Der Fall Kardinal McCormick, die Kirche und die Abgründe der Menschenseele

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

In einem Vorspann zu George Bernanos Buch „Die Sonne Satans“ können wir lesen: Der Autor „entwarf in seinen Romanen überwältigende Bilder von der mystischen Macht des Bösen und dem Kampf Satans mit Gott in den Abgründen der Menschenseele“.

Vor solchen Abgründen stehen wir immer neu.

BILD: Professor Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Am 27. Juli erklärte Kardinal Theodore McCormick, der frühere Erzbischof von Washington, seinen Rücktritt aus dem Kardinalskollegium.

Papst Franziskus nahm diesen an, verfügte aber gleichzeitig das Verbot jeglicher Ausübung priesterlicher Dienstämter und stellte McCormick unter Hausarrest zu einem Leben des Gebets und der Reue, bis alle gegen ihn erhobenen Anklagen geklärt sind. Sie betreffen Missbrauch von Jugendlichen, Seminaristen und Priestern über viele Jahre hinweg.

Das Doppelleben von McCormick ging inzwischen durch die Presse, was manche Katholiken aus dem Tritt gebracht hat. Das muss nicht sein.

Wer die Kirchengeschichte kennt, der weiß, dass die Aussage von Papst Paul VI. „Der Rauch Satans ist in die Kirche eingedrungen“ keine neue Erkenntnis war.

Johannes Paul II. hat dem mit der „öffentlichen Vergebensbitte“ für die Sünden der Christen Rechnung getragen. Er stieß damit nicht allseits auf Gegenliebe. Es gibt aber nichts zu vertuschen. Die Kirchengeschichte hat aber auch andere, glänzende Seiten aufzuweisen, nämlich die der Märtyrer und Heiligen.                

Das Geheimnis der Sünde, das sich hinter einem Lebensablauf wie bei McCormick verbirgt, ist das eigentlich Erschreckende. Denn die Anfänge sahen oft ganz anders und vielversprechend aus.

Manchen mag dabei – um bei einem neuzeitlichen Beispiel zu bleiben – das Leben des Gründers der „Legionäre Christi“, Marcial Maciel, in den Sinn kommen. Er hat eine Gemeinschaft gegründet, die bis heute junge Männer fasziniert. Sie steht weltweit im Einsatz für die Kirche und die Menschen und erinnert manche an die große Zeit der Jesuiten.

Wer den Gründer erlebt hat, hätte sich sein Doppelleben nicht vorstellen können, das er über Jahre geführt hat.

Es war ein stark besuchtes Treffen bei Ingolstadt, zu dem die „Legionäre Christi“ Ende der 90iger Jahre eingeladen hatten. Die Teilnehmer erlebten eine achtungsgebietende Gestalt, die konzentriert und frei zu ihnen sprach; sie hingen an seinen Lippen.

Unter Papst Benedikt XVI. kam sein Doppelleben ans Tageslicht. Benedikt XVI. verfügte mit „Null-Toleranz“ die Niederlegung all seiner Funktionen. Der Gründer der „Legionäre Christi“ verbrachte seine letzten Lebensjahre unter Hausarrest zu einem Leben des Gebets und der Buße.

Die Frage, die immer wieder auftaucht, lautet: Wie konnte das verbrecherische Verhalten über Jahre hinweg so abgeschirmt werden, dass nichts in die Öffentlichkeit drang? Es musste Komplizen und Mitwisser gegeben haben, die genau Bescheid wussten, aber ein solches Tun deckten. Wie groß war der Kreis der Wissenden?

Aber auch diese Frage ist nicht so neu. Denn auch die Jünger Jesu wussten, dass Judas, der Verwalter des Geldes, ein Dieb war. Sein Ausspruch: Wozu diese Verschwendung mit dem Nardenöl, mit dem Martha die Füße Jesu salbte, das man für mehr als 100 Denare verkaufen könnte, um das Geld den Armen zu geben, war nicht so human gemeint, wie es sich anhörte.

Die eigentliche Tragik des Judas, der seinen Meister für 30 Silberlinge verriet, war aber nicht dieses Verbrechen als solches, sondern sein fehlendes Gottvertrauen und die mangelnde Einsicht, Gott werde sogar diese Schuld vergeben, wenn er die Demut zu einer wahren Reue aufbrächte.


