Ein Irrweg vom Regen in die Traufe: Wenn ehem. Esoteriker zur Charismatik überlaufen

Von Felizitas Küble

Seit Jahrzehnten melden sich bei mir Betroffene aus der Charismatischen Bewegung, die allmählich diese schwarmgeistige Problematik erkannt haben und aus dieser Szene aussteigen wollen oder es bereits geschafft haben, aber in ihrem schweren Schritt gerne noch ermutigt und bestärkt werden möchten.
.
Nicht wenige dieser Gläubigen waren zunächst in die Esoterik bzw. in okkulte Praktiken verstrickt. Doch als sie diesen Irrweg erkannten, fanden sie leider nicht  – wie es wünschenswert wäre – den Weg in eine bodenständige, kirchlich-nüchterne Frömmigkeit, sondern landeten erst einmal in der Charismatik – und damit kamen sie vom Regen in die Traufe.
.
Warum?
Weil bei der Esoterik doch in der Regel einigermaßen klar sein dürfte, daß es sich nicht um eine christliche Lösung für Lebensprobleme handeln kann.
Hingegen präsentiert sich der charismatische Enthusiasmus als ganz besonders fromme, vom Heiligen Geist erfüllte und geprägte Bewegung. Von daher ist die Gefahr der Selbsttäuschung und der „spirituellen“ Verblendung noch viel größer als innerhalb der (nicht-christlichen!) Esoterik.
.
Dazu kommt, daß sich diese „charismatischen“ Personen oft für ganz besonders geistbegabt halten, was häufig zur Folge hat, daß sie für (selbst)kritische Gedanken nicht mehr aufgeschlossen sind.
.
Zu diesem Spektrum gehören auch die Anti-Esoterik-Bücher von Pater Clemens Pilar aus Wien.
Wohlgemerkt: Mir muß keiner erzählen, wie problematisch Yoga, Reiki, sonstige fernöstliche Praktiken, New Age oder okkulte Vorgänge sind. Darüber schreibe ich selber seit Jahrzehnten kritische Texte, z.B. bereits in den 80er Jahren im Jugendkalender KOMM-MIT.
.
Aber ich sehe die Lösung aus solchen Irrwegen eben nicht im Schwarmglauben, sondern in einer besonnenen, nüchternen Frömmigkeit, die sich an der Heiligen Schrift, den hl. Sakramenten und dem dogmatischen Glauben der Kirche orientiert – und nicht etwa an angeblichen Marienerscheinungen (noch dazu kirchlich nicht anerkannten!), diesen oder jenen Visionen oder „Sehern“ oder an vermeintlichen „Heilungspriestern“, „Befreiungsgebetlern“, charismatischen Wundertätern und-so-weiter.
.
Auch Pater Pilar gehört zu jenen, die zwar in ihren Büchern – mit Recht – vor der Esoterik warnen, zugleich aber z.B. den Unfug von Medjugorje gutheißen und zudem (was noch bedenklicher ist!) ihre Leser in schwarmgeistige Gefilde führen, so etwa erkennbar in seinem Buch „Esoterik und christlicher Glaube“ (siehe Foto).
Hier meine schon im Jahr 2011 veröffentlichte Kritik an Pater Pilars diesbezüglichen Schriften: https://charismatismus.wordpress.com/2011/07/10/pater-clemens-pilar-und-seine-anti-esoterischen-bucher/
.
Zu diesem irrgeistigen Weg, der vom Regen in die Traufe führt, gehört zum Beispiel auch das Buch von Margarete Armstorfer „Der Weg meiner Bekehrung“.
(Hier gibt es online eine Kurzfassung: .http://www.theologisches.info/BekehrtvonReiki_Armstorfer.pdf)
.
Die Verfasserin warnt zwar sehr eindringlich vor den esoterischen Abgründen – und dies aus eigener leidvoller Erfahrung. Dabei beruft sie sich auch auf den erwähnten Pater Pilar, bei dem sie in die Seelsorge ging.
Leider ist auch sie  – wie so viele –   über Medjugorje in der Charismatik gelandet, empfiehlt schwarmgeistige indische und sonstige „Heilungsprediger“, ist aber gleichwohl (und auch das ist typisch) davon überzeugt, selber über die „Unterscheidung der Geister“ zu verfügen, weshalb sie schreibt:
„Sehr dankbar bin ich auch für das Gnadengeschenk der Unterscheidung der Geister. In den letzten Jahren besuchten mein Mann und ich regelmäßig Exerzitien. Gemeinsam für Ehepaare oder auch getrennt voneinander, mit Priestern von uns, mit Pfarrer Albert Frank aus Luxemburg und mit Pater James Manjackal aus Indien.“
.
Ausgerechnet Pater Manjackal, vor dessen charismatischer Tätigkeit hier im CF schon längst gewarnt wurde: https://charismatismus.wordpress.com/2012/06/08/pater-james-manjackal-und-seine-pfingstlichen-erleuchtungen/
.
Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

22 Kommentare on “Ein Irrweg vom Regen in die Traufe: Wenn ehem. Esoteriker zur Charismatik überlaufen”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Die Quellenwerke der Religionen der Welt: Judentum

    http://www.hagalil.com/2010/11/quellen/

    Eros und Kabalah: Die Vereinigung des Heiligen mit der Gegenwart

    http://www.hagalil.com/2011/12/eros/

    Sohar – Schriften aus dem Buch des Glanzes

    http://www.hagalil.com/2012/07/sohar/

    Ez Chajim: Der Baum des Lebens

    http://www.hagalil.com/2011/01/baum-des-lebens/

    Liken

  2. Holger Jahndel sagt:

    Bund katholischer Ärzte, siehe auch zu Yoga usw.:

    https://www.bkae.org/index.php?id=701

    Ist Yoga gefährlich?

    Lieber Arztkollege und Besucher*,

    in unserer Rubrik „besondere Therapieformen“ geben wir einige kurze, spezielle Informationen zu drängenden Fragen aus ärztlich-christlicher Sicht:

    Ist Yoga gefährlich?

    Nachstehend die detaillierte Frage und drei interssante Antworten.

