Polizei übt scharfe Kritik an Fußballgewalt beim Bundesliga-Spiel in Dortmund

Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat die schweren Ausschreitungen beim Bundesligaspiel Dortmund gegen Hertha scharf verurteilt. Die Gewalttäter müssten nun ermittelt und möglichst streng bestraft werden. In Berlin erklärte ihr Bundesvorsitzender Rainer Wendt: 

Diese schweren Straftaten sind nicht im Affekt geschehen, sondern waren vorsätzliche Gewaltkriminalität.

Wer von vornherein Schlagwerkzeuge, Masken und Pyrotechnik mitführt, offenbart Gewaltbereitschaft und kriminelle Energie. Auch der Veranstalter muss sich fragen lassen, wie die Eingangskontrollen verbessert werden können, damit solche Gegenstände draußen bleiben.

Die Einlassungen sog. Fanhilfe-Organisationen sind an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Die Einsatzkräfte der Polizei haben erkennbar richtig und angemessen gehandelt, ihnen eine Schuld für die Eskalation zuzuweisen, ist eine freche Verdrehung der Geschehnisse.

Jetzt wird es darauf ankommen, die Kriminellen zu ermitteln und zu überführen. Hoffen wir, dass die Strafgerichtsbarkeit dann deutliche Zeichen setzt, sonst kriegen wir die Fussballgewalt nie in den Griff!“

Quelle: https://www.dpolg.de/aktuelles/news/dpolg-fussballgewalt-in-dortmund-mit-vorsatz-und-krimineller-energie/


Hessens Ministerpräsident zahlt die Zeche für verfehlte Bundespolitik

Von Peter Helmes

Nach Bayern nun auch Hessen: Wähler entscheiden inzwischen so wechselhaft, daß bestimmte Ereignisse einen viel größeren Einfluß auf das Wahlergebnis bekommen als früher. Stammwähler bröckeln mehr und mehr ab. Und die Alt-Parteien, so scheint es, stehen der Entwicklung fassungs- und hilflos gegenüber.

Seit Wochen, erst recht nach der Bayern-Wahl, herrschten größte Anspannung vor allem bei den Parteien, die „auf alles eingestellt“ sind. Diese rhetorische Muskelübung verhallt nahezu ungehört, der Wähler blickt mehr durch als früher, zumindest ist er skeptischer. Politische Schalmeienklänge erreichen ihn nicht mehr.

Die Hessen bezahlen jetzt, was „Berlin“ angerichtet hat. Denn die außerhessischen Faktoren waren (und sind) allesamt eher entmutigend:

  • Eine Große Koalition im Bund, die längst in einer Dauerkrise steckt.
  • Union und SPD, die immer mehr an Stimmen, immer mehr an Rückhalt verlieren.
  • Eine Kanzlerin, die heftig angeschlagen ist, die diese Woche dann in die politische Offensive geht. Erst stoppt sie weitestgehend Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien. Zum zweiten harsche Kritik an der Automobilindustrie wegen der Diesel-Affäre. Das verbreitet mitnichten Selbstbewußtsein, sondern schürt die Zweifel, ob „die da oben“ den Herausforderungen noch gewachsen sind. Sie waren es nie – und für Optimismus besteht wahrlich kein Anlaß.

Der Wähler wird unberechenbarer. Das sieht man gerade jetzt deutlich in Hessen: Wir haben zwei Parteien, die in der Regierung stehen. Eine – die CDU – wird massiv abgestraft, die andere – Die Grünen – werden von allen Seiten der veröffentlichten Meinungsmacher hochgelobt.

Dadurch haben wir eine seltsame Situation, die neu ist für unser Land: Es geht derzeit nicht mehr ums Bundesland, sondern um den Bund. 72 Prozent der Deutschen sagen nach einer Umfrage für „Weltfernsehen“: Die Bundespolitik ist das Entscheidende, und nur 14 Prozent die Landespolitik.  

Diese Entwicklung gefährdet die demokratische Verfaßtheit unseres Landes. Wir haben eine Situation, wonach die Wähler im Prinzip in Hessen mit der Landesregierung zufrieden sind. Wir haben auf der anderen Seite eine Situation, in der die Wähler höchst unzufrieden mit der Bundespolitik sind. Und sie fragen: „Was passiert denn da eigentlich in Berlin?“ Und damit wird gleichzeitig erkennbar, daß die Landespolitik nicht (mehr) zählt.

