Von links bis rechts: Endzeitschwärmerische Träume von einem goldenen Zeitalter

Von Felizitas Küble

Die Hoffnung stirbt zuletzt – das ist bekannt, verständlich und oftmals auch gut so, vor allem im persönlichen Leben.

Nun gibt es in der Welt des Glaubens und der „Spiritualität“ allerdings Träume, die Schäume sind, weil sie weder der Realität noch der Heiligen Schrift entsprechen. Trotzdem ist die Kraft und Faszination visionärer Zukunftsbilder seit Jahrtausenden ungebrochen.

Dazu gehört auch die uralte und immer wieder neue Vorstellung von einem „goldenen Zeitalter“ am Ende der Geschichte, gleichsam der krönende Abschluß, das positive Finale für die Menschheit.

Wer sehnt das nicht gerne herbei?

Die Sache hat nur einen Haken: Der Wunsch ist hier Vater des Gedankens. Das wird im Neuen Testament deutlich herausgestellt.

In politischer Hinsicht gibt es diese Visionen von der gelungenen „Vollendung“ der Geschichte ebenfalls: Im Marxismus ist es das klassenreine „Arbeiterparadies“, im Nationalsozialismus war es die rassenreine „Volksgemeinschaft“ der Arier….

Doch bleiben wir im „spirituellen“ Bereich:

Die New-Age-Bewegung, die in den 80er Jahren ihren Höhepunkt erlebte, aber auch heute noch ihre geistigen Ausläufer in der Esoterik-Szene aufweist, hat ihren Traum direkt im Namen preisgegeben, denn New Age heißt „Neues Zeitalter“ – gemeint ist ein kommender Äon des „Wassermannes“, womit Friede, Harmonie und Glück verbunden seien. Damit werde das christliche, angeblich so intolerante „Zeitalter des Fisches“ endlich abgelöst.

Um New Age ist es mittlerweile ruhiger geworden, doch umso mehr Lärm, Halleluja-Jubel und Zustimmung gibt es im Kontext charismatischer „Aufbrüche“ und Bewegungen. Auch hier stehen positive Zukunftsbilder im Mittelpunkt, oftmals „geoffenbart“ durch himmlische Eingebungen, einem geistgewirkten „Wort der Erkenntnis“ oder prophetische Einsprechungen:

In der Pfingstbewegung und sonstigen schwarmgeistigen Gruppen – auch im katholischen Bereich – wird eine „weltweite Erweckung“, ein „zweites Pfingsten“ erwartet, eine Bekehrungswelle, die ganze Nationen erfaßt. Das wird in charismatischen Büchern und „Visionen“ seit Jahrzehnten euphorisch angekündigt.

Was wir seitdem in Wirklichkeit erleben ist – insgesamt gesehen – ein weltweiter Schwund des Glaubens, besonders in Europa. Insofern könnte man schon fast von einem „antichristlichen Abendland“ sprechen.

Natürlich gibt es da und dort auch Lichtpunkte, Hoffnungsschimmer – allerdings kommt es uns auf die nüchterne Betrachtung der Gesamtentwicklung an.

Damit nicht genug, gibt es zwei weitere Fraktionen mit ihren speziellen Vorstellung von einem künftigen goldenen Zeitalter:

Nicht wenige Fatima-Anhänger erwarten eine großartige Bekehrung Rußlands und den „Triumph des unbefleckten Herzen Mariens“, wie er drei Seherkindern bei den Erscheinungen von 1917 angekündigt worden sei, freilich unter gewissen Bedingungen (und ob diese nun erfüllt sind oder nicht, darüber gibt es unter Fatima-Fans verschiedene Auffassungen).

Sodann wollen wir monarchisch gesinnte, traditionelle Katholiken nicht vergessen, die zum Teil ebenfalls von besseren Zeiten in der Zukunft träumen. Dabei berufen sie sich bisweilen auf alte „Prophetien“, wonach am Ende der Geschichte ein großer katholischer Herrscher ersteht, der die Kirche nicht nur vor Unbill und Verfolgung beschützt, sondern sie zum glorreichen Triumph führt und eine geeinte Welt des Glaubens errichtet.

