CDU-Politiker kritisieren den Begriff „Hetzjagd“ und einseitige Medienberichte

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat Teile der Berichterstattung in den Medien über Demonstrationen in Chemnitz scharf kritisiert. Er äußerte sich am 5. September im sächsischen Landtag in Dresden in einer Regierungserklärung.

Journalisten, die „sehr nah dran“ gewesen seien, hätten objektiv und konkret berichtet, sagte Kretschmer. Es habe aber verwundert, dass diejenigen, die „besonders weit weg“ waren, ein „besonders pauschales, hartes und oft falsches Urteil“ über die Stadt getroffen hätten. Kretschmer: „Es gab keinen Mob, es gab keine Hetzjagd, es gab keine Pogrome in Chemnitz.“

Das seien Worte, die das, was dort passiert sei, nicht richtig beschrieben. Die Mehrheit sei nicht ausfällig geworden. Denen, die es gewesen seien, sage man den Kampf an.

Währenddessen hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Krauß den Auftritt der Berliner Hip-Hopper K.I.Z. bei einem Konzert am 3. September in Chemnitz kritisiert. Laut einem Bericht der BILD-Zeitung sang die Band dort u.a. über die frühere „Tagesschau“-Sprecherin Eva Herman: „Eva Herman sieht mich, denkt sich: ,Was’n Deutscher!‘ Und ich gebe ihr von hinten wie ein Staffelläufer. Ich fick sie grün und blau, wie mein kunterbuntes Haus. Nich alles, was man oben reinsteckt, kommt unten wieder raus.“ 

Musikgruppen wie K.I.Z. seien keine Hilfe, wenn es um die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus geht, sagte Krauß gegenüber idea: „Solchen Gruppen sollte kein Podium geboten werden. Sie spalten die Gesellschaft – wie die Extremisten auf der rechten Seite auch.“

Er kritisierte ferner, dass Straftaten, die aus der Demonstration der Linken heraus begangen wurden, kaum thematisiert worden seien. „Ein Großteil der Medien hat hier mit unterschiedlich langen Ellen gemessen. Antifa-Straftaten wurden eher verharmlost. Doch es muss gelten: Jede Straftat, egal ob mit links- oder rechtsextremem Hintergrund, muss geächtet werden.“

Quelle und vollständiger IDEA-Text hier: https://www.idea.de/politik/detail/michael-kretschmer-es-gab-keine-hetzjagd-in-chemnitz-106474.html


7 Kommentare on “CDU-Politiker kritisieren den Begriff „Hetzjagd“ und einseitige Medienberichte”

  1. Claus Stephan Merl sagt:

    Kardinal Marx: Nationalist und katholisch sein, das geht nicht

    https://www.idea.de/frei-kirchen/detail/kardinal-marx-nationalist-und-katholisch-sein-das-geht-nicht-106019.html

    Leider ist der ganze Artikel kostenpflichtig. Aber da Frau Küble mehrfach dazu ermutigte, Idea zu lesen, wollte ich das niemanden vorenthalten.

    Die Einstellung von Marx ergibt sich für Christen unmittelbar aus dem Neuen Testament. Nationale und nationalistische Egozentrik ist genau so zu beurteilen wie individualistische Egozentrik. Dabei geht es nicht darum, für sich selbst Heilung etc. zu wünschen – das ist völlig in Ordnung – sondern sich auf Kosten Anderer Vorteile zu verschaffen oder zu erhalten.

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  2. Claus Stephan Merl sagt:

    Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Thomas Sternberg, bewertet die AfD als offen rechtsradikal und ruft dazu auf, sie nicht zu wählen.

    https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/katholiken-praesident-afd-ist-rechtsradikal-57135344.bild.html

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  3. Claus Stephan Merl sagt:

    Maaßen, der Beschützer und Förderer der AfD (vgl. Franziska Schreiber auf Seite 169 ihres Buches „Inside AfD“) handelte vielleicht auf Anweisung Seehofers und behauptet Dinge, die er nicht beweisen kann. Er belegt nicht, warum ein spezielles Video gefälscht sein soll. Der Generalstaatsanwalt in Dresden widerspricht der Darstellung Maaßens. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass das Video ein Fake sein könne, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein.

    Bei diesem Sachverhalt muss Maaßen eigentlich sofort entlassen werden. Aber sein oberster Dienstherr, Innenminister Horst Seehofer, wird sich dagegen sträuben.

    Seehofer schießt mit der Formulierung „MUTTER des Konflikts“ auf Merkel. Jeder andere Minister, der sich so verhält, wäre längst entlassen worden. Merkel muss aber derzeit den endgültigen Bruch zwischen CDU und CSU vermeiden. Wenn nach der Bayernwahl die CSU auf 35 % oder weniger abgerutscht ist, weil die CSU versucht, die böse Sprache der AfD zu übernehmen, ist Seehofer allerdings fällig und die CSU wird mit den Grünen in Bayern regieren, um auch dort den Genderismus energisch voran zu bringen, wie das bei der CDU unter Bouffier in Hessen bereits läuft. Und unter Kretschmann und Strobl von der CDU in BW sowieso. Ebenso in Schleswig-Holstein unter Günther.

    Kretschmar möchte verständlicherweise seine Sachsen vom Generalverdacht des Rechtsrucks frei halten und sorgt sich um das Wahlergebnis der CDU bei der Sachsenwahl. Er bagatellisiert deshalb die Vorkommnisse in Chemnitz.

    Es ist wie vor 1933: Die sog. „bürgerlichen Parteien“ verhalten sich rein opportunistisch. Entweder lassen sie sich von den Linken übernehmen oder sie bereiten den Rechtsextremen den Weg. Wieder nichts aus der Geschichte gelernt. Und hinterher will es wieder keiner gewusst oder geahnt haben.

    Und das ganze Chaos haben letztlich diejenigen verursacht, die AfD wählen. Eine Partei, die nur ein Thema hat, dafür aber null Kompetenz.

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  4. Anonymous sagt:

    Bluttat in Chemnitz

    Verfassungsschutz-Chef widerspricht Kanzlerin:

    Hetzjagd-Video eine „gezielte Falschinformation“?

    https://www.focus.de/politik/deutschland/bluttat-in-chemnitz-verfassungsschutz-chef-widerspricht-kanzlerin-hetzjagd-video-eine-gezielte-falschinformation_id_9547143.html

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Maaßen belegt nicht, warum ein spezielles Video gefälscht sein soll. Der Generalstaatsanwalt in Dresden widerspricht der Darstellung Maaßens. Es gebe keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass das Video ein Fake sein könne, sagte Oberstaatsanwalt Wolfgang Klein.

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  5. Jutta sagt:

    Der Mord ist schrecklich.
    Auch die beiden Männer, die schwer mit Messern angegriffen und verletzt wurden und im Krankenhaus liegen. Furchtbar!
    Anschließende Demos sind nicht zu verurteilen.

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