Anmerkungen zu vielfältigen charismatischen „Aufbrüchen“ in der Kirchengeschichte

Von Felizitas Küble

In schwarmgeistigen Bewegungen stehen seit jeher „Zeichen und Wunder“ im Mittelpunkt, außergewöhnliche Phänomene spielen  eine große Rolle. Vergessen wir hierbei nicht, wie kritisch Christus über die vielen Leute aus dem Volke sprach, die ohne „Zeichen und Wunder“ nicht glauben wollten. Auch zum Apostel Thomas sagte er: „Selig, die nicht sehen und doch glauben.“ – Und der Völkermissionar Paulus erklärte: „Wir wandeln im Glauben, nicht im Schauen.“ 

2. Christus selbst wurde vom Satan in der Wüste mit der „charismatischen“ Versuchung konfrontiert: ER sollte ein aufsehenerregendes Schauwunder liefern und sich von der hohen Zinne des Tempels stürzen, ohne Schaden zu nehmen. Da hätten die Leute aber gestaunt ohne Ende! ER hätte seine mühsame Verkündigung mit dieser einzigen Tat gleich anfangs abkürzen oder fast ganz einsparen können, weil ein solches tolles Schauwunder mehr „zieht“ als tausend Predigten. Aber Christus hat dies von sich gewiesen. Er ging den anstrengenden, den „soliden“ Weg…

3. Die „charismatische Versuchung“ begann schon in den urchristlichen Gemeinden, zumal bei den Korinthern, denen Paulus immer wieder die Leviten liest und zu mehr Nüchternheit im Glauben anhält, die sich aber für besonders „geisterleuchtet“ halten. Ihnen gilt das bekannte Wort in 1 Kor 13, wonach das, was bleibt, keineswegs die besonderen „Geistesgaben“ bzw. wunderbaren Fähigkeiten sind, sondern „Glaube, Hoffnung, Liebe – diese drei, am größten aber ist die Liebe.“ – Im Leben des Christen sind diese drei göttlichen Tugenden entscheidend, nicht etwa Wundertaten oder außergewöhnliche „Charismen“. Das ist die Quintessenz von 1 Kor 13.

4. Bereits im 2. Jahrhundert verstärkte sich die Charismatische Versuchung in der frühen Christenheit durch das Auftreten schwarmgeistiger Strömungen, insbesondere der Montanisten mit ihrem „Propheten“ Montanus, der sich für eine Art Inkarnation des Hl. Geistes hielt – und seinen zwei ebenfalls „charismatischen“ Visionärinnen Prica und Maximilla im Gefolge. Das Dreierteam hat schon für ihre Zeit die Wiederkunft Christi angekündigt. Obwohl das Ereignis nicht eintraf, konnten sich montanistische Gemeinden noch jahrhundertelang halten.

5. Eine Mischung aus Gnosis und Charismatik vertraten dann im Hochmittelalter die Katharer, auch Albigenser genannt; sie lehnten die kirchlichen Sakramente ab und pflegten stattdessen ihr eigenes Super-Sakrament, das sog. Consolamentum, eine Art Geist-Taufe durch (angebl.) sprituell hochstehende Erleuchtete… Die Katharer waren strenge Asketen, was viele Menschen angesichts der damaligen Verweltlichung vieler Kirchenvertreter beeindruckte, doch sie lehnten die Ehe und vor allem die Zeugung von Nachkommenschaft ab, weil sie den Leib als Gefängnis der Seele ansahen und dualistisch-manichäische Vorstellungen pflegten.

6. Im Spätmittelalter gab es auch innerhalb der katholischen Kirche schwarmgeistige Gruppen, besonders jene, die sich den Endzeit-Thesen des Joachim von Fiore anschlossen, jenes italienischen Abtes, der ein kommendes großartiges „Reich des Hl. Geistes“ ankündigte – und zwar vor der Wiederkunft Christi. Dies entspricht im wesentlichen der in der heutigen charismatischen Bewegung weitverbreiteten Vorstellung von einer künftigen, bald anbrechenden weltweiten Erweckung mit vielen Zeichen und Wundern, einem „zweiten Pfingsten“ etc…
Die Kirche hat Fiores Vorstellungen zurückgewiesen, nicht zuletzt aufgrund der biblischen Aussagen, wonach der Wiederkunft Christi keineswegs ein weltweiter Glaubensaufbruch vorausgeht, sondern das genaue Gegenteil, hat Christus doch selbst die vielsagende Frage gestellt: „Wenn ich wiederkomme, werde ich noch Glauben finden auf Erden?“

7. Die heutige „Charismatische Erneuerung“ geht wurzelhaft aus der protestantischen Pfingstbewegung hervor und zeitigt dieselben Phänomene (z.B. Fixierung auf „Heilungen“, innere und äußere, auf „Befreiungsdienst“, allgemein auf Zeichen und Wunder, auf Zungenreden, Hammersegen bzw. sog. „Ruhen im Geist“, Weissagungen usw.).

