„Ihr habt meinen großen Namen mitten unter den Völkern entweiht“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Ez. 36,23-28:

So spricht der HERR: Meinen großen, bei den Völkern entweihten Namen, den ihr mitten unter ihnen entweiht habt, werde ich wieder heiligen. Und die Völker – Spruch Gottes, des HERRN – werden erkennen, dass ich der HERRN bin, wenn ich mich an euch vor ihren Augen als heilig erweise.
Ich hole euch heraus aus den Völkern, ich sammle euch aus allen Ländern und bringe euch in euer Land.
Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen.
Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch. Ich nehme das Herz von Stein aus eurer Brust und gebe euch ein Herz von Fleisch.
Ich lege meinen Geist in euch und bewirke, dass ihr meinen Gesetzen folgt und auf meine Gebote achtet und sie erfüllt.
Dann werdet ihr in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gab. Ihr werdet mein Volk sein, und ich werde euer Gott sein.
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Terroristen aus Tschetschenien werden als „russische Flüchtlinge“ verschleiert

Am gestrigen Mittwoch wurde in Berlin durch Beamte des BKA, des LKA und der GSG9 ein mutmaßlicher Terrorist aus Tschetschenien festgenommen. Magomed-Ali C steht im dringenden Verdacht, einen Terroranschlag geplant und vorbereitet zu haben.

Dazu erklärt der aus dem Landkreis Leipzig stammende AfD-Bundestagsabgeordneter Lars Herrmann:

„Glücklicherweise konnte der geplante Anschlag verhindert werden. Aber wie lange geht das noch gut?

Man kann die Asylstatistik des BAMF so oft durchblättern, wie man will, man findet nichts zu ‚geflüchteten‘ Tschetschenen. Die Auflösung ist einfach: Die sog. Flüchtlinge à la Magomed-Ali C aus Tschetschenien werden dort unter ‚Russischer Föderation‘ geführt.

In der Flüchtlingsstatistik als Russe verschleiert, handelt es sich in Wirklichkeit um nicht unerheblich viele potentielle Terroristen aus Tschetschenien. Dort unter der Flagge des „Islamischen Staates“ kampferprobt, ‚flüchten‘ diese IS-Täter vor allem auch nach Deutschland.

Bereits im Sommer 2016 meldete die Bundespolizei eine Verdreifachung von Tschetschenen, die sich über Polen nach Deutschland haben einschleusen lassen. Die Abschiebung solcher potentiellen Terroristen tendiert gegen Null. Und auch Magomed-Ali C. wird nach seiner Verurteilung weiter in Deutschland versorgt werden.“


Generalverdacht gegen die Priesterschaft?

Von Felizitas Küble

Auf Kath.net erschien heute ein Artikel des katholischen Verlegers Bernhard Meuser, wobei es teils um den von ihm mitherausgebrachten „YOUCAT for kids“ (siehe Foto) geht, teils um die kirchlichen Skandale in den USA: http://www.kath.net/news/64853

Zum einen frage ich mich schon lange, warum auch katholische Kreise zunehmend die deutsche Sprache vermeiden und aufs Englische ausweichen – und das noch dazu oft nicht einmal korrekt.

YOUCAT steht für Jugend-Katechismus – und „for Kids“ bezieht sich auf die Kinder-Ausgabe des Youcat. Allerdings heißt Kinder auf englisch „children“ und nicht „Kids“ (was vielmehr Kitzlein bzw. junge Geiß bedeutet). Also kein einziges deutsches Wort im Titel – bei einem deutschen Kinder-Katechismus erscheint mir das schon recht merkwürdig.

Sodann meldet sich Meuser zur aktuellen Mißbrauchskrise zu Wort und zieht eine grundsätzliche Schlußfolgerung: „Die Dinge müssen neu justiert werden. Die Laien müssen endlich aus ihrer religiösen Konsumentenhaltung herausspringen. Die Laien müssen übernehmen. Sonst ist es zu Ende mit katholisch.“

Zwar räumt er danach ein, auf dem Weltfamilientreffen in Dublin sei er positiven Priestergestalten begegnet, doch das ändert nichts an seiner prinzipiellen These, die ich für überzogen halte.

Sicher ist es richtig, daß die Laien aus ihrer „religiösen Konsumentenhaltung“ herausspringen sollten – wer erzählt mir das? Ich bin seit vierzig Jahren apostolatisch zugange, teils hauptamtlich (durch den KOMM-MIT-Verlag), teils ehrenamtlich (im Christoferuswerk), zudem war ich schon vorher in meiner Jugendzeit kirchlich aktiv.

