Islam-Rufe und Steine gegen evangelische „Flüchtlings-Kirche“ in Berlin

Unbekannte haben unter „Allahu Akbar“-Rufen eine Kirche in Berlin attackiert. Sechs vermutlich Jugendliche warfen laut Polizei am Mittwoch abend Steine gegen Kirchenfenster der St.-Simeon-Kirche im Stadtteil Kreuzberg, bestätigte ein Sprecher der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT.

Die Steinwürfe haben das Gebäude beschädigt. Zeugen hatten die Polizei kurz nach der Tat gegen 21 Uhr gerufen. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Die evangelische Kirche hatte sich 2015 zur ersten „Flüchtlingskirche“ Deutschlands erklärt. Sie bot in der Folge Beratungen für Flüchtlinge auch auf Arabisch an. 

Quelle: https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2018/unbekannte-attackieren-kirche-unter-allahu-akbar-rufen/

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Kopten-Bischof lud Papst nach Höxter ein

Im Juni feierte sein Kloster in Brenkhausen sein 25. Gründungsjubiläum und Vertreter von Politik, Kirche und Kultur kamen, um zu gratulieren: CDU-Fraktionsvorsitzender Volker Kauder und Ex-Minister Klaus Töpfer, Erzbischof Hans-Josef Becker, Bischof Dr. Feige und Bischof Dr. Mussinghoff, Vertreter des Europarlamentes, des Bundes- und Landtages, der evangelischen und syrisch-orthodoxen Kirche.

Jetzt ehrte man auch in Rom das ökumenische Engagement des koptisch-orthodoxen Generalbischofs für Norddeutschland und Abtes von Brenkhausen, Anba Damian.

Am letzten Mittwoch wurde er vor 40.000 Pilgern in der Audienzhalle des Vatikans von Papst Franziskus persönlich empfangen (siehe Foto).

„Ein junger Offizier der Schweizergarde begrüßte mich und führte mich in den vordersten Teil der Halle“, erzählt der koptische Würdenträger noch immer sichtlich bewegt:

„Dort übergab er mich an einen päpstlichen Kammerherrn, der mich zu meinem Platz führte – nicht, wie ich gedacht habe, in die erste Reihe zu jenen, die den Papst am Ende kurz treffen sollten, auch nicht auf die Plätze neben ihm, die katholischen Bischöfen vorbehalten sind, sondern auf einen zentralen Sitz an vorderster Front, direkt gegenüber dem Thron des Papstes, dem absoluten Ehrenplatz also. Ich fragte mehrfach nach, ob das denn so richtig sei, doch man beruhigte mich: Man wollte mir als Vertreter einer Schwesterkirche auf besondere Weise die brüderliche Liebe des Papstes bekunden.“

Pünktlich um 9.30 Uhr morgens betrat Franziskus die Audienzhalle und wurde jubelnd begrüßt. Nachdem er den Mittelgang passiert, dutzende Kinder gesegnet und geküsst hatte und tausende Selfies geschossen wurden, erblickte er den koptischen Bischof und ging direkt, mit breitem Lächeln, auf ihn zu:

„Es war eine herzliche Begrüßung, als seien wir Brüder, die lange voneinander getrennt waren. Er umarmte mich, wir sprachen miteinander auf Deutsch, das er sehr gut verstand. Ich erzählte ihm von unserem Kloster und lud ihn ein, uns in Höxter zu besuchen. ‚Wir werden sehen‘, erwiderte Franziskus“, berichtet Anba Damian.

Bis dahin aber hatte das Oberhaupt der katholischen Kirche noch eine Bitte an den Bischof von der Weser: „Beten Sie für mich, ganz besonders in dieser schweren Zeit!“

Anschließend überreichte der schwarzgekleidete Bischof dem Mann in Weiß eine kostbare koptische Ikone von der Geburt Christi. „Ist die wirklich für mich?“, fragte Franziskus, offensichtlich beeindruckt von dem kostbaren Geschenk.