    Yoga in der Schule?

    Besorgte Eltern haben sich an uns gewandt.
    Es geht um das Ziel, mit dem Thema „Yoga im Schulunterricht“ korrekt um zu gehen.

    Grund:
    Eine Arztkollegin aus Oberbayern ist sehr besorgt wegen einer Schülerin
    (12 J.) aus Niederbayern, die eine Psychose (Schlafstörungen) entwickelt hat:

    Sie wurde gezwungen, beim wöchentlichen Sportunterricht (2 Stunden) in der katholischen Realschule an einer Schulstunde ‚Yoga für Schüler‘ teilzunehmen.

    Sie und Ihre Mutter befürchten, unchristlich indoktriniert zu werden und damit vielleicht den Glauben zu verlieren.

    (Religionslehrer, Pfarrrer, Schuldirektor etc. sind in dieser Sache nicht ansprechbar, die Eltern befürchten Repressalien, wenn protestiert wird.)

    Fragen an Fachleute

    a) – Wie sehen Sie das Thema „Yoga“ für praktizierende Christen?

    – Eine Gefahr? Inwiefern?

    – Finger weg oder nicht so schlimm (nur eine Entspannungsübung)?

    b) – Ist Yoga offizieller Bestandteil des Lehrplanes?

    – Gibt es für Christen positive Seiten von Yoga?

    c) – Wie können wir der Schülerin und deren Eltern helfen?

    – Soll man das Kind von solch einer Art von Sportunterreicht befreien lassen?

    – Oder soll man eher mit der Mutter sprechen und dafür sorgen, daß das Kind nicht falsch erzogen und vielleicht durch das ungesund gläubige Elternhaus falsch indoktriniert wird?

    – Also: Beruhigung von Eltern und Kind?

    – Gibt es konfessionelle Unterschiede und Besonderheiten?

    https://www.bkae.org/

    Liken

  3. 10. Juli 2018 | Bibellehre und Auslegung, Klartext
    Sollen Christen den Sabbat halten?

    Rudolf Ebertshäuser

    Immer wieder erhalte ich Anfragen von Christen, die verunsichert sind, ob sie das Gebot des Sabbats halten sollen. An dieser Stelle möchte ich einmal kurz darlegen, weshalb ich glaube, daß es für uns Christusgläubige nicht nur unnötig, sondern geradezu falsch ist, den Sabbat zu halten.

    https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/07/sollen-christen-den-sabbat-halten/

    Liken

  4. Hanna Böker sagt:

    Wie kommen Sie dazu, die charismatische bewegu g als esoterisch zu verteufeln? Was trauen sie Gott zu?. Anscheinend jedenfalls nicht die Kraft zur totalen Veränderung. Gott hat seinen Sohn genau dafür geschickt alles neu zu machen, das können tausende Christen bekennen.

    Liken

    • Claus Stephan Merl sagt:

      Liebe Frau Böker,

      Sie haben zwar völlig Recht. Aber Frau Küble wettert seit Jahrzehnten gegen „die Charismatik“. und wird sich davon nicht mehr abbringen lassen, wenn Gott in seiner großen Gnade nicht noch ein Wunder tut. Jeder, der sich aber UNVOREINGENOMMEN mit dem auseinander setzt, was „charismatisch“ bedeutet, wie eindeutig biblisch es ist, nach den Charismen des Heiligen Geistes zu streben und sie zum Wohl der Kirche zu leben, kann bei dieser „Karikatur“, die uns Frau Küble vor Augen stellt, nur mit dem Kopf schütteln.

      Natürlich gibt es im Charismatischen und bei Pfingstlern auch Müll. Das ist nicht verwunderlich, denn der Feind versucht, das zu zerstören, was Gott tut. Es gibt nur Falschgeld, weil es echtes Geld gibt. Gott lässt das zu – wie er ja überhaupt Sünde zulässt – aber er schenkt denen, die sich davon nicht abschrecken lassen, die Gabe der Unterscheidung der Geister.

      Schon die Formulierung, wonach Esoteriker zur Charismatik „überlaufen“ würden, ist nicht nur geringschätzig, sondern offenbart tiefste Unkenntnis dessen, was überhaupt vorgeht.

      Meine Bekehrung zu Jesus Christus war geprägt von übernatürlichem Wirken des Heiligen Geistes. Ich hatte zuvor mit Esoterik nichts zu tun. Zwei kleine Beispiele:

      a) Nach meiner Lebensübergabe – die für sich gesehen schon von einer Reihe übernatürlicher Umstände maßgeblich „begleitet“ war – habe ich – damals noch katholisch – bei einem älteren Priester, dessen Begeisterung für Jesus so anders war als alles, was ich je im Katholischen erlebt habe, eine Art „Generalbeichte“ abgelegt. Es war ein Gespräch, nicht im Dunkeln in einer Kabine, sondern von Angesicht zu Angesicht. Eine dicke fette Sünde betraf mein Verhalten gegenüber einer ehemaligen Freundin, die ich zu diesem Zeitpunkt schon Jahre nicht mehr gesehen und gesprochen hatte. Am nächsten Tag rief sie mich völlig überraschend an und bat mich unter Tränen um Vergebung für ihr Fehlverhalten mir gegenüber. Sie habe in der Nacht eine fast wörtliche Aufforderung dazu vernommen, die sie nicht mehr abschütteln konnte. Dabei ist sie wahrscheinlich bis heute nicht Christin. Natürlich habe auch ich Sie um Vergebung gebeten.

      Einmal fuhr ich ins Allgäu zu meiner Mutter mit dem Auto. Ich sang Loblieder zu Gott einfach so, als ich plötzlich innerlich hörte, dass mir in ein paar Minuten ein Fahrzeug auf meiner Fahrbahn entgegen kommen würde. Das hielt ich für seltsam, aber ich würde ja sehen, ob das etwas zu bedeuten hätte. Und tatsächlich, ca. 5 – 10 Minuten später scherte aus einer entgegen kommenden Kolonne ein alter Mercedes aus und begann damit, alle zu überholen und kam mir frontal entgegen. Ich war total ruhig, weil ich vorbereitet und in Gottes Vorsorge geborgen war. Ich musste mein Fahrzeug bis zum Stillstand auf dem Pannenstreifen abbremsen, um den Zusammenstoß zu verhindern. Und er pfiff trotzdem nur wenige Zentimeter an mir vorbei.

