AfD will die Wehrpflicht wieder einführen

Der stellv. AfD-Bundessprecher Georg Pazderski hat den Vorstoß merkelkritischer Unionspolitiker pro Wehrpflicht begrüßt: 

„Ob die CDU mit ihrer gegenwärtigen Führung in der Lage ist, endlich etwas auf den Weg zu bringen, was unserem Land gut tut und dem Willen der Bevölkerung entspricht, bleibt fraglich. Somit ist die AfD die einzige Partei, die uneingeschränkt für den – laut jüngster Umfragedaten erhobenen –  Willen der Mehrheit der Deutschen steht, die Wehrpflicht wieder einzuführen.

Dabei geht es uns keineswegs nur um die Sicherung des Nachwuchses für die Bundeswehr. Die Wehrpflicht ist auch ein wichtiges Instrument, die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie in Zeiten neuer Bedrohungen eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.

Und sie ist ein nicht zu unterschätzender gesellschaftlicher Faktor,  den jungen Deutschen die zunehmend verloren gegangene Erfahrung des Dienens für die Gesellschaft und damit für das eigene Land wieder nahe zu bringen.

Entsprechend halten wir an unserer Programmposition fest, freuen uns über neue Unterstützer und fordern die Union auf, den vielen Worten – mit unserer Unterstützung – nun auch Taten folgen zu lassen.“


3 Kommentare on “AfD will die Wehrpflicht wieder einführen”

  1. Ich bin gegen die Wehrpflicht. Allerdings nicht, weil ich etwas gegen Landesverteidigung hätte.

    Zwangsdienste sind nie gut. In meinem feminismuskritischen Buch hier

    http://www.verlag-natur-und.gesellschaft.de

    berichte ich auch über die Wehrpflicht/Wehrersatzdienstpflicht. Auch Frauen sollte man nicht einem wie auch immer gearteten militärischen oder zivilen Zwangsdienst unterwerfen – in der Diskussion ist sowas ja auch.

    Für das Militär eignen sich Frauen sowieso nicht, und selbst zivile Zwangsdienste können Männern und Frauen Gesundheitsschäden zufügen. Es gibt Krankheiten, die erst bei Belastung sichtbar werden, und nicht leicht nachweisbar sind. Zwangsdienstleistende werden schnell für Simulanten gehalten. Außerdem werden sie oft schlecht behandelt. Es ist nie gut, Menschen anderen Menschen auszuliefern.

    Ein Zwangsdienstleistender, der z.B. gemobbt wird, kann nicht einfach kündigen, wenn alle Stricke reißen.

    Was Wehrdienst bei Männern angeht: Da werden junge Männer (die ohnehin schon von Natur aus von vielen Menschen aufgrund unserer instinktiven Dispositionen als wenig wert empfunden werden) scharfgemacht, gedrillt und müssen die abscheulichsten Dinge über sich ergehen lassen, so z.B. das „Rotarschritual“ und andere gefährliche/entwürdigende „Initiationsriten“ (z.B. rohe Schweineleber mit Alkohol runterwürgen, eine mit Küchenabfällen gefüllte Zwiebel runterwürden, „Anpimmeln“, und andere „Praktiken“, die außerhalb der Armee als Verbrechen gelten würden, wenn dazu jemand Menschen zwingen würde).

    An der Grundausbildung sind schon Rekruten gestorben. AUCH in Deutschland.

    Zur Landesverteidigung brauchen wir eine funktionierende Armee, aber keine Wehrpflicht und auch keine Barberei bei der Armee. Für ein freiwilliges soziales/ökologisches Jahr gibt es meines Wissens nach mehr Bewerber als Stellen. Wir brauchen also keinen Zwangsdienst.

    Wir müssen auch nicht Menschen zu gehorsamen Untertanen umerziehen – darauf zielen solche Zwangsdienste auch ab, und viele Menschen befürworten sie aufgrund ihrer eigenen Hierarchietierinstinkte (Menschen sind drauf programmiert, andere kleinzuhalten), aber nicht, weil sie beurteilen könnten, ob es der Allgemeinheit etwas bringt.

    Ein Problem bei der Bundeswehr ist auch, dass dort manch einer den Alkohol kennen lernt.

    Es bringt der Allgemeinheit ebenfalls nichts, wenn Menschen ein Jahr weniger im Leben in ihrem eigentlichen Beruf arbeiten und stattdessen so einen Zwangsdienst machen. Im eigentlichen Beruf haben sie meist eine höhere Arbeitsproduktivität.

    Grenzen und öffentliche Sicherheit verteidigen? Bin ich für. Aber seit wann braucht man für solche polizeilichen Aufgaben wehrpflichtige, sehr junge Männer?

    „Die Wehrpflicht ist auch ein wichtiges Instrument, die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie in Zeiten neuer Bedrohungen eindrucksvoll unter Beweis zu stellen.“

    Eine Berufsarmee kann das genauso leisten. Der Beruf muss nur attraktiv genug sein. Im Moment hat die Bundeswehr Riesenprobleme, die mit der Wehrpflicht oder ihrem Fehlen nichts zu tun haben.

    Demokratie? Vorsicht: Zwangsdienste dienen dazu, Menschen zu gehorsamen Untertanen zu erziehen. In Diktaturen haben sie oft einen hohen Stellenwert. Denn sie dienen gerade dazu, Menschen zum Untertanen und zur Arbeitskraft umzuerziehen, und nicht zum selbstständig denkenden, hinterfragenden, begreifenden Menschen, der mitdenkt.

    Überspitzt ausgedrückt: Mit der Wehrpflicht und anderen Zwangsdiensten sind schon genug Mitbürger zum obrigkeitshörigen, arbeitssamen deutschen Schlafmichel umerzogen worden.

    „Und sie ist ein nicht zu unterschätzender gesellschaftlicher Faktor, den jungen Deutschen die zunehmend verloren gegangene Erfahrung des Dienens für die Gesellschaft und damit für das eigene Land wieder nahe zu bringen.“

    Das kann man nicht sagen, denn Menschen dienen in ihrem normalen Beruf auch der Allgemeinheit, und das meist wesentlich effizienter.

    Zwangsdienste sind schon deshalb unverhältnismäßig, weil verweigerern das Gefängnis droht. Genau deswegen können sie vom Dienstherrn drangsaliert und kaputtgemacht werden.

    Und das ist oft genug passiert.

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  2. Adolf Breitmeier sagt:

    Auch in der CDU sind solche Überlegungen laut geworden, sogar mit dem Zusatz, dass diese Pflicht auch für Frauen gelten soll.. Da sich aber jetzt die AfD dafür stark macht, dürften diese Stimmen ganz schnell verstummen. Die Idee ist für den Bürger in Uniform zu begrüßen, denn unsere jetzige ,,Söldnerarmee“ (es sind keine Söldner, aber mir fiel kein anderer Ausdruck ein) ist nicht nur zu klein und viel zu schlecht ausgestattet, es fehlt nach meiner Meinung auch das Zugehörigkeitsgefühl für das eigene Land (trifft sicher nicht für alle zu!!). Es ist halt ein Arbeitsplatz.

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