14 Kommentare on “Der Fall Kardinal McCormick, die Kirche und die Abgründe der Menschenseele”

  1. Schneewittchen sagt:

    Früher gab es viele Spielzeugfabrikanten, die Spielzeug herstellten, wo die Kleinsten schon spätere Berufswünsche mit Begeisterung entdecken konnten, sei es mit Bausätzen, um technische Dinge nach zu empfinden, sei es der Chemiebaukasten, der leider bald verboten wird, weil die Terrorgefahr im Land stündlich steigt oder andere nützliche Dinge, um neugierig die Welt der Erwachsenen zu ergründen.
    Die Kinder waren aktiv in ihrem Entdeckergeist, etwas neues zu schaffen und nicht in die passive Rolle von PC und Glotze abgedrängt.
    Heute jedoch werden die Kinder zu Sexualobjekten um erzogen, statt sinnvolles Spielzeug Sexköfferchen in der KITA, so dass es in einem Augsburger Kindergarten zu sexuellen Übergriffen unter Kindern kam. Immerhin wollen Zuhälter am Sexualobjekt Mensch verdienen, Pädophile ihren Spaß und die Pornoindustrie viel Geld scheffeln.
    Es ist sehr wohl ein Bildungsproblem, das Deutschland hat, statt in ein erfolgreiches Berufsleben vorbereitet zu werden ohne Zwang mit spielerischen Ehrgeiz, hat die Perversion Einzug gehalten. So sollen Kinderehen vermutlich legal werden und Kinder, die eigentlich spielen und entdecken sollten, dieser Kindheit beraubt werden. Was ist nur aus Deutschland geworden, wo einst Kinder geschützt waren und Kinder sein durften?
    Es ist ein Verbrechen und ich wünsche mir sehr, dass diese Perversen eines Tages hart zur Rechenschaft gezogen werden. Wir haben einen gravierenden moralischen Werteverfall und gelingt es uns nicht, diesen auf zu halten, enden wir wie die dritte Welt.

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  2. Claus Stephan Merl sagt:

    Liebe Frau Küble,

    Ihr Ausführungen und Ihr Link vermögen nicht nicht zu überzeugen. Ich lese da nichts von wissenschaftlich belastbaren Studien.

    Zunächst mal habe ich nicht behauptet, der Zölibat, also der Verzicht auf sexuelle Betätigung an sich, „erzeuge“ per se Pädophile. Das ist Unsinn. Der Zölibat zieht aber Homosexuelle und Pädophile an. Meine Schwägerin, die hier in Augsburg mal kath. Theologie studierte, berichtete, dass nur wenige Seminaristen in der Lage waren, normal und aufgeschlossen mit Frauen umzugehen.

    Man hört auch so gut wie nichts – also ich überhaupt nichts – davon, verheiratete evangelische Pfarrer würden Kinder missbrauchen. Von katholischen Geistlichen hört man es leider immer wieder.

    Natürlich ist das gottlob nur eine kleine Minderheit. Aber jeder Einzige ist einer zuviel.

    Biblisch gesehen ist der Pflichtzölibat – wie vieles andere in der kath. Kirche – unhaltbar. Es ist kein Thema, dass es die Gabe der Ehelosigkeit gibt. Diese wird aber nirgends in der Bibel mit der Wahrnehmung eines geistlichen Amts verknüpft.

    „Wer nach einem Aufseherdienst trachtet, der begehrt eine vortreffliche Tätigkeit. Nun muss aber ein Aufseher untadelig sein, Mann einer Frau, …“ (1. Tim. 3, 1 und 2 teilweise)

