Warum die Zelebration zu GOTT hin besser ist

Von Felizitas Küble

Als Kurienkardinal Sarah – Präfekt der Gottesdienstkongregation –  vor zwei Jahren einige liturgische Klarstellungen vornahm, war die Aufregung groß.

Der römische Würdenträger aus Afrika (siehe Foto) ermutigte die Priester, die heilige Messe „ad Deum“ (zu Gott hin) zu feiern; man spricht auch von der Zelebration „versus orientem“ (zum Osten hin) bzw. von einer Ausrichtung des Priesters „zum Altar hin“.

Die heute meistverbreitete Praxis ist hingegen jene „versus populum“ – also zum Volk hin, der Priester wendet sein Angesicht dabei der Gemeinde zu.

Manchmal hört man die Behauptung, diese neue Ausrichtung sei vom 2. Vatikanum beschlossen worden bzw. sie sei eine Vorschrift der Liturgiereform nach dem Konzil.

Diese These ist in beiden Varianten falsch. Das Vatikanische Konzil hat sich zu dieser Frage überhaupt nicht geäußert, geschweige zum Bau von „Volksaltären“ aufgefordert. Durch die Liturgiereform wurde die Ausrichtung „versus populum“ zwar erlaubt, aber nicht vorgeschrieben. Auch nach dem NOM (neuen Meßbuch) ist die frühere Zelebration zum Altare hin weiter möglich.

Es wäre auch gleichsam „verrückt“, wenn es anders wäre, denn immerhin besteht diese klassische Priester-Orient-ierung seit zweitausend Jahren, sie war schon in der frühen Kirche die übliche Gebetsausrichtung des Priesters, der Diakone, der Meßdiener – und der Gemeinde.

Wohlgemerkt: Auch die Gläubigen wandten sich gemeinsam mit dem Geistlichen „zum Altar hin“, der meist „geostet“ war, also nach Osten hin ausgerichtet. Das hatte eine symbolische Bedeutung, denn es galt das Leitwort, das bereits die alttestamentlichen Juden kannten: „Aus dem Osten kommt das Licht“. So sind die Synagogen bis heute immer geostet, damit der Schrein mit den Thorarollen „gen Osten“ steht. 

Diese Orient-tierung hat auch eine eschatologische (endzeitliche) Bedeutung und beinhaltet in zeichenhafter Weise, daß wir „dem HERRN entgegengehen“. Wir erwarten den einst wiederkommenden Christus, der für uns Gläubige das „Licht der Welt“ ist.

Obwohl das nachkonziliare neue Meßbuch also auch die frühere Zelebrationsrichtung gestattet, findet sie in der Praxis kaum noch statt  – natürlich mit Ausnahme der „alten Messe“ nach dem überlieferten Ritus, dort ist diese Meßfeier „zum Altare hin“ ohnehin selbstverständlich und verpflichtend zugleich.

BILDER: Traditionelle hl. Messe in der Kapelle von Schloß Assen beim Sommerfest 2018

Was ist nun theologisch und liturgisch besser, aber auch „pastoral“ geeigneter?

Zunächst sind folgende Fakten zu bedenken:

  1. Die Ausrichtung „ad Deum“ (zu Gott, zum Altar hin) ist die frühchristliche und seit fast zweitausend Jahren übliche Form der Zelebration. Sie besitzt somit den Vorzug des Ursprungs und der beständigen Überlieferung. Diese kommt nicht von ungefähr, sondern beruht wiederum auf theologischen Gründen.
  2. Auch die Ostkirchen – sowohl die unierten Kirchen wie die orthodoxen Konfessionen  – praktizieren diese Liturgie-Ausrichtung „ad Deum“ bis heute, ebenso die altorientalische koptische Kirche (Ägypten, Äthiopien).

Wie steht es nun mit dem Einwand, durch die neue Zelebrationsrichtung „zum Volk hin“ sei eine stärkere Gemeinsamkeit zwischen dem Priester und seiner Gemeinde erkennbar, da sie sich sozusagen „einander zuwenden“?