      Wie oft hatte ich schon Eindrücke, Worte für Menschen, die ich nicht kannte und die in deren Lebenssituation ins Schwarze trafen. Auch das Sprachengebet hilft mir oft weiter, wenn ich nicht mehr weiß, wie ich in rechter Weise beten soll.

      Und so weiter und so weiter und so weiter. Ich könnte abendfüllend davon erzählen. Nur allein die Geschichte, wie Gott zu mir und meiner Frau gesprochen hat, bevor wir geheiratet haben. Sorry, mein Beitrag wird zu lang. Aber ich bin so begeistert von meinem Gott.

      Jesus Christus lebt und ist aktiv an meinem Leben beteiligt durch seine Charismen. Und das kann man persönlich erfahren und weitergeben.

      Wer mit offenen Augen die Evangelien und die Apostelgeschichte liest, der wird bemerken, dass dann, wenn man alle übernatürlichen Vorkommnisse und Ausübungen von Charismen streicht, keine schlüssige Geschichte mehr übrig bleibt und auch vom Umfang her nicht mehr viel übrig bleibt.

      Und so ist es in unserem Leben auch. Ohne die Wunder, die Jesus damals auf Erden tat und die wir seither in seinem Namen tun sollen, kann dieses Regierungsprogramm von Jesus Christus nicht umgesetzt werden:

      „Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf, um zu lesen. Da wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und als er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht (Jesaja 61,1-2): »Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat und gesandt, zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen sollen, und die Zerschlagenen zu entlassen in die Freiheit und zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.« Und als er das Buch zutat, gab er’s dem Diener und setzte sich. Und aller Augen in der Synagoge sahen auf ihn. Und er fing an, zu ihnen zu reden: Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.“ (Lukas 4, 16-21)

      Und bevor ich mir jetzt den Einwand anhören muss, es ginge ja um Liebe und nicht um Wunder:

      Ja, natürlich geht es im Endeffekt darum, zu lieben. Völlig richtig. Aber das beinhaltet halt auch Gehorsam gegenüber Jesus und seinem Auftrag. Und dieser wiederum beinhaltet das Streben nach und Ausleben von Charismen und das übernatürliche Wandeln im Geist.

      „Charismatisch“ zu sein bedeutet deshalb für mich ganz einfach, das Leben zu leben, das Gott in mir, für mich und durch mich für andere Menschen vorgesehen hat. Nämlich natürlich übernatürlich zu leben. Und das steht auch nicht in Konkurrenz zu Nüchternheit und dazu, auch die natürlichen Gaben zur Freude Gottes zu gebrauchen. Überhaupt nicht.

      Das musste jetzt mal sein.

      Liken

      • Ingrid Maria sagt:

        „Das überzeugt mich jetzt gar nicht…. Da frage ich doch schon mal nach…und so weiter und so weiter…..und bevor ich mir anhören muss….sorry mein Beitrag wird zu lang.“- alles in diesem Stil.
        Gibt es noch andere Leser, welche von diesen „abendfüllenden“ Selbstbespiegelungen dieses Kommentators ebenso genervt sind? Ich beginne zu begreifen, warum nicht mehr alle seine Kommentare von der Redaktion freigeschaltet werden.
        Sorry – das musste jetzt echt mal sein.

        Liken

      • Claus Stephan Merl sagt:

        Hallo Ingrid Maria,

        haben Sie INHALTLICH zum Thema auch was beizutragen oder erschöpfen Sie sich in Stilkritik?

        Liken

      • Ingrid Maria sagt:

        Sie gehen nur scheinbar auf Frau Böker ein mit „zwar völlig Recht“ und einem“Aber…“

        Dann ergehen Sie sich in Allgemeinheiten und schwupps sind sie bei ihrem Thema, welches die letzten 2 Drittel des Textes ausmacht: Sie Selbst.

        Wer weiss aus welchem ungefähr – plötzlich kommen Sie wieder dazu von Sich zu erzählen in allen Einzelheiten.
        Mit Frau Böker, welche Ihnen nach „zwar völlig Recht“ hat, hat das jetzt nichts mehr zu tun.
        Nochmals in ihrem Bericht nebenbei eine ehemalige Freundin mit einer „dicken fetten“ Sünde in Beziehung zu bringen (wir sollen wohl raten was das ist) hat wohl eher den Zweck Ihre eigene Lebenschau besser dastehen zulassen. Auf andere Zeigen gehört sich nicht. Und wenn es Ihnen selbst auffällt dass sie zu viel von sich erzählen kommt ein „sorry mein Betrag wird zu lang aber ich bin so begeistert von meinem Gott“.

        Der Schluss: Sorry, das musste mal sein

        Da „frage ich doch ganz schlicht einmal nach“: Musste das sein?!

        Es hat weder mit dem obigen Artikel noch mit dem Kommentar von Frau Böker zu tun. Sie waren kein Esoteriker der konvertiert ist zur Charismatik, das hat doch auch niemand behauptet.
        Ihren eigenen Weg zur Charismatik will hier eigentlich keiner genau wissen oder davon hören- zumindet passt das jetzt nicht zum Thema. Sie hängen sich da an und erzählen nur von sich. Tun sie das gerne, nimmt ihnen keiner übel, aber an anderer Stelle. Nich einfach an Kommentare anhängen, und dann nur von sich privat erzählen was das Thema sprengt.. Das ist nicht so gut.
        Ob diese Frau Böker das alles so genau über Sie wissen wollte, halte ich für fraglich.