8. Die charismatische Versuchung betraf durch die Jahrtausende hindurch und auch in der Gegenwart nicht oder nur selten das „liberale Lager“, sondern natürlich das konservative, glaubensstrenge, das „fromme Spektrum“.

Man kann eben sowohl links wie rechts vom Pferd fallen: am linken Straßengraben befindet sich der theologische Modernismus, das „zu wenig“ an Glauben – am rechten Straßengraben das „zu viel“ an Glauben: das überzogene Asketentum, die Erscheinungssucht, die Wundersucht, der Charismatismus, jede Form der Schwarmgeisterei bzw. die religiöse Verstiegenheit und die Suche und vielfach die Sucht nach MEHR (allein schon der Name MEHR-Konferenz spricht hier Bände!).

Ein „Mehr“ an Nachfolge Christi, an guten Werken, an konsequenter Einhaltung der Gebote Gottes, an täglicher Glaubenstreue und-so-weiter benötigen wir alle – aber hüten wir uns vor der „charismatischen Versuchung“, die schon im „Schauen“ leben möchte, obwohl wir laut Paulus hier auf Erden noch im Glauben leben und uns in diesem bewähren sollen.

Tatsächlich ist genau dies der entscheidende Gedanke: Es führt kein Weg am Kreuz vorbei! – Doch die Charismatik besteht weitgehend in einem Halleluja-Christentum, sie will den Triumph ohne das Kreuz, sie schleicht sich am Kreuzweg vorbei und wähnt sich dabei im „dritten“ oder gar im „siebten“ Himmel beim glorreichen Christus bzw. den außerordentlichen Geistesgaben. Doch die „Früchte des Geistes“ ergeben sich nicht aus Verstiegenheit und Wundersucht, sondern aus der frei geschenkten göttlichen Gnade und der konsequenten, alltagsfesten Nachfolge Christi.

Was die himmlische Paulus-Erfahrung betrifft, so ist es zudem aufschlußreich, daß der Apostel von seinem Erlebnis erst vierzehn Jahre später berichtet, wie er ausdrücklich einleitend schreibt. Zudem formuliert er zurückhaltend in der dritten Person („ein Mensch in Christus“). Wenn in charismatischen Kreisen jemand glaubt, ein übernatürliches Erlebnis gehabt zu haben, dann erfährt das sofort die versammelte Schar – oder es steht kurz darauf im Internet oder wird in Broschüren verbreitet, genauso wie bei den zahlreichen Visionen und Erscheinungen, Botschaften und „Offenbarungen“, mit denen wir zunehmend überschwemmt werden.

Paulus hätte von seiner Erfahrung wohl nicht berichtet, wenn er es nicht bei den Korinthern mit einer schwarmgeistig gefährdeten Gemeinde zu tun gehabt hätte, die sich zum Teil über Paulus erhaben fühlte, weshalb er sie auch immer wieder zur Nüchternheit ermahnt. Den „Stachel im Fleisch“ und die Nichterhörung seiner Gebete um eine Heilung erwähnt er ebenfalls, um den dortigen Gläubigen zu verdeutlichen, daß wir auf Erden den Himmel nicht vorwegnehmen können und dürfen.

„In der Schwachheit liegt die Kraft“ – doch die enthusiastische Bewegung sucht die „Kraft“ in Zeichen und Wundern, in spektakulären „Geistesgaben“ und – ein beliebtes Wort dort – in „Kraftwirkungen“. Typisch sind auch Ausdrücke wie „Power-Evangelism“, „Feuer-Konferenzen“, MEHR-Konferenzen….

Es handelt sich um eine „Theologie der Herrlichkeit“, in der man schwelgen möchte – kein Kreuzweg, der uns in die tägliche Nachfolge Christi zur Bewährung des Glaubens führt.

