Kardinal Müller: Deutsche Bischöfe denken zu stark in Kategorien von Politik und Macht

Kardinal Gerhard Müller fordert in einem Interview mit der australischen Bistumszeitung „Catholic Outlook“ vom 23. Juli eine klare moralische Orientierung von der Kirche.

Er beklagte, dass die herrschende Schicht in Europa zu sehr bestimmten Ideologien anhänge, etwa der Unterstützung von Abtreibung, Euthanasie und Homo-Ehe: „Sie denken, das ist ein Fortschritt der Menschheit, aber es ist ein Rückschritt.“

Der Ex-Glaubenspräfekt antwortete auf die Frage nach der Deutschen Bischofskonferenz, die darauf dränge, dass evangelische Ehegatten in „Einzelfällen“ die Eucharistie empfangen können:

„Leider denken unsere Bischöfe mehr in den Kategorien von Politik und Macht und nicht auf der Linie der Neuevangelisierung“, erklärte Müller im englisch geführten Exklusiv-Interview.

Interkommunion sei „objektiv unmöglich“, sagte der Kurienkardinal, denn Sakramente und Kirchenzugehörigkeit könnten nicht getrennt werden.

Der vatikanische Würdenträger erklärte zudem: „Die Macht des Staates muss dem Transzendenten, dem höheren Gesetz und der Realität gegenüber verantwortlich sein.“

Bemühungen, das natürliche moralische Gesetz zu mißachten  – zum Beispiel durch Legalisierung der Abtreibung oder den Versuch, Priester zur Verletzung des Beichtgeheimnisses zu verpflichten – seien ungerecht.

Es sei für Gläubige entscheidend, der Führung des Heiligen Geistes in Demut zu folgen:

„Niemand, auch nicht der Papst und ein Konzil, hat eine direkte Verbindung zum Heiligen Geist, weil sie keine neue Offenbarung empfangen. Es gibt eine Offenbarung, die in Jesus Christus für immer gegeben ist, und deshalb ist unsere Grundlage die Heilige Schrift.“

Quelle der Zitate: https://de.catholicnewsagency.com/story/kardinal-muller-deutschland-braucht-moralische-orientierung-3492


13 Kommentare on “Kardinal Müller: Deutsche Bischöfe denken zu stark in Kategorien von Politik und Macht”

  1. Lutheraner sagt:

    Aus der Kirche austreten ist einfach, um mit dem Hochverrat der Kirchenelite zu brechen, zu bleiben als mahnende Stimme dagegen nicht! Nicht nur die katholische Kirche kann mit Pädo-Sex-Skandalen punkten, auch die evangelische Kirche, das gehört aufgearbeitet und nicht verdrängt. Wir haben es den Grünen 68er leicht gemacht, die Kirchen zu kapern, einem Bischof Bedford Strohm unsere Kirchen statt Kreuz wie in Hamburg an den totalitären Halbmond zu verraten. Wie konnte KGE in die Führung als rote unstudierte Sozialistin aufsteigen, deren Aufgabe es war, den christlichen Glauben zu missbrauchen. Was suchen die deutsche Globalisierungsbank in den EKD-Führungsebenen, die das Christentum nebst EKK verscherbeln? Die Banken haben schon längst begriffen, wie sie dank Steigbügelhalter das Christentum ausverkaufen können. Die EKD-Führungsspitze mit ihren gottlosen Pharisäern muss weg.