Die Politik beschäftigt sich in der öffentlichen Wahrnehmung nur mit sich selbst – was in der Psychologie als „Halo-Effekt“ bezeichnet wird: Wenn eine Partei z. B. einen Gesamteindruck verkörpert, dann schlägt dieser Gesamteindruck die Detailkompetenz. 

Dabei ist ein Blick auf die Grünen interessant: Die geben nämlich derzeit – im Gegensatz zu den Zeiten der früheren Schlachtrösser wie Trittin, Künast usw. – viel eher ein harmonisches Gesamtbild ab. Die Schwäche der Konkurrenz läßt die Grünen auf einer emotionalen Welle, einer positiven Welle, schwimmen.

Zudem wirken die neuen Parteivorsitzenden der Grünen frischer, unverbrauchter, ja einfach sympathischer als das „alte Eisen“ der anderen Parteien. Und sie erwecken den Eindruck, sich eher um Themen denn um Posten zu kümmern. Ihre Botschaft lautet: „Posten sind nicht wichtig, wir wollen unsere Überzeugung durchsetzen!“ Diese Rolle spielen sie nicht nur gekonnt, sondern in nach außen wirkender „innerer Geschlossenheit“.

Die Grünen haben aus den früheren ätzenden Zeiten gelernt. Die Betonköpfe wurden ins politische Abseits befördert. Und als Kaninchen aus dem grünen Zauberhut steigen Frau Baerbrock und Herr Habeck ins Rampenlicht und geben die neuen Sympathieträger der Grünen.

Noch wichtiger: Sie geben ihrer Partei ein klares Profil – erleichtert dadurch, daß die Alt-Parteien keines oder nur ein verwaschenes Profil ausweisen. Ob zu Recht oder nicht: Jeder meint heute, die Frage klar beantworten zu können, wofür die Partei der Grünen heute steht. Das ist ein parteipolitisch und strategisch besonders positiver Aspekt; denn die Gegenfrage nach „den anderen“ legt schonungslos deren innere Leere blank:

  • Bei den Grünen weiß man (wirklich oder vermeintlich, ist egal), für was sie stehen
  • Und wie ist das bei der SPD? Nix Genaues weiß man nicht – nicht mal, ob die SPD in der GroKo bleiben soll
  • Für die CDU steht nahezu das Gleiche wie für die SPD 
  • Die FDP – so man sie überhaupt wahrnimmt – hat scheinbar nur das „Programm Lindner“. Mit ihm steht und fällt der ganze linksliberale Laden
  • Die Linkspartei gerät ins Vergessen – wo sie nach meiner Meinung gut aufgehoben ist

Klar, die „Sozis“ – wie sie von politischen Gegnern gerne gerufen werden – sind stolz darauf, älteste und traditionsreichste Partei Deutschlands zu sein und vier politische Systeme überdauert zu haben. 1875, im Kaiserreich, wurde sie als Zusammenschluss des von Ferdinand Lassalle 1863 begründeten Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) mit der sechs Jahre später gebildeten, von August Bebel und Wilhelm Liebknecht angeführten Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) gegründet. (Ihren heutigen Namen „Sozialdemokratische Partei Deutschlands“ – SPD – trägt sie seit 1890.)

Die Partei hat in ihrer langen Geschichte Höhen und Tiefen durchlebt, sich Verdienste erworben, aber auch wieder aufs Spiel gesetzt. Anhand der Geschichte der letzten zwei, drei Jahrzehnte wird der Niedergang einer einst stolzen und vaterländischen Partei sichtbar. Friedrich Ebert, Kurt Schumacher, Georg Leber, Helmut Schmidt …ja selbst Willy Brandt waren und sind erst recht auch heute noch die „großen Namen“ der SPD, die zutiefst – wenn auch nicht immer erfolgreich – für Anstand, Würde und soziale Gerechtigkeit standen.