Meist bezieht sich diese Träumerei auf einen deutschen Kaiser, der das mittelalterliche Reich gleichsam zu erneuertem Glanze führt. Es gibt aber auch die frankophile Variante, wonach es die französische Dynastie der Bourbonen sei, auf denen das künftige Heil der Völker und Zeiten ruht. Ein typisches Beispiel für diesen Mythos um das edle Blut der Bourbonen und das „heilige Öl“ aus der Königsampulle, mit dem ein Abkömmling von ihnen noch gesalbt werde, ist das Kultbuch „Sire“, das in Frankreich nicht nur in monarchisch-katholischen Kreisen auf großes Interesse stieß, sondern auch hierzulande im traditionellen Spektrum gut angekommen ist. 

Es gibt sie also in den verschiedensten Richtungen und Varianten – von der nichtchristlichen, esoterisch-„emanzipatorischen“ New-Age-Bewegung über politische Ideologien von rechts und links – bis hin zu charismatischen, erscheinungsbewegten und erzkonservativen Strömungen.

Verständlich ist es allemal, wenn Menschen – auch gläubige – sich eine rosige Zukunft herbeisehnen.

Freilich nimmt die Heilige Schrift keine Rücksicht auf Wunschträume damals und heute – und das ist auch gut so. Die Bibel ist ein Buch von eindrucksvoller Nüchternheit und Klarheit, keineswegs geprägt von utopischen Idealvorstellungen, die den Ohren schmeicheln.

Endzeitschwärmereien – von Theologen als Chiliasmus oder Millenarismus bezeichnet  –  finden hier keine Basis, im Gegenteil.

Aus den Endzeitreden Jesu geht klar hervor, daß seiner Wiederkunft in Herrlichkeit eben kein irdisches Friedensreich vorausgeht, sondern ein erschreckender Verfall von Glaube und Sitte, zudem geprägt von trügerischen „Zeichen und Wundern“, von falschen Propheten und irreführenden „Christussen“. Daher fragt der HERR die Seinen: „Wenn ich wiederkomme, werde ich dann noch Glauben finden auf Erden?“

Paulus schreibt in 2 Thess 2,1 ff ebenfalls., daß  v o r  der Wiederkunft Christi  e r s t  ein massiver Glaubensabfall eintreten werde, zudem kommt vorher der Antichrist, ein Weltenbeherrscher, der mit dem Satan im Bunde steht. Für ein „universales Friedensreich“ vor dem zweiten Kommen Christi ist hier schlicht kein „Platz“ frei.

Man bezeichnet die erwähnte religiöse Wunschvorstellung in theologischen Fachkreisen als „Post-Millenarismus“, denn nach (post) diesem goldenen Zeitalter (Millenium) erfolge die Wiederkunft Christi.

Die katholische Kirche hat im Sinne biblischer Nüchternheit den post-millenaristischen Standpunkt stets abgelehnt, so etwa bereits im Mittelalter die Endzeitschwärmerei des italienischen Abtes Joachim von Fiore, der ein großartiges Heilig-Reist-Reich vor dem endzeitlichen Kommen Christi ankündigte.

Auch hinsichtlich der späteren „Botschaften“ von La Salette (dem zweiten Teil, dem sog. „Großen Geheimnis“, der im Unterschied zum ersten Teil nicht anerkannt wurde) hat die Kirche die postmillenaristische Richtung kritisiert. (Die „Seherin“ Melanie hatte in ihren Spät-Visionen von einem weltumspannenden Friedensreich fabuliert, von damit verbundenen „Aposteln der letzten Tage“ usw).

Als Papst Benedikt noch Kardinal Joseph Ratzinger hieß, hat er als Chef der Glaubenskongregation im Oktober 1995 eine Notifikation zur orthodoxen Visionärin Vassula Ryden erlassen.

