Zentralfrik. Republik: Massaker in Aliando – UNO-Blauhelme greifen nicht ein

„Nach dem, was ich weiß, haben die Blauhelme der UN- Mission in der Zentralafrikanischen Republik die Bevölkerung nicht vor den Rebellen geschützt, die den Anschlag in Alindao begangen haben. Bei der Ankunft der Kämpfer sollen sie sich in ihre Basis zurückgezogen und die Bevölkerung ihrem Schicksal überlassen haben“, erklärt der aus der Zentralafrikanischen Republik stammende Priester Amos Boubas.

Am 15. November griffen die Rebellen der „Unité pour la Paix en Centrafrique“ (UPS) unter dem Leitung von General Ali Darassa die Kathedrale von Alindao im Süden des Landes und das nahe gelegene Flüchtlingslager an.

„Nachdem sie die Kathedrale geplündert und niedergebrannt hatten, zogen die Rebellen weiter in das Flüchtlingslager, wo sie mindestens 42 Menschen ermordeten. Unter den Opfern sind auch der Generalvikar der Diözese Alindao, Prälat Blaise Mada, der gestern beerdigt wurde, und ein anderer Priester, Pfarrer Celestine Ngoumbango aus Mingala, dessen Leiche erst heute gefunden wurde“, so Pfarrer Boubas. Der Geistliche erklärt weiter:

„Die beiden Priester wurden durch Schüsse getötet, die während des Angriffs die bischöfliche Residenz, abgefeuert wurden, wo sie zusammen mit anderen Leuten Zuflucht gesucht hatten. Bischof Cyr-Nestor Yapaupa von Alindao kümmert sich derzeit um die Evakuierung der Überlebenden und deren Unterbringung in der Hauptstadt Bangui.“

Quelle: Fidesdienst

 


Absurde Gender-Zensur: Die Sprache gehört uns und nicht den Ideologen!

Von Peter Helmes

Ich bin hoffnungslos veraltet – wie´s scheint. Denn ich mache die Sprachverrenkungen linker Umerzieher_Innen nicht mit, liebe Leser_Innen und Leser!

Sie nennen es „gendergerechte Sprache“, also „geschlechtergerechte Sprache“. Komisch, bisher war ich immer davon ausgegangen, daß Männlein und Weiblein mich verstehen, sofern ich mich klar ausdrücke – und zwar unabhängig von ihrem Geschlecht..

Aber die linken Sprachzensoren (ich spar mir jetzt das _Innen usw.) sehen das anders. Sie wollen eine andere Sprache, einen Mischmasch aus weiblichen und männlichen Formen.

„Kundin“ statt „Kunde“ – abgeschmettert

Doch irgendwann – da bin ich sehr zuversichtlich – macht das Volk nicht mehr mit, schon deshalb, weil die Causa viel zu kompliziert ist. Und noch scheint die Rechtsprechung in dieser Problematik auf gesunden Füßen zu stehen:

Im Frühjahr 2018 hat Marlies Krämer vor Gericht darum gekämpft, von ihrer Sparkasse als „Kundin“ und nicht als „Kunde“ angesprochen zu werden. Erfolglos: Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe wies ihre Forderung zurück.

Allein schon der Schreibfluß dieser Mißgeburten schriftlicher Ausdrucksformen bereitet Probleme, genauer: Ein („fließender“!) Schreibfluß ist nicht möglich.

Dazu kommen die unterschiedlichen Varianten: Gender-Stern („Hörer*innen), Gender-Gap (Hörer_innen) oder großes Binnen-I (HörerInnen): Es gibt – neben der Doppelung „Hörerinnen und Hörer“, der Flüchtling/die Flüchtlingin (oder?) – verschiedene Möglichkeiten, geschlechtergerecht zu schreiben.

Sachlich gesehen gibt es keinen zwingenden Grund, unsere Sprache derart zu verbiegen. Die Gründe liegen also nicht in der Sache, sondern in der Ideologie! Dahinter, wen wundert´s, steht die „Frankfurter Schule“, die uns seit langem zu Neuen Menschen, zu einer Neuen Gesellschaft umformen will.

Sprachlich kommt es erst recht zur Kommunikationskatastrophe. Wie wollen wir denn z. B. den Gender-Stern („Hörer*innen), das Gender-Gap (Hörer_innen) oder das großes Binnen-I (HörerInnen) hörbar machen? Etwa durch gekünsteltes Hüsteln vor jedem solcher Sprachfetzen? Oder durch Handzeichen, die vor einem Gespräch, vor einer Rede dem Publikum erklärt werden?

Die Befürworter der Sprachverhunzung setzen das „Problem“ (das in meinen Augen keines ist) ganz oben an: Gender und gendergerechte Sprache seien Bestandteil einer Agenda, die es grundsätzlich auf Demokratie und Gleichberechtigung abgesehen hat.

Sabine Hark, linke Gender-Vorturnerin, bläst die Backen (tschuldigung: die Wangen) ganz dick auf:

„Daß demokratische Rechte und Institutionen erkämpft werden müßten und niemals als für selbstverständlich gegeben verstanden werden dürften, sie also grundsätzlich fragil sind, daran gelt es auch heute, angesichts der weltweiten Angriffe auf diese Rechte, zu erinnern. Im Zentrum dieser Angriffe stünden gegenwärtig in Ungarn wie in den USA, in Russland wie in Brasilien, in Polen wie in Deutschland oder der Türkei Angriffe auf ein eher kleines Studienfach: die Gender Studies.“

Und dann greift Sabine Hark ganz tief in die Ideologiekiste:

Die Verbannung der Gender Studies aus den ungarischen Universitäten, sagt sie, sei nicht nur ein Angriff auf die verfassungsrechtlich geschützte Freiheit von Forschung und Lehre, sie sei auch Teil der neoreaktionären Landnahme der Demokratie und des weltweiten Kampfes gegen die Gleichheit der Rechte, gegen geschlechtliche Selbstbestimmung sowie sexuelle und reproduktive Freiheit; demokratische Errungenschaften für die Frauen seit der Französischen Revolution kämpfen und ihr Leben gelassen haben.

