asylbewerber aber keinen Zuspruch zu finden. In den fast 57 Jahren, seit die ersten „Gastarbeiter“ aus der Türkei nach Deutschland kamen, ist mir kein einziger Fall bekannt, dass ein muslimischer Türke in Deutschland unter Berufung auf den Islam einen nicht muslimischen Deutschen getötet hat.

      Ihre Befürchtung in Ihrem Beitrag vom 27. Juli 2018 um 14:17, jeder Muslim könne gar nicht anders als einen Christen massakrieren, wenn er dazu aufgefordert wird, scheint sich in all den Jahren nicht verwirklicht zu haben.

      Vielleicht haben Sie übersehen, dass auch Muslime ein von Gott geschenktes Gewissen haben, dass sich nicht einfach so auf Knopfdruck übertölpeln lässt. Fakt ist, dass sich nur wenige Muslime derart radikalisieren lassen.

      Es tut mir leid für Sie, dass Sie so von grundloser Angst geprägt sind.

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  6. Claus Stephan Merl sagt:

    Mich wundert es nicht mehr, warum speziell unter Angehörigen der Volkskirchen das Evangelium seine unerhörte Provokation und Zuspitzung verloren hat. Denn die Meisten von denen haben sich nie dem Anspruch Jesu gestellt.

    Jesus Christus fordert von denen, die ihm nachfolgen wollen, nämlich schlicht ALLES.

    „Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen?“ (Matthäus 16, 24-26)

    „Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und hinter mir hergeht, der kann nicht mein Jünger sein. Denn wenn einer von euch einen Turm bauen will, setzt er sich dann nicht zuerst hin und berechnet die Kosten, ob seine Mittel für das ganze Vorhaben ausreichen? Sonst könnte es geschehen, dass er das Fundament gelegt hat, dann aber den Bau nicht fertigstellen kann. Und alle, die es sehen, würden ihn verspotten und sagen: Der da hat einen Bau begonnen und konnte ihn nicht zu Ende führen. Oder wenn ein König gegen einen anderen in den Krieg zieht, setzt er sich dann nicht zuerst hin und überlegt, ob er sich mit seinen zehntausend Mann dem entgegenstellen kann, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrückt? Kann er es nicht, dann schickt er eine Gesandtschaft, solange der andere noch weit weg ist, und bittet um Frieden. Ebenso kann keiner von euch mein Jünger sein, wenn er nicht auf seinen ganzen Besitz verzichtet. Das Salz ist etwas Gutes. Wenn aber das Salz seinen Geschmack verliert, womit kann man ihm die Würze wiedergeben? Es taugt weder für den Acker noch für den Misthaufen, man wirft es weg. Wer Ohren hat zu hören, der höre!“ (Lukas 14, 26-35)

    Die Kosten der Nachfolge sollen zuvor genau aufgelistet werden, damit man weiß, welches Leben den erwartet, der Jesus nachfolgt. Zu diesem Lebensstil gehört das absolute Gebot der Nächsten- und Feindesliebe. Maßstab ist Jesus Christus selbst, der sein Leben für uns gab, als wir noch seine Feinde waren.

    Es gibt beeindruckende Zeugnisse von Christen, die FREIWILLIG in Gebiete gegangen sind, wo ISIS mit Terror herrschte, um Christus mit ihrem Leben zu verkündigen. Manche sind dabei getötet worden. Andere sind wundersam bewahrt worden und haben Gottes Handeln an Anhängern von ISIS erlebt.

    Ich sage nicht, dass das jeder Christ tun muss. Natürlich müssen wir uns von Gott führen lassen. Es geht aber um die vorbehaltslose Bereitschaft, das Evangelium des Friedens zu verkündigen.

    Für die, die diese Bereitschaft im Vertrauen auf Gottes Zusage in Jesus Christus aufbringen, gilt dann folgendes:

    „Was sollen wir nun dazu sagen? Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? Wer kann die Auserwählten Gottes anklagen? Gott ist es, der gerecht macht. Wer kann sie verurteilen? Christus Jesus, der gestorben ist, mehr noch: Der auferweckt worden ist, er sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns ein. Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Not oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert? Wie geschrieben steht: Um deinetwillen sind wir den ganzen Tag dem Tod ausgesetzt; wir werden behandelt wie Schafe, die man zum Schlachten bestimmt hat. Doch in alldem tragen wir einen glänzenden Sieg davon durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges noch Gewalten, weder Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.“ (Römer 8, 31 – 39)

    Wie also kann ein Christ den Islam oder Muslime fürchten? Wie ist das möglich? Ich verstehe es nicht.