Darin werden ihr eine Reihe theologischer Irrtümer angelastet, darunter ihre endzeitschwärmerischen Vorstellungen; so heißt es wörtlich in der Vatikan-Note über Vassulas „Botschaften“.

„In chiliastischer Weise wird ein entscheidendes und glorreiches Eingreifen Gottes prophezeit, der im Begriff sei, auf Erden noch  v o r  der endgültigen Ankunft Christi ein Zeitalter des Friedens und des allgemeinen Wohlergehens zu errichten.“

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 

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8 Kommentare on “Von links bis rechts: Endzeitschwärmerische Träume von einem goldenen Zeitalter”

  1. Claus Stephan Merl sagt:

    Da haben Sie viel geschrieben, Frau Küble, aber wenig ausgesagt.

    Der derzeitige Stand in ernst zu nehmenden „charismatischen“ Kreisen (die würden sich selbst nicht so bezeichnen) ist folgender:

    So wie Christus in seinem Dienst und die junge Kirche eine erweckungsartige Hinwendung zum Glauben erlebt und erwartet haben, dürfen auch wir bis zur Wiederkunft Jesu solche Aufbrüche immer wieder erwarten. Dies ändert nichts daran, dass es teilweise zeitgleich Verfolgungen erheblichen Ausmasses geben wird. Dort wo phänomenale echte Wunder Gottes geschehen, wird auch der Feind nicht müde sein, „Fake-Wunder“ zu produzieren.

    Fast niemand von den Leuten, auf die ich mich beziehe, geht davon aus, dass bis zur Wiederkunft Christi alle Menschen oder die Mehrzahl der Weltbevölkerung bekehrte Christen sein werden.

    Das Problem ist, dass in das Neue Testament alles hinein gelesen werden kann, was halt der ohnehin vorgefassten Meinung entspricht.

    Darüber wann die „Endzeit“ vor Christi Wiederkunft, also die „Wehen“ beginnen, gibt es viele verschiedene Ansichten. Ebenso wie es sehr viele verschiedene Auffassungen dazu gibt, inwieweit sich Jesu Endzeitreden überhaupt auf das Ende dieser „Weltzeit“ oder auf die Ereignisse 70 nach Christus beziehen. Es gibt dazu – jedenfalls meines Wissens nach – auch keine einheitliche katholische Lehre.

    Es ist bekannt, dass es in der Kirchengeschichte schon öfter zu Erweckungsereignissen gekommen ist; auch im katholischen Bereich übrigens. Ich weise hier auf Jean-Marie Vianney, den Pfarrer von Ars und auf Girolamo Savonarola hin.

    Eine sehr gute Zusammenfassung findet man in der Vortragsserie „Das Brüllen des Löwen“ von Dr. Johannes Hartl.

    https://shop.gebetshaus.org/vortraege/donnerstag-abend/5404/das-bruellen-des-loewen-neuauflage-2015

    Ich erwarte NICHT, das jemand die CD kauft und mache auch KEINE Werbung. Man kann jedoch mal in die als „free“ gekennzeichneten Vorträge reinhören. Wir haben die Serie halt mal live und kostenlos gehört.

    Der Punkt, den Sie leider Sie leider verfehlen, Frau Küble, ist NICHT, zu behaupten, alle Menschen oder die Mehrheit der Menschen würden sich bekehren oder eine Erweckung in Europa etc. würde alle Menschen erfassen. Der Punkt ist vielmehr folgender:

    Wahre Christen sehnen sich danach, dass schon vor der Wiederkunft Jesu sein Reich, das ja schon angebrochen ist,mehr sichtbar wird als bisher, damit mehr Menschen sich bekehren und das Evangelium leben. Dabei ist eine Erweckung – global gesehen – ein punktuelles Ereignis der Selbstoffenbarung Gottes in und durch Menschen, eine unverdiente Zeit der Gnade, die wir nicht produzieren, aber nach der wir uns ausstrecken können.