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    • Guten Tag,
      es geht in dem Link um die Äußerungen von hochrangigen Forensikern, also Wissenschaftlern. Diese müssen sich nicht auf Studien berufen, sie können von ihren eigenen jahrzehntelangen Erfahrungen in ihrem Fach ausgehen.
      Lesen Sie mal die evangelische Zeitschrift IDEA, die ich übrigens seit Jahrzehnten empfehle, deren Meldungen ich zudem öfter hier zitiere.
      Dort lesen Sie immer wieder von Fällen sexuellen Mißbrauchs oder Übergriffigkeiten durch evangelische Pastoren oder sonstige Theologen, die natürlich fast immer verheiratet sind.
      Anscheinend ist Ihnen auch entgangen, daß die meisten Mißbrauchsvorkommnisse in Familien und in der Verwandtschaft geschehen, die Täter sind mehrheitlich verheiratet.
      Erkundigen Sie sich mal in einer Beratungsstelle, zB. „Zartbitter“, rufen Sie dort an
      oder nehmen Sie wenigstens die öffentlichen Äußerungen der dortigen Leiterin zur Kenntnis: https://charismatismus.wordpress.com/2012/06/08/zartbitter-chefin-ursula-enders-sexueller-misbrauch-betrifft-beide-kirchen-gleich-stark/
      Natürlich schreibt Paulus sehr wohl, daß sich der Unverheiratete stärker um die „Sache des HERRN“ kümmern kann als der Verheiratete.
      Im übrigen haben Sie 1 Tim 3,1 mißverständlich dargelegt. Dies klingt hier so, als müsse ein Amtsträger der „Mann einer Frau“ – also verheiratet – sein. In Wirklichkeit geht es darum, daß er nur ein einziges Mal verheiratet sein darf („Mann einer Frau“, genauer: einer einzigen Frau!), also nicht mehrfach (nacheinander), was bedeutet, daß ein Witwer in diese Fall nicht nochmal heiraten darf (sonst schon).
      Genau deshalb erlaubt die orthodoxe Kirche ihren Pfarrern nach dem Tod der ersten Frau keine Heirat mehr.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Liebe Frau Küble,

        erst mal sprach ich nicht generell über Mißbrauchsfälle in Familie und Verwandtschaft. Darum geht es hier doch gar nicht. Der pauschale Verweis auf Idea hilft mir jetzt auch nicht weiter. Natürlich kann es sein, dass auch evangelische Pastoren Kinder missbrauchen. Ausschließen kann man da nichts.

        Fälle wie in Pittsburgh, aber auch anderswo, sind aber organisierte Verbrechen, die von der kirchlichen Hierarchie vertuscht wurden und keine „Einzeltäter. Das macht es besonders gravierend.

        Ich habe nicht behauptet, 1. Tim. 3,1 „gebiete“ die Heirat. Aber Paulus geht offensichtlich davon aus, dass der Gemeindeleiter/Vorsteher verheiratet ist und macht also folglich die Gabe der Ehelosigkeit NICHT zur Voraussetzung für das Amt. Und allein darum geht es. Dass Paulus in Gefahr steht, in einer gewissen Überschwänglichkeit seine Gabe zu überhöhen, ist gut sichtbar. Dennoch „kriegt“ er sich rechtzeitig „ein“ und sagt, dass natürlich jeder seiner Berufung nach leben soll.

        Aus 1. Tim. 3.1. zu schließen, Witwer dürften nicht mehr heiraten, ist natürlich falsch. Mit dem Tod eines Ehepartners ist der Ehebund aufgelöst und kann ohne Weiteres erneut geschlossen werden. Dass sich Paulus hier also auf Verwitwete bezieht, ist pure Spekulation.

        Möglicherweise war sogar Josef Witwer, als er Maria heiratete. Das wäre übrigens im katholischen Sinn, denn dann hätte Jesus Halbgeschwister aus dieser vorangegangene Ehe Josefs haben können und Maria kein weiteres Kind.

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      • Guten Tag,
        ich schrieb doch eindeutig, daß jene Bibelstelle nicht allgemein gegen eine Heirat von Witwern spricht, sondern sich speziell auf Amtsträger bezieht und daß die orthodoxe Kirche hieraus entsprechende Schlußfolgerungen gezogen hat.
        Worauf soll sich denn die Äußerung „Mann einer Frau“ sonst beziehen? Es versteht sich doch am Rande, daß von einer Mehrehe sowieso nicht die Rede sein konnte, diese gar nicht zur Diskussion stand. Das einzige, was in der Urkirche diesbezüglich debattiert wurde, war die Frage einer Witwenheirat. Übrigens gab es rigoristische Gruppen, welche grundsätzlich jede neue Eheschließung im Stand der Witwenschaft ablehnten. Diesen Standpunkt hat schon die frühe Kirche verworfen.
        Die These, der hl. Josef sei Witwer gewesen, wird eher in der östlichen Kirche vertreten, in der westlichen ist diese Meinung kirchlich erlaubt, aber wenig vertreten. Das ist aber ein anderes Kapitel.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Frau Küble,

        ganz kurz noch zu

        „Worauf soll sich denn die Äußerung „Mann einer Frau“ sonst beziehen?“

        1. Mehrehe. Das kam bei Bekehrten durchaus vor, dass sie in einer solchen Situation aufgrund ihres vorherigen Lebens steckten.