Ihre Epigonen vom Schlage eines Oskar Lafontaine, eines Rudolf Scharping, eines „Königs“ Kurt Beck oder wie sie alle hießen – wer kennt die Zahlen, nennt die Namen der Nachfolger der sozialdemokratischen Urgesteine? – letztlich bis hin zu „Siggi“ Gabriel, Martin Schulz und auch (und offensichtlich erst recht) Andrea Nahles – hatten weder Größe noch Format und mitnichten Fortune in ihrem zu groß geratenen Amtsanzug, aber verstrickten sich nur zu gerne in Diadochenkämpfe.

Die SPD trägt die Haupt- bzw. ein gerüttelt´ Maß an Mitverantwortung für die Asylkatastrophe ebenso wie über die Schuldenmacherei, Gratis-Wohlfahrtsstaat-für-Alle-Illusion und leistungsfeindliche Schulpolitik bis zur Genderei und „Grundeinkommen für Alle“, auch wenn sie nicht arbeiten.

Jeder Anspruch soll erfüllt werden. Abtreibung und Schwulen-Ehe als zentrale gesellschaftliche Werte. Und alles durchsetzt von der Political Correctness. Datenschutz statt Schutz vor Verbrechern. Und vieles andere mehr, was schlecht und teuer ist….

FORTSETZUNG dieser Wahlanalyse hier: https://conservo.wordpress.com/2018/10/28/hessenwahl-klatsche-fuer-cdu-und-spd-triumph-fuer-gruene-und-afd-aber-keine-partei-kann-sich-mehr-auf-die-waehler-verlassen/

 

 


GOTT tröstet als Vater sein Volk Israel

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jer 31,7-9:

So spricht der HERR: Jubelt Jakob voll Freude zu, und jauchzt über das Haupt der Völker! Verkündet, lobsingt und sagt: Der HERR hat sein Volk gerettet, den Rest Israels.
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Seht, ich bringe sie heim aus dem Nordland und sammle sie von den Enden der Erde, darunter Blinde und Lahme, Schwangere und Wöchnerinnen; als große Gemeinde kehren sie hierher zurück.
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Weinend kommen sie, und tröstend geleite ich sie. Ich führe sie an wasserführende Bäche, auf einen ebenen Weg, wo sie nicht straucheln. Denn ich bin Israels Vater, und Efraim ist mein erstgeborener Sohn.

Attentat auf Synagoge in Pittsburgh: Elf Menschen starben, sechs wurden verletzt

Mit Entsetzen haben weltweit Politiker und Religionsvertreter auf das Attentat am 27. Oktober in einer Synagoge in Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) reagiert. Elf Menschen kamen ums Leben. Sechs weitere wurden Medienberichten zufolge verletzt, darunter vier Polizisten.

Ein 46-jähriger Tatverdächtiger wurde gefasst. Er soll Augenzeugenberichten zufolge „Alle Juden müssen sterben“ gerufen haben. Der Mann habe ein halbautomatisches Gewehr und mindestens drei weitere Handfeuerwaffen dabei gehabt, erklärte die Polizei.

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu sprach in einer Videobotschaft von einer schrecklichen antisemitischen Brutalität. Er sei todunglücklich und entsetzt über den mörderischen Anschlag. Das gesamte Volk Israel trauere mit den Familien der Getöteten: „Wir beten alle für die schnelle Genesung der Verwundeten.“

Quelle und Fortsetzung der IDEA-Meldung hier: https://www.idea.de/gesellschaft/detail/pittsburgh-entsetzen-ueber-anschlag-auf-synagoge-107010.html


„Unfehlbarkeit“ von Heiligsprechungen?

Von Felizitas Küble

In katholischen Gesprächszirkeln und Blogs wird immer wieder über die Frage diskutiert, ob Heiligsprechungen unter die päpstliche Unfehlbarkeit fallen.

Zunächst vorweg zur Klarstellung: Es steht fest, daß Seligsprechungen nicht unfehlbar sind. Die Kirche hat hier sogar bisweilen die Notbremse gezogen, z.B. im Fall des „seligen“ Knaben Anderl (Andreas) von Rinn, dessen Kult sie ausdrücklich zurückgenommen hat.

Es soll sich, so glaubte man einst, bei dem ermordeten Kind um ein Opfer jüdischen Ritualmords gehandelt haben. Nachdem die unhistorische Herkunft dieser Legende erwiesen war, untersagte die Kirche eine weitere Verehrung des Anderl.