Unsinnig ist aber aus meiner Sicht Meusers Aufforderung: „Die Laien müssen übernehmen. Sonst ist es zu Ende mit katholisch.“

Genau das behaupten reformkatholische Initiativen wie „Kirche von unten“ oder „Wir sind Kirche“ schon lange, indem sie ständig mehr Laien-Beteiligung forden und die Priesterstellung bzw. das „Amtspriestertum“ relativieren. 

Plötzlich kommt ein solcher Aufruf aus der sonst konservativen Kath.net-Ecke.

Doch eine derartige Reaktion auf den Mißbrauchsskandal erscheint mir überzogen. Warum? Weil damit indirekt die Priesterschaft als solche unter Generalverdacht gerät („Die Laien müssen übernehmen“).

Hat denn die Geistlichkeit allgemein versagt?

Nicht daß ich wüßte. Es handelt sich erstens bei den Kinderschändern um eine marginale Minderheit unter den Priestern, zweitens waren es überwiegend Kleriker aus homosexuellen Seilschaften, die sich schuldig machten.

Folglich geht es vor allem darum, den päderastischen Sumpf auszutrocken, auch  mit den Strafmaßnahmen des Kirchenrechts. Das hat Kardinal Leo R. Burke unlängst klargestellt: https://charismatismus.wordpress.com/2018/08/17/kardinal-burke-zu-sex-skandalen-diese-schwere-krise-trifft-das-herz-der-kirche/

Zudem liegt letztlich das Hauptversagen bei den Hirten, den Bistumshirten, Oberhirten, auch beim Obersten Hirten, dem Papst, der soeben eine Stellungnahme zur Mißbrauchskrise veröffentlicht, die nicht nur unzureichend ist, sondern das Hauptproblem verschweigt, nämlich das Treiben der Päderastenclique innerhalb des schwulen Klerus. (Es geht also um den Teil eines Teils der Geistlichkeit.)
Hieran hat ganz zu Recht der mutige US-amerikanische Bischof Robert Morlino erinnert: https://charismatismus.wordpress.com/2018/08/21/us-amerikanischer-bischof-morlino-warnt-vor-schwul-klerikaler-subkultur-in-der-kirche/

Abgesehen davon hat Christus seine Kirche auf die Apostel gegründet („apostolische Kirche“) und ihr ein sakramentales Wesen verliehen, folglich beruht sie vor allem auf dem Bischofsamt und der Priesterweihe: „Wer euch hört, der hört mich!“ – Und der Völkermissionar Paulus schrieb: „Wir ermahnen euch an Christi Statt: Laßt euch versöhnen mit Gott!“

Auch die sicherlich verheerende Mißbrauchskrise rechtfertigt es daher nicht, dieses Grundgesetz der Kirche und ihrer Priesterschaft direkt oder indirekt an den Rand zu drängen.

Kleriker aus der Hierarchie haben in der Kirchengeschichte schon oft versagt, gerade leitende Vertreter, trotzdem wurde – zu Recht – nie die „amtliche Ordnung“ infrage gestellt. Daran sollten glaubenstreue Katholiken mit guten Grund auch weiter festhalten.

 


Papst Franziskus hat den vielbeschworenen „Geruch der Schafe“ verloren

Von Thomas May

Die Papstbotschaft zum sexuellen Missbrauch vom 20. August ist in der Tat „absolut unzureichend“, wie Dr. Markus Büning schreibt, und lässt in einen tiefen Abgrund blicken. Nebenbei wird offenkundig, dass Papst Franziskus selbst den „Geruch der Schafe“ verloren hat.

Dr. Büning bemängelt: „Es [das Papstschreiben] erschöpft sich in einem weitgehenden unkonturierten ‚Pastoralsprech‘, der letztlich das Leid der Opfer und ihrer Angehörigen nicht ernst genug nimmt.“

Ja, es ist ein weitgehend schwammiges, sich am Kern des Skandals vorbeiwindendes Gefasel. Völlig unpassend ist es, ausgerechnet in diesem Zusammenhang auf die paulinische Metaphorik von den „Gliedern am Leib Christi“ zu verfallen. Welch schreckliche Erinnerungen muss das Wort „Glied“ bei Missbrauchsopfern erneut wecken!

Allein dieser Mangel an sprachlichem Feingefühl spricht für die Wahrscheinlichkeit, dass Papst Franziskus der persönliche innere Zugang zu dem, was den Opfern angetan wurde, fehlt.

Ferner beanstandet Dr. Büning: „Zudem fehlt hier ein klares HANDLUNGSkonzept: Was ist denn nun mit den Bischöfen, die gefehlt und vertuscht haben?“

Im Gegensatz zu Papst Benedikt XVI., der aktiv daranging, Missbrauchstäter und die Schuldigen, die sie deckten, aufzuspüren, und der insgesamt 800 Priester sowie monatlich zwei oder drei Bischöfe (weltweit) ihres Amtes enthob, bediente sich Franziskuks schon bisher einer rein defensiven Salami-Taktik, immer nur zuzugeben, was nicht mehr zu leugnen und zu vertuschen war (z. B. Chile).