        Liken

      • Tirschenreuth sagt:

        Sehr geehrter Herr Merl,
        Sie benutzen ein Bibelzitat aus dem Neuen Testament als Argument und schieben noch hinterher, es ginge um „Liebe“, was ich jetzt nicht daraus lesen kann. Sie gehen auf einen scheinbaren Widerspruch gegen sich selbst ein und weiter gehts: Von Liebe machen Sie einen Übergang zu Gehorsam – der sieht bei Ihnen so aus, der Gehorsam: Das Streben nach übernatürlichen Geistesgaben.
        Nach Ihnen liegt das Streben nach übernatürlichen Geistesgaben im Auftrage Jesu. Bezeichnenderweise sagen Sie, das Streichen von übernatürlichen Ereignissen und Charismen im Neuen Testament liesse keine schlüssige, zusammenhängende Geschichte mehr übrig. Ja, freilich, wenn man seinen Glauben nur auf Wunder ausrichten will. Die Reden Jesu sind dann eben weniger interessant, viel zu theologisch…wenn es ohne Wunder daherkommt…..
        Sie haben Jesu Gehorsam gegenüber seinem Vater, seinen Gehorsam und seine Demut im Leiden ausgelassen. Das gehört nicht zu ihrer „schlüssigen Geschichte“, dort hat das tiefe Leid, in das Jesus für uns hinabgestiegen ist, keinen Platz. Das „Regierungsprogramm“ Jesus können wir Ihnen nach nur umsetzen, in dem wir wie er Wunder tun, in seinem Auftrag? Sollen wir das tun bis zu seiner Wiederkunft? Steht sonst nichts zu lesen über die Zeit vor der Wiederkunft Jesu Christi?
        Das Kreuz hat in ihrem Gottesbild keinen Rang. Es zählt das Halluja, das „ich bin so begeistert von meinem Gott“ und das „abendfüllende“ Erzählen von den eigenen, als übernatürlich vermuteten Fähigkeiten.
        Ja, wer da ein Leid ertragen muss, im Gebet Geduld und Hoffen übt, und manchmal verzweifeln mag. Wir wird auf solche niedergedrückten Menschen <ihre überschwengliche Halleluja Religion wirken? Wenn Sie Ihre übernatürlicher Charismen preisen? Ist ein solches Glaubensbild im Leben tragfähig?
        Die Aufzählung der Ihnen verliehen Geistesgaben klingt wenig bescheiden.
        Aber gerade in der charismatischen Szene fehlt die Bescheidenheit auffallend. Hier wird Gott und die eigenen verliehenen Gaben gepriesen. Eine sehr gefährliche Überwertigkeit wird hier gepflegt.

        Liken

  5. Das ist so nicht immer richtig. Der Prophet Daniel im Alten Testament der Bibel wurde vom persischen König zum obersten der sterndeutenden Magier-Priester der persisch-medischen monotheistischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier nach dem Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster gemacht. Und in deren Religion gab es im religiösen sakralen Kontext und Rahmen auch magische Rituale zu religiösen Zwecken und auch praktischem Nutzen, dies war die sakrale priesterliche Magie und Mystik der hieratischen hermetischen Propheten- und Mysterien-Tradition. (siehe dazu auch die „Magoi“ bzw. „Magier“-Priester bzw. auf Griechisch Magi, von denen das Wort „Magie“ ursprünglich herstammt, in der zarathustrischen bzw. zoroastrischen persisch-medischen monotheistischen Religion und Moses, welcher laut Neuem Testament der Bibel und Alten Testament „in alle Weisheit der Ägypter unterrichtet war“, als Wissende der priesterlichen Weisheitslehren und Weisheitstraditionen und Mysterien-Traditionen – siehe ferner auch den Propheten Henoch und die Henoch-Bücher und jüdische Merkabah-Mystik bzw. Thronwagen-Mystik als Prophetenlehre der göttlichen Geheimnisse).
    Der Prophet Daniel prophezeite das Kommen des auch von den monotheistischen persisch-medischen Zarathustriern bzw. Zoroastriern mit ihren sterndeutenden Magier-Priestern als „Magoi“ oder auch „Magi“ (auf Griechisch) erwarteten göttlichen Erlösers als „Menschensohn“.
    Die „Magoi aus dem Osten“ im Neuen Testament der Bibel erfüllten diese Prophezeiung des Propheten Daniel aus dem Alten Testament der Bibel und huldigten Jesus Christus als göttlichen Erlöser und spirituellen König des neuen Äons, denn er war gleichzeitig sowohl der prophezeite und verheißene jüdische Messias als auch der erwartete göttliche Erlöser der monotheistischen persisch-medischen Religion des Zarathustrismus bzw. Zoroastrismus nach dem Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster. Und verwendete den Titel „Menschensohn“ im Neuen Testament auch selbst. Auch die monotheistische Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier führte wie auch die Propheten-Lehre des Judentums mit ihrer Merkabah- bzw. Thronwagen-Mystik zum göttlichen Erlöser und jüdischen Messias Jesus Christus bzw. ist so gesehen ein Vorläufer des Christentums.

    Liken

    • Schon Manetho (ca. 300 v.u.Z.), ein ägyptischer Priester der die ägyptische Geschichte auf griechisch niederschrieb und Jamblichus von Chalkis, ein neuplatonischer syrischer Philosoph (ca. 240-325 nach Christus) erwähnen einen Hermes Trismegistos, der angeblich 3226 Jahre regierte und stolze 36`525 mystische, magische und astrologische Bücher über die Gesetze der Natur hinterlassen haben soll.

      Nachfolgend beschreibt der römische Philosoph, Jurist und Staatsmann Cicero (106 – 43 v.u.Z.) in seinem Werk „Über die Natur der Götter – De natura Deorum“ (III, 22, 56) fünf Götter und Heroen namens Hermes. Der letzte in der Reihe sei der legendäre Ägypter Hermes Trismegistos gewesen.

      „Den fünften verehren die Pheneaten und er gilt als derjenige, welcher der Sage nach den Argus getötet hat, deshalb nach Ägypten floh und den Ägyptern ihre Gesetze gegeben und sie die Buchstabenschrift gelehrt hat. Die Ägypter nennen ihn Theuth, und mit demselben Namen wird bei ihnen auch der erste Monat des Jahres benannt.“

      Der christliche Kirchenvater Clemens von Alexandrien (150 – 215) berichtet in den Stromata (VI, 4, 35-38) von 42 philosophischen und medizinischen Büchern, die er bei einer feierlichen Prozession hat umhertragen sehen und die von ihm für den ägyptischen Tempeldienst angeblich als unentbehrlich bezeichnet wurden.