    Dass z.B. Europa ein solches Erweckungsereignis dringend nötig hätte, kann doch nicht ernsthaft bestritten werden. Welche zahlenmässigen Auswirkungen so etwas haben kann, bleibt offen. Was ich aber total ablehne, ist eine pessimistische Grundeinstellung als „realistisch“ zu verkaufen. Dafür besteht für Christen kein Anlass. Wir dürfen allezeit von unserem wunderbaren Gott Großes erwarten. Christus sagt, ihm sei alle Macht im Himmel und auf Erden übergeben worden, weshalb wir das Evangelium in der ganzen Welt verkünden sollen. „Erweckung“ ist nichts Anderes als eine mögliche Reaktion auf die Verkündung des Evangeliums vom Reich Gottes.

    Das Ende gehört nicht den Pessimisten:

    „Danach sah ich und siehe, eine große Schar aus allen Nationen und Stämmen, Völkern und Sprachen; niemand konnte sie zählen. Sie standen vor dem Thron und vor dem Lamm, gekleidet in weiße Gewänder, und trugen Palmzweige in den Händen.“ (Offenbarung 7,9)

    Man kann sich dazu entscheiden, zu denen zu gehören, die glauben, lieben und hoffen oder zu den Anderen.

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    • @Felizitas Küble: @Claus Stephan Merl

      >>>>Die katholische Kirche hat im Sinne biblischer Nüchternheit den post-millenaristischen Standpunkt stets abgelehnt, so etwa bereits im Mittelalter die Endzeitschwärmerei des italienischen Abtes Joachim von Fiore, der ein großartiges Heilig-Reist-Reich vor dem endzeitlichen Kommen Christi ankündigte.<<<<<

      Nun, meines Wissens nach kannte sich der ehemalige Papst Benedikt XVI.durchaus damit aus. Ich möchte gerne auf folgende theologische Sachverhalte und Diskussionen hinweisen.
      ——————————
      Joseph Ratzinger, der ehemalige Papst Benedikt XVI., ist seit Jahrzehnten ein führender Joachim-Spezialist. In seiner Habilitationsschrift von 1956, Die Geschichtstheologie des heiligen Bonaventura, (gedruckt 1959, neu herausgegeben 1993 und 2009) beschäftigte er sich mit der Rezeption von Joachims Geschichtstheologie durch Bonaventura. Dieser war als Generalminister des Franziskanerordens konfrontiert mit Auseinandersetzungen um die Rolle, die einige Ordensangehörige dem heiligen Franz von Assisi in Joachims Lehre von den drei Zeitaltern zugeschrieben hatten. In der zweiten Auflage des Lexikons für Theologie und Kirche verfasste Ratzinger 1960 den Artikel „Joachim von Fiore“ und betonte, Joachim sei nicht antihierarchisch eingestellt gewesen, mit dem heiligen Benedikt von Nursia habe laut Joachim das Geist-Zeitalter begonnen.

      —————————-
      https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_von_Fiore

      ——————————————————————
      Jürgen Kuhlmann

      Haben wir einen Joachimiten als Papst?

      Beitrag zu einer Joachim-Festschrift des Erzbistums Cosenza, auf italienisch erschienen und im März 2011 dem Papst vorgelegt

      Von den Theologen des II. Vatikanischen Konzils hat keiner besser als Joseph Ratzinger verstanden, welches Licht die Prophetie des kalabrischen Abtes Joachim von Fiore (+ 1202) auf die Kirche strahlt. In seiner Habilitationsschrift schrieb er 1959 über einen angesehenen Kirchenlehrer: "Hier wird eine neue innerweltliche, innergeschichtliche messianische Hoffnung erhoben, hier wird bestritten, daß mit Christus das Höchstmaß innergeschichtlicher Erfüllung schon gegeben sei und nur noch die eschatologische Hoffnung auf das bleibe, was nach aller Geschichte liegt. Bonaventura glaubt an ein neues Heil in der Geschichte, innerhalb der Grenzen dieser Weltzeit."
      ——————————————————–

      http://www.stereo-denken.de/joachim-ratzinger.htm

      Das neue Zeitalter des Geistes? – Pater Cantalamessa, Papst Franziskus und Joachim da Fiore

      https://www.katholisches.info/2013/04/das-neue-zeitalter-des-geistes-pater-cantalamessa-papst-franziskus-und-joachim-da-fiore/

      http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/audiences/2010/documents/hf_ben-xvi_aud_20100310.html

      https://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Joachim_von_Fiore.html

      https://anthrowiki.at/Joachim_von_Fiore

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  2. Anonymous sagt:

    DIE MASSENHAFTEN SACHEN AN ALLEM ….
    Es erschlägt einen förmlich.
    Es ist einwandfrei zuviel an NONSENS DABEI.
    Es gibt schließlich nur EINEN GOTT.
    UND NUR EINEN , DER ALLES WIEDER INS LOT BRINGT.
    DIE BIBEL HAT RECHT – OHNE ZWEIFEL.
    GOTT HILFT UNS DA RAUS AUS DIESEN EXTREMSITUATIONEN.
    AUCH SEINE KIRCHE WIRD WIEDER ZU EHREN
    GELANGEN.
    ICH WÜNSCHE ALLERSEITS EIN FRIEDVOLLES WOCHENENDE HIER.

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  3. >>>Nicht wenige Fatima-Anhänger erwarten eine großartige Bekehrung Rußlands und den „Triumph des unbefleckten Herzen Mariens“, wie er drei Seherkindern bei den Erscheinungen von 1917 angekündigt worden sei, freilich unter gewissen Bedingungen (und ob diese nun erfüllt sind oder nicht, darüber gibt es unter Fatima-Fans verschiedene Auffassungen).<<<<

    Russland hat sich bereits bekehrt. Zur traditionellen russisch-orthodoxen Kirche Russlands.
    Deren alte byzantinische Messe auch von der katholischen Kirche als legitim und gültig anerkannt wurde, und deren Besuch auch für jeden Katholiken sehr zu empfehlen ist.

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    • Pfarrer: „Der Heilige Geist ist sträflich vernachlässigt worden“

      Der 1. Vorsitzende der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung (GGE), Henning Dobers. Foto: Privat

      Wetzlar (idea) – Der Heilige Geist ist in der evangelischen Kirche lange sträflich vernachlässigt worden. Diese Ansicht vertritt der Vorsitzende der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung (GGE) innerhalb der Evangelischen Kirche, Pfarrer Henning Dobers (Hannoversch Münden), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Ihm zufolge hat die evangelische Kirche in den vergangenen 200 Jahren „eine sehr große Nähe zum Rationalismus und eine große Distanz zu allem entwickelt, was übernatürlich ist und sich unserer Kontrolle entzieht“. Heute gebe es aber eine viel größere Offenheit gegenüber dem Heiligen Geist als noch vor 20 Jahren. Die Geistliche Gemeinde-Erneuerung ermutige dazu, sich dem Heiligen Geist zu öffnen und die im Neuen Testament beschriebenen Geistesgaben zu praktizieren. Dabei gehe es nicht um dramatische Effekte. Die Gabenvielfalt des Heiligen Geistes könne auch auf ganz nüchterne Weise erfahren werden. Seine Frucht sei Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Keuschheit. Dabei gehe es vor allem um eine Veränderung des Charakters. So würden durch die Kraft Gottes Jähzornige milder und misstrauische Menschen offener. Veränderungen seien ein lebenslanger Prozess: „Auch ein Mann wie Apostel Petrus war nicht von jetzt auf gleich fromm. Er hatte schwerste charakterliche Rückfälle, ist aber immer wieder aufgestanden.“