Es sei einer der vielen Pfeile, mit denen die autoritäre Reaktion auf das Herz der Demokratie selbst ziele, jammert die Gender-Frontfrau.

Aber daß die Dame sich derart echauffiert, hat einen Grund:

Der störrische Präsident Viktor Orban aus Ungarn hatte nämlich wenige Tage zuvor seine gänzlich andere Meinung unterstrichen: Seine Regierung strich „Gender-Studies“ von der Liste der an ungarischen Universitäten zugelassenen Studiengänge.

Der Stabschef der ungarischen Regierung, Gergely Gulyas, erklärte, die Geschlechterforschung verstoße gegen den gesunden Menschenverstand, der Männer und Frauen als biologische Gegebenheiten kenne. Gender untergrabe überdies die Fundamente der christlichen Familie und somit der ungarischen Gesellschaft selbst. (Von Merkel dürften wir wohl einen solch vernünftigen Satz vergeblich einfordern.)

Widerstand wirkt! Geben wir nicht auf! Noch ist Zeit dafür; denn:

Gestern, am 16. November 2018, tagte der Rat für deutsche Rechtschreibung – auch über das gendergerechte Schreiben. Der „Rat“ lehnte einmütig die Forderung zur Aufnahme der „gendergerechten Sprache“ in den Duden ab.

Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem. Bundesgeschäftsführer der JU (Jungen Union). Er schreibt regelmäßig in seinem liberal-konservativen Blog www.conservo.wordpress.com 


Familienverband begrüßt Spahns Vorstoß: Kinderlose in Rente und Pflege mehr belasten

Gesundheitsminister Jens Spahn will Kinderlose in der Rente und Pflege stärker zur Kasse bitten. Der Deutsche Familienverband (DFV) unterstützt dieses Anliegen und fordert Beitragsentlastungen für Familien. Die bisherige Beitragsgestaltung ist verfassungswidrig.

Die Kinder der heutigen Elterngeneration sind die künftigen Beitragszahler und sorgen damit erst überhaupt für die Existenz der deutschen Renten-, Pflege- und Krankenversicherung. „Wer keine Kinder erzieht, profitiert schlichtweg von der Kindererziehung anderer“, sagt Dr. Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbandes und thüringischer Familienminister a.D.

Das Bundesverfassungsgericht hat bereits in mehreren Urteilen (Trümmerfrauenurteil 1992, Pflegeversicherungsurteil 2001) festgestellt, dass die Kindererziehung von Eltern ein wichtiger und geldwerter Beitrag ist und Verwerfungen ausschließlich innerhalb des Sozialversicherungssystems gelöst werden müssen. Bisher haben mehrere Bundesregierungen diesen Umstand weitgehend ignoriert und Ungerechtigkeiten gegenüber Millionen von Familien zementiert.

„Ich begrüße ausdrücklich den Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn, Kinderlose stärker in die Verantwortung zu nehmen“, so Dr. Zeh.

„Eltern dürfen nicht länger doppelt und verfassungswidrig in der Sozialversicherung belastet werden – und zwar mit den Kosten der Kindererziehung und gleichzeitig mit Beiträgen in die Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Wer keine Unterhaltspflichten gegenüber Kindern hat, muss stärker zur Kasse gebeten werden. Gleichzeitig ist eine Entlastung von Familien gefordert. Das ist nicht unfair gegenüber Kinderlosen. Das ist Beitragsgerechtigkeit!“

Der Deutsche Familienverband weist seit langem darauf hin, dass die Sozialversicherung einer nachhaltigen Strukturreform unterzogen werden muss, um Familien zu entlasten. Berechnungen zeigen, dass Familien mit einem durchschnittlichen Einkommen von 35.000 Euro und zwei Kindern nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen regelmäßig unter das steuerliche Existenzminimum rutschen.

„Sozialversicherungsbeiträge sind eine der wesentlichen Hauptgründe für Familienarmut in Deutschland. Dabei muss es doch gerade darum gehen, Menschen mehr Mut für Kinder zu machen und sie nicht finanziell an den Rand des Erträglichen zu drängen“, sagt Dr. Zeh.

Der Deutsche Familienverband und der Familienbund der Katholiken klagen derzeit vor dem Bundesverfassungsgericht und fordern eine Entlastung von Familien in Höhe von 240 Euro je Kind und Monat in der gesetzlichen Sozialversicherung.

Das Bundesverfassungsgericht hat bereits zum November 2018 Stellungnahmen von Verbänden und staatlichen Institutionen angefordert. „Es liegt einmal wieder an den Karlsruher Richtern aufzuzeigen, dass Familien nicht benachteiligt werden dürfen“, so Dr. Zeh. „Seit 17 Jahren warten wir, dass sich die Politik für Familien in der Sozialversicherung einsetzt. Jetzt jammern wir nicht mehr, wir klagen.“

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Familienverbandes