Null Toleranz bei sexuellem Missbrauch

Von Dr. Markus Büning

Eines vorab: Hier schreibt ein Mensch, der seine Kirche sehr liebt. Ich stimme nicht ein in den Chor derer, die nun meinen, wegen der erneut bekannt gewordenen Missbrauchsfälle in den USA die Kirche pauschal in die Ecke der Kinderschänder stellen zu müssen. Nein, diese Kirche ist die Kirche Jesu Christi und ihre vornehmliche Sendung ist das Seelenheil aller Menschen. Hierzu hat der HERR sie mit den Gnadenmitteln ausgestattet, die den Menschen helfen, den Weg zum ewigen Heil zu finden.

Allerdings müssen wir hier folgender Tatsache ins Auge sehen: Diese Täter sind in mehrfacher Hinsicht Verbrecher. Eines der Verbrechen ist es, das Ansehen der Kirche Jesu Christi derart zu beschmutzen, dass viele Menschen gänzlich das Vertrauen in diese Institution verlieren.

Das andere Verbrechen begehen und begingen die Oberhirten, die aus einem falschen Ansinnen der Ansehensrettung diese Verbrechen vertuscht haben. Nein, diese Bischöfe gehören gnadenlos aus dem Amt entfernt, denn sie haben die Opfer über Jahrzehnte schutzlos und würdelos dastehen lassen, nur um das Image der Kirche zu retten. Für das Ansehen der Kirche hätten diese Bischöfe allerdings mehr tun können, wenn sie sofort die Dinge tatkräftig aufgeklärt hätten und die Opfer in das Zentrum ihres Bemühens gestellt hätten.

Hier schriebt aber auch einer, der selbst in den frühen achtziger Jahren Opfer eines schlimmen Missbrauchs durch einen Priester geworden ist. Es war alles nur schlimm und widerlich. Jahrelang habe ich die Dinge mit mir herumgetragen und konnte mit keinem darüber spreche.

Erst als meine Mutter Jahrzehnte später erfuhr, dass dieser Priester wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs ins Gefängnis gekommen sei, fragte sie mich besorgt, ob er mir damals auch etwas angetan hätte. Erst da konnte ich offen darüber sprechen.

Die Kirche hat mir Jahrzehnte später eine Entschädigungssumme geleistet und sich offiziell für das Fehlverhalten dieses Priesters entschuldigt. Aber die Wunden werde ich zeitlebens mit mir herumtragen müssen.

Und genau dies ist das schlimmste Verbrechen: Es werden schutzbefohlene Minderjährige in ihrer Scham verletzt, ihr Kinderglaube wird zerstört, das Vertrauen der Eltern hintergangen und in jedem dieser Kinder bleibt eine Verwundung, die man als Lebenskreuz mit sich herumtragen muss. Und dann ist es noch möglich, dass die so Verletzten ihren Glauben ganz verlieren. All dies ist dramatisch und verheerend für die Glaubwürdigkeit unserer Kirche.

Wen wundert´s vor diesem Hintergrund, das durch die neusten Dimensionen, die nun im Untersuchungsbericht aus Pennsylvania bekannt geworden sind, bei mir alte Wunden wieder aufreißen und ein gewisser Zorn über all das neu aufkommt.

Hier hilft meines Erachtens nur eines: Jedwede kirchliche Obrigkeit ist nun gefordert, ohne Schonung dieser Verbrecher die Dinge ordentlich aufarbeiten zu lassen. Diese Aufarbeitung muss von Personen geschehen, die unabhängig vom kirchlichen Apparat sind. Zudem muss die immer wieder zu erkennende Tendenz ausgemerzt werden, durch Verharmlosung diesen Verbrechen zu begegnen.