Auch jetzt lässt er nicht erkennen, wie er den Sumpf, dessen wichtigste Protektoren in seiner nächsten Umgebung anzusiedeln sind, austrocknen möchte.

Notwendig wäre vor allem eine EXTERNE, UNABHÄNGIGE, von LAIEN geleitete Kommission, welche die Verstrickung der Kurie, ihrer Mitarbeiter und deren Verbindungen („Homo-Lobby“) untersucht und selbstverständlich den Nachfolger Petri davon nicht ausnehmen darf.

Aber wie schon bei dem gescheiterten Versuch, die dubiosen Finanzgeschäfte des Vatikans mit Hilfe eines externen Unternehmens durchleuchten zu lassen, wird auch anlässlich des jetzt erneut aufgeflammten sexuellen Missbrauchsskandals klar, dass sich der Vatikan nicht von außen in die Karten schauen lassen möchte.

Anders gesagt: Aufklärung ist unerwünscht  –  stattdessen werden zuhauf Nebelkerzen geworfen und die Aufmerksamkeit auf Nebengeleise gelenkt.

Die Vorgänge um die unterdrückten skandalösen Zustände im Priesterseminar von Tegucigalpa (Honduras), wo 48 Seminaristen (von 180) in einem offenen Brief gegen weitverbreitete homosexuelle Praxis protestierten, aber beim zuständigen Kardinal Maradiaga keine Unterstützung fanden, sondern von diesem als „Schwätzer“ abgetan wurden (http://www.kath.net/news/64599), deuten auf einen weiteren Vertuschungsversuch größeren Ausmaßes hin.

Aber Papst Franziskus hält an Kardinal Maradiaga unbeirrt fest; dieser vertritt ja seine „Linie“ und ist ihm nützlich.

Deshalb ist auch die von manchen geäußerte Sorge nicht unbegründet, dass das Oberhaupt der katholischen Kirche den aktuellen Missbrauchsskandal dazu benutzen könnte, ihm missliebige Bischöfe loszuwerden und durch seine Gefolgsleute zu ersetzen, um sein Regime zu zementieren.

Dr. Büning fordert schließlich, die Kirche müsse die Täter strafen: „Dafür hat sie ein Strafrecht!“ –  Und er ergänzt: „Tut sie dies nicht, macht sie sich noch mehr zur Komplizin unglaublicher Verbrechen.“

Diese wünschenswerte Klarheit ist heute leider selten geworden. Auch in diesem Punkt hat Papst Franziskus mit seiner Nachsicht gegenüber Missbrauchspriestern in der Vergangenheit falsche Signale gesetzt, indem er die von Benedikt XVI. verhängten Strafen abmilderte.

Der Fall des italienischen Priesters Mauro Inzoli demonstrierte das ganze Fiasko der pervertierten Barmherzigkeits-Strategie, als der Teilbegnadigte „rückfällig“ wurde und Papst Franziskus einräumen musste, dass er sich geirrt habe (vgl. http://www.kath.net/news/61060).

Es ist jedoch zu bezweifeln, dass er wirklich das Ausmaß seiner „Diktatur der Barmherzigkeit“ (Marcantonio Colonna) verstanden hat. Für jeden derzeit noch nicht entdeckten, weiterhin „aktiven“ Missbrauchspriester dürfte sie sich geradezu wie ein „Täterschutzprogramm“ lesen, das ihn entlastet und sogar ermutigen kann, sein verbrecherisches Tun fortzusetzen.

Wenn dem Menschen nicht mehr gepredigt wird, dass er im Letzten Gericht vor Gott Rechenschaft für seine (Un-)Taten ablegen muss und auch vom Allmächtigen auf ewig verworfen werden kann, sondern jeder sowieso in den Himmel kommt, ist alles einerlei.

Sexuelle und andere Missbrauchsopfer können dies nur als blanken Zynismus empfinden.

HINWEIS: Zu dem erwähnten Kardinal Maradiaga, der dem Papst nahesteht, aber gerne Kardinal Müller kritisierte, hier ein früherer Artikel im CF: https://charismatismus.wordpress.com/2014/01/20/kardinal-maradiaga-erteilt-erzbischof-gerhard-l-muller-zeitgeistigen-nachhilfeunterricht/

HIER die Stellungnahme von Bischof Morlino, der im Unterschied zum Papst eine klare Linie fährt: https://charismatismus.wordpress.com/2018/08/21/us-amerikanischer-bischof-morlino-warnt-vor-schwul-klerikaler-subkultur-in-der-kirche/