    (Bibelzitate sind alle aus der Einheitsübersetzung)

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    • Schneewittchen sagt:

      In der Bibel steht auch etwas von Nächstenliebe und nicht von Fernstenliebe ! Deshalb sind für mich alle, die in das Schleusergeschäft involviert sind, kriminell, weil sie das Recht anderer Völker auf Frieden missachten und ihnen die Eroberer übersenden. Danke, dass Sie die Stelle gebracht haben, wo der König, statt mit dem Heer aus zu rücken, als Diplomat in den jeweiligen Ländern den Frieden vermittelt.
      Warum wir uns vor Muslimen fürchten, das ist unterstellter kalter Kaffee, aber wir sind nicht blind und unterscheiden zwischen fundamentalen Eroberern, das ist ein großer Unterschied, wenn man nicht im Blut baden will. Wer sollte etwas gegen Samad, Seran Ates, Bassam Tibi haben, die verzweifelt versuchen, die Aufklärung im Islam voran zu treiben, jedoch die Mohammedaner, die dem Mörderkult gegen uns Dhimmies in ihren Augen frönen, gehören nicht nach Deutschland ! Früher hat man missioniert, heute wird man von Merkels Goldschätzchen massakriert. Man sollte eben, und das steht auch in der Bibel, nicht jeden in das Haus lassen, denn das hat Gott nicht gewollt, dass wir uns fröhlich trällernd unsere Mörder einladen, nein es wurde sogar gewarnt davor. Das hat mit dem Kreuzestod Jesu wenig gemein, denn er lebte in seinem Herkunftsland und hat keine Mörder eingeladen.

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    • "GsJC" sagt:

      @ C. S. Merl

      „Mich wundert es nicht mehr, warum speziell unter Angehörigen der Volkskirchen das Evangelium seine unerhörte Provokation und Zuspitzung verloren hat. Denn die Meisten von denen haben sich nie dem Anspruch Jesu gestellt.“

      Sie sollten aber unabhängig von Ihrer ganz „speziellen Feststellung“ nicht unerwähnt lassen, dass Sie in den 90er Jahren ein ganz besonderes Licht empfangen haben. Dankbar und demütig gehören Sie seit dem Ereignis einer Gruppe Auserwählter an, der ein weitaus tieferes Verständnis für die Nachfolge und den „Anspruch Jesu“ gegeben ist.
      Von daher sollte es Sie nicht zu sehr wundern, dass sich „die Meisten der Angehörigen der Volkskirchen“ nie (!) dem Anspruch Jesu gestellt haben. Wie sollten die „Meisten von denen“ auch? Wirklich auserwählt sind nur diejenigen, die sich das Licht wahrhaft verdient haben – so wie Sie!

      Aus Ihrer erhöhten Position ist das wahrlich eine beeindruckende Langzeitbeobachtung, die Sie nicht leichtfertig wiedergegeben haben. Für diejenigen allerdings, die Ihre unverdienten Einsichten und Geistesgaben weder kennen, noch nachvollziehen können, wird das sehr von oben herab klingen.

      „Jesus fordert tatsächlich eine Radikalität in der Nachfolge, dass mir immer wieder schwindlig davon wird.“
      https://charismatismus.wordpress.com/2018/07/26/todesstrafe-fuer-den-abfall-vom-islam/#comment-70926

      Dass Ihnen in diesen Geisteshöhen „immer wieder schwindlig“ wird, kann ich gut nachvollziehen.