Auch im Bistum Münster, meinem Heimatbistum, sehe ich hier großen Handlungsbedarf. In jüngster Zeit gab es zwei schlimme Fälle von seelischem Missbrauch Jugendlicher durch zwei Priester, die durch permanentes Cyberstalking per Whatsapp ihre Aufdringlichkeiten an den ihnen anvertrauten Jugendlichen meinten ausleben zu müssen. Hier die Links zu den Berichten über diese schlimmen Vorfälle: https://www.sueddeutsche.de/panorama/katholische-kirche-priester-schickt-jugendlichem-tausende-whatsapp-nachrichten-1.3834774 und https://www.welt.de/vermischtes/article156239384/Pfarrer-schickt-Dauer-Messages-im-Namen-Gottes.html.

Selbst wenn in diesen Fällen nicht körperliche Gewalt ausgeübt wurde, es bleibt dabei: Hier wurden Jugendliche auf schlimmste seelische Weise durch die Distanzlosigkeit übergriffiger Priester missbraucht! Und hier muss das Bistum mit aller Härte handeln, m. E. notfalls auch mit der Entfernung solcher Priester aus ihrem Dienst, die offenkundig ihre Grenzen nicht kennen.

Eine falsch verstandene Barmherzigkeit muss hier endlich ein Ende haben! Nun geht es um die Gerechtigkeit gegenüber den Opfern und das klare Signal, dass auch in diesem Bistum solche Übergriffe überhaupt gar nicht geduldet werden. Bisher fehlt es m.E. an dieser Klarheit!

Mein dringlichster Appell geht allerdings an den obersten Hirten der Kirche:

Lieber Papst Franziskus, Sie haben sich in dem Interview des Films von Wim Wenders sehr angemessen und zutreffend zu diesem Problem geäußert: Null Toleranz gegenüber Kinderschändern! Danke dafür! Aber nun sind Sie in der Pflicht, das dort Gesagte auch durch Ihr eigenes Regierungshandeln zu bestätigen.

In Sachen „Chile“ sind die Dinge zunächst nicht gut gelaufen. Immerhin haben Sie sich für Ihr anfänglich zögerliches Verhalten entschuldigt. Nun aber muss diese Linie ohne Ansehen der Person, selbst wenn Kardinäle betroffen sind, gelten: Null Toleranz gegenüber solchen Priestern und Bischöfen! Null Toleranz, egal, wer hier gefehlt hat.

Der Bericht aus Pennsylvania nimmt auch Sie in die Pflicht! Welche Bischöfe haben hier vertuscht? Wer trägt die Verantwortung für dieses jahrzehntelange Drama schlimmster Kindesverletzungen an Leib und Seele? Bitte untersuchen Sie jeden hier verantwortlichen Bischof auf das genaueste und treffen Sie notfalls auch Entscheidungen, die hart sind. Wenn Sie hier nicht Wort halten, Heiliger Vater, dann wird das Vertrauen in unsere Kirche noch mehr erschüttert werden.

Abschließend sei aber auch eines klar und deutlich gesagt:

Die Fehler anderer Menschen in der Kirche rechtfertigen auf gar keinen Fall den Kirchenausstritt. Denn die Kirche ist der Leib Jesu Christi. Nur in ihr können wir den HERRN in seinem Wort und in den heiligen Sakramenten wirklich begegnen.

Die Kirche ist zutiefst Heilsanstalt. Zudem: Wir alle beschmutzen durch unser tägliches Fehlverhalten auch das Ansehen der Kirche, Tag für Tag. Darum haben wir auch zunächst mit uns selbst genug zu tun. Und ich gehe nach wie vor davon aus, dass die meisten Priester und Bischöfe unserer Kirche ihren Dienst im Sinne Jesu ausüben.

Wäre dem nicht so, wäre die Kirche schon längst nicht mehr da. Ich glaube – trotz aller eigenen Verletzungen – immer noch daran, dass diese Kirche die Kirche Jesu Christi ist und ermutige jeden, der sich nun überlegt, aufgrund der neusten Skandale diese zu verlassen, ihr trotz alledem treu zu bleiben.

Lasst uns gemeinsam vor allem im Gebet den HERRN darum bitten, dass diese teuflischen Umtriebe in unsere Kirche ein Ende finden. Möge der HERR selbst zum Strick greifen und wieder aufs Neue seinen Tempel reinigen (vgl. Mt 21,12ff.; Mk 11,15ff.; Lk 19,45ff. und Joh 2,13ff.).