      Als „Bücher“ müssen hier aber im antiken Sinne wohl einzelne Hauptabschnitte oder Kapitel eines grösseren Werkes verstanden werden. Leider sind die Bücher, die Clemens anscheinend noch genau kannte, verloren gegangen, seufz…

      Ein anderer Kirchenvater Tertullian (150 – 230) erwähnt Hermes Trismegistos lobend und nennt ihn den Lehrmeister aller Naturforscher und Laktanz (250 – 325) betont die Übereinstimmungen der hermetischen Theologie mit den Lehren des Christentums.

      Der arabische Gelehrte und Astronom Albuzar (787 – 886) erzählt die Legende vom ersten Hermes, der noch vor der Sintflut das Urwissen der Menschheit niedergeschrieben, vom zweiten, der es nach der Flut wiederbelebt und dem dritten, der alchemistische Werke verfasst habe.

      Von all den oben erwähnten Schriften, die Hermes Trismegistos zugeschrieben werden, sind uns letztendlich jedoch nur eine kümmerliche Anzahl von Schriften überliefert worden.

      Diese sind das Corpus Hermeticum, der Asklepios-Dialog, sowie die Tabula Smaragdina Hermetis, die einen besonders grossen Einfluss auf die Alchemie ausgeübt hat.

      Erwähnenswert mögen an dieser Stelle noch das astralmagische Picatrix „Das Pechschwarze“ (Ghayat Al-Hakim – „Das Ziel des Weisen“), deren Hauptgegenstand die Astrologie und die Talismanologie ist, sowie das in neuerer Zeit entstandene Kybalion sein, die sich an die drei oben erwähnten Basiswerke anlehnen.

      (Das Piatrix wurde übrigens ca. 1000 n.u.Z. in arabischer Sprache verfasst und 1256 für den castilianischen König Alfonso den Weisen in die lateinische Sprache übersetzt.)

      Wie dem auch sei, ein griechisches Manuskript des Corpus Hermeticum, eines der wichtigsten Basiswerke der hermetischen Schriften, wurde jedenfalls 1460 von einem Mönch in Mazedonien entdeckt und nachfolgend nach Florenz spediert. Dort wurde es anschliessend von dem Florentiner Humanist Marsilius Ficinus (1433 – 1499) im Auftrag von Cosimos di Medici 1463 ins Lateinische übersetzt und erstmals unter dem Titel „Mercurii Trismegisti liber de potestate et sapientia die“ (Das Buch des Hermes Trismegistos über die Macht und Weisheit Gottes) gedruckt.

      Bei religiösen Sinnsuchern und mystisch Begeisterten der damaligen Zeitepoche fiel diese Schrift nun auf äusserst fruchtbaren Boden.

      So betrachtet der deutsche Mystiker Sebastian Franck (1499 – 1542) die hermetischen Schriften als den biblischen ebenbürtig. Später wirbt der französische Staatsmann und Theologe Philippe de Mornay (1549 – 1623), ein Anhänger der Reformation, mit den Lehren des Hermes für religiöse Toleranz.

      In der dem Mediziner, Alchemisten und Philosophen Paracelsus (Theophratus Bombastus von Hohenheim, 1493 – 1541) zugeschriebenen „Aurora Philosophorum“ (Morgenrot der Weisen) wird die arabische Hermeslegende aufgenommen und die Anhänger des Paracelsus erklären ihn sogar zum „zweiten (oder deutschen) Hermes“, der die Urweisheit wiederbelebt habe.

      Das äthiopische Henoch-Buch, aus welchem der Apostel Paulus im Neuen Testament der Bibel im Judas-Brief auszugsweise zitiert und welches noch heute zum breiteren und engeren Bibel-Kanon der Kopten Äthiopiens mit der Tewahedo-Kirche gehört – das äthiopische Buch-Henoch zählt zur Henoch-Literatur und der jüdischen Merkabah- bzw. Thronwagen-Mystik und der jüdisch kabbalistischen Mystik der Kabbalah und Hekhaloth-Literatur – sie wird auf den Propheten Henoch und Abraham als Quellen zurückgeführt, Abraham soll bei seinem Aufenthalt in Ägypten auch die ägyptischen Priester im Buch Raziel lesen gelassen haben, welches er aus Ur mitbrachte und welches auf den Propheten Henoch zurückgeht – als die wahre Propheten-Lehre und Mystik und Ur-Kabbalah usw.

      https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84thiopisches_Henochbuch

      Verschiedene Arten des Betens

      https://www.pravda-tv.com/2018/04/von-der-kirche-unterdruecktes-wissen-altes-manuskript-besagt-menschen-haben-uebernatuerliche-kraefte/

      Die erstaunliche Wirkung des Betens

      Die Wüste von New Mexico – seit vielen Monaten ist kein Tropfen Regen gefallen. Pflanzen, Tiere und Menschen dürstet es nach dem erlösenden Nass, aber am Himmel zeigt sich nicht die kleinste Wolke, kein Anzeichen des sehnlich erwarteten Niederschlags.

      In einem Steinkreis inmitten des wilden Salbei steht David, Angehöriger eines hiesigen Indianerstammes. Er hat das Medizinrad, diesen heiligen Ort seines Volkes aufgesucht, um eine Zeremonie abzuhalten. Mit bloßen Füßen steht er im heißen Wüstensand, seine Augen sind geschlossen.

      Was genau David tut ist für seinen Begleiter Gregg Braden nicht zu erkennen, denn es geschieht ohne Worte: David betet Regen! Nein, hier fehlt kein Wort, David bittet nicht um oder für etwas – er selbst wird zu seinem Gebet. Wenn wir erleben könnten, was David in diesem Moment erlebt, dann würden wir klatschnass bis auf die Haut und mit den Füßen knöcheltief im Schlamm inmitten eines gewaltigen Wolkenbruchs stehen!

