Innenminister Seehofer äußert sich zum Verhältnis von Staat und Religion

CSU-Chef Horst Seehofer (siehe Foto) will in Deutschland eine Debatte über die Religion und ihr Verhältnis zum Staat anstoßen.

In einem Gastbeitrag für die Tageszeitung „Die Welt“ sieht der Bundesinnenminister vor allem das Migrationsthema als Anlass für eine solche Diskussion: „Die Zuwanderung von Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsstaaten mit unterschiedlicher religiöser und kultureller Prägung, hat zu erheblichen Herausforderungen geführt, die auch das Verhältnis zwischen Religion und Staat betreffen.“

Trotz sinkender Mitgliederzahlen der Kirchen seit den 70er Jahren habe Religion weiterhin einen hohen Stellenwert, was die „Leidenschaftlichkeit der jüngsten Diskussion um religiöse Symbole“ gezeigt habe. 

Die Kirchen und andere Religionsgemeinschaften hätten eine wichtige Funktion und nähmen vielfältige soziale Aufgaben wahr.

Der Staat hingegen müsse ein funktionierendes Rechtssystem bereitstellen und das staatliche Gewaltmonopol konsequent ausüben. Gemäß Grundgesetz achte der Staat daher die spirituelle Autorität der Religionen, behaupte aber zugleich seine Autorität für die Regelung des Zusammenlebens.

Seehofer schreibt weiter: „Das Grundgesetz gewährt die Freiheit der Glaubenden und grenzt sie zugleich ein. Die Religionsfreiheit entbindet niemanden von der Achtung der Verfassung….Andererseits gilt aber auch, dass Religionsgemeinschaften selbstverständlich aufgrund ihres Öffentlichkeitsanspruchs das Recht haben, sich in ethischen und gesellschaftspolitischen Fragen zu äußern und sich auch entsprechend zu engagieren.“

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.csu.de/aktuell/meldungen/august-2018/reden-wir-ueber-religion/

 


6 Kommentare on “Innenminister Seehofer äußert sich zum Verhältnis von Staat und Religion”

  1. Cäsar sagt:

    Bei der Qualität der theologischen Ausbildung, wo man die Christenlehre leicht mit einer marxistischen Lehrstunde verwechseln kann und das auch noch staatlich alimentiert, wird ohne Wert auf die Qualität der Glaubensinhalte zu legen, wie auch Fördergelder für Koranschulen, wo manche Imame Hass gegen Christen und Juden predigen, kriege ich Bauchweh. Das ÖR hat ja erschreckend festgestellt, dass Allah Mohammed Gesetze für sie ausschlaggebend sind, aber nicht unsere freie Werteordnung. Also in Sachen Religion gibt es noch viele Baustellen zu meistern, um religiöse Konflikte mit den fundamentalen Islamanhängern zu meistern.

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  2. Eisenacher sagt:

    Nu ja, man hat ja schon viel kommunales Eigentum privatisiert, um die immer mehr wachsenden Kosten zu stemmen, aber sprengt man nicht die Kapazitäten, wenn wir immer mehr Stellen finanzieren, die kein Bruttoinlansprodukt erwirtschaften und damit unsere Wirtschaftskraft zu Boden ziehen? Das war ja auch der Grund, warum die DDR damals in wirtschaftliche Schieflage geraten ist durch zu viel Bürokratie. Wie viel künstliche Jobs kann sich ein Land leisten zu schaffen in einer Migrationskrise, wo bald die Wirtschaftsressourcen aufgebraucht sind?

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  3. Cäsar sagt:

    Manchmal lese ich Texte schon genau und denk mir meinen Teil dazu. Seehofer meint ja, dass wir für unser Willkommensglück, wenn ich es richtig begriffen habe, dass wir auf eine neue Rechtsordnung zusteuern. Aber Seehhofer überrascht immer wieder, ich blick da nicht mehr durch. Einmal rein in die Kartoffeln, einmal raus aus den Kartoffeln, was denn nun?

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  4. Dorrotee sagt:

    Was Seehofer da schreibt, ist doch NONSENS.
    Es ist vielleicht mit einigen Religionsgemeinschaften möglich. Evtl. die Zeugen Jehovas.
    Mit dem Islam geht es nicht. Das deutsche Grundgesetz passt schon gar nicht in deren Vorstellungen.
    Gleichberechtigung von Mann und Frau wird selbst bei moderaten Moslems in vielen Teilen nicht eingehalten.
    Der Seehofer wird immer schlimmer mit seiner treuen Merkellinie. Ich hoffe, die Wähler in Bayern merken das und geben der Partei einen Denkzettel. Aber so richtig. Erdrutschartig. Anders kapieren die es nicht.

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  5. Adolf Breitmeier sagt:

    Wenn aber nun eine ,,Religionsgemeinschaft“ ein Grundkonzept hat, das es verbietet, andere Staatsformen als die in dieser Religion vorgeschriebene zu leben, darf dann diese Religion, die das gesamte Leben ihrer Anhänger bis ins Kleinste regelt (sogar der Toilettengang ist genau vorgeschrieben) überhaupt in diesem Land existieren? Wäre man oder ist man denn dann nicht der Totengräber der eigenen Überzeugung und Lebensart? Führt man da nicht die eigenen Werte ad absurdum?
    Natürlich beziehe ich mich auf den Islam, er läßt nur die eigene Vorstellung vom Zusammenleben gelten und setzt sie – da wo er schon herrscht – auch mit aller Gewalt durch. Ob Herr Seehofer das weiß?? Die Frage ist berechtigt, denn die nahezu absolute Ignoranz ,,unserer“ Politiker in Bezug auf den Islam ist schon recht bemerkenswert. Allerdings scheint das bei den beiden ,,großen“ Kirchen im Land bedauernswerterweise nicht anders zu sein.

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