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Anschlag auf ägyptische Kopten-Gemeinde: Abt des Makarios-Klosters erschlagen 2. August 2018 Kairo. Christen sind derzeit die am meisten verfolgte Minderheit der Welt. Doch darüber berichten die Mainstream-Medien in aller Regel nicht. Jetzt ist es in Ägypten,…

    http://zuerst.de/2018/08/02/anschlag-auf-aegyptische-kopten-gemeinde-abt-des-makarios-klosters-erschlagen/

    Jihad Watch by Robert Spencer

    http://www.jihadwatch.org

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  3. Lutheraner sagt:

    Die christliche Religion muss sich wieder auf ihre Wurzel besinnen, dem Gottvertrauen, der Beziehung zwischen dem einzelnen Menschen zu Gott. Von daher finde ich die Aufforderung von Joseph Ratzinger, Papst Benedikt richtig, die Kirche muss sich entweltlichen. Das heißt ja nicht, dass sie mit Händen und Füßen strampelt, um sich weltlichen Existenzfragen zu verweigern, sondern Gott und den Glauben in den Mittelpunkt zu stellen und nicht im globalistischem Wahn einer Ideologie Menschen in die „Hölle“ zu verführen. Aus Nächstenliebe die Fernstenliebe zu machen gleicht dem Turmbau zu Babylon, was Gott ein Greuel ist.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      „Aus Nächstenliebe die Fernstenliebe zu machen gleicht dem Turmbau zu Babylon, was Gott ein Greuel ist.“

      Das ist Quatsch hoch zwei.

      Der Turmbau zu Babel hatte nichts mit Nächsten- oder „Fernsten“-Liebe zu tun. Derjenige, der der Hilfe bedarf und mir „quer“ kommt, ist der Nächste, Und das ist eben in der heutigen Zeit keineswegs nur der aus meinem Dorf.

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      • Lutheraner sagt:

        Herr Merl, wenn Sie so komisch plädieren, warum weigert sich dann unsere Bundesregierung, den weißen Farmern in Südafrika, die brutal abgeschlachtet werden, zu helfen und einige dürften sogar in ihrem Stammbaum deutsche Vorfahren haben, sind nicht die Fernsten, sondern unsere Nächsten, während fundamentale Muslime uns nach dem Leben trachten, und in der Bibel wird explizit davor gewarnt, die Nächsten im Stich zu lassen, wenn sie von Mörderbanden überfallen werden.
        Natürlich sind in Deutschland schon viele eingewandert, aber die waren integrierbar, Allahs Mörderbanden sind es nicht und werden sich nicht integrieren, das ist der kleine, aber sehr feine Unterschied. Außerdem ist Deutschland schon das am dichtesten besiedelte Land Europas, vielleicht sogar weltweit und unsere natürlichen Ressourcen, um die Bevölkerung zu ernähren, haben Grenzen. Wir steuern auf Verteilungskämpfe zu, und Mord und Totschlag ist nicht im Sinne eines liebenden christlichen Gottes!
        ,

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  4. Claus Stephan Merl sagt:

    Zwei Dinge fallen mir auf:

    a) Neuevangelisierung

    Nach katholischer Lehre verbirgt sich dahinter der Anspruch, Menschen zum Katholizismus zu konvertieren. Auch und gerade nicht-katholische Christen. Papst Franziskus hat dem aber nicht nur immer wieder eine Absage erteilt. Er hält auch die Missionierung von Moslems und Juden für falsch.

    b) „Niemand, auch nicht der Papst und ein Konzil, hat eine direkte Verbindung zum Heiligen Geist, weil sie keine neue Offenbarung empfangen. Es gibt eine Offenbarung, die in Jesus Christus für immer gegeben ist, und deshalb ist unsere Grundlage die Heilige Schrift.“

    Der Papst als angeblicher Stellvertreter Christi auf Erden hat also keinen direkten Draht zu Gott? Na ja, das erklärt dann vieles. Nun, bei Paulus hört sich das völlig anders an. Er spricht permanent davon, dass uns der Heilige Geist gegeben wurde, damit er uns führt u.a. wie es schon Jesus verheißen hat.

    Abgesehen davon ist erfreulich, dass sich ein führender Katholik auf die Bibel als Grundlage beruft.

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  5. Tatsächlich glimmt hier und da ein kleines Lichtlein in der modernen tief-schwarzer Dunkelheit.

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