Zudem müssen Seligsprechungen nicht vom Papst selbst verkündet werden – das kann grundsätzlich auch ein Kardinal oder kirchlicher Gesandter übernehmen, was  mehrfach vorgekommen ist, insbesondere unter dem Pontifikat Benedikts. 

Nun stehen Heiligsprechungen zweifellos eine Stufe höher als Seligsprechungen: Während es bei Seligsprechungen nur um einen regionalen oder um einen auf einen bestimmten Orden beschränkten Kult geht, ist dieser bei Heiligsprechungen universal, also für die weltweite Kirche gültig.

Damit eine bestimmte päpstliche Entscheidung jedoch „unfehlbar“ ist, muß es klare Bestimmungen geben; dafür genügend keine spekulativen „Ermessensgründe“ oder fromme Anmutungen, auch nicht die „Mehrheitsmeinung“ der früheren oder heutigen Theologen etc.

Tatsache ist jedenfalls, daß es

  1. kein Dogma gibt, wonach Heiligsprechungen unfehlbar seien
  2. in zweitausend Jahren keine einzige entsprechende Konzilsäußerung vorliegt
  3. Die päpstliche Kanonisations-Formel den entscheidenden Begriff „unfehlbar“ nicht enthält

Es existiert zudem keine päpstliche Enzyklika, die sich diesem Thema widmet oder sich auch nur beiläufig damit befaßt (und selbst wenn es so wäre: solche Hirtenschreiben fallen wiederum auch nicht unter die päpstliche Unfehlbarkeit).

Abgesehen davon geht es bei einer Heiligsprechung nicht um eine Entscheidung über eine Glaubens- oder Sittenfrage. Zudem sind unfehlbare Glaubenssätze (= Dogmen) für Katholiken verpflichtend; die Heiligenverehrung aber nicht, sie wird lediglich empfohlen.

Überdies beruhen Dogmen auf der göttlichen Offenbarung (Bibel und apostolische Überlieferung), nicht jedoch die einzelnen Kanonisationen. Es geht hier auch nicht um jenes „hinterlegte Glaubensgut“ (depositum fidei), das „immer und überall“ in der Kirche vorhanden war.

Jene, die behaupten, Heiligsprechungen seien unfehlbar, müssen erst einmal den Beweis hierfür erbringen – und nicht umgekehrt.

Dazu kommt, daß es mehrfach eine „Reform“ des Heiligenkalenders gab.

Das bedeutet vor allem, daß bestimmte Heilige, die man zuvor als solche verehrte, aus dem Martyrologium „gelöscht“ wurden, wenn z.B. erhebliche Zweifel an ihrer historischen Existenz aufkamen, es zu viel legendäres Rankenwerk um ihr Leben gab oder inhaltliche Bedenken auftraten. Weil sich Kirchenkritiker auf Clemens v. Alexandrien beriefen, wurde er im Jahr 1584 aus dem Heiligenkalender gestrichen.

BILD: Der hl. Christopherus gilt als Patron der Autofahrer (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Manchmal kam es auch zu Kompromissen, etwa beim hl. Christopherus, der 1962 vom Vatikan aus der Heiligenliste gestrichen wurde, aber im deutschen Diözesankalender verbleiben durfte. 2004 wurde er wieder  n e u  ins römische Martyrologium aufgenommen.

Sehr bekannt und beliebt war die 1837 päpstlich in den Heiligenkalender aufgenommene Philomena; 1841 ehrte Gregor XVI. sie zudem mit einem Fest am 11. August. In einem alten Buch wurde sie im Titel gar als „Die Wundertäterin des 19. Jahrhunderts“ gewürdigt; sie war die Lieblingsheilige des Pfarrers von Ars. –  Dennoch wurde sie 1961 aus dem Verzeichnis der Heiligen entfernt. Manche Anhänger akzeptieren das nicht und verehren sie fleißig weiter; es gibt sogar eine eigene „Philomena“-Fanzeitschrift usw. (Diskussionen darüber u.a. hier: https://kreuzgang.org/viewtopic.php?f=1&t=3404)

Sodann existierte z.B. jahrhundertelang ein kirchlicher Kult um den „heiligen“ Simon von Trient, auch angeblich ein Opfer jüdischer Ritualmörder. Sein Gedenktag war der 24. März, sein Name stand im Martyrologium, wie man diesem Auszug aus einem älteren Buch entnehmen kann: http://www.heiligenlegenden.de/monate/maerz/24/simon/home.html

1965 hat die Kirche jedoch die Verehrung eingestellt und erklärt, der „Ritualmord“ zu Trient habe nie stattgefunden.