Der Gleichklang des Betens und Feierns besteht aber doch gerade in einer gemeinsamen (!) Gebetsrichtung, nämlich daß sowohl der Geistliche wie die Ministranten und das Kirchenvolk einmütig zum Altar hin ausgerichtet sind.

Im Mittelpunkt der heiligen Messe steht nicht der Mensch, auch nicht der Priester, sondern GOTT – und daher wenden sich  b e i d e  dem Höchsten zu, dessen Erhabenheit und Gegenwart durch den Altar versinnbildlicht wird. 

Das Mindeste ist aber ein Kreuz auf dem Altar, so daß sich Priester und Gemeinde wenigstens zu diesem Kreuz als dem symbolischen Zentrum der Feier hinwenden. Aber in vielen Kirchen finden wir kein Kreuz auf dem Volksaltar.

Die Ausrichtung „zum Altar hin“ gilt konkret für das sakramentale Meßopfer, also für die Eucharistiefeier im engen Sinne. Der Wortgottesdienst wurde auch früher größtenteils zum Volk hin vollzogen, etwa die Lesungen in deutscher Sprache oder auch die Predigt. Hier geht es nicht um Gebete, sondern um das Hören auf Gottes Wort und des Priesters Auslegung.

Somit dürfte klar sein, daß gerade die neuzeitlich so beliebte Argumentation hinsichtlich der „Gemeinschaft“ von Volk und Priester für die Zelebration zum Altare hin spricht, denn hierbei findet eine einheitliche Gebetsausrichtung statt, man schaut gemeinsam in dieselbe Richtung – nicht jedoch bei der neu-liturgischen Variante „versus populum“.

Zudem wollte man doch angeblich von der Priester-Zentrierung abkommen, also eine allzu starke Betonung des Zelebranten vermeiden, auf daß das „wandernde Gottesvolk“ nicht zu kurz komme etc.

Auch hierbei ist das Gegenteil erreicht worden: Durch die Zelebration zum Volke hin steht der Priester weitaus mehr Mittelpunkt als früher, seine Gestik ist ständig gegenwärtig, sein Gesicht unentwegt sicht-bar, was vor allem bei der heiligen Wandlung unangemessen wirkt, denn der Liturge am Altar ist lediglich Statthalter Christi, der eigentliche Opferpriester (und auch die Opfergabe selbst) ist aber unser HERR.

Die Gläubigen sollen sich nicht auf die (Privat-)Person des Priesters, sondern auf den „ewigen Hohenpriester“ konzentrieren, auf Christus also!

Dazu kommt, daß es vermutlich für die innere Sammlung und Andacht des Geistlichen auch nicht sehr förderlich ist, wenn er ständig im Blickkontakt zu seiner Gemeinde stehen muß. Nicht einmal beim Höhepunkt der heiligen Messe darf er mal kurz alleine sein, auch dort wird ihm vom Kirchenvolk ins Gesicht geschaut.

Es ist also für die Andacht und Frömmigkeit sowohl des Priesters wie der Gemeinde besser, wenn der Zelebrant zum Altare hin zelebriert!

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MiT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 

 

 


19 Kommentare on “Warum die Zelebration zu GOTT hin besser ist”

  1. Holger Jahndel sagt:

    @Claus Stephan Merl:

    >>>Oder dass niemand, auch Petrus selbst, Petrus einen Papst oder den obersten Apostel oder dergleichen nennt. Oder dass es keine Bibelstellen gibt, die eine verbindliche Liturgie vorgeben.
    Reicht das nicht aus?<<<