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7 Kommentare on “Null Toleranz bei sexuellem Missbrauch”

  1. Katholik Münster sagt:

    Ein sehr guter Artikel.
    Dazu eine persönliche Erfahrung:
    Ich kann mich noch gut an die Wellen erinnern, welche die Öffentlichketismachung der Jesuiten 2010 geschlagen haben.
    Diese wurde aber eher als „Bedrohung von Aussen“ angesehen.

    Im Frühjahr 2010 wohnte ich einem geistlichen Vortrag eines Kapuziners in einem kirchlichen Haus in Münster bei.
    Dieser Kaupuziner-Pater erzählte in der Pause bei Tisch, dass auch bei den Kapuzinern (ausserhalb) „zwei Vorfälle“ aufgekommen wären. Für die Geschädigten hatte er kein Verständnis. „Warum kommen die erst nach vierzig Jahren?“ fragte der Pater aufgebracht. „Warum kommen sie erst jetzt daher? Was soll das für einen Sinn haben? Da macht mal einer im Leben etwas, was nicht korrekt ist (!) und jetzt steht er vor den Scherben seines Lebens!“.
    Dieser Pater hatte null Verständnis für die Opfer. Ich war total schockiert, die anderen am Tisch auch, u.a. eine Clemensschwester.

    Ich habe mir nie mehr einen Vortrag dieses Mannes angehört und keines seiner frommen Bücher jemals wieder gelesen.

    Zu einem anderen Teil des Artikels von Herrn Dr. Büning:
    Ich war überrascht, einen bestimmten Fall von Cyber-Stalking in diesem Artikel erwähnt zu finden, bezogen auf einen Priester, welcher noch heute Werbung und Wallfahrtsbegleitung für die Jugendwallfahrt nach Medjugorje betreibt. Er war zuletzt in einer Münsteraner Pfarrei tätig, welche passenderweise seit langem die „Madonna von Medjugorje“ als Symboldbild auf ihrer offziellen Homepage zur Schau stellt.
    Die Emails dieses Pfarrers, welcher wegen der Dauer-Emails zuvor zwei Pfarreien hatte wechseln müssen, bezogen sich nicht zuletzt auf sein Engagement für Medjugorje.
    Dies sollte als Psycho-Masche nicht unterbewertet werden! Deshalb finde ich es gut, dass es einen Link in obigem Artikel zu diesem Fall gibt. Besagter Pfarrer ist von der Bistumsleitung mittlerweile noch weiter ausgelagert worden, als Krankenhausseelsorger in der westfälischen Provinz.
    Im September wird er eine weitere Wallfahrt nach Medjurje geistlich begleiten, wie in einem Faltblatt (zu finden z.B. in der Herz-Jesu-Kirche) zu erfahren ist.

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    • Dorrotee sagt:

      @Katholik Münster
      Also diesem Priester, dem Sie dort begegnet sind, haben Sie hoffentlich Ihre Meinung der Nulltoleranz entgegengebracht. Er sagte ja: „Da macht mal einer in seinem Leben was, was nicht korrekt ist…“ Allein schon diese Verharmlosung durch das Wort „nicht korrekt“ ist fürchterlich.
      Die Täter können solche gewesen sein, welchen die Mitbrüder und Priester stillschweigend zur Seite stehen, gewollt oder ungewollt.

      Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass die Opfer solcher Taten manchmal erst später darüber reden können. Es wird ihnen ja auch bei diesen Übergriffen im Kindes- und Jugendalter unbedingtes Schweigen gesagt. Der „Befehl des Täters“ kann manchmal erst später aufgelöst werden, weil sowas am Selbstbewusstsein nagt.

      Genauso kann es bei einer Abtreibung bei der Frau zum jahrelangen Schweigen darüber kommen. Weil mit dem Freund/Mann verabredet wurde, nichts davon zu sagen, weil es für alle besser sei. Nun kommt die Generation, die die Legalisierung der Abtreibung wollte, in das Altenheim. Dort sitzen sie alleine und keiner besucht diese Frauen. Oftmals kommen denen dann diese Kinder, die nicht leben durften, wieder in den Sinn, und sie weinen bitterlich um sie.