Weitere Infos dazu hier: https://charismatismus.wordpress.com/2018/09/07/von-links-bis-rechts-endzeitschwaermerische-traeume-von-einem-goldenen-zeitalter/


8 Kommentare on “Anmerkungen zu vielfältigen charismatischen „Aufbrüchen“ in der Kirchengeschichte”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Der Angriff auf die Wahrheit – über die charismatische Bewegung

    http://dir.sermon-online.com/german/GeorgWalter/Der_Angriff_Auf_Die_Wahrheit_2009.pdf

    Heiliger Geist

    http://www.hier-luebeck.de/kultur-wissenschaft/glaubhaft/der-heilige-geist-biblische-lehre-nach-veroffentlichungen-von/

    Der Heilige Geist – Biblische Lehre
    nach Veröffentlichung von Jakob Zopfi, Reinhold Ulonska, Rolf Wiesenhütter u.a.

    Bearbeitet und ergänzt für die Christengemeinschaft Fehmarn e.V.

    Einleitung: Eine Geschichte, erzählt von Reinhold Ulonska!

    http://www.hier-luebeck.de/category/kultur-wissenschaft/glaubhaft

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  2. Anonymous sagt:

    Auf welcher Seite fällt die AFD vom Pferd?
    selten so einen oberflächlichen Quatsch gelesen! dabei war ich Willens mich eines Besseren belehren zu lassen, denn die Heuchelei in der Christenheit hat einen neuen Höhepunkt erreicht!
    Die Warnung von Jesus über Theologen ist aktueller denn je und muss sehr wörtlich verstanden werden und nicht durch Theologie gefiltert!
    Jede Interpretation durch Menschen öffnet Fehlinterpretationen Tür und Tor.

    Schon einmal darüber nachgedacht, wie fehlerhaft die „Erwählung“ in ein geistiges Amt schon immer gewesen ist? Jesus hatte allen Grund zur Warnung! Aber diese Warnung wird selbstherrlich übergangen und NEIN, ich liefer jetzt keine Bibelstellen. Lies selber nach, es geht mir nicht um Rechthaberei, denn ich weiß um meine Fehlbarkeit; sie ist genauso groß wie deine. Allerdings ist uns versprochen, dass der Geist uns in alle Wahrheit führt! Und dem sollte kein Mensch vorweggreifen. Egal wie erleuchtet er seine Erkenntnisse zum „Besten“ gibt.
    Die Meisten haben sich dem Heiligen Geist gar nicht geöffnet und verlassen sich auf theologischen Blödsinn!
    Einen BEWEIS für meine Ausführungen will ich jedoch erbringen:
    Wenn wir(oder die Theologen) so weit wären, wie wir/sie glauben, weshalb entwickelt sich die Christenheit oder das was darunter verstanden wird so rückständig?
    steht uns nicht Stolz, Habgier, Bosheit und Hartherzigkeit im Weg? Hat das nicht der Herr so verheissen? So und jetzt ließ selber die Bestätigung in seinem Wort, das die Wahrheit ist! Aber nur für diejenigen, die sie suchen und nicht alles glauben, was von der Kanzel gereihert wird!
    Warum gibt es unter Personen die wir weit unter unserem Niveau betrachten größere Zeichen?
    Mir fallen da Gefangene, Kinder, Kranke, …, Flüchtlinge ein, aber die Theologen verschwinden immer mehr von der Bildfläche, und das ist gut so!
    Ja selbst die Religionen sind KEIN Hindernis für Jesus! Jesus war übrigens nicht religiös.
    So ist es mir herzlich egal, zu welcher religiösen Überzeugung du gelangt bist, denn bei Jesus fragt Niemand danach. Auch dein Wissen oder deine Erfahrung interessiert nicht.
    So traurig wie es ist: ich habe schon einige Gläubige gesehen, die gestorben sind, ohne noch etwas bewegt zu haben (zum Glück habe ich diese Erkenntnis, bevor es zu spät ist!!!)