      Dieser Art zu beten ist der amerikanische Forscher und spirituelle Lehrer Gregg Braden auf der Spur und hat an diesem Tag in der Wüste eindrucksvoll erfahren, wie wirksam sie ist: Schon wenige Stunden später fällt tatsächlich endlich der bitternötige Regen auf das ausgetrocknete Land.

      Was genau ist hier passiert? Wie funktioniert diese „fünfte Gebetsform“, die Gregg Braden in seinem neuen Buch „Der Jesaja Effekt“ beschreibt? Um zu verstehen, was das Neue an der Art des Betens ist, die Braden anhand alter vorchristlicher Schriften entwickelt hat, werfen wir einen Blick darauf, was Beten eigentlich für uns heute bedeutet.

      Beten ist ein universelles menschliches Bedürfnis, das in allen Zeiten und Kulturen einen wichtigen Platz einnimmt. Es dient dem Menschen seit er denken kann als Möglichkeit der Kommunikation mit der Schöpfung und gibt ihm die Gewissheit, ein Teil davon zu sein. Beten erleichtert das Herz, tröstet bei Kummer und beruhigt in Zeiten innerer Aufruhr.

      Indem wir uns vertrauensvoll an Gott wenden (manche sagen vielleicht lieber Kosmos, Das Eine, Schöpfung oder Großer Geist), öffnen wir Herz und Seele in einer Weise, die im Umgang mit anderen Menschen nur selten so gelingt. Wer regelmäßig betet, fühlt sich gesehen und verstanden und wird auch schwierige Situation besser meistern können.

      Man kann vier verschiedene Arten des Betens unterscheiden:

      Im umgangssprachlichen Gebet finden wir unsere eigenen Worte, um sozusagen “aus dem Bauch heraus” unser aktuelles Bedürfnis nach Hilfe, Danksagung oder Erleichterung auszudrücken. Anlass für das bittende Gebet sind oft tiefere Probleme wie eine schwere Krankheit, Einsamkeit oder ein schmerzhafter Verlust. Wir wenden uns an eine höhere Instanz, weil wir mit unserem Latein am Ende sind. Wenn alle weltlichen Mittel versagt haben, soll die göttliche Macht aus reiner Gnade Heilung bringen.

      Als rituelles Gebet bezeichnet man die zahlreichen bereits vorformulierten Gebete, die auswendig gelernt und seit Generationen in immer der gleichen Form bei verschiedenen Anlässen gesprochen werden. Da sich die Worte seit Jahrhunderten kaum verändert haben, hapert es bei dieser Form des Betens oft am inhaltlichen Verständnis.

      Das meditative Gebet kommt ohne Worte aus. Schweigend nehmen wir Kontakt auf zu den schöpferischen Kräften in unserer Welt und in unserem Körper. Die Meditation geht über das hinaus, was üblicherweise als Gebet bezeichnet wird, denn hier wird im glücklichsten Fall die Trennung zwischen physischer und nicht-physischer Welt überwunden.

      Natürlich wünscht sich jeder, der betet, auch erhört zu werden. Wir möchten erleben, dass unsere Gebete eine Wirkung haben und sich etwas in unserer Lebenswirklichkeit verändert. Leider ist das oft genug nicht der Fall und wir geben uns damit zufrieden, uns wenigstens einmal ausgesprochen zu haben. Langfristigen und dauerhaften Verbesserungen auf persönlicher oder gar weltweiter Ebene allein durch Beten halten wir schlichtweg für utopisch (Russische Heilweisen: Mit geistigen Technologien die Selbstheilungskräfte aktivieren (Videos)).

      Unsere Erziehung zum rationalen Denken macht es schwer, diese Möglichkeit überhaupt ins Auge zu fassen. Gleichzeitig ist nicht zu übersehen, dass spirituelle Themen und religiöse Praktiken wieder gesellschaftsfähig werden. Auch das Beten findet nicht mehr ausschließlich im privaten Kämmerlein oder im Schoß der Kirche statt. Die regelmäßigen Leipziger Friedensgebete 1989 sind ein gutes Beispiel dafür, wie sich durch das gemeinsame Beten ein neues Bewusstsein einstellen konnte, das die äußeren Umstände tatsächlich verändert hat.

      Dass unsere Gebete so oft nicht den gewünschten Erfolg haben liegt nicht daran, dass wir etwas falsch machten oder nicht genug glaubten. Gregg Braden ist bei seiner Forschung auf ein uraltes Wissen der Prophezeiungen und des Gebets gestoßen, das verloren gegangen ist und uns jetzt für eine effektive Technologie des Betens fehlt. In den alten Kulturen Chinas, in tibetischen Klöstern und auch in den Stammestraditionen nordamerikanischer Indianer existiert diese Wissen bis heute – in Davids „Regen beten“ hat es sich gezeigt. Gregg Braden hat die alten Schriften der Essener vom Toten Meer studiert, die etwa 500 Jahre vor Christus entstanden sind.

      Besonders die Schriftrolle des Propheten Jesaja hat ihn zu aufregenden Entdeckungen geführt: Die Aussagen über die Zukunft der Menschheit sind wahrscheinlich über viele Jahrhunderte hinweg falsch interpretiert worden. Nach der neuen Deutung von Gregg Braden ist das, was uns erwartet, nicht das Werk eines mehr oder weniger gnädigen Schicksals, sondern Folge von bewussten Entscheidungen! Auch die Quantenwissenschaft, auf die sich Braden dabei bezieht, hat erkannt, dass unsere Zukunft in Form von unzähligen Möglichkeiten bereits angelegt ist. Welche Möglichkeit Realität wird liegt daran, welche Wahl wir treffen – und das Werkzeug unserer Entscheidung ist das Gebet.