      Passt nicht 100% zum Thema, aber Schweigen über ein schweres Unrecht kommt oft vor.

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  2. Dorrotee sagt:

    Ein hervorragender Artikel.
    Danke, dass auch Sie für die schonungslose Aufklärung und Nulltoleranz sind. Es gibt den Opfern ihre Würde wieder. Ich bewundere Sie, dass Sie den Blick auch auf das Heilige in der kath. Kirche und auf Jesus richten.
    Das wird vielen Geschädigten wohl nicht immer möglich sein.

    Ich kenne auch einen Internatsschüler, der missbraucht wurde. Es war in den 70er Jahren. Dieser hat sein Leben recht in den Griff bekommen. Die Kirche lässt er jedoch Kirche sein. Mehr nicht.

    Jesus sagt in der Bibel:
    Wehe dem, der den Kleinen etwas antut, für den wäre es besser, mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen zu werden.

    Das sagt alles aus. Die Opfer wissen, dass diese Priester einmal vor dem Gericht stehen, und mit ganzer Härte bestraft werden, wenn sie nicht wahrhaft bereuen.

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  3. Monika Medel sagt:

    Danke für diese sehr deutlichen Worte die nichts beschönigen und den mehrfachen Skandal deutlich benennen. Dennoch: Ich finde die Frage schon wichtig, wieweit dieser Horror etwas mit dem „System Römisch-Katholische Kirche“ und deren Selbstbild zu tun hat. Eine menschlich verständliche Haltung ist es ja, die ganze Verantwortung auf die Einzelnen, nun endlich auch auf die beteiligten Bischöfe, abzuwälzen. Das stimmt auch in jedem Einzelfall, jeder Täter und jeder der die Täter gedeckt hat ist dafür selbst voll verantwortlich. Aber hat das „System“ nicht doch etwas mit dem allem zu tun, hat es dem nicht den Boden bereitet? Noch etwas: Meine inzwischen verstorbene Mutter war am Boden zerstört als der Missbrauchskandal vor Jahren in Deutschland ruchbar wurde, ja, sie schämte sich zutiefst für ihre Kirche. Dabei war sie nie so naiv in jedem Priester einen Übermenschen zu vermuten, konnte über manches Menschliche und Allzumenschliche in diesen Kreisen schmunzeln. Was ihr Vertrauen anfraß, das war nicht der Einzelfall, auch nicht die Einzelfälle … Man sollte m.E. die Frage nach dem „System Kirche“ nicht für vorschnell beendet erklären, die Argumentation mit der „Heilsanstalt“ dürfte die Gräben eher vertiefen – was ist das für eine „Heilsanstalt“ die derartiges quasi serienmäßig hervorgebracht hat? Wer Fragen allzu schnell für beantwortet erklärt, der erweckt den Eindruck, dass er die Antworten bei schonungslosem Nachbohren fürchtet.3