        2. Wiederheirat nach Scheidung. Auch das kam bei Bekehrten aufgrund ihres vorherigen Lebens vor.

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      • Guten Tag,
        beides wurde nach der Bekehrung kirchlich nicht erlaubt, Mehrehe schon einmal gar nicht. Wenn es vorher sündhafte Verhältnisse gab, mußten diese aufgegeben werden.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Also ich weiß nur, dass bei Bekehrungen in Afrika der Häuptling seine Frauen nicht bis auf eine verstoßen muss. Ebenso muss nicht die weitere Frau, die nach der Scheidung geheiratet wurde, verlassen werden, wenn – um das noch mal zu betonen – diese Fakten VOR der Bekehrung geschaffen wurden.

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      • Guten Tag,
        es geht hier um die frühe Kirche, die in moralischen Fragen gottlob unnachgiebig war – und nicht um Afrika heute. Übrigens akzeptiert die katholische Kirche keine Mehr-Ehe nach der Bekehrung, auch dann nicht, wenn diese vorher schon bestand.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  3. Claus Stephan Merl sagt:

    Ja, so kann man das Systemversagen in der katholischen Kirche, die ja angeblich makellos und heilig sein soll, schön reden. Die Realität sieht aber leider anders aus:

    „Missbrauch war maßlos und weit verbreitet“

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/katholische-kirche-in-pennsylvania-der-missbrauch-war-masslos-und-weitverbreitet-a-1223212.html

    Obwohl Paulus klar sagte, die Kirche solle sich nicht um das Fehlverhalten derer kümmern, die nicht zu ihr gehören, sondern in den eigenen Reihen aufräumen, wird das immer wieder in der katholischen Kirche ignoriert:

    „Ich habe euch in meinem Brief geschrieben, dass ihr nichts mit Unzüchtigen zu schaffen haben sollt. Gemeint waren damit nicht alle Unzüchtigen dieser Welt oder alle Habgierigen und Räuber und Götzendiener; sonst müsstet ihr ja aus der Welt auswandern. Nun aber habe ich euch geschrieben: Habt nichts zu schaffen mit einem, der sich Bruder nennt und dennoch Unzucht treibt, habgierig ist, Götzen verehrt, lästert, trinkt oder raubt; mit einem solchen Menschen sollt ihr auch keine Tischgemeinschaft haben. Was geht es mich denn an, die Außenstehenden zu richten? Habt ihr nicht die zu richten, die zu euch gehören? Die Außenstehenden wird Gott richten. Schafft den Übeltäter weg aus eurer Mitte!“ (1. Kor. 5, 9-13)

    Und dann wundert man sich, dass viele Menschen diese Doppelmoral nicht aushalten.

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    • Bernhard sagt:

      Natürlich… Wenn es über die katholische Kirche etwas zu lästern oder zu Fingerzeigen gibt, ist Claus Stephan Merl zur Stelle.

      Was wird in diesem Artikel „schön geredet“? Das einzige, was man so verstehen könnte, ist der Hinweis auf die außergewöhnliche Persönlichkeit Macial Marciels bzw. das Positive der von ihm gegründeten Gemeinschaft; seine Untaten werden aber weder verschwiegen noch klein geredet. Und die anderer ebenfalls nicht.

      Es stimmt, dass sexuelle Missbrauch von der Kirche oft vertuscht wurde. Und das ist auch nicht zu rechtfertigen. Angemerkt sei aber, dass die Fälle oft lange zurück liegen. Und noch vor einigen Jahrzehnten war der Umgang mit solchen Dingen grundsätzlich ein anderer, auch im nicht-kirchlichen Bereich.

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      • Claus Stephan Merl sagt:

        Ja genau, alles halb so wild, denn:

        „Angemerkt sei aber, dass die Fälle oft lange zurück liegen. Und noch vor einigen Jahrzehnten war der Umgang mit solchen Dingen grundsätzlich ein anderer, auch im nicht-kirchlichen Bereich.“

        Das aber ist nicht die Messlatte für eine Kirche, die angeblich Jesus Christus selbst gestiftet haben soll. Der Punkt, Bernhard, ist nicht nur, dass es überhaupt derart abscheuliche Taten in dieser Kirche gibt, sondern dass das auch noch von den Bischöfen u.a. vertuscht wurde, um diese Kirche zu verteidigen.