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  3. Der spätantike Theologe Pseudo-Dionysius Areopagita, dessen neuplatonisch geprägte Werke im Mittelalter hohes Ansehen genossen, führte den Begriff „Theurgie“ in die christliche Theologie ein. Er bezeichnete damit das Wirken des Heiligen Geistes und Jesu Christi und insbesondere die von Gott herbeigeführte Wirksamkeit der Sakramente.
    Auch der christliche Mystiker Dionysios Areopagita verwendete das Wort „Theurgie“ also im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist als Geist Gottes. (siehe auch Elias Erdmann usw.)
    Der stark vom Neuplatonismus beeinflusste spätantike Theologe Pseudo-Dionysius Areopagita übernahm den Begriff „Theurgie“ in die christliche Theologie.
    Theurgie (griechisch θεουργία theourgía „Gotteswerk“) ist eine antike Bezeichnung für religiöse Riten und Praktiken, die es ermöglichen sollten, mit göttlichen Wesen in Verbindung zu treten und von ihnen Hilfe zu erlangen. Der Ausübende wird „Theurg“ genannt. Nach der gängigen Auffassung der antiken Theurgen wurde nicht versucht, die erwünschte Reaktion der Götter mit magischen Mitteln zu erzwingen, sondern es ging um ein Zusammenwirken von Gott und Mensch, bei dem sich der Theurg göttlichem Einfluss öffnete. Siehe dazu auch Johannes „Scottus“ Eriugena und Clemens von Alexandrien als Heiligen Klemens und seinen Schüler Origenes und den Heiligen und Kirchenlehrer Albertus Magnus zur Hermetik als hermetischen Philosoph und christlichen Hermetiker.

    Mysterien: Siehe „Mystirion“ als Begriff in den Paulus-Briefen und diesen sehr lesenswerten Artikel, vor allem den letzten Teil des Artikels mit interessanten Stellen der Paulus-Briefe zu dem Wort bzw. Begriff „Mystirion“. Und der Verwendung dieses Wortes bzw. Begriffes usw.

    https://www.ewigeweisheit.de/blog/johan-von-kirschner/2016/08/08/die-mysterien-von-eleusis-und-das-urchristentum

    Der Kaiser ist nackt
    Gender: Selbst Google kann Professor Jordan Peterson nicht mundtot machen. Von Gabriele Kuby

    https://www.die-tagespost.de/feuilleton/Der-Kaiser-ist-nackt;art310,180874

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  4. Ich möchte gerne auf folgende theologische Sachverhalte und Diskussionen hinweisen.
    ——————————
    Joseph Ratzinger, der ehemalige Papst Benedikt XVI., ist seit Jahrzehnten ein führender Joachim-Spezialist. In seiner Habilitationsschrift von 1956, Die Geschichtstheologie des heiligen Bonaventura, (gedruckt 1959, neu herausgegeben 1993 und 2009) beschäftigte er sich mit der Rezeption von Joachims Geschichtstheologie durch Bonaventura. Dieser war als Generalminister des Franziskanerordens konfrontiert mit Auseinandersetzungen um die Rolle, die einige Ordensangehörige dem heiligen Franz von Assisi in Joachims Lehre von den drei Zeitaltern zugeschrieben hatten. In der zweiten Auflage des Lexikons für Theologie und Kirche verfasste Ratzinger 1960 den Artikel „Joachim von Fiore“ und betonte, Joachim sei nicht antihierarchisch eingestellt gewesen, mit dem heiligen Benedikt von Nursia habe laut Joachim das Geist-Zeitalter begonnen.

    —————————-
    https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_von_Fiore

    ——————————————————————
    Jürgen Kuhlmann

    Haben wir einen Joachimiten als Papst?

    Beitrag zu einer Joachim-Festschrift des Erzbistums Cosenza, auf italienisch erschienen und im März 2011 dem Papst vorgelegt

    Von den Theologen des II. Vatikanischen Konzils hat keiner besser als Joseph Ratzinger verstanden, welches Licht die Prophetie des kalabrischen Abtes Joachim von Fiore (+ 1202) auf die Kirche strahlt. In seiner Habilitationsschrift schrieb er 1959 über einen angesehenen Kirchenlehrer: „Hier wird eine neue innerweltliche, innergeschichtliche messianische Hoffnung erhoben, hier wird bestritten, daß mit Christus das Höchstmaß innergeschichtlicher Erfüllung schon gegeben sei und nur noch die eschatologische Hoffnung auf das bleibe, was nach aller Geschichte liegt. Bonaventura glaubt an ein neues Heil in der Geschichte, innerhalb der Grenzen dieser Weltzeit.“
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    http://www.stereo-denken.de/joachim-ratzinger.htm

    Das neue Zeitalter des Geistes? – Pater Cantalamessa, Papst Franziskus und Joachim da Fiore

    https://www.katholisches.info/2013/04/das-neue-zeitalter-des-geistes-pater-cantalamessa-papst-franziskus-und-joachim-da-fiore/

    http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/audiences/2010/documents/hf_ben-xvi_aud_20100310.html

    https://www.heiligenlexikon.de/BiographienJ/Joachim_von_Fiore.html

    https://anthrowiki.at/Joachim_von_Fiore

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  5. Gerd sagt:

    Hier ist alles gesagt: Präzise und auf den Punkt.