Am Ende der Audienz kam der Papst erneut herunter, um sich von seinem Gast aus Ägypten zu verabschieden. Er setzte seinen Namen in eine schwere Bibel, die der Bischof eigens aus Deutschland mitgebracht hat. „Sie stammt von einem Eisenbahner aus Warburg, dessen sehnlichster Wunsch ein Papstautogramm in seiner Familienbibel war“, meinte der Bischof. „Ich konnte den Mann einfach nicht enttäuschen.“

Noch ein kurzes Gespräch mit Erzbischof Dr. Gänswein, dem Präfekten des Päpstlichen Hauses und zugleich Privatsekretär Benedikts XVI., dann war die Audienz nach knapp zwei Stunden beendet.

Am Nachmittag führte der deutsche Historiker und Bestsellerautor Dr. Michael Hesemann (siehe Foto) den Bischof aus Höxter durch die Ausgrabungen unter dem Petersdom und zum historischen Petrusgrab. „Durch eine Öffnung in einer Mauer konnte ich die Gebeine des heiligen Petrus sehen, die man in Plexiglaskästen gelegt hat“, erzählt Bischof Damian.

„Das war eine bewegende Begegnung mit dem Ursprung unserer Kirchen. Petrus hat Markus nach Alexandria geschickt, wo dieser unsere Kirche begründete. Unser koptischer Papst ist der Nachfolger des heiligen Markus. Am Vormittag hatte ich den Nachfolger Petri getroffen. Gab es ein schöneres Symbol für die tiefe Einheit unserer Kirche jenseits aller äußeren Trennung?“

Am nächsten Morgen konferierte Bischof Damian mit dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kurt Kardinal Koch:

„Kardinal Koch empfing mich mit großer Herzlichkeit. Wir sprachen eine Stunde lang in großer Offenheit über die Lage der christlichen Minderheit in Ägypten. Was für ein kluger, bescheidener Mann, der im Auftrag des Papstes den Dialog mit den Kirchen führt und auch in unserer Kirche zurecht hochgeschätzt wird.“

Tief beeindruckt von dem herzlichen Empfang im Vatikan plan der Bischof aus Ägypten bereits die Rückkehr nach Rom:

„Im nächsten Jahr möchte ich mit einer ökumenischen Delegation in die Ewige Stadt reisen und gemeinsam mit Vertretern der Politik und der lokalen Kirchen meine Einladung nach Höxter wiederholen.“

Quelle (Text/1. Foto): Pressemitteilung des koptischen Klosters Höxter-Brenkhausen

 

 


Indien: Katholiken wünschen Seligsprechung der Märtyrer von Kandhamal

Indische Katholiken schreiben an Papst Franziskus und bitten, die Verfahren zu beschleunigen, mit denen die Opfer der Gewalt vor zehn Jahren in Kandhamal zu Märtyrern erklärt werden sollen.

Im indischen Bundesstaat Orissa hatten extremistische Hindus eine Art „ethnische Säuberung“ unter den örtlichen Christen durchgeführt.

Zum 10. Jahrestag dieser Tragödie wandte sich der ehem. Präsident des Verbandes der indischen katholischen Laien „All India Catholic Union“, John Dayal, in einem Schreiben an den Papst, in dem er „die besondere Kraft des Glaubens der gefährdeten Gemeinden“ würdigt.

Nach der alten Evangelisierung des Subkontinents lebten indische Gläubige „in der Sicherheit einer demokratischen Republik, deren Verfassung die Freiheit des Glaubens garantiert. Seit der Unabhängigkeit war dies eine ausreichende Garantie“, schreibt der engagierte Laie.

„Doch es gab auch traumatische Momente in unserer Geschichte“, heißt es in dem Schreiben weiter:

„Am Ende des achtzehnten Jahrhunderts nahm der Sultan von Mysore, Tipu, hunderttausend Katholiken an der Westküste von Kerala und in Mangalore gefangen. Viele von ihnen starben an Folter und Krankheit. Bis 2008 war dies die größte Gewalt gegen die katholische Glaubensgemeinschaft, und bisher haben die Opfer nicht die Anerkennung erhalten, die sie verdienen.

2008 erlebten wir dann im Distrikt Kandhamal im Bundesstaat Orissa am 25. August 2008 ein zweites Mal ein Pogrom gegen Christen, das mehrere Wochen dauert“, beklagt Dayal.