      Die fünfte Art des Betens

      Wenn wir auf die bekannte Weise beten, dann erkennen wir bestimmte Umstände in unserem Leben als problematisch und bitten um göttliches Eingreifen, damit sich etwas ändert. Gregg Braden nennt diese Art zu beten „auf Logik gegründet“. Die von ihm entwickelte fünfte Gebetsform ist hingegen „auf Gefühl gegründet“ und mutet geradezu revolutionär an:

      Wir bitten nicht länger darum, dass unsere Gebete erhört werden, sondern wir sehen unsere Vorstellung als bereits verwirklicht an – wir fühlen uns so, als sei unser Gebet bereits erhört worden! Wenn wir auf diese Weise beten, ist das ein aktiver Entscheidungsprozess: Wir wählen aus den latent vorhandenen Möglichkeiten diejenige aus, die Zukunft werden soll. Welch machtvolle Vorstellung! Aber wie geht das genau?

      Das Instrument zur Veränderung ist das Gefühl. Schon die alten Essener haben gewusst, dass die Welt um uns herum Gefühle und Empfindungen widerspiegelt, die wir in uns tragen, Es ist bekannt, dass Gefühle als feinstoffliche Energie unser Immunsystem beeinflussen und seit Albert Einstein wissen wir, dass jegliche Materie im Grunde Energie ist.

      Quantenphysiker haben die Wechselwirkungen verschiedene Energien beobachtet und erkannt, dass sogar ihre eigenen Gefühle während eines Experiments dessen Ergebnis verändern können. Diese Einflüsse dehnen sich auf die Welt um uns herum aus. Genau das passiert auch beim Beten! Unsere Gefühle sind es, die den Kontakt zur Schöpfung herstellen und die Intensität unserer Bitte, unseres Wunsches vermitteln.

      In seinen Seminaren hat Gregg Braden herausgefunden, welche Anteile in uns eigentlich aktiv sind, wenn wir beten. Da ist zuerst mal der Gedanke (die Idee, die Zielvorstellung, der Wunsch) den wir zum Ausdruck bringen wollen. Der Gedanke braucht einen antreibenden Motor, der ihm Kraft verleiht, die gesteckten Ziele anzustreben. Diese Energiequelle ist die Emotion, ein Zustand, der auf einer Skala zwischen Liebe und Angst angesiedelt ist.

      Die jeweilige Emotion bestimmt das Motiv unseres Gebets. Man kann sie auch als das Verlangen beschreiben, mit dem unsere Vorstellungskraft nach einer Lösung sucht. Aus der Verbindung von Gedanke und Emotion entsteht das Gefühl. Wenn uns diese drei Anteile des Gebets vollkommen bewusst sind, können wir eine wahrhaft kraftvolle Vision entwickeln, die als eine Veränderung unserer Realität Gestalt annehmen kann. In den Schriften der Essener heißt es: „Wenn diese drei zu Eins werden, dann kannst du zum Berg sagen, bewege dich fort, und der Berg wird sich fort bewegen.“

      Unser Herzenswunsch wird in dieser Form des Gebets zu einer verkörperten Bewusstheit, die in uns aufrecht erhalten bleibt. Wir leben also gewissermaßen in einem andauernden Gebet, dessen Energie nicht wie üblich abbricht, wenn das Gebet beendet wird. Man kann sich leicht vorstellen, wie intensiv Massengebete sein können, die auf diese Weise abgehalten werden, zum Beispiel auch über das Internet! Das funktioniert, und Gregg Braden führt in seinem Buch einige eindrucksvolle Beispiele an (Wunderwerk Zirbeldrüse: Das Bewusstseinstor zu einer erweiterten Wahrnehmung (Videos)).

      „Die fünfte Gebetsform ermächtigt uns, in der Gegenwart des Leidens das Leben zu wählen, indem wir das Denken verändern, welches uns erst in das Leiden hineinmanövriert hat. Das Massengebet ist die Technologie, die das (kollektive) Bewusstsein berührt. Die innere Technologie der verschwundenen Gebetsform ist vielleicht das allermächtigste Werkzeug der Schöpfung. Die Frage ist, bemerken wir die Macht, die wir in uns tragen?“

      Fazit: Wenn wir das Gebet als ein Gefühl sehen, führt uns dieser Weg zu der Qualität von Gedanken und Gefühlen, die ein solches Gefühl erzeugen. Von diesem Standpunkt aus ist unser Gebet, das auf unseren Gefühlen basiert, nicht etwas zu gewinnen und es wird etwas, das akzeptiert werden kann und das gewünschte Ergebnis bereits geschaffen wurde.

      Die Kirche und die mächtigen Mächte haben dieses Manuskript blockiert und korrigiert, um die ganze Welt zu versklaven und weiterhin zu beherrschen. Wir wissen, wir müssen der Wahrheit näher kommen, weil die Wahrheit das einzige ist, was uns frei macht!

      Liken

      • J.WalfischSchnucki sagt:

        Der Indianer-Freund im Kreis arbeitet auch mit Vorstellungen! Und hinterher seine Erklärung: „Wenn ich um Regen bitte> dann wird es nicht regnen. Weil ich damit bestätige (dem Universum?) , das Regen fehlt – und so diesen Zustand verstärke.“

        Sich mit dieser Logik einfach zu befassen ist sehr aufschlussreich. Hätten wir das Indianern so zugetraut? Bedürfte es nicht einer esoterischen Einsicht sogar? Könnte man daraus ein WunschGebets-Technik für Christen ableiten??? Dieses unmittelbare fast unpersönliche Realisieren der Gedanken und Vorstellungen könnte Schwarmgeistern vielleicht heraus helfen, wenn sie solches zulassen. Es befördert sie in den Kopf. Oder nicht?
        Müsste man dann noch die „authentische Natürlichkeit“ separat betrachten – mit der es geschieht. – und nichts erwarten? …sondern GOTT überlassen.

        Liken

  6. ahrweiler sagt:

    Es ist halt so, dass der zur Charismatik konvertierte Esoteriker praktischerweise sein magisches Denken beibehalten kann. Besser noch: seine der Magie verhaftete Denkweise bekommt anscheinend noch eine kirchliche Aufwertung!
    Konnte zuerst die stets verfügbare Energie des Universums angezapft werden, erscheint die „positive Energie“ durch den Heiligen Geist nun jederzeit verfügbar.
    Nur die unabhängig agierenden „Engel“ als stets bereite „Wunscherfüller“ müssen wieder als Gottes Boten akzeptiert werden.