    In der Bibel werden die drei Apostel Petrus und Johannes und Jakobus die "Säulen des Glaubens" genannt. Ferner wird der Apostel Johannes im Neuen Testament der Bibel von Jesus Christus am Kreuz hängend mit den damals dafür gebräuchlichen jüdischen Worten zum Adoptiv-Sohn von Jesu Christi Mutter Maria gemacht. Und diese damit zu seiner Adoptiv-Mutter. Und der Apostel Johannes damit zum Adoptiv-Bruder Jesu Christi, denn er war der "Lieblingsjünger" von Jesus Christus, weil er Jesus am meisten liebte. Laut Neuem Testament der Bibel sagte Jesus Christus Johannes auch Dinge, welcher er dem Apostel Petrus ausdrücklich nicht mitteilte.
    Es gab auch die von den Kopten aus Alexandria begründete koptisch-pelagianische Johannes-Kirche nach dem Apostel Johannes auf den britischen Inseln und in der Bretagne in Frankreich und in Galizien in Spanien. Dies war das iro-keltische bzw. iro-schottische Johannes-Christentum, welche dann später mit ihren Heiligen wie St. Patrick und Johannes "Scottus" Eriugena in der römisch-katholischen Kirche nach den Aposteln Petrus und Paulus aufging.
    Es gab übrigens nicht nur ein Juden-Christentum etwa nach dem Apostel Petrus, sondern auch ein Heiden-Christentum nach den Aposteln Paulus und Johannes mit ihrer Logos-Theologie usw . Zur Verschwisterung des Christentums und seiner Theologie und Bibel mit der griechischen Philosophie siehe auch die bekannte Regensburger Rede des vorherigen Papstes Benedikt bzw. des vormaligen Kardinals Josef Ratzinger. U.a. auch zu den Unterschieden zwischen dem Christentum und dem Islam, welchem dieser Logos-Begriff im Koran gänzlich fehlt. Und damit natürlich auch die von diesem abgeleitete LOGIK als natürliche Vernunft und Ratio-nalität und auch die ebenfalls davon abgleitete ETHIK der griechischen Philosophie als vernünftige Moral und das natürliche Sittengesetz, welches der Apostel Paulus in der Bibel ausdrücklich auch den gerechten unter den Heiden als Anteil am Logos zubilligte, sofern diese eben den Gesetzen und Regeln des LOGOS gemäß vernünftig und ethisch lebten. An einer anderen Stelle der Bibel vergleicht er die Zeit der Juden unter dem mosaischen Gesetz mit der Zeit der Heiden unter den natürlichen Elementen der Welt. Der "Logos" ist bei den Stoikern wie Kleanthes, welchen der Apostel Paulus im NT auf dem Areopag in Athen zum göttlichen Logos zitiert (neben dem Stoiker Aratos, welchen er zum höchsten Gott zitiert), das universelle Weltgesetz bzw. die göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos. Albertus Magnus als Kirchenlehrer und die Heilige Hildegard von Bingen nannten ihn den "Makrokosmos", welcher dem "Mikrokosmos" Mensch gegenübersteht und mit diesem sympathisch und analog verbunden ist und in Beziehung steht. Der Heilige Thomas von Aquin als Schüler des Heiligen Albertus Magnus nannte ihn den Limbus, siehe dazu auch den katholischen Dichter Dante Alighieri auf seiner mystischen Seelenreise durchs Jenseits in seinem weltberühmten Meisterwerk "Die göttliche Komödie".
    Die ist auch der Ort, wo die "gerechten Heiden" nach ihrem Tod hingehen, es gibt dazu auch eine Stelle im Johannes-Evangelium. Der Fehler etwa des Heiligen Augustinus bestand darin, dass er trotz dieser Bibelstellen die Existenz des Limbus bezweifelte und ihn für ein Märchen der Pelagianer hielt. Dies kam u.a. auch daher, dass er bevor er Christ wurde der dualistischen Religion der Manichäer bzw. des Manichäismus nach Mani angehörte, und so etwa prägt eben das Denken und das Unterbewusstsein doch sehr stark. Aber dieser manichäische Dualismus mit seiner dualistischen entgegengesetzten Denkweise von Körper und Geist, welcher den Körper bzw. das Fleisch und die Materie als gänzlich schlecht ansieht und die materielle Welt nach Art der weltfeindlichen Gnostiker einseitig verteufelt, ist eben nicht christlich und nicht biblisch. Denn die Bibel lehrt im Neuen Testament, dass es den Logos im Sinne des Stoikers Kleanthes als "Weltseele" und "Weltvernunft" gibt, welcher als seelisch-psychische-astralische Ebene zwischen der materiellen Welt bzw. der materiellen-grobstofflichen Ebene und der geistig-spirituellen-platonischen Welt bzw. Ebene vermittelt. Zwischen Körper und Geist vermittelt die Seele bzw. auf griechisch die Psyche. Deswegen ist nicht nur die Pflege und Reinigung und Harmonisierung und Übung des Geistes so wichtig, sondern eben auch die der Seele bzw. auf griechisch Psyche.