Über 60.000 Kinder, Frauen und Männer, alte und junge Menschen oder auch schwangere Frauen flohen in Wälder, so dass rund 30.000 noch ein Jahr danach in den Flüchtlingslagern der Regierung lebten. In über 400 Dörfern wurden Übergriffe auf Christen verübt, bei denen 6000 Häuser zerstört und ca. 300 Kirchen und kirchliche Einrichtungen verwüstet wurden.

Rund 120 Menschen wurden ermordet, darunter Pater Bernard Digal, Priester Dalit und Schatzmeister der Erzdiözese Cuttack-Bhubaneswar, die den Bezirk Kandhamal umfasst.

„Viele andere Laien und Priester haben ihr Leben verloren und wurden mit Schwertern, Macheten oder Feuer ermordet“, schreibt Dayal: „Diese Katholiken haben sich tapfer dem Tod gestellt, anstatt ihren Glauben aufzugeben. Viele Frauen wurden vergewaltigt, einschließlich einer Ordensschwester“. 

„Zehn Jahre später sind die meisten Mörder frei“, beklagt er: „Es mussten jahrelange Gerichtsverfahren bis vor dem Obersten Gerichtshof Indiens geführt werden, um eine angemessene Entschädigung zu erhalten, damit Häuser wieder aufgebaut werden können. Doch der Wiederaufbau eines Lebens ist noch einmal eine andere Sache.“

Doch „die Standhaftigkeit und der Glaube waren für die Gemeinschaft der indischen Katholiken ein leuchtendes Beispiel. Wir haben bereits alle indischen Bischöfe gebeten, die Opfer der Gewalt im Jahr 2008 von der Kirche als Märtyrer des Glaubens anerkennen zu lassen“.

Der Erzbischof von Cuttack Bhubaneswar, heißt es in dem Brief abschließend, „hat den Prozess formell auf den Weg gebracht. Wir beten nun dafür und bitten, dass Papst Franziskus das Verfahren beschleunigen möge. Dies wird den Glauben eines jeden von uns stärken.“

Quelle: Fidesdienst


Warum ich mich als Nahostexperte durch Sarrazins neues Buch bestätigt sehe

Von Klaus Moshe Pülz

Noch vor Sarrazins Büchern referierte ich anläßlich einer rheinland-pfälzischen Polizeitagung am 11. Sept. 2003 über das Thema „Die religiösen Hintergründe des islamistischen Terrorismus“. Die Polizeichefs waren erwartungsgemäß über die subversiven Tätigkeiten der Muslime nicht informiert.
(Mein Vortrag kann unter www.zelem.de heruntergeladen werden.)

Ich weiß nicht, ob Sarrazin in seinen Büchern erwähnte, daß bereits vor ca. 50 Jahren der König von Marokko, Hassan II., anläßlich einer Welt-Islam-Konferenz in Rabat seine Glaubensgenossen dazu aufrief, das einstige christliche Abendland auf ganz legale  Weise in eine moslemische Oase umzuwandeln, indem er empfahl, nach Europa einzuwandern und sich auf legalem Wege in die Parlamente wählen zu lassen, um von innen heraus den Islam gesellschaftsfähig zu machen.

Ich weiß auch nicht, ob Sarrazin in seinen Büchern den einstigen Terroristenführer (mit Friedensnobelpreis!) Yassir Arafat anführte, der offen erklärte, Israel totgebären zu wollen. Dieses Konzept finden wir auch in der deutschen Gesellschaft, wo ganze Schulklassen fast nur noch aus muslimischen Kindern bestehen.

Als Nahostexperte, der diese Tätigkeit seit 40 Jahren ausübt, sehe ich mich durch Sarrazin bestätigt. Meine Nachbarn in Tel Aviv/Jaffo sind Muslime, die in keiner Weise integrationswillig sind, weil sie sich als neue Herrenrasse sehen. Ihr großes Vorbild ist Adolf Hitler, weil er die Juden systematisch und fabrikmäßig ermorden ließ.

Heutzutage versucht eine bundesdeutsche Regierung im Zuge einer Art Wiedergutmachung, möglichst viele vermeintliche Flüchtlinge mit der Firmierung einer „Willkommenskultur“ nach Deutschland einwandern zu lassen, ohne sich Gedanken über die Konsequenzen für die eigene Bevölkerung zu machen. Dies beginnt bereits mit deren Glaubenseinstellung, wonach der Koran über sämtliche säkularen Gesetze steht.