      MfG

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        „Der Spötter sucht Weisheit und findet sie nicht; aber dem Verständigen ist die Erkenntnis leicht.“ Sprüche 14,6

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      • "GsJC" sagt:

        @ C. S. Merl

        „Der Spötter sucht Weisheit und findet sie nicht; aber dem Verständigen ist die Erkenntnis leicht.“ Sprüche 14,6

        Ich freue mich so für Sie, dass Ihnen die Erkenntnis so leicht gemacht und als Belohnung für Ihr Verständnis auch zuteil wurde. 🙂

        MfG

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      • Gerd sagt:

        „ich habe eine Ewigkeitsperspektive. Sie auch?“

        72 Jungfrauen?

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    • Gerd sagt:

      „Ich verstehe es nicht.“

      Vielleicht warten sie, bis ihre Familie, ihre Nachbarn oder Freunde von Muslimen, die den Koran wörtlich nehmen was das Töten von Christen und anderen Ungläubigen angeht, ausradiert werden. DANN verstehen sie es. Allerdings zu spät.

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  7. Claus Stephan Merl sagt:

    Hallo Lutheraner,

    ich habe mit Frau Käßmann nichts zu tun. Aber ich nehme an, Sie wollen mich unbedingt in eine Schublade stecken. Nun, das ist Ihr Problem und nicht das Meine.

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  8. Lutheraner sagt:

    Ich hab da jetzt etwas gefunden, da ich auch viel lese ein Zitat, was es hoffentlich auf den Punkt bringt, aber nichts ist unfehlbar!
    „Wie gehe ich mit dem Glauben um, der mir Hilfe sein soll im Zeitgeist auf des Lebens Achterbahn, um diesen nicht zu vergewaltigen für den Zeitgeist, der vergänglich ist und mich nicht hoffen und trösten lässt B.J. “ Interessant oder nicht. Es kann nicht sein das friedliche Religionen die ein Gottvertrauen begründen zu ideologischen Gewaltreligionen mutieren.

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  9. Lutheraner sagt:

    Was wir immer wieder als Schöpfungskinder Gottes falsch machen, ist zu glauben, dass wir keine Grenzen in unserem Wissen haben und selbst Gott belehren wollen, weil wir die christliche Religion mit dem Zeitgeist vermengen und pauschalisieren wollen, ungeachtet dessen, das jedes Kind anders ist und mit anderen Talenten einen Entwicklungsprozess beeinflussen kann. Herr Merl, Sie behandeln den Glauben, als wäre er ein absolutistisches Regelwerk, eifern Frau Käßmann nach, die mit ihren Irrlehren die Mensche
    Was Sie, Herr Merl, hier trotzig verkünden, ist, dass Sie den christlichen Glauben in ein absolutistisches Korsett zwingen wollen und damit die Freiheit des Menschen bestreiten und dass es neben hoch intelligenten Kindern auch geistig schwache, behinderte Kinder gibt. Selbst Luther sage einmal in Anerkennung seiner geistigen Grenzen: „Je mehr man die Bibel versteht, desto schöner wird sie“. Warum ist in der Geschichte des Christentums so viel schief gelaufen, weil die Menschen immer wieder wie Sie geglaubt haben, dass die christliche Lehre in den ihrigen Zeitgeist hinein gepresst werden kann und deshalb fordert Papst Benedikt mit Recht die Entweltlichung des Glaubens und das heißt nicht, dass man als weltlich geborenes Kind auf die weltlichen Existenzgrundlagen nicht angewiesen ist.
    Vielleicht hilft da die Erbsentheorie, wenn mir die grüne Erbse langweilig wird, kann ich sie noch so anschreien, sie wird nicht rot und sie im Tiefkühlfach schmoren lassen, sie wird nicht blau. Es ist ihre Natur zu sein, wie sie ist und wir versuchen mit unseren geistigen Irrlehrern dem christlichen Glauben gottlos eine Natur aufzuzwingen, wie er nicht ist.
    Mohammed hat es verstanden, aus der Gott Mensch Beziehung, dem Urvertrauen des Menschen in die Schöpfung, eine Ideologie für seine Machtgier zu zimmern, die heilige Botschaft zu entstellen (im Islam konnte sie lange Zeit nur mündlich überliefert werden), um die Menschen zu missbrauchen und zu motivieren, sich an der Schöpfung zu vergehen. Jesus hingegen lehrt die Menschen, die Schöpfung zu achten und sich bewusst zu sein, ein Teil der Schöpfung zu sein und Gottvertrauen.