    Noch etwas, das ähnlich funktioniert:
    Wird der Wunsch nach Heilung in der Esoterik nicht erfüllt, gibt es mindestens zwei Gründe dafür:
    Der Glaube an den Heiler oder die Macht des Universums sei nicht ausreichend gewesen.
    Oder es ist halt das Karma, kann man nichts ändern.

    Bei den Pfingstlern ist es im Grunde genauso:
    Heilung hat nicht stattgefunden? Dann war der Glaube an den Heiligen Geist zu schwach.
    Oder es gibt eine vergessene, ungebeichtete Sünde – kann praktischerweise auch aus der Vergangenheit der Vorfahren übertragen sein.
    Wenn sich diese Gründe nicht herleiten lassen, gibt es noch eines: Es ist ein Sühneleiden.
    Schlechtes Karma also.

    Glaube ersehnt sich Gnade von Gott, Versöhnung, Hinwendung und Beten zu Gott.
    Glaube ist theozentrisch, auf Gott hin bezogen.

    Magie hingegen ist immer auf vordergründige Wunscherfüllung ausgerichtet, möglichst hier und jetzt.
    Magie ist egozentrisch.

    Konvertierte Esoteriker betonen gerne und oft, wie mächtig sie in ihrem früheren magischen System waren, und was sie alles konnten. Was sie auf dieser Ebene alles erreicht haben. Vor dieser dunklen Folie soll die erfolgte Bekehrung noch heller erstrahlen. Übertreibungen, bewusst oder unbewusst, sind dabei nicht selten.
    Und die eigene Eitelkeit und der Hochmut bekommen in der Charismatik einen neuen Glanz, denn man kann sich ganz schnell als „erleuchtet“ und „geisterfüllt“ bezeichnen, und beansprucht statt der früheren „Hell- und Wahrsagerei“ jetzt auf einmal die unfehlbare „Unterscheidung der Geister“. Hier, jetzt und sofort verfügbar – nach der Geisttaufe.
    Die frühere geistige Anmassung braucht dabei gar nicht erst abgelegt zu werden.
    Darum ist es oft schwierig Menschen zu helfen, welche in diesen Bereichen „vom Regen in die Traufe“ geraten sind.

    Liken

    • Guten Tag,
      Ihre Stellungnahme ist so ausgezeichnet, daß ich sie nachher gerne als Artikel veröffentlichen werde.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Liken

    • @ahrweiler:

      Auch der christliche Mystiker Dionysios Areopagita verwendete das Wort „Theurgie“ im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist als Geist Gottes. (siehe auch Elias Erdmann usw.)
      Der stark vom Neuplatonismus beeinflusste spätantike Theologe Pseudo-Dionysius Areopagita übernahm den Begriff „Theurgie“ in die christliche Theologie.
      Theurgie (griechisch θεουργία theourgía „Gotteswerk“) ist eine antike Bezeichnung für religiöse Riten und Praktiken, die es ermöglichen sollten, mit göttlichen Wesen in Verbindung zu treten und von ihnen Hilfe zu erlangen. Der Ausübende wird „Theurg“ genannt. Nach der gängigen Auffassung der antiken Theurgen wurde nicht versucht, die erwünschte Reaktion der Götter mit magischen Mitteln zu erzwingen, sondern es ging um ein Zusammenwirken von Gott und Mensch, bei dem sich der Theurg göttlichem Einfluss öffnete. Siehe dazu auch Johannes „Scottus“ Eriugena und Clemens von Alexandrien als Heiligen Klemens und seinen Schüler Origenes und den Heiligen und Kirchenlehrer Albertus Magnus zur Hermetik als hermetischen Philosoph und christlichen Hermetiker und Kardinal Nikolaus von Kues als Cusanus und den Heiligen Bernhard von Clairveaux und Stephen Harding und Hugo de Layens und Johannes Trithemius als Abt von Sponheim und Reuchlin.

      Temperamentenlehre – Wikipedia

      https://de.wikipedia.org/wiki/Temperamentenlehre

      Vier Temperamente – AnthroWiki

      anthrowiki.at/Vier_Temperamente

      Galen und Hippokrates und Paracelsus und van Helmonte und die Hygieniker usw.

      Liken

    • J.WalfischSchnucki sagt:

      Ja, so könnte man das Erkenntnis mäßig reduzieren: Esoteriker bekommen Fähigkeiten verliehen.
      Das christliche HEIL kann man auch nicht machen, erkämpfen, verlangen. Die Grundeinstellung des Menschen ist möglicherweise wirklich Erkenntnis-orientiert.
      So wie es in der heutigen Esoterik-„Szene“ geschieht > wird man verführt, eingebaut in etwas… das man aus eigener Erkenntnis nicht erkannt hat.
      Man dürfte eigentlich keinen Schritt tuen – ohne zu wissen, was man tut. Diese Esoterik gibt den Menschen eine sehr eigenartige Sprach- und Erklärungs-Kultur, die man nicht klar denken kann > daraus müsste man vermuten, sie fördert die Anwendung – und bietet keine Stütze oder Führung/Orientierung/Kompass dem Menschen.

      Im christlich-geretteten HEIL ist der Kandidat bestimmt auch kein Magier. Die Bibel rät uns, „unnütze Knechte“ zu nennen vor dem HERRn.
      Das könnte der Punkt sein – die Menschen wollen nicht „nichts“ sein, nicht hilflos sein.
      Hier hilft die gute Tat, die Hingabe …. GOTT

      Liken

    • Holger Jahndel sagt:

      @ahrweiler:

      Die Quellenwerke der Religionen der Welt: Judentum

      http://www.hagalil.com/2010/11/quellen/

      Eros und Kabalah: Die Vereinigung des Heiligen mit der Gegenwart

      http://www.hagalil.com/2011/12/eros/

      Sohar – Schriften aus dem Buch des Glanzes

      http://www.hagalil.com/2012/07/sohar/

      Ez Chajim: Der Baum des Lebens

      http://www.hagalil.com/2011/01/baum-des-lebens/

      Liken


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s