Anstatt auf einen mutigen Mann wie Sarrazin zu hören, wird dieser Autor so verteufelt, wie es mir bislang durch tiefes Verschweigen widerfährt. Da ich zu meinen drei eigenen Büchern („Antisemitismus – gestern und heute“, „Brennpunkt Israel“ und „Schalom für Israel“) neben der Publikation unserer Fachzeitschrift „Bote Neues Israel“ keine Zeit habe, weitere Bücher zu verfassen, wurden meine vielen Statements tunlichst in den Medien totgeschwiegen. Insofern ergeht es mir wie Sarrazin, der sich wohl bald unter Polizeischutz begeben muß, wenn ihm sein Leben noch lieb und wert sein sollte.

Daß er ausgerechnet Mitglied der SPD ist, die sich derart für den Influx von Muslimen einsetzt, ist höchst verwunderlich. Ich wäre seit langem aus dieser Partei ausgetreten, die aus dem Debakel der Weimarer Republik nichts gelernt hat.

Ich habe ebenfalls den Koran studiert und seinerzeit bei der erwähnten Polizeitagung sämtliche maßgebenden Koransuren aufgeführt, die zu strafbaren Handlungen aufrufen – einschließlich Mord.

Ähnlich wie ultraorthodoxe Juden in Israel und anderswo den Fortschritt behindern, indem sie ihre Nasen nur in den Talmud stecken, ohne in ihren hauseigenen Schulen naturwissenschaftliche und neusprachliche Fächer zu erlernen.

Betrachtet man das Mullah-Regime im Iran, erkennt man auch diese Rückständigkeit, von der Sarrazin spricht.

Noch heute sprechen die Muslime von den Demütigungen durch die Kreuzritter und versuchen nunmehr, durch einen Panislamismus die Weltherrschaft zu erreichen, während Kirchen und normative Christen ihnen dazu noch den Weg bereiten, wenn Kardinal Marx und der evangelischen Ratsvorsitzende Bedford-Strohm in Jerusalem sogar ihr Brustkreuz ablegten.

Daß wir in einer Art „Endzeit“ leben, haben noch nicht einmal die christlichen Theologen bemerkt. Dagegen ist der Begriff „be-acharit hajamim“ (in den letzten Tagen) bei uns in Israel bestens bekannt. Von Eschatologie halten christliche „Gelehrte“ ohnehin wenig.

Daß die europäische und westliche Identität nicht nur von der demographischen Geburtenrate bedroht wird, liegt auch an der progressiven Glaubenslosigkeit hinsichtlich eines göttlichen Schöpfers und eines messianischen Erlösers aus dem Volke Israel.

Lieber glaubt man an „naturwissenschaftliche Erkenntnisse“, an Urknall und Abstammung vom Affen oder Enzymen. Solche areligiösen Gedanken kämen Muslimen gar nicht in den Sinn. Daher betrachten sie die westliche Kultur als dekadent, gottlos, schamlos und vor allem gerichtsreif.

Nein, Sarrazin verallgemeinert keineswegs. Er verärgert lediglich jene Politiker und Medien, die lautsprecherartig ihre vermeintliche Gutartigkeit gegenüber Andersdenkenden und Andersgläubigen zur Schau stellen.

Weitsicht und Umsicht war niemals die Prämisse deutscher Politiker und in deren Gefolge die Medienlandschaft. Vielmehr ist Opportunismus und Anpassung an die Gesellschaft angesagt. Doch Fortschritt bezieht sich nicht nur auf Computerspiele, Digitalisierung und die Eroberung des Mars, sondern vornehmlich auf die geistig/geistliche Identität und das Erbe der Vätertradition.

Unser Autor, der judenchristliche Publizist Klaus M. Pülz, wirkt als Schriftsteller und Prediger in Deutschland und Israel; er leitet den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt seit Jahrzehnten den “Bote Neues Israel” heraus. 

Sarrazin präsentiert sein Buch „Feindliche Übernahme“ gegen den Islam

Die Einwanderung sowie die hohen Geburtenraten von Muslimen haben „demografische Sprengkraft“ und bedrohen die Stabilität der westlichen Welt. Um das Gewicht der Muslime in Deutschland und Europa nicht weiter zu verstärken, muss man deren Zuwanderung grundsätzlich unterbinden.   