Dies hatte allerdings Papst Sixtus IV. schon vierhundert Jahre früher erkannt und die Simon-Verehrung sogar mit Exkommunikation bedroht. Doch er konne die damalige judenfeindliche Stimmung nicht wirksam eindämmen. Sein Nachfolger Sixtus V. zeigte sich gegenüber dem verhängnisvollen Volks(aber)glauben nachgiebiger und akzeptierte den Simon-Kult im Jahre 1588. Die Kirche hat hier zweimal ihren Standpunkt geändert: Erst von Contra auf Pro, dann von Pro auf Contra.

Ähnlich lief es beim „heiligen“ Werner von Bacharach; hier wurde der entsprechende Eintrag ins Heiligenverzeichnis 1963 „gelöscht“: https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_von_Oberwesel

Nun wird manchmal der Einwand erwähnt, Heiligsprechungen müßten schon aus Gründen der „Angemessenheit“ unfehlbar sein, weil Katholiken, die sich um Fürbitte an einen Heiligen wenden, hierüber eine absolut sichere Klarheit benötigen würden.

Dasselbe Argument könnte man aber mit gleicher Logik auch hinsichtlich der Seligsprechungen anbringen, schließlich dürfen Gläubige auch einen Seligen um Fürsprache bitten. Nun steht fest, daß Seligsprechungen nicht unfehlbar sind; dieses Thema ist unter Theologen nicht einmal strittig, sondern eindeutig geregelt.

Übrigens gab es beim Zeremoniell der Heiligsprechung jahrhundertelang bis zur Frühzeit der Reformation das sog. „Gebet gegen den Irrtum“ mit der Bitte, Gott möge die Kirche bei diesem Akt vor einem Fehler bewahren. Daraus hat schon Luther geschlußfolgert, also sei sich der Papst seiner Sache wohl nicht ganz sicher. Näheres über dieses „Gebet gegen den Irrtum“ in dem Fachbuch „Papsturkunden und Heiligsprechung“: https://books.google.de/books?isbn=3412258059

Sodann wird gesagt, eine Kanonisation gelte für die gesamte Weltkirche, daher müsse sie infallibel (unfehlbar) sein. Dies allein ist aber kein zwingendes Argument, denn das vom Papst als oberster Gesetzgeber bestimmte Kirchenrecht (der CIC) beansprucht ebenfalls universale Geltung, obwohl es nicht göttlichen, sondern menschlichen bzw. kirchlichen Rechts ist  –  was allseits unbestritten ist.

Gleichwohl geht die Kirche grundsätzlich bei Seligsprechungen und erst recht bei Heiligsprechungen zweifellos sorgfältig vor. Bevor eine Erhebung zur „Ehre der Altäre“ stattfindet, ist in der Regel ein langwieriger kirchenrechtlicher „Prozeß“ vorausgegangen, ein Informationsverfahren erst auf diözesaner Ebene, danach im Vatikan. Dabei ist die Kirche freilich auf die Wahrheitsliebe und Glaubwürdigkeit der Zeugen angewiesen, die sie nicht absolut sicher gewährleisten kann. Sodann sind Gebetserhörungen bzw. ein erwiesenes Wunder auf die Fürsprache des Verehrten erforderlich.

Von daher gibt es gewiß eine gründliche und fundierte Basis für solche Kanonisationen – allerdings beinhaltet seriöse Verläßlichkeit noch keine Unfehlbarkeit.

So sieht das offenbar auch Kurien-Bischof Giuseppe Sciacca, von Amts wegen Sekretär der Apostolischen Signatur im Vatikan: https://www.lastampa.it/2014/07/10/vaticaninsider/are-canonizations-infallible-r2aK5PypZe95tWoFf53v8K/pagina.html

Ebenso der am 27.10.2018 verstorbene Theologe Monsignoe Brunero Gherardini. Der ehem. Dekan der Theologischen Fakultät der Päpstlichen Lateranuniversität veröffentlichte seine Einwände zur „Unfehlbarkeit“ von Heiligsprechungen unter dem Titel „Canonizzazione ed infallibilita“ in der Zeitschrift der Päpstlichen Akademie für Theologie im Jahr 2003.