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  2. Claus Stephan Merl sagt:

    Das Neue Testament kennt NICHT:

    a) eine verbindliche Liturgie,
    b) einen Klerus und Priester,
    c) eine Eucharistie der Art, wie sie in der römisch-katholischen Kirche gefeiert wird mit Wandlungsworten und der Notwendigkeit eines priesterlichen Zelebranten,
    d) einen Papst,
    e) ein Magisterium

    usw. usf.

    Folglich spielen auch Ausrichtungen nach Osten, eine Zelebrationsrichtung usw. usf. keine Rolle.

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    • Guten Tag,
      einfach ein paar steile Thesen aufstellen und in den Ring werfen – und das war es dann?!
      Da Ihre Behauptungen samt und sonders nicht stimmen, erübrigt sich auch Ihre „folgliche“ Schlußfolgerung.
      Ich darf Sie bitten, sich als Nichtkatholik nicht ständig teils ignorant, teils überheblich zu innerkatholischen Themen zu äußern, ohne sich darin auszukennen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      PS: Zu Ihren Behauptungen habe ich in den über vierzig Jahren journalistischer Tätigkeit reihenweise Grundsatzartikel geschrieben, die ich jetzt sicherlich nicht eigens für Sie ausgrabe oder wiederhole. Zudem ist derjenige beweispflichtig, der Behauptungen aufstellt – und nicht jener, der widerspricht.

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Meine Behauptungen stimmen nicht? Mein Beweis besteht darin, dass dann, wenn ich in einer Konkordanz die Begriffe „Liturgie, Klerus, Priester, Eucharistie, Wandlung, Papst, Magisterum“ eingebe, keine Treffer bekomme.

        Oder dass niemand, auch Petrus selbst, Petrus einen Papst oder den obersten Apostel oder dergleichen nennt. Oder dass es keine Bibelstellen gibt, die eine verbindliche Liturgie vorgeben.

        Reicht das nicht aus?

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      • Guten Tag,
        Ihr Konkordanz-Gag (noch dazu wohl eine protestantische Konkordanz) ist doch an den Haaren herbeigezogen. Das ist mir auch klar, daß dort keine typisch katholischen, noch dazub lateinischen Begriffe auftauchen – und zudem gibt es für diese Worte meist biblische Ausdrücke, die Sie dann eingeben müßten, zB. für „Eucharistie“ das Wort Herrenmahl, für Wandlung = Abendmahl, für Papst = Petrus, für Magisterium = Lehre, für Klerus = Presbyter usw.
        Natürlich ist Petrus laut NT und gemäß Christi Auftrag der Erste, die leitende Autorität unter den Aposteln, nicht einmal diese offensichtliche Tatsache wollen Sie wahrhaben. Daß in Zeiten der Verfolgung keine „verbindliche Liturgie“ schriftlich und öffentlich festgelegt wurde, versteht sich am Rande. Sie wissen nicht einmal, daß dreihundert Jahre lang die Arkandisziplin galt? Man wollte das Heilige nicht den Hunden (Heiden, Verfolgern) vorwerfen, was übrigens auch aus damaligen Märtyrerakten hervorgeht. Ihre kirchengeschichtlichen Kenntnisse erweisen sich nicht nur in diesem Fall als äußerst dürftig.
        Der Nachfolger Petri hieß übrigens Linus, dessen Nachfolger als Bischof von Rom war der hl. Klemens, der bereits den Korinthern – nicht gerade eine Gemeinde um die Ecke – seine Hirten-Ermahnungen zukommen ließ.
        Es hat aber keinen Sinn, mit Ihnen weiter zu diskutieren. Wer nicht einmal die Vorrangstellung Petri erkennen will – was sonst von Lutheranern problemlos eingeräumt wird (nur nicht dessen Nachfolgeregelung) – soll erst einmal seine freikirchliche Nase gründlicher ins NT stecken.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Liebe Frau Küble,