Diese Ansicht vertrat der SPD-Politiker und ehem. Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin bei der Vorstellung seines Buches „Feindliche Übernahme. Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht“ (Finanzbuch Verlag) am 30. August vor Journalisten in Berlin.

Darin kritisiert er die Integrationsdefizite von Muslimen in Deutschland sowie die Unterdrückung muslimischer Frauen. Alle Versuche, den Islam zu reformieren, seien bisher weitgehend gescheitert. In keinem Land, in dem Muslime in der Mehrheit sind, gebe es Religionsfreiheit und eine funktionierende Demokratie.

Sarrazin zufolge ist der Islam keine Religion des Friedens und der Toleranz, sondern der Gewalt. Man müsse den Text des Korans sehr verbiegen, um Menschenliebe, Barmherzigkeit, die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie die Ablehnung von Gewalt abzuleiten. Der Islam sei geprägt von Hass auf Ungläubige, einer expansiven Eroberungskraft sowie Feindseligkeit gegenüber selbstständigem Denken. In islamischen Ländern würden überall religiöse Minderheiten benachteiligt oder unterdrückt.

Nach Worten Sarrazins ist „alles deutlich schlimmer gekommen“, als er vor acht Jahren in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“ prognostiziert habe. Der Bevölkerungsaustausch schreite mit „ungeheurem Tempo“ fort. So seien in Wiesbaden acht Prozent der Einwohner Muslime, der Anteil ihrer Geburten betrage bereits 28 Prozent. In Berlin gebe es zehn Prozent Muslime, bei den Geburten seien es 15 bis 20 Prozent.

Quelle und vollständiger Text hier: https://www.idea.de/gesellschaft/detail/thilo-sarrazin-einwanderung-von-muslimen-nach-europa-unterbinden-106407.html


Wurde Müller als Glaubenspräfekt entlassen, weil er die „weiche Welle“ verweigerte?

Von Felizitas Küble

In dem bekannten Lebensrechts-Blog „LifeSiteNews“ erschien heute ein Artikel von Dr. Maike Hickson, einer in Deutschland geborenen Katholikin, die in den USA publizistisch tätig ist: https://www.lifesitenews.com/blogs/vatican-source-pope-dismissed-cdl-mueller-and-others-for-following-church-r

Auf dem konservativ-katholischen Webportal wird Papst Franziskus anhaltend kritisiert, weil er hochrangige Kirchenmänner gedeckt und bisweilen sogar befördert haben soll, die in Mißbrauchskandale verquickt sind, teils als Täter, teils als Vertuscher.

Dies gilt insbesondere in der Causa von Kardinal McCarrick, die von Erzbischof Viganò aufgedeckt und von anderen hohen Klerikern bestätigt wurde. (Näheres dazu  hier: https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/online/Exklusiv-Das-Schreiben-von-Ex-Nuntius-Vigano-in-deutscher-UEbersetzung;art4691,191445)

Der Papst selbst verweigert hierzu bislang jede Auskunft.

In dem erwähnten Bericht wird nun darüber spekuliert, ob Kardinal Müller deshalb nicht mehr in seinem Amt als Präfekt der Glaubenskongregation bestätigt wurde, weil er zuverlässig seiner Aufgabe nachgekommen sei, schuldig gewordene Kleriker kirchenrechtlich zu bestrafen.

Auch die plötzliche Entlassung von drei seiner Mitarbeiter wird in diesem Zusammenhang gesehen. Kardinal Müller hatte seinerzeit beim Papst nachgefragt und sich für seine Kollegen eingesetzt, erhielt jedoch keine Begründung, sondern nur eine kurze Abfuhr.

Als Beispiel dafür, daß nicht etwa der damalige Glaubenspräfekt, sondern Franziskus eine „weiche Welle“ in puncto Maßnahmen gegen Päderasten verfolgte, wird in dem Beitrag von Dr. Hickson die Causa Inzoli genannt:

Kardinal Müller habe den Wunsch des Papstes abgelehnt, den italienischen Priester Don Mauro Inzoli kirchlich zu rehabilitieren; dieser Kleriker war bereits als homosexueller Mißbrauchstäter aufgefallen. Allerdings sei Franziskus dem Rat Müllers, auch hier die nötige Strenge walten zu lassen, nicht gefolgt.