        Es wird davon ausgegangen, dass bis zu 40 % aller Priester homosexuell sind und davon wieder einige nicht davor zurückschicken, Kinder oder andere Priester sexuell zu missbrauchen. Und jetzt raten Sie mal, wieso der Priesterberuf für diese Leute so anziehend ist:

        Genau, weil der Zölibat die ideale Tarnung für die ist. Mit Frauen haben sie nichts zu tun und das andere findet sich reichlich

        https://www.welt.de/politik/ausland/article156762772/Benedikt-XVI-spricht-von-Homosexuellen-Netzwerk-im-Vatikan.html

        wie uns der hier doch so allseits geschätzte Dr. David Berger dazu berichtet:

        „Er habe mit seinem Partner in einem Dominikanerkloster auf dem Aventinshügel gewohnt, erzählte Berger kürzlich der italienischen Internetzeitung „Lettera 43“.

        „Unsere Zimmer lagen nahe beieinander, offiziell war er mein Cousin, auch wenn alle wussten, wie unsere Beziehung in Wahrheit aussah.“ Bald habe er gemerkt, dass viele so lebten, auch Priester und Bischöfe. Viele hätten ihren Sekretär, ihren Fahrer, ihren persönlichen Assistenten gehabt, „oft jung und aus Lateinamerika“.

        An den Abenden habe er die Treffpunkte der römischen Schwulenszene besucht und nicht selten Geistliche getroffen. „Ich erinnere mich gut an die Begegnungen im „Hangar“, einem Schwulenlokal nahe der Basilika Santa Maria Maggiore. Oder im Park von Monte Caprino nahe des Kapitols. Man ging hin, um Bekanntschaften zu machen oder um Sex zu haben.“ So sei er auch in eine Wohnung im Stadtviertel Monte Mario gekommen, zu der viele Geistliche einen Schlüssel besaßen – ein Liebesnest. „Es war ein Kommen und Gehen“, erinnert sich Berger. Er selbst habe dort einen Monsignore aus dem Vatikan getroffen.“

        http://www.fr.de/panorama/schwulen-lobby-im-vatikan-das-geheime-leben-der-priester-a-686718

        Ich weiß, dass nicht jeder Homosexuelle ein Kinderschänder ist, aber jeder Knabenschänder ist homosexuell. Was für eine Art Sünde sowohl das homosexuelle Tun unter Erwachsenen als auch die Schändung von Kindern ist, sollte hier nicht mehr ausgeführt werden müssen.

        So lange diese Kirche nicht unnachgiebig Homosexuelle unter ihren Priestern ausschließt und endlich den Pflichtzölibat aufhebt, wird dieses Problem weiter bestehen.

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      • Gute Tag,
        führende Forensiker haben einen Zusammenhang zwischen Zölibat und Mißbrauch zurückgewiesen, darunter der frühere SPD-Minister Prof. Dr. Christian Pfeiffer (übrigens evangelisch):
        https://charismatismus.wordpress.com/2014/02/15/fuhrende-experten-widerlegen-zusammenhang-von-zolibat-und-misbrauch/
        Auch die anderen Experten sind ebenso kompetent wie renommiert (und teils evangelisch).
        Im übrigen hat Papst Benedikt eine strikte Bestimmung erlassen, wonach Seminaristen mit einer homosexuellen Orientierung nicht zum Priester geweiht werden dürfen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Ministrant sagt:

        „Und noch vor einigen Jahrzehnten war der Umgang mit solchen Dingen grundsätzlich ein anderer, auch im nicht-kirchlichen Bereich.“

        Dann darf man auf die Bomben gespannt sein, die in Gegenden platzen werden, wo der „Herr Pfarrer“ immer noch sakrosant ist. Von Südamerika bis in osteuropäische Länder, wo man noch ordentlich gegen Homosexuelle hetzt. Es fallen ja nicht umsonst zuerst die westlichen Länder, die sich von der erbärmlichen Sexualmoral dieser sogenannten Religion so langsam abschütteln.

        „Was wird in diesem Artikel „schön geredet“?“

        Z.B. das „Es gibt aber nichts zu vertuschen.“? Um dann mit Gedöns um die Ecke zu kommen? Obwohl Missbrauch systematisch zu vertuschen versucht wurde? Und immer noch wird?

        Ich sehe da nur einen großen Scherbenhaufen, und „Gläubige“, die alles nur noch schlimmer machen.

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