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  10. Claus Stephan Merl sagt:

    Es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen.

    Leider ist die Verfolgung und Tötung „Abtrünniger“ keine islamische Spezialität. Jesus Christus wurde bekanntlich wegen Blasphemie vom Sanhedrin zum Tode verurteilt, wobei man sich zur Vollstreckung der römischen Besatzungsmacht bediente. Nach ihm wurden im Laufe der Zeit immer wieder Christen hingerichtet, beginnend mit Stephanus.

    Was Konvertiten zum christlichen Glauben betrifft, war es unter den ersten Christen völlig klar, dass Bekehrung zu Jesus lebensgefährlich ist. So sagte es Jesus seinen Jüngern mehrfach voraus. Taufe war kein nettes christliches Event mit Schleifchen und Rüschen für Neugeborene, sondern eine Entscheidung auf Leben und Tod, die gleichzeitig dokumentierte, wie ernst es der Konvertit tatsächlich meinte.

    Viele Märtyrer der ersten Jahrhunderte betrachteten Verfolgung und Martyrium sogar als gottgeschenkte Gelegenheit, für den Glauben mit ihrem Leben einstehen zu dürfen.

    Mich wundert es da schon immer wieder, dass Christen – speziell im Westen – so wehleidig geworden sind und so tun, als gehöre die Verfolgung um des Glaubens willen nicht wirklich zum christlichen Glauben. Dazu dürfte auch die fehlende Taufentscheidung vieler Katholiken beitragen, da diese ja als Säuglinge ohne ihre Zustimmung getauft wurden. Anders sieht es – wie schon erwähnt – bei erwachsenen Konvertiten in Ländern und Gesellschaften aus, die Christen mit dem Tode bedrohen.

    Auch die römisch-katholische Kirche war da nicht immer zimperlich. Sogenannte Ketzer und Häretiker wurden eingesperrt, unter Hausarrest gestellt, gefoltert und getötet. Nicht alle, aber doch einige. Dazu wurden ganze Gruppen angeblicher Apostaten blutig verfolgt wie z.B. die Waldenser. Dass sich die katholische Kirche hier selten formal selbst die Finger schmutzig machte, sondern sich – wie damals der Sanhedrin bei Jesus – staatlicher Hilfe bediente, machte es ja nicht besser.

    Auch die Begründung ähnelt frappierend dem, was Frau Schirrmacher für Muslime ausführt: Wer sich vom rechten katholischen Glauben abwendet, wendet sich von Gott ab. Ein solcher ist deshalb ohnehin verdammt und deshalb bedenkenlos zu töten, um niemand sonst zu verführen und als um abschreckendes Beispiel zu dienen

    Leider musste die katholische Kirche säkular korrigiert werden durch die allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Der Vatikan ist einer der wenigen Staaten, die die Menschenrechtscharta der UNO bis heute ablehnen. Pius VI. verurteilte die Menschenrechtserklärung im Rahmen der Französischen Revolution, die übrigens selbige Menschenrechte selbst mit Füssen trat. Heute treten Päpste immerhin zumindest verbal für die Einhaltung der Menschenrechte ein, ohne diese allerdings offiziell anzuerkennen.

    Es ist zu hoffen, dass es eine ähnliche Entwicklung im Islam geben wird. Sicher ist es freilich nicht.

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    • Guten Tag,
      Sie lassen hier zum x-ten Mal Ihren speziellen antikatholischen Vorurteilen freien Lauf, siehe z.B. hier:
      „Dazu dürfte auch die fehlende Taufentscheidung vieler Katholiken beitragen, da diese ja als Säuglinge ohne ihre Zustimmung getauft wurden.“ – Ach, sollte Ihnen entgangen sein, daß auch die Reformation ohne Wenn und Aber (egal, ob Luther, Calvin oder Zwingli) die Kindertaufe bejahte und praktizierte – und daß niemand die Täuferbewegung so stark bekämpfte wie gerade Luther. Die schärfsten Flugblätter gegen die Wiedertäufer zu Münster (die aber auch tatsächlich eine absurde Sekte waren) stammen nicht von Katholiken, sondern von Luther. Im übrigen vertreten die lutherischen und die reformierten Kirchen auch heute noch die Kindertaufe. Ihr spezieller Seitenhieb gegen Katholiken ist also – wie bei Ihnen hier seit langem üblich – völlig einseitig geraten.