        das ist genau der Punkt. Da wurde und wird dann in das NT nachträglich hinein gelesen, was immer die katholische Seele sich wünscht. Ich habe tatsächlich eine Wut. Und zwar genau auf diese Usurpation des christlichen Glaubens durch die römisch-katholische Kirche.

        Natürlich hatte Petrus eine spezielle persönliche Berufung. Das habe ich nicht bestritten. Dennoch war er zu Lebzeiten – in seinen eigenen Worten – „ein Apostel“ (von mehreren). Und er wurde auch so – z.B. von Paulus – der seinem Einfluss nach wesentlich eher eine „Papstfigur“ war – behandelt. Paulus sah sich als absolut gleichberechtigt: Ihm war das Evangelium für die Heiden aufgetragen, Petrus das Evangelium für die Juden.

        Aus dieser persönlichen Berufung dann ein Amt zu schnitzen, das immer vom Bischof von Rom ausgeübt wird – das ist die Usurpation. Man weiß, dass diesem Anspruch des Bischofs von Rom lange Zeit widerstanden wurde.

        Und das ich jemand „Heiliger Vater“ nennen soll gegen das strikte Verbot Jesu, der uns nur den einen Heiligen Vater im Himmel verkündet hat, ist das Tüpfelchen auf dem i.
        Und das ist nur ein Punkt von vielen.

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      • Guten Tag,
        genau umgekehrt wird ein Schuh draus: Luther hat in das NT hineingelesen, was sich seine subjektive Seele wünschte, vor allem hinsichtlich der Rechtfertigungslehre. Deshalb hat er den Jakobusbrief als „stroherne Epistel“ abgetan und auch die Johannesoffenbarung abgewertet. Der Römerbrief war ihm wichtiger als die vier Evangelien usw. Aber wegen dieser „Usurpation“ scheint sich ihre „Wut“ nicht zu entfalten.
        Natürlich war Petrus „ein Apostel von mehreren“, aber zugleich gab ihm Christus selber den Titel „Petrus“ (Fels) mit dem Auftrag: „Weide meine Lämmer!“ – und der Verheißung: „…auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen. Dir will ich die Schlüssel des Himmelreiches geben…“ usw.
        Paulus hat sich seine Mission unter den Heidenvölkern ausdrücklich von Petrus und Jakobus, den Säulen zu Jerusalem, bestätigen lassen.
        Kein Katholik muß den Papst als „Heiligen Vater“ bezeichnen, ich tue es z.B. nicht – und noch nie hat sich katholischerseits deshalb jemand beschwert.
        Übrigens hat Christus auch erklärt, wir sollen niemanden „Lehrer“ nennen – also: Wollen Sie diesen Titel für den Pädagogenberuf auch abschaffen?!
        Oder das Wort „Vater“ für die Väter, sollen wir doch niemanden „Vater“ nennen, sondern allein den Vater im Himmel etc….
        Seien Sie wenigstens konsequent in Ihren Ausführungen!
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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    • "GsJC" sagt:

      C. S. Merl schrieb:

      „Folglich spielen auch Ausrichtungen nach Osten, eine Zelebrationsrichtung usw. usf. keine Rolle.“

      Danke!

      Das klärt selbstverständlich auch die Frage, warum Heidi Baker bodennah zelebriert, dabei häufig die Richtung wechselt und ihre liturgische Sprache schwer verständlich ist.

      Das ist die dann die gelebte und wahre Freiheit im Glauben. Da darf man zur Anbetung auch auf dem Kopf stehen, mit den Armen rudern und dabei mit den Ohren wackeln. Hauptsache diese Gebärden sind irgendwie geistgewirkt, denn wie wir von Ihnen wissen dürfen, spielen weder die „Zelebrationsrichtung“, noch das „usw., usf.“ eine Rolle.