Allerdings muß jetzt zunächst abgewartet werden, ob diese Vorwürfe sich bestätigen, denn auch beim Papst gilt das Prinzip: Um zu einem fairen Urteil zu gelangen, müssen beide Seiten berücksichtigt werden.


IGFM über Menschenrechtsverbrechen im Iran

Sanktionen müssen die Stützen des Regimes treffen

Die Angst vor wirtschaftlichen Einbußen im Handel mit dem Iran drängt die katastrophale Lage der Menschenrechte in der Islamischen Republik IRAN immer weiter in den Hintergrund, kritisiert die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). 

„Die EU darf das Folterregime der Mullahs nicht verharmlosen. Rund 80 Millionen Iraner leiden unter der Schreckensherrschaft dort. Diesen Menschen sollte sich die EU zuwenden. Sie dürfen für die Verbrechen des Systems, das sie selbst knechtet, nicht auch noch zusätzlich in den wirtschaftlichen Ruin gestürzt werden“, fordert IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

„Die Bürger Irans ins Elend zu zwingen, um sie zu einer Revolution gegen das Terrorregime zu drängen, ist unmenschlich“, erklärt die IGFM weiter.

Pressekonferenz mit Friedensnobelpreisträgerin Ebadi

Auf einer Pressekonferenz in Berlin mit der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi unterstrich die IGFM, dass die Menschenrechtsverletzungen und Vertragsbrüche des Iran-Regimes Konsequenzen erfordern. Die Europäische Union würde sonst jede Glaubwürdigkeit verlieren.

Die Sanktionen müssten aber „smart“ sein und gezielt die Stützen des Regimes treffen, z.B. Unternehmen in den Händen der Islamischen Revolutionsgarden. Undifferenzierte, flächendeckende Wirtschaftssanktionen träfen die Falschen, nämlich besonders die einfachen iranischen Bürger.

Nach Überzeugung der IGFM zeigt die Führung der Islamischen Republik seit Jahren, dass sie bereit ist, ihren Bürgern alles zuzumuten, wenn es um den Machterhalt im eigenen Land und den Machtausbau in den Nachbarländern geht. Die IGFM fordert, dass Bundesregierung und EU von der Iranischen Regierung konsequent die Einhaltung bereits bestehender Verträge verlangen. 

Als Beispiel verweist die IGFM auf die international bekannte Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh. Das Europäische Parlament zeichnete sie für ihren mutigen Einsatz für Verfolgte mit dem Sacharow-Preis für Geistige Freiheit aus.

Am 13. Juni 2018 verhafteten sie die Behörden der Islamischen Republik ohne Vorwarnung. In ihrer Abwesenheit, ohne ihr Wissen und ohne Möglichkeit zur Verteidigung verurteilte ein islamisches Revolutionsgericht sie zu fünf Jahren Gefängnis. Sotoudeh ist IGFM-Kuratoriumsmitglied. Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation fordert das Europäische Parlament und die Bundesregierung dazu auf, sich für ihre umgehende Freilassung einzusetzen.

Hintergrund-Infos:

„Steinzeitliches Rechtssystem“ und Willkür
Der Iran verfügt nach Auffassung der IGFM über eine breite, sehr gebildete und liberale bürgerliche Mittelschicht. Technologisch ist der Iran enorm entwickelt – doch das Rechtssystem, mit dem islamische Geistliche über das Land herrschen, erscheint dagegen „steinzeitlich“. Bei der „Reform“ des Strafrechts im Jahr 2012 hatten konservative Geistliche wie der oberste „Führer“ Khamenei selbst darauf bestanden, dass Strafen wie die Steinigung und sogar die Kreuzigung im Strafrecht verbleiben. Die Situation bei Frauenrechten, Rechtsstaatlichkeit, Informations-, Meinungs- und Pressefreiheit ist nach Ansicht der IGFM „grotesk“.