      Dann kommt wieder zum xten-Male die Ketzerkeule gegen die katholische Kirche, obwohl Sie genau wissen, daß auch Luther die staatliche Todesstrafe gegen seine innerprotestantischen Widersacher gefordert hat, wozu neben den Täufern auch die Bilderstürmer oder die Müntzer-Anhänger gehörten.

      Also zum wiederholten Male: Auch die Reformatoren waren da „nicht zimperlich“, übrigens Calvin am wenigsten, gerade hinsichtlich der Häretiker- und Hexenverfolgung ging er höchst unrühmlich in die Geschichte ein (ähnliches gilt für den antikatholischen Fanatismus bei der Reformation in Schottland).

      Sodann schreiben Sie gegen die „römisch-katholische Kirche“ folgendes: „Dazu wurden ganze Gruppen angeblicher Apostaten blutig verfolgt wie z.B. die Waldenser.“ – Daß die Katholiken unter dem Puritaner Cromwell in England blutig verfolgt wurden, war nicht nur zahlenmäßig noch von ganz anderem Kaliber als die Grüppchen der Waldenser, sondern auch substantiell, denn auf den Besuch der heiligen Messe stand von Staats wegen die Todesstrafe. Aggressiver gehts wohl nimmer – oder?!
      Die „Menschenrechtserklärung“ der UNO ist eine Proklamation ohne Gott, in der Praxis gegen Gott – es gibt aber für die Menschenrechte keine absolute Basis, wenn der Gottesbezug fehlt. Das hat sich dann reichlich ab 1789 gezeigt – genauer: höchst blutig.
      Dann weiter Ihr einseitiges Lamento: „Leider musste die katholische Kirche säkular korrigiert werden durch die allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ und so weiter, immer dasselbe Klagelied bei Ihnen. Als ob das ein katholisches Alleinstellungsmerkal wäre. Von der Obrigkeitsstaats-Mentalität des Protestantismus lutherischer Prägung noch nie gehört?
      Es hat leider keinen Sinn, mit Ihnen weiter zu diskutieren, es nervt nur, weil Sie immer wieder dieselbe Platte abspulen, ohne auch nur im Ansatz meine zum x-ten Male vorgebrachten Gegen-Beispiele zur Kenntnis zu nehmen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Liebe Frau Küble,

        dass die Reformatoren viel Ungutes weiterführten, was sie in der katholischen Kirche „gelernt“ haben, habe ich nicht bestritten. Nur ist Ihre diesbezügliche Argumentation meines Erachtens völlig sinnfrei. Würde vor Gericht ein Mörder mit dem Hinweis durchkommen, auch andere hätten gemordet, weshalb seine Taten nicht so schlimm seien? Natürlich nicht.

        Eine säkulare Erklärung hat naturgemäß keinen Gottesbezug. Das macht sie aber nicht per se ungültig oder wertlos. Oder muss man z.B. säkulares Strafrecht, das das Stehlen unter Strafe stellt, nicht befolgen, weil es keinen Gottesbezug aufweist? Eben.

        In anderer Hinsicht war die katholische Kirche nicht so zimperlich, paganes Gedankengut zu adaptieren. Es war auch keinesfalls der fehlende Gottesbezug, der zur Ablehnung führte:

        „Der Inhalt der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte stieß bei Papst Pius VI. auf entschiedene Ablehnung. Sein Befremden über die Forderungen der Erklärung drückte er in einem Breve Quod Aliquantum am 10. März 1791 aus: „Kann man etwas Unsinnigeres ausdenken als eine derartige Gleichheit und Freiheit für alle zu dekretieren?“

        Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_VI.#Pontifikat

        Der adelige Herr Braschi wollte schlichtweg aus seinem Standesdünkel heraus die Gleichheit und Freiheit der Menschen vor dem Gesetz nicht anerkennen, obwohl der christliche Glaube dieselbe selbstverständlich als Ausdruck der Würde des Menschen, der nach dem Bilde Gottes geschaffen ist, voraussetzt.