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    • Nach Ansicht vieler orthodoxer und auch protestantisch-evangelischer Christen ist allerdings in der katholischen Kirche die Verehrung Christus als des Gekreuzigten viel zu sehr und unverhältnismäßig stark in den Mittelpunkt gerückt bzw. wurde leidenssüchtig übertrieben.
      Zwar gehört laut Neuem Testament der Bibel und gehörte laut archäologischen Funden das Kreuz als christliches Glaubenssymbol und Objekt der Verehrung und der gekreuzigte Christus als der Angebetete von Anfang an zum Christentum bzw. auch Urchristemtum.
      (im Gegensatz zu dem, was etwa die sogenannten „Zeugen Jehovas“ als Irrlehrer und falsche Propheten und Irregeführte fälschlicherweise behaupten, diese sind eine Sekte mit einer vollkommen verfälschten Bibel-Übersetzung, der manipulierten sogenannten „Neue Welt-„Übersetzung der Bibel, die der Sekten-Ideologie gemäß zurechtgedreht wurde…und auch die Puritaner lehnten das Kreuzzeichen bzw. sich Bekreuzigen ab, typisch für viele Alttestamentarisierer und alttestamentarisierende alttestamentarisch ausgerichtete Richtungen wie teilweise auch die Calvinisten bzw. Kalvinisten, die nur vermeintlich und angeblich Schrifttreu sind, und heute teilweise auch noch die Heilige Dreifaltigkeit als göttliche Trinität leugnen…und damit auch die Göttlichkeit von Jesus Christus und dem Heiligen Geist als Geist Gottes und „Geist der Weisheit und Offenbarung“ und Tröster und Paraklet als Mittler und Vermittler zu Gott dem gütigen Schöpfer Elohim – ein Gott, aber im Plural stehend, schon in der Genesis mit dem „Geist Gottes -! als gütigen Vater „abba“, zu dem Jesus Christus auch am Kreuz rief als ELI und „abba“ bzw. „Väterchen“ und so weiter.).
      Dennoch aber stand im Urchristentum an sich noch eher die Verehrung von Jesus Christus NICHT als dem leidenden gekreuzigten saturnischen Christus als Opfer für die Sünden der Welt und der Menschen bzw. Menschheit und als zorniger Richter der über die Welt richtet im Vordergrund…SONDERN des glücklichen und erlösten und siegreich Auferstandenen glorreichen strahlenden solarischen Christus als siegreich Erstandenen und himmlischen Herrscher bzw. „Pantokrator“ und spirituellen himmlischen Königs und inkarniertem LOGOS als fleischgewordenem „Wort Gottes“ und „Sohn Gottes“ und „Menschensohn“ (dieser Titel stammt noch aus der Prophezeiung des Propheten Daniel im Alten Testament der Bibel vom Kommen des prophezeiten göttlichen Erlösers der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier nach dem Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster mit ihren sterndeutenden Magier-Priestern, zu deren oberstem der persische König den Propheten Daniel ernannt hatte – Jesus Christus war laut den Evangelisten des Neuen Testamentes dieser „Menschensohn“ und führte diesen Titel auch selbst als „neuer Adam“ und „Anthropos“ des AT, auch beim Apostel Paulus usw . – Jesus Christus war eben beides, der „Menschensohn“ als göttlicher Erlöser und auch der im Alten Testament prophezeite und verheißene jüdische Messias…auch die „Magoi aus dem Osten“ im Neuen Testament der Bibel beziehen sich darauf und huldigen ihm als göttlichen Erlöser und spirituellen Herrscher – dies waren eben die sterndeutenden Magier-Priester der Zarathustrier bzw. Zoroastrier).
      Tatsächlich gab es im Urchristentum auch die Darstellung von Jesus Christus als guten Hirten und Messias mit Aureole bzw. Strahlenkranz (der sogenannte „Heiligenschein“, der ursprünglich mit 7 Farben die 7 spirituellen Welten bzw. antiken Planeten-Sphären symbolisierte, siehe auch die Engel der 7 Gemeinden zu Sternensymboliken der Bibel) als einem schönen Jüngling, ähnlich dem griechisch-heidnischen Sonnengott Apollon. Dies ist der eher sonnenhafte lichte und helle solarische Christus als siegreicher göttlicher Erlöser.