Keine demokratische Teilhabe 
„Die Verfassung der Islamischen Republik haben sich schiitische Geistliche für ihre eigene Herrschaft auf den Leib geschneidert. Mit dieser Verfassung sitzen die Hardliner am längeren Hebel. „Von demokratischer Teilhabe und Kontrolle kann keine Rede sein. Bei jeder Wahl werden aus hunderten Bewerbern nur eine Handvoll handverlesene, regimetreue Kandidaten überhaupt zugelassen. Wird der Favorit des „Führers“ letztlich nicht „gewählt“, antwortet die Islamische Republik mit offener Gewalt. Die Favoriten der gefälschten Präsidentenwahl von 2009 stehen bis heute unter Hausarrest – ohne Anklage, ohne Verfahren und ohne Kontakt zur Öffentlichkeit“, kritisiert die IGFM. Dabei hat der iranische Präsident nur sehr begrenzte Entscheidungsspielräume. Der eigentliche Machthaber ist der „Führer“ Ayatollah Khamenei – er ist auf Lebenszeit im Amt und wird von islamischen Geistlichen und nicht vom Volk gewählt.

Verfolgung christlicher Konvertiten
Nichtmuslime werden in der Islamischen Republik systematisch diskriminiert. Angehörigen „geschützter Religionen“ – Christen, Juden und Zoroastrier – wird ein Existenzrecht „gewährt“. Andersgläubige, Atheisten und Christen, die früher Muslime waren, sind praktisch rechtlos. Beispielhaft nennt die IGFM einen der international bekanntesten christlichen Gefangenen im Iran: Pastor Youcef Nadarkhani. Ein islamisches Revolutionsgericht verurteilte den ehemaligen Muslim im Jahr 2010 ganz offen wegen „Abfall vom Islam“ zum Tode. Nur durch internationale Proteste kam er im Jahr 2012 frei. Im Juni 2017 ist er wegen seiner erfolgreichen Gemeindearbeit zusammen mit drei weiteren Gemeindeleitern erneut verurteilt worden: zu 10 Jahren Haft und zwei Jahren Verbannung. „Nur die Aufmerksamkeit der Welt hält diese Menschen am Leben“, erklärt die IGFM.

Dazu gehört auch der Einsatz von deutschen Abgeordneten wie CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer: „Pastor Nadarkhani macht lediglich von seinem Menschenrecht auf Religionsfreiheit Gebrauch. Die Religionsfreiheit ist in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte enthalten und spielt für die CDU eine ganz besondere Rolle. Daher habe ich gerne die Patenschaft für Youcef Nadarkhani übernommen, als sie mir von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte angetragen wurde. Ich fordere die iranische Führung auf, Pastor Youcef Nadarkhani umgehend aus der Haft zu entlassen.“

Systematische Entrechtung von Frauen
Nach Ansicht der IGFM ist vielen Europäern nicht klar, in welchem Ausmaß Frauen und Mädchen nach dem islamischen Recht diskriminiert und entrechtet werden. Nach der im Iran geltenden Scharia haben Ehemänner „das Recht“, ihre Frauen auch mit Gewalt zum sexuellen Gehorsam zu zwingen. Nach dieser „Rechts“-Auffassung kann es Vergewaltigungen in der Ehe „nicht geben“. Auch häusliche Gewalt werde im Iran mit Verweis auf den Koran und islamische Überlieferungen gerechtfertigt. Der Ehemann dürfe seine Frau schlagen – wenn er „Ungehorsam fürchte“. Nach islamischem Recht stellten Schläge oder sexuelle Gewalt durch den Ehemann für die Frau auch keinen Scheidungsgrund dar. Gleichzeitig könnten muslimische Ehemänner jederzeit ihre Ehefrauen verstoßen. Komme es zum Rechtsstreit, so gelte – mit Verweis auf das islamische Recht – die Aussage einer Frau vor Gericht nur halb so viel wie die eines Mannes. In manchen Fällen wird die Aussage einer Frau überhaupt nicht zugelassen.

Besonders alarmierend ist die Verheiratung sehr junger Mädchen. Das reguläre Mindestheiratsalter für Mädchen liegt theoretisch bei 13 Jahren. Doch die Verheiratung noch jüngerer Mädchen ist nach Angaben der IGFM in der Islamischen Republik möglich und gängige Praxis. Notwendig ist lediglich der Wille des Vormundes – in der Regel des Vaters – und eine richterliche Genehmigung, die problemlos erhältlich ist.

Weitere Infos zu Menschenrechten im Iran: http://www.menschenrechte.de/iran