        Ihre Beispiele sind daher keine Gegenbeispiele.

        Schönen Abend noch!

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      • Guten Tag,
        nicht meine, sondern Ihre Argumentation ist „völlig sinnfrei“, denn Sie widerlegen sich selbst: Mit gleicher Logik könnte ich in bezug auf den Protestantismus schreiben, daß dieser vor Gericht nicht damit durchkommt, auf Verbrechen von katholischer Seite hinzuweisen.
        Ach so, wie schön, Sie haben „nicht bestritten“ (Sie haben es aber zugleich unerwähnt gelassen!), daß auf protestantischer Seite „viel Ungutes“ (man beachte die sanfte Formulierung) „weitergeführt“ wurde, wobei aus Ihrer speziellen Sicht klar ist, daß jenes Schlechte „in der katholischen Kirche „gelernt“ wurde.
        Wir wissen schon: die katholische Seite ist an allem schuld, das Gute ist ein Eigengewächs des Protestantismus, das „Ungute“ ist ein katholisches Überbleibsel – klar doch…
        Tatsache ist, daß hier diese Themen (inkl. Hexenverfolgung) schon x-mal kritisch behandelt wurden, während Sie in Ihrer unübertrefflichen Einseitigkeit ständig allein gegen die katholische Kirchengeschichte polemisieren, als ob es evangelischerseits hier nichts zu berichten gäbe.
        Zudem dürfte klar sein, daß es auch eine andere, viel bessere Menschenrechtserklärung gab, sogar früher, nämlich jene der Vereinigten Staaten von Amerika, in welcher übrigens ein Gottesbezug vorkommt – obgleich gewißlich ein säkulares Dokument (geht also doch – oder?!). Und auch Rechtsstaat und Demokratie gab es längst vor der Frz. Revolution.
        Interessant, daß die Massenmorde der Jakobiner gegen die frz. Katholiken Sie ebensowenig empören wie die Verfolgung von Katholiken in England – und übrigens auch in Nordirland. Entsetzen entsteht bei Ihnen einzig angesichts von Katholiken-Unrecht. Gerade eine juristische Gerechtigkeit sieht gewiß anders aus.
        Ach, Herr Merl, wie stand es denn mit den „Standesdünkel“ der protestantischen Fürsten? Hat Luther es nicht sogar systematisch so eingerichtet, daß der Landesfürst automatisch auch Landesbischof war? – Zwar gab es auch in der katholischen Kirche „Fürstbischöfe“, aber nicht als systematische Einrichtung. Diesen Mißstand hat Luther also sogar noch zum evang. (Kirchen-)Gesetz gemacht, das jahrhundertelang gültig war.
        Die Debatte ist hiermit beendet, ich drehe mich mit Ihnen nicht ständig sinnlos und zeitraubend im Kreise.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Liebe Frau Küble,

        ich habe nie behauptet, der Protestantismus habe das Gute gepachtet. Ich spiele das Spiel „Katholizismus gegen Protestantismus“ oder „Protestantismus gegen Katholizismus“ nicht. Ich habe zwar ein gewisses Verständnis dafür, warum manche Katholiken und manche Protestanten in diesem Denken verhaftet sind. Ich spiele dabei aber nicht mit. I have no horse in this race.

        Das halte ich für unser grundlegendes Verständnisproblem.

        Ich definiere mich nicht als Protestant. Oder als XY. Dafür können Sie einsetzen, was Sie wollen. Ich bin einfach nur ein Kind Gottes. Ich muss deshalb keinen Katholizismus verteidigen. Und keinen Protestantismus. Nicht mal meine Ehre. Mein einziger Bezugspunkt ist das Evangelium von Jesus Christus wie es uns in der Schrift überliefert wurde. Nichts Anderes. Und ALLES ist danach zu beurteilen. Auch Katholizismus und Protestantismus. Ebenso der Umgang mit Fremden und mit Menschen anderen Glaubens. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

        Das ist mein Ansatz. Natürlich bin ich weit davon entfernt, diesen Ansatz perfekt umzusetzen. Aber ich wünschte wirklich, Sie würden mein Anliegen teilen.