HIER haben wir erläutert, warum die Verehrung und Anrufung der Heiligen auch biblisch begründet ist: https://charismatismus.wordpress.com/2011/08/06/die-fursprache-der-gerechten/

Bedenken zur Heiligspechung von Papst Paul VI. durch die Priesterbruderschaft St. Pius X: https://fsspx.de/de/news-events/news/kommuniqu%C3%A9-des-generalhauses-zur-heiligsprechung-papst-pauls-vi-41189

 


Kardinal Müller und vatikanischer Nuntius kritisieren Wucherpfennings Ansichten

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In den letzten Wochen gab es eine zunehmende kirchliche Kontroverse um den Jesuitenpater Prof. Dr. Ansgar Wucherpfenning aus Frankfurt.
Dem Theologen wurde vom Vatikan die Verlängerung seiner Amtszeit als Rektor der Hochschule St. Georgen verweigert, weil seine Ansichten pro Homosexualität nicht mit der kirchlichen Lehre übereinstimmen. 
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Danach war von einem Kompromiß die Rede, wonach die römische Kurie in dieser Personalie nachgeben könne, wenn der Jesuitenorden sozusagen die „Verantwortung“ für Wucherpfennigs „Rechtgläubigkeit“ übernehme, was immer das auch heißen mag.
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Inzwischen habe sich zwei bedeutende Kirchenmänner zu Wort gemeldet und die kirchliche Ablehnung homosexueller Verhaltensweisen bekräftigt:
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Der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterović, kritisiert die Positionen des umstrittenen Jesuitenpaters in der „Herder Korrespondenz“. Theologieprofessoren „müssen sich danach richten, was die Kirchenlehre sagt, und die ist zum Beispiel nachzulesen im Katechismus“, erläuterte der vatikanische Gesandte.
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Schon zuvor hatte der glaubensstarke und unbeugsame Kardinal Gerhard Müller (siehe Foto) zu diesem Thema Klartext gesprochen:
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Der frühere Präfekt der Glaubenskongregation sprach hinsichtlich der diskutierten Regelung von einem „faulen Kompromiss“. Er stellte klar, Pater Wucherpfennig sei kein „Leibeigener des Jesuitenordens“, vielmehr „eigenverantwortliche Persönlichkeit“, deshalb müsse er „verantwortlich für seine Lehre eintreten“.

Die „Grundwirklichkeit der Ehe“ sei „nur für einen Mann und für eine Frau möglich“, erklärte Kardinal Müller. Außerdem sagte er zur „Homo-Ehe“: „Personen gleichen Geschlechts können keine Ehe eingehen“ und wenn Staaten von einer gleichgeschlechtlichen Ehe sprächen, sei dies „Etikettenfälschung“ und Kompetenzüberschreitung.

Zweites Foto: Bistum Regensburg

 


Ex-Boxweltmeisterin Halmich war eine Nacht mit Dortmunder Polizisten auf Streife

Gewalt, Respektlosigkeit, Kriminalität: Polizisten und Polizistinnen machen tagtäglich einen Knochenjob, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Regina Halmich hat das am eigenen Leib erfahren. Für stern TV ist die ehem. Boxweltmeisterin mit den Beamten eine Nacht auf Streife gegangen.

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BILD: Polizei kontrolliert nachts im berüchtigten Görlitzer Park in Berlin (Foto: Michael Leh)
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„Verbot der Gesichtsverhüllung vor Gericht“ wird in den Bundestag eingebracht

Der Bundesrat hat beschlossen, den bayerisch/nordrhein-westfälischen Gesetzentwurf über ein Verbot der Gesichtsverhüllung während der Gerichtsverhandlung in den Bundestag einzubringen.

