Stillose „Kunst“: Fotocollage in Konstanz

Von Felizitas Küble

In Konstanz am Bodensee gab es in Erinnerung an das spätmittelalterliche Konzil von Konstanz (1414 – 1418), das nach dem Durcheinander diverser Gegenpäpste ein neues Kirchenoberhaupt wählte, eine Reihe von Veranstaltungen und städtische Aktivitäten.

Anfang Mai 2018 begannen dort einige Kunstausstellungen, darunter eine Art Mega-Fotocollage an der Hauswand auf der Eingangsseite des Konzilsgebäudes (siehe Foto).

Nun ist man bei „modernen“ Künstler-Einfällen manch Sonderbares gewohnt, wobei gerade in religiöser Hinsicht die Grenzen des guten Geschmacks des öfteren überschritten werden.

So wirkt das auch bei dieser riesigen Installation: Dort werden fast allen Personen auf einem alten Gruppenbild verschiedene Christus- und Madonnen-Bilder aufgesetzt, teils antike Darstellungen, teils mittelalterliche oder neuzeitliche. 

Das „Klassenbild“ von Benjamin Bergmann gehört zu einer Initiative „Kunst im öffentlichen Raum“, wie man sie ähnlich auch in anderen Großstädten  – z.B. auch bei den Skulpturen in Münster – findet.

Allerdings erscheint es stillos und grenzwertig, die Köpfe x-beliebiger Personen durch ein Christus- oder Marienbild zu ersetzen (vielfach wird Jesus mit einer Dornenkrone gezeigt). 

Wie ein Leser uns mitteilt, taucht in der unteren Reihe (Dritter von rechts) überraschend das Gesicht von Klaus Kinski auf. Falls ja, so war das jedenfalls ein ausgesprochen „schräg“ agierender Schauspieler, der mit dem Christentum und seinen Werten gewiß nichts am Hut hatte – und dessen älteste Tochter sich in ihrem Buch „Kindermund“ über den sexuellen Mißbrauch Kinskis beklagte.  (Näheres hier: https://www.deutschlandfunkkultur.de/abgeschleckt-und-abgeschoben.950.de.html?dram:article_id=234714)

 

 


4 Kommentare on “Stillose „Kunst“: Fotocollage in Konstanz”

  1. Rambo sagt:

    Na ja, das dürfte Irrlehrerin Käßmanns Geschmack treffen, die hartnäckig die Rolle Jesu als Gottes auserwählten Sohn bestreitet und wie bei der Wittenberger Weihnachtsmesse mutmaßt, jeder geborene Knabe könnte ein Jesuskind sein und jede Gebärende Maria. Sie verweltlicht die christliche Religion, vielleicht glaubt sie auch, eine Gottesmutter mit ihren 4 Töchtern zu sein, nur ein Knäbchen war leider nicht dabei, und entstellt total die geistliche Aussage der Religion, die sie materialistisch pulverisiert. Religion geht weit über unsere weltliche Existenz hinaus, sonst würden wir nicht vom ewigen Leben sprechen können. Wenn ich aber wie Käßmann Religion materialistisch auslege und das als Theologin, dann kann ich nicht an das ewige Leben glauben, für das es Regeln gibt, das nicht auf eine Zeit-Epoche reduzierbar ist. Ich finde es einfach scheußlich, wie man versucht, unsere christliche Religion für eine kranke Ideologie zu missbrauchen und den Menschen die Hoffnung auf Gottes Gnade zu rauben.

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  2. Dorrotee sagt:

    ja , es ist wohl doch ein Eingang. Konnte es auf einem anderen PC besser sehen.

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  3. Dorrotee sagt:

    Ist vorne im Bild eine Henkersperson zu sehen? Soll das der Klassenlehrer sein?
    Was für eine widerliche Kunstvorstellung. Christus- und Marienbilder so zu mißbrauchen.

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