      Dann weiterhin viel Spaß.

      MfG

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    • "GsJC" sagt:

      C. S. Merl schrieb:

      „Ich habe tatsächlich eine Wut.“

      Sie sollten auf eine „sterbende Kirche“ nicht wütend sein.

      MfG

      P.S.

      Lieber Herr Merl, irgendetwas gärt in Ihnen und Ihr neuer Glaube hat Sie davon nicht befreit!

      MfG

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    • Holger Jahndel sagt:

      Ich möchte hiermit gerne auf die Didache hinweisen, welche noch heute zum breiteren und engeren Bibel-Kanon der äthiopisch-koptischen Kirche gehört usw.

      Ferner auf die Tatsache, dass nach aktuellen Erkenntnissen auch die alte lateinische Messe bzw. tridentinische Messe schon sehr alt ist und in sehr ähnlicher überlieferter Form schon bis ins frühe Urchristentum zurückreicht, siehe dazu auch die Artikel im „Kreuzgang“-Forum und auf Kath.Net und so weiter…

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  3. Herta Hürkey sagt:

    Danke, liebe Frau Küble, für die Aufklärung! Vieles weiß man einfach nicht.—Was Kardinal
    Sarah betrifft: Er ist ein Leuchtturm in der Brandung, an dem sich viele MAINSTREAMER
    ein Beispiel nehmen sollten. Ihn schätze ich genau so wie unseren deutschen ehemaligen
    Papst Benedikt. Beide sind mutig in puncto Sexualmoral, auch wenn sie angegriffen werden.

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  4. Claus Stephan Merl sagt:

    Katholiken haben wirklich schwere Probleme. Dazu passen die sieben Worte einer sterbenden Kirche:

    Das. Haben. Wir. Schon. Immer. So. Gemacht.

    In seiner Diskussion mit der Frau am Brunnen über den Ort, an dem Gott anzubeten sei, sagt Jesus deutlich, dass es nicht um Örtlichkeiten geht. Sondern darum, den Vater im Geist und in der Wahrheit anzubeten.

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    • Guten Tag,
      als Nichtkatholik müssen Sie sich nicht so oberflächlich zu einer innerkatholischen Angelegenheit äußern. Ich habe bereits darauf hingewiesen, daß auch die Juden – bis heute – ihre Synagogen und Torarollen nach Osten ausrichten. Auch die „Orient-ierung“ zum Altar hin übernehm das junge Christentum vom Judentum.
      Zur Samariterin am Brunnen: Diese wollte wissen, wer theologisch recht hat, die im Tempel betenden Juden oder die halbheidnischen, auf „Höhen“ betenden Angehörigen ihres Volkes. Die Antwort Christi ist doch klar: „Das Heil kommt von den Juden“.
      Daß ER dabei aber vorausschaut und bereits weiß, daß der christliche Glaube nicht an die Tempelmauern gebunden ist, liegt auf der Hand. Auch richtet ER bereits seinen Blick auf Pfingsten mit der Sendung des Heiligen Geistes. Daher werden Christen „im Geist und in der Wahrheit“ anbeten.
      Das schließt aber symbolische und rituelle Gesten doch nicht aus. Altäre hatten nachweisbar schon die frühen Christen – gehen Sie mal in die Katakomben Roms!
      Was heißt hier übrigens „sterbende Kirche“? Die EKD verliert seit Jahrzehnten weitaus mehr Mitglieder – jedenfalls in Deutschland – als die Katholische Kirche.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Holger Jahndel sagt:

        In der Tat ist die traditionale alte lateinische Messe bzw. tridentinische Messe als traditionaler katholischer „Heiliger Messe aller Zeiten“ und lebendiger spiritueller Tradition nach den universellen philosophischen Gesetzmäßigkeiten des LOGOS und der Logos-Theologie und hermetischen mystisch spirituellen Symboliken gemäß aufgebaut. Wie auch die von der katholischen Kirche anerkannte alte byzantinische Messe der Orthodoxen bzw. russisch-orthodoxen Kirche. U.a. darum sind diese auch so wirksam und spirituell mächtig und wertvoll und echte christliche seelige Mystik die seelig und sogar heiligmäßig machen kann. Und eben deshalb können diese traditionelle spezielle Meßformen nicht einfach so nach Belieben in Kultus und Ritual und Ablauf und Form und Inhalt geändert werden.
        Es gab in der Geschichte des Christentums und speziell der katholischen Kirche allerdings noch weitere andere heilige Messen und Meßformen, siehe etwa die Thomas-Christen und Thomas-Kirchen Indiens nach dem Apostel Thomas und die Jakobus-Liturgie als liturgischen Schatz nach dem Apostel Jakobus und im Mittelalter etwa nach die von der Kirche anerkannten charismatischen Heilig-Geist Messen. Diese Meßform ist leider völlig in Vergessenheit geraten. Ebenso wie die damaligen mittelalterlichen Engelsmessen als Votiv-Messen.
        Es wäre eine sehr verdienstvolle Aufgabe für Theologen, diese in Vergessenheit geratenen Meßformen wiederzubeleben und wieder ins Leben zu rufen.
        Auch diese Messen sind den universellen spirituellen Gesetzmäßigkeiten gemäß aufgebaut.

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    • "GsJC" sagt:

      @ C. S. Merl

      „In seiner Diskussion mit der Frau am Brunnen über den Ort, an dem Gott anzubeten sei, sagt Jesus deutlich, dass es nicht um Örtlichkeiten geht. Sondern darum, den Vater im Geist und in der Wahrheit anzubeten.“

      Wie und wo beten Sie „den Vater im Geist und in der Wahrheit an“ und woher und seit wann wissen sie, dass es der „Vater“ ist, den Sie anbeten? Sie sollten sich nicht nur über eine „sterbende katholische Kirche“ mokieren, sondern als ehemaliger Katholik von Ihrer Heilsalternative berichten. Zeigen Sie einer „sterbenden Kirche“ den Ausweg auf, den Sie bereits gegangen sind.

      MfG

      P.S.

      Ihre Kommentare sind vor einer solch geistigen Strahl- und Leuchtkraft, dass ich sie nur noch mit Sonnenbrille lese! Mir wird immer klarer, warum Sie mit Heidi Baker sympathisieren, die sich bei der „Anbetung“ (?) auf dem Boden wälzt und wie ein Huhn gackert.

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  5. Bernhard sagt:

    Von Kardinal Sarah habe ich einen „merkwürdigen Eindruck“. Einerseits ist er natürlich für eine würdige und korrekte Feier verantwortlich. Und ich bin mir sicher, dass er persönlich auch von Herzen gläubig ist. Gleichzeitig erscheinen mir diese „Vorschläge“ oder „Bitten“ wie ein Testballon, mit dem er herausfinden wollte, wie groß seine Anhängerschaft in der Kirche ist (er hat sie nicht in einem öffentlichen Dokument formuliert, sondern in einem Interview mit irgend einer Zeitschrift). Daraus schließe ich, dass Kard. Sarah durchaus machtbewusst ist und evtl. weiter gehende Ambitionen hat.

    Zur Sache:
    Ich bin nicht gegen die Zelebration „ad orientem“ (wie könnte ich, wenn das eine zumindest 1000 Jahre alte Tradition ist). Dennoch habe ich einige Anfragen bzw. kritische Anmerkungen:

    Während der Eucharistiefeier ist Christus auf dem Altar, und nicht „irgendwo im Osten“. Deswegen sollten alle, Gläubige und Priester sich Christus zuwenden, was ja sowohl bei dem Hoch- wie dem Volksaltar gegeben ist. Auch kenne ich keinen kirchlichen Lehrsatz, dass Christus bei seiner Wiederkehr aus dem Osten kommen müsse.
    „Gott“ ist sowieso überall (bzw. wo man ihn einlässt), und auch dort ist mir keine Lehre bekannt, dass man ihn im Osten suchen müsse.
    Auch von einer Gebetsausrichtung auf das Heilige Land kann die „Ostung“ nicht herrühren, denn das liegt höchstens von Sizilien oder Andalusien aus im Osten (und nicht einmal da richtig).
    Kann es sein, dass diese Ausrichtung von irgendwelchen Sonnenkulten übernommen wurde (Kaiser Konstantin war praktisch Zeit seines Lebens ein Anhänger des „Sol invictus“)?