      Dieser steht beispielsweise in den Liturgien und Ritualen und Messen der orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw. Ostkirchen deutlich mehr im Mittelpunkt des Rituals und der Liturgie und der Meßfeier. So etwa symbolisiert durch die heilige Hostie und die Monstranz bzw. die Hostie in der Monstranz und durch die Schale und den Kelch und den Weihrauch. Die Monstranz spielt vor allem bei Prozessionen eine Rolle. Der Weihrauch als solarisches Sonnensymbol in der Antike bzw. sakrales Weihegeschenk und heiliges spirituelles Symbol speziell auch der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zoroastrier bzw. Zarathustrier bzw. Parsen wurde auch schon von den „Magoi aus dem Osten“ im Neuen Testament der Bibel als sterndeutenden Magier-Priestern der Zarathustrier bzw. Zoroastrier nach dem Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster als kultische Symbole und religiös-spirituelle heilige Weihegaben zur Geburt von Jesus Christus mitgebracht und dargebracht, mit denen sie Jesus Christus als göttlichen Erlöser und spritituellen Herrscher des neuen Äons bzw. Fische-Zeitalters als Weltenmonat im platonischen Weltenjahr huldigten. Siehe dazu auch den Tierkeis bzw. Zodiak als „Mazzaroth“ im Alten Testament und den Philosophen Platon, der auch die Sonne als Symbol für Gott verwendet – wie später auch die Urchristen für Jesu Christi und den siegreich auferstandenen Jesus Christus, zusammen mit dem Weihrauch als Sonnensymbol und Kultgegenstand und Weihegabe usw.
      Siehe auch den Benediktiner-Mönch Odo Casel dazu mit seiner Liturgie und Mysterien- und Bogumiltheologie und etwa auch Johannes „Scottus“ Eriugena mit seiner johannäischen Urbild-Theologie und die alten Messen und Liturgien und Rituale des iro-keltischen bzw. iro-schottischen Johannes-Christentums der koptisch-pelagianischen Johannes-Kirche nach dem Apostel Johannes, die einst von den ägyptischen Kopten von Alexandria in Ägypten begründet wurde. Gegenwärtig versucht man deren Rituale und Meßfeiern und Liturgien
      wiederzubeleben, die iro-keltische bzw. iro-schottische Johannes-Kirche bzw. das Johannes-Christentum der britischen Inseln und in der Bretagne in Frankreich und in Galizien in Spanien ging dann im Mittelalter später mitsamt seinen Heiligen wie dem Heiligen St. Patrick als dem großen Missionar Irlands und dem Heiligen Johannes „Scottus“ Eriugena als großen Mystiker und Theologen und Philosophen in der römisch-katholischen Kirche nach den Aposteln Petrus und Paulus auf. Auch bestand einst eine Kirchenunion zwischen der katholischen Kirche und der koptischen Kirche Äthiopiens, die Meßfeiern der Kopten sind also anerkannt und es gibt viele theologische Gemeinsamkeiten und Übereinstimmungen.
      Ebenso seit hiermit offiziell darauf hingewiesen, dass auch die alte byzantinische Messe der russisch-orthodoxen Kirche von der katholischen Kirche als legitim und gültig anerkannt wurde. Sie eignet sich daher auch und gerade für Katholiken ganz hervorragend zum Besuch. Und zum dringend empfohlenen ökumenischen Gebet um den Heiligen Geist und zum dreifaltigen Gott, auch steht dort mehr der auferstandene und siegreiche Jesus Christus als glücklich erlöster und erlöster Heiland und solarischer Auferstandener und göttlicher Erlöser und himmlischer Herrscher bzw. „Pantokrator“ und heiliger Messias im Zentrum der Messe und Mittelpunkt des Rituals und der Liturgie! Leider ist gerade in der katholischen Kirche übermäßig das Kreuz in den Mittelpunkt der Verehrung und des Rituals getreten, aber nach der Kreuzigung folgt die Auferstehung des siegreichen den Satan und den Tod überwunden habenden göttlichen Erlösers und Heilands und in den Himmel aufgestiegenen bzw. aufgefahrenen himmlischen Herrschers „Pantokrator“ und Messias.

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