Filz und Betrug zu Lasten des Steuerzahlers

Von Klaus Moshe Pülz

Das derzeit diskutierte Thema „Kindergeld ins Ausland“ ist mir als Nahostexperten hinlänglich bekannt, auch daß staatliche Stellen im Ausland für ein Bakschisch Dokumente von nicht vorhandenen Kindern ausstellen, um diese deutschen Behörden zum Bezug von Kindergeld vorzulegen. 

Es handelt sich um einen Filz, um den deutschen Sozialstaat zu betrügen. Überhaupt ist Betrug und Korruption in der Dritten Welt gang und gäbe. Sogar in Israel wurde der wegen Korruption rechtskräftig verurteilte ehem. Innenminister und Vorsitzender der ultraorthodoxen SCHAS-Partei, Arie Deri, der drei Jahre lang inhaftiert war, von Premier Netanjahu erneut zum Innenminister ernannt.

So liegt es auf der Hand, daß dem Betrug am deutschen Steuerzahler freie Hand gelassen wird, wenn man sich nicht einmal auf behördliche Dokumente verlassen kann, wenn Bestechung dabei eine Rolle gespielt hat.

Immerhin wurde im Juni des Jahres für 268.336 Kindern, die außerhalb von Deutschland in der EU leben, Kindergeld ausgezahlt. Eine solche Handhabung gibt es weder in den USA noch in den klassischen Einwanderungsländern Australien oder Canada.

Wenn sich der Oberbürgermeister von Duisburg, Sören Link (SPD), über eine Zunahme einer Migration in das deutsche Sozialsystem beklagt, dann kann ich nur bestätigen, daß es in Duisburg Regionen gibt, wo man denkt, sich in einem arabischen Land zu befinden.

Als ich dort in der evangelischen Kirche in der Apostelstraße vor vielen Jahren eine Predigt zu halten hatte, wurde während meines Gottesdienstes der ganze Kollektenkasten gestohlen.

Daß unter diesen Umständen die EU-Kommission eine Neuregelung weiterhin ablehnt, da auch die Proportionalität der Lebenshaltungskosten in Deutschland beispielsweise in Rumänien oder Syrien nicht gegeben ist, sollte die deutschen Behörden nicht daran hindern, dem systematischen Betrug einen Riegel vorzuschieben. Dies ist die Regierung gegenüber dem deutschen Steuerzahler schuldig!

Gerade die Niederlande und Luxemburg sind sog. „Steuerparadiese“, wo Großunternehmen ihre Gewinne bunkern. Dies hat nichts mit „Generalverdacht“ zu tun, sondern mit eindeutigen Fakten, zumal die Armut in Deutschland bei Alleinerziehenden und alten Menschen rasant zunimmt.

Falls bei diesem Mißstand nicht energisch durchgegriffen wird, werden die Forderungen für Kindergeldzahlungen astronomische Höhen erreichen. Man kann dann nur noch solche Parteien wählen, die diesen kontinuierlichen Mißbrauch abstellen.

Unser Autor, der judenchristliche Publizist Klaus M. Pülz, wirkt als Schriftsteller und Prediger in Israel und Deutschland; er leitet den Verein “Zelem” (www.zelem.de) und bringt seit Jahrzehnten den “Bote Neues Israel” heraus. 

2 Kommentare on “Filz und Betrug zu Lasten des Steuerzahlers”

  1. Sokrates sagt:

    Wir feiern heute den Tag der Verfassung, für Deutschland ein paradoxer Tag. Unsere Verfassung, die zuletzt vom Volk abgestimmt wurde, wird heute 100 Jahre alt. Da lebte der alte Bismarck noch und ein französisches Gericht hat entschieden, Adolf Hitler hätte diese Verfassung nicht eigenmächtig außer Kraft setzen dürfen, das sind Tatsachen, deshalb ist man noch lange kein Reichsbürger! Durch den Krieg hat Deutschland seine Verfassung verspielt und stattdessen wurde das GG mit seinen Ewigkeitsklauseln als Behelfsverfassung von den Alliierten geschaffen. Diese hat gegenüber einer vom Volk abgestimmten Verfassung den Nachteil, dass unsere selbstherrlichen Politiker darin ihre Wünsche auch entgegen dem Volk verwirklichen und dabei hieß es in dieser gültigen GG/Verfassung, Deutschland solle sich nach der Wiedervereinigung eine Verfassung geben, damit eben Politiker den Willen des Volkes respektieren müssen. Was für ein Katzenjammer.

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    • Sokrates sagt:

      Sorry ich muss mich korrigieren, ich bin an der Schnapszahl 99 hängen geblieben, aber 1918 war sie in Arbeit und ist 1919 in Kraft getreten. Es ist schön dass die ÖR daran erinnern, doch leider hat der Krieg alles zerstört und deshalb trat das GG an seine Stelle.

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