        Liebe Grüße

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      • Guten Tag,
        letzter Kommentar dazu: 95% Ihrer konfessionellen Kritik richtet sich gegen die katholische Kirche, zudem oft in scharfer Form, ganz selten schreiben Sie von sich aus etwas Kritisches über die protestantische Seite – meist erst auf Aufforderung von mir oder anderen.
        Es geht nicht darum, ob Sie selber evangelisch sind (das tut nichts zur Sache), sondern daß Sie einseitig argumentieren.
        Dieses Anliegen kann ich gewiß nicht teilen.
        Wenn Ihr einziger Bezugspunkt das Evangelium ist (ach wie schön!), dann nehmen Sie bitte zur Kenntnis, daß das nicht Ihr Alleinstellungsmerkmal ist, das Sie sich quasi selbstgefällig ans Revers heften können. Auch anderen Christen geht es ums Evangelium, worum sonst!
        Freundlichen Gruß und Ende der Durchsage!
        Felizitas Küble

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  11. Adolf Breitmeier sagt:

    Kairoer Menschenrechte Artikel 24 und 25 besagen:
    Alle Rechte und Freiheiten die in dieser Erklärung genannt wurden, unterstehen der islamischen Scharia. UND: Die islamische Scharia ist die einzig zuständige Quelle für Auslegung oder Erklärung jedes einzelnen Artikels dieser Erklärung.

    ,,Wer den Glauben verlässt, den tötet!“ (Erste Grundregel, sie dient dem Überleben in der islamischen Gemeinschaft)

    Hadith 3017 Sahih Al Bukharyy: Wer vom Glauben abfällt, der ist zu töten!

    O Herr, lass auf Erden von den Ungläubigen keinen ( Sura 71, Vers 27 ) (Zweite Grundregel, sie dient der bedingungsslosen Ausbreitung des Islams).

    Nicht ihr tötet, Allah tötet (Dritte Grundregel. Sie befreit von jeder Verantwortung)

    Ich habe das mal nach meinem Gutdünken sortiert. Von der TOLERANZ, wovon gute Menschen so gerne sprechen, ist da nichts zu finden. Und noch eine Erkenntnis folgt daraus: Islamgläubige sind nicht zu integrieren (Feststellung, keine Befehlsform!!). Sie dürfen nicht – und deshalb ist jeder Versuch von Anfang an gescheitert und vergebens.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Herr Breitmeier,

      Sie unterschlagen natürlich, dass bei weitem nicht jeder, der sich Moslem nennt, tatsächlich selbst derart radikalisiert ist und den Koran tatsächlich so wörtlich nimmt. Das ist nur ein kleiner Prozentsatz.

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      • Lutheraner sagt:

        Herr Merl, Mohammed war Ideologe und um seinen Vorteil bedacht und hatte keine Skrupel, andere Menschen zu versklaven, Christus hat die Menschen gelehrt, worin sie in den 10 Geboten Gottes Hilfe finden und dass der Mensch keine anderen Götter neben Gott haben soll. Sie legen alles so aus, wie es Ihnen passt und führen sich auf wie Käßmann, die Menschen aus der ganzen globalen Welt aufnehmen will, egal ob sie sich gegenseitig an die Kehle gehen oder nicht. Natürlich hat Christus auch gewarnt, dass man nicht jeden aufnehmen kann, wenn er zur persönlichen Gefahr für das eigene Leben wird. Er predigte ein gesundes Verhältnis zum Schutz der Menschen und nicht dass sie sich wie Hippies mit Sprengstoffgläubigen in den Armen liegen, um sich dem Todeskommando zu ergeben. Schließlich hat Gott ein Interesse am Leben seiner Schöpfung. Toleranz beinhaltet nicht, sich gegenseitig ab zu murksen, sondern ein friedliches Gottvertrauen anzuerkennen, nicht inbegriffen die Sucht der Menschen nach Macht und Unterdrückung. Die katholische Kirche ist auch die Mutterkirche der Protestanten, die sich unterschiedlich entwickelt haben und wo durch Missverständnisse im Glauben, Aberglauben, Machtgier der Kleriker viel Unrecht geschehen ist.

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      • Gerd sagt:

        Nicht alle Moslems sind Terroristen. Aber viele Terroristen sind Moslems. Es genügen 0,1%m um die Welt in Angst und Schrecken zu versetzen. DAS sollte nicht unterschlagen werden.