Bayerns Justizminister Winfried Bausback betonte: „Dies ist ein großer Erfolg hartnäckiger bayerischer Rechtspolitik. Der Bundesrat hat auf bayerische Initiative hin ein ganz klares Signal für die Wahrheitsfindung vor Gericht und damit für unseren Rechtsstaat und für unsere Gerichte gesetzt!“

Dabei ebne der Gesetzentwurf den Weg für eine eindeutige Regelung für Richter: „Verfahrensbeteiligte, wie zum Beispiel Zeugen, sollen ihr Gesicht vor Gericht nicht verdecken dürfen. Richter sollen Zeugen bei ihrer Aussage ins offene Gesicht schauen können, um sie angemessen würdigen zu können.“

Der Bayerische Justizminister fordert den Bundestag nun auf, dem Gesetzentwurf des Bundesrates ebenfalls zuzustimmen.

Bayern hat die Diskussion zu diesem Thema bereits vor zwei Jahren angestoßen und seither wesentlich und mit eigenen Gesetzesvorschlägen geprägt. Vor allem hat der Freistaat auch dafür gesorgt, dass eine entsprechende Regelung im Koalitionsvertrag steht und dass sich die Frühjahrsjustizministerkonferenz für eine solche Regelung ausgesprochen hat.

Quelle: https://www.csu.de/aktuell/meldungen/oktober-2018/grosser-erfolg-bayerischer-rechtspolitik/


Seid keine unmündige Kinder, kein Spiel der Wellen, hin und her getrieben

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: Eph 4,10-16:

Christus gab den einen das Apostelamt, andere setzte ER als Propheten ein, andere als Evangelisten, andere als Hirten und Lehrer, um die Heiligen für die Erfüllung ihres Dienstes zu rüsten, für den Aufbau des Leibes Christi.
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So sollen wir alle zur Einheit im Glauben und in der Erkenntnis des Sohnes Gottes gelangen, damit wir zum vollkommenen Menschen werden und Christus in seiner vollendeten Gestalt darstellen.
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Wir sollen nicht mehr unmündige Kinder sein, ein Spiel der Wellen, hin und her getrieben von jedem Widerstreit der Meinungen, dem Betrug der Menschen ausgeliefert, der Verschlagenheit, die in die Irre führt.
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Wir wollen uns, von der Liebe geleitet, an die Wahrheit halten und in allem wachsen, bis wir IHN erreicht haben. ER, Christus, ist das Haupt.
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Durch IHN wird der ganze Leib zusammengefügt und gefestigt in jedem einzelnen Gelenk. Jedes trägt mit der Kraft, die ihm zugemessen ist. So wächst der Leib und wird in Liebe aufgebaut.

Warum gibt es einen Sonderzug für Chaoten?

Von Felizitas Küble

Man faßt sich an den Kopf: Da stellt die staatseigene Deutsche Bahn eigens einen SONDERZUG für tausend potentielle Randalierer zur Verfügung, der von Prag aus über Dresden und weitere Städte nach Düren führt, so daß die Anhänger der Aktion „Ende Gelände“ auf dem Hambacher Forst ihr rechtswidriges Treiben veranstalten können.

BILD: Hambacher Forst mit Polizisten und Protestlern

Dies alles geschieht auf dem Rücken der Polizeibeamten, die wieder als „Prügelknaben“ der Nation herhalten, obwohl sie nur ihre gesetzliche Pflicht erfüllen, wohingegen die linke Initiative „Ende Gelände“ schon im Vorfeld zu Rechtsbrüchen, Landfriedensbruch etc. aufgerufen hatte.

Das hat mit friedlichem Protest gegen Braunkohle-Abbau nichts mehr zu tun, sondern mit staatsfeindlichen Aktionen.

Obwohl genau dies bereits  – nicht nur der Polizei – bekannt war, obwohl sich bereits am heutigen Freitag „typische“ Szenen in Düren abgespielt haben (z.B. Ankömmlinge, die sich weigerten, der Polizei ihre Personalien zu zeigen), gibt es für diese mutmaßlichen Rechtsbrecher einen Sonderzug, der sie eigens – teils vom Ausland her –  nach Norddeutschland beförderte.

Der ganze Vorgang geht zu Lasten der Polizei, der jetzt auch noch massenhaft Chaoten vor die Nase gesetzt werden.

Frühere Polizeimeldung zum Hambacher Forst: https://charismatismus.wordpress.com/2018/09/13/hambacher-forst-wendt-kritisiert-linke-oeko-extremisten-als-gewalttaeter/