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    • Liebe Frau Medel,
      ich wollte hier nichts „allzu schnell“ beantworten. Meine Gedanken sind zugegebenermaßen natürlich angesichts der Kürze des Textes nur „pinselstrichartig“. Der Hinweis auf die „Heilsanstalt“ sollte nur klar machen, was das eigentliche, tiefe und innere Wesen der Kirche ist. All der Schmutz und Dreck, den ihre Amtsträger – aber auch wir, zumindest ich (!) – dem mystischen Leib Christi zufügen, kann dieses innere Wesen der Kirche eben nicht zerstören. Schauen Sie bitte auf das Apostelkollegium: Jesus konnte eben nur die berufen, die vorhanden waren: schwache Menschen. Einer von diesen war der Verräter, ein anderer der Verleugner. Letzterer war sogar der erste Papst. Ich will hier nichts, aber auch gar nichts rechtfertigen. Ich will aber auch deutlich machen, wie sehr die Kirche in ihrem Kern immun gegen all dies ist. Sie ist Instrument Jesu für das Heil der Welt! Nochmals: Wir alle, auch nicht die schwachen Menschen in der Hierarchie können dies zerstören. Ich habe mich lange Zeit sehr intensiv mit dem Schicksal von Jeanne d´Arc beschäftigt. Nächstes Jahr wird eine groß angelegte Biografie von mir über sie erscheinen. Gerade diese Frau zeigt mir, wie man zu all dem Unrecht, welches einem von Klerikern zugefügt wird, zu stehen hat: Liebe weiterhin die Kirche, denn Jesus hat sie Dir geschenkt! Das war die Haltung einer Frau, die völlig unschuldig durch das Urteil von Bischöfen und Professoren der damals ach so berühmten Sorbonne auf dem Scheiterhaufen landete. Papst Benedikt XVI. hat auf diesen geheimnisvollen Zusammnehang von mystischer Dimension der Kirche und dem Fehlen einzelner Amtsräger sehr eindrucksvoll in einer Audienzansprache über Jeanne aufmerksam gemacht. Ja, gerade die in der Kirche verfolgten Heiligen (Athanasius, Jeanne d´Arc, Pater Pio, Pater Kentenich u.v.a.) zeigen uns, wie man mit diesem Umstand umzugehen hat: Bleibe weiterhin treu in der Kirche, da Du in ihr Jesus wirklich finden kannst, v.a. in der Hl. Eucharistie. Der Teufel hat gerade dort seine tiefste perfide Lust, diese Wahrheit den Menschen durch die Sünde der Amtsträger zu verdunkeln. Aber gerade die Heiligen zeigen uns, dass er diese Machet eben gerade nicht hat. Ich hoffe, Ihnen mit diesen weiteren Gedanken ein wenig geholfen zu haben und verbleibe mit guten Wünschen!
      Ihr Markus Büning

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      • Monika Medel sagt:

        Sehr geehrter Herr Dr. Büning!
        Vielen Dank für Ihre freundliche und ausführliche Antwort. Beim abermaligen Durchlesen habe ich festgestellt, dass wir eigentlich Unterschiedliches im Blick hatten: Ihnen ging es um Argumente gegen einen Kirchenaustritt. Mir ging es um die Frage, die, wie ich weiß, nicht nur meine Frage ist, ob diese schrecklichen Vorfälle nicht Symptom eines tieferliegenden Fehlers sind, ob das an sich begrüßenswerte Vorgehen von Papst Franziskus nur Symtombehandlung ist. Dabei bin ich mir bewusst, dass es darauf keine einfachen Antworten gibt.
        Stellt man sich aber diesen Fragen nicht, so kommt es zu simplifizierenden bis gehässigen Aussagen wie: „Denen geht es doch letzlich nur um ihre Macht, das ganze salbungsvolle Gerede ist doch nur Heuchelei!“ Diese sich über lange Zeit hinziehenden Missbrauchsfälle, ihre Vertuschung und der Umgang mit den Opfern haben bei vielen guten, gläubigen Menschen eine existenzielle Erschütterung und einen tiefen Vertrauensverlust ausgelöst, bei dem nun auf einmal auch sehr vieles frag-würdig geworden ist, was früher ohne weiteres übernommen wurde.
        Da erfährt man sich man sich als nicht ernst genommen, reagiert dann auch abweisend auf den Begriff der „Heilsanstalt“, im schlimmsten Fall mit „Aha, jetzt wieder die alte Nummer mit dem Seelenheil, wenn man nicht spurt – Drohbotschaft statt Frohbotschaft!“ So reagieren die Leute, das muss man doch im Auge behalten! In einem gebe ich Ihnen aber uneingeschränkt recht: Wir sollten gemeinsam den Herrn im Gebet bitten, seinen Tempel zu reinigen.

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  4. "GsJC" sagt:

    Lieber Dr. Büning,

    ich danke Ihnen von Herzen für Ihren bewegenden und bei bei allem Geschehen der wahren Kirche verbundenen Bericht.

    MfG

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