      Mit der Zungenrede wurde manchmal „Schindluder“ betrieben

      Ferner äußerte sich Dobers zur Gnadengabe der Zungenrede. Damit sei manchmal Schindluder betrieben worden, weil sie „charakterlich unreif praktiziert“ worden sei. Wichtig sei, dass man bei ihrem Gebrauch den Verstand nicht ausschalte. Wenn in einer Gebetsgemeinschaft jemand anfange, in Sprachen zu beten, müsse immer dafür gesorgt sein, dass diese auch übersetzt werden. Ähnlich verhalte es sich mit der Gabe der Prophetie. Wenn jemand sage „Der Herr hat mir gesagt“, müsse das durch andere Christen geprüft werden. Gaben dürften nicht als Waffe eingesetzt werden – etwa mit dem Satz: „Du bist nicht geheilt worden, weil du nicht genug geglaubt hast.“ Solche Aussagen hätten eine schlimme Wirkung auf den Betroffenen.

      Charismatiker werden „immer als gewisse Bedrohung wahrgenommen“

      Nach Dobers Worten hat die GGE in der EKD viel erreicht. So sei die von der GGE wiederentdeckte Segnung von Kranken heute Bestandteil vieler Gottesdienstordnungen. Auch die von der GGE angeschobenen Glaubensgrundkurse gebe es heute fast flächendeckend. Zudem werde das Wort „Lobpreis“ heute nicht mehr verschämt in den Mund genommen. Allerdings würden Charismatiker „immer als gewisse Bedrohung wahrgenommen“. Sie seien offen dafür, „dass der Heilige Geist unsere Pläne über den Haufen wirft“. Dies wirke auf manche Leute wie Chaos. Die GGE repräsentiert die Anfang der 60er Jahre entstandene charismatische Bewegung in den evangelischen Landeskirchen. 1979 konstituierte sie sich unter der Leitung des Hamburger Pfarrers Wolfram Kopfermann als Verein. Etwa 10.000 Menschen in Deutschland zählen sich zu den Freunden der GGE.

      http://irrglaube-und-wahrheit.de/index.php?/topic/17642-pfarrer-%E2%80%9Eder-heilige-geist-ist-str%C3%A4flich-vernachl%C3%A4ssigt-worden%E2%80%9C/

      http://www.hier-luebeck.de/kultur-wissenschaft/glaubhaft/der-heilige-geist-biblische-lehre-nach-veroffentlichungen-von/

      Das ökumenische Gebet um den Heiligen Geist ist auch Katholiken sehr zu empfehlen! Gerade jetzt! Etwa mit den russisch-orthodoxen und koptischen und anderen slawischen und orientalischen Kirchen und Ostkirchen und mit den Baptisten udn Evangelikalen usw.

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    • Claus Stephan Merl sagt:

      Russland hat sich bereits bekehrt?

      Bekehrung wird gekennzeichnet durch eine völlige Transformation des Lebens, nicht durch eine bestimmte Liturgie. Wenn sich ein ganzes Land oder wie bei den großen Erweckungen in den USA und in England desgleichen auch in der Stadt Ars, bestimmte Landstriche oder Städte bekehren, dann hat das gravierende Folgen im öffentlichen Leben. Kneipen und Bordelle müssen mangels Nachfrage schließen. Alkohol- und Drogenmissbrauch gehen signifikant zurück; desgleichen Straftaten. Usw. usf.

      Wo ist das in Russland der Fall?

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      • Wir leben in der Endzeit. Russland muß sich gegen – deshalb auch dort verbotene – kriminelle und destruktive Kulte wie Scientology und die Satanisten und die Freimaurerei und die sogenannten „Zeugen Jehovas“ wehren….Wladimir Putin stellte überhaupt erst wieder die Ordnung gegen die kriminellen und korrupten Oligarchen her. Die Bedingungen in der heutigen Zeit sind allgemein sehr ungünstig. Doch hat Russland zu seiner heiligen traditionellen orthodoxen christlichen Kirche in apostolischer Tradition seelisch zurückgefunden.

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  4. Anonymous sagt:

    Das JÜNGSTE GERICHT TAGT BEREITS KRÄFTIG.
    DOCH IST NOCH MEHR ZU ERWARTEN AUßER ERDBEBEN IN JAPAN UND TSUNAMI.

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