    Bei einem „Volksaltar“ rückt die Person des Priesters leider mehr in den Vordergrund. Bei einem Hochaltar aber hat der Priester zwangsläufig einen unverstellten Blick auf das heilige Geschehen und auf die Gaben, der gemeine Gläubige aber nicht. Steckt dahinter auch die versteckte Botschaft, dass der Gläubige weniger würdig ist ?

    Den großen Nachteil des „Volksaltars“ sehe ich darin, dass dadurch der Chorraum wie eine Bühne erscheint. Und von einer Bühne erwartet man, dass auf ihr etwas los ist. Ich bin mir relativ sicher, dass das zu der gegenwärtigen Einstellung beigetragen hat, in einem „Gottesdienst“ (von Messe spricht sowieso kaum noch jemand) müsse etwas „los“ sein, sonst werde er langweilig (die persönliche Begegnung mit Gotte bleibt da oft auch außen vor).
    Allerdings kann ich der früheren Praxis mit einem geflüsterten Hochgebet, dem die Gläubigen kaum folgen konnten, auch nicht viel abgewinnen.

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    • Guten Tag,
      die Ausrichtung nach Osten gibt es nicht nur im antiken und im späteren Kirchenbau, sondern auch im Judentum. So sind die Synagogen immer nach Osten ausgerichtet, damit der Schrein mit den Thorarollen „gen Osten“ steht. Das frühe Christentum hat dies offenbar übernommen. Zudem ist das Sprichwort „ex oriente lux“ (aus dem Osten kommt das Licht) uralt – und weil wir Christus als das Licht für die Welt ansehen, paßt die Ostung symbolisch dazu. Dazu muß man also keinen heidnischen „Sonnenkult“ bemühen, wenngleich Sie mit Ihrer Bemerkung zu Konstantin recht haben.
      Die Vorstellung, Christus komme bei seiner Wiederkunft aus dem Osten, ist natürlich kein „Lehrsatz“, sondern eine alte Überlieferung und symbolgetränkte Vorstellung, zumal das Christentum aus dem Judentum entstammt.
      Sodann geht es in diesem Artikel nur am Rande um die „Ostung“ (Orient-ierung), sondern um die Zelebration zum Altar hin, weil dies stärker die Ausrichtung auf GOTT hin verdeutlicht.
      Natürlich ist dies grundsätzlich auch bei einem Volksaltar möglich, was wir auch verdeutlicht haben mit der Empfehlung, dort sollte dann aber wenigstens ein Kreuz stehen – übrigens ein Hinweis, den vor allem Papst Benedikt immer wieder eingeschärft hat.
      Was Sie über den Volksaltar mit seiner Tendenz zum Bühnencharakter schreiben, ist sehr gut beobachtet.
      Was die „geflüsterten Hochgebete“ im alten Ritus angeht, so konnten bzw. können die Gläubigen durchaus „folgen“, nämlich mit dem Schott. Zudem können sie sich ihren eigenen Meßgebeten widmen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  6. Gerd sagt:

    Wenn ich mich mit meiner Frau unterhalte, oder mit guten Freunden und Nachbarn, wäre es extrem unhöflich und krankhaft, wenn ich ihnen dabei meinen Rücken präsentiere und in eine andere Richtung schaue.

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    • Dorrotee sagt:

      Eben, eine Messe ist keine Unterhaltung.
      Besonders die Zelebration mit anschließender Eucharistie ist ganz auf Gott hin gerichtet.
      Geheimnis des Glaubens.

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