Ausstellung in Hildesheim über Fehler und Fälschungen in der Archäologie

Stammen die fossilen Knochen aus dem Harz tatsächlich von einem Einhorn? Grub Heinrich Schliemann in Troja den Schatz des Priamos aus und warum fiel der Louvre auf eine Fälschung herein? Jeder Mensch irrt täglich, schätzt Sachverhalte falsch ein, fällt auf Täuschungen herein. Davon bleiben auch renommierte Wissenschaftler nicht verschont.

Anhand von über 220 Exponaten deckt die vom 24.11.2018 bis zum 26.5.2019 im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim zu sehende Sonderausstellung „Irrtümer & Fälschungen der Archäologie“ spektakuläre Fehlurteile und Betrugsfälle in ganz Europa, Ägypten und dem Nahen Osten auf.

Die Besucher erfahren nicht nur, warum ein Irrtum oder eine Fälschung anfangs durchaus überzeugen konnte, sondern auch, mit welchen wissenschaftlichen Methoden die Klärung der Fälle gelang.

Quelle