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      • Adolf Breitmeier sagt:

        Herr Merl: Natürlich ist nicht jeder gläubige Mohammedaner (sich selbst Moslem = Gläubiger nennend – und alle anderen an ihren Gott glaubenden iskriminierend Unglauben unterstellt)) ein Mörder oder Glaubenskämpfer – aber genau so natürlich ist er ein potentieller Kämpfer auf dem Pfad Allahs. Was will er (oder sie) anderes machen, als zum Beispiel Ihnen oder mir die Gurgel durchzuschneiden, wenn sein zuständiger Imam als Oberbefehlshaber seines Bezirks das von ihm verlangt. tut er es nicht, stirbt er selbst!! Ist Ihnen nicht auch das Hemd näher als die Jacke? Rationales oder ,,menschliches“ Handeln ist in dem Augenblick vorbei, wo es um das eigene Überleben geht. Und kein Gewissen schlägt einem Mohammedaner, wenn er die Frau des Nachbarn schändet und selbigen vorher umbringt. Mohammed hat es vorgelebt, und ihm, dem besten aller Menschen, zu folgen, ist für jeden – auch den moderatesten – Islamgläubigen – heilige Pflicht (die schlafen und ruhen kann, im ,,Bedarfsfall“ gilt Mohammeds Wort, wie tausendfach in der Welt bewiesen!).

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  12. truckeropa66 sagt:

    Diese Religion, insofern man sie überhaupt als solche betrachten kann, müsste extrem reformiert werden. Diese auf Machtansprüchen basierte Lehre hat in meinen Augen wenig mit Religion zu tun!
    Aber auf diese Lehre warten ja auch noch einige interne Kreise unserer christlichen Kirchen.

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  13. Dorrotee sagt:

    Also kann man nur davon Abstand nehmen, einen Muslim das Christentum zu lehren. Man weiß ja nicht vorher, mit wem man es zu tun hat. Wie legt dieser Muslim/a nun den Koran und Mohammends Lebenstat (Tötung von Abtrünnigen) von damals aus, wäre die erste Frage ?

    Gestern noch las ich von einen evangelischen Flüchtlingshelfer, dass wir Christen froh sein sollten über diese Zuwanderung der Muslime. Viele von denen sind die fanatische Auslegung des Koran leid, und suchten die neue Freiheit. Da könnten wir Christen unsere Bibel ins Gespräch bringen.
    Jedoch warnte er auch davor, alleine als Frau zu missionieren. Besonders bei Männern.

    Also ich werde mein kostbares Leben nicht so leicht aufs Spiel setzten. Ich habe eine Familie zu versorgen.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Ja, Dorrotee,

      glauben Sie nicht, dass Christus Muslime genauso liebt und vor der ewigen Verdammnis retten will wie jede andere Bevölkerungsgruppe? Jesus fordert tatsächlich eine Radikalität in der Nachfolge, dass mir immer wieder schwindlig davon wird.

      Ich rede nicht davon, fleischlich einfach allein als Frau loszulaufen und zu versuchen, Muslime zu bekehren. Das dürfte in der Regel nicht sinnvoll sein. Was ich hinterfrage ist die Bereitschaft – auch meine Bereitschaft – Muslime für Jesus zu erreichen.

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      • Lutheraner sagt:

        Also Herr Merl, die Radikalität haben Sie von der ideologisch verblendeten Irrlehrerin Käßmann übernommen und zwischen gesunder Toleranz und Durchsetzung einer Ideologie liegen Welten.

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      • Dorrotee sagt:

        Sollen doch die dafür in der Kirche angestellten Pastis, Pastolalreferenten und Assistenten, die Pfarrer selbst ihr christliches Gottes -und Menschenbild zu den Zugewanderten tragen.

        Jedoch nicht nur mit materieller Hilfe.
        Nein, die sind teils zu feige und schon froh, wenn es ein friedliches Nebeneinander gibt.
        Angeblich sind doch auch Christen geflüchtet. Warum sieht man so wenige in unseren Gemeinden? Bei uns kommt nur eine afrikanische Frau mit 2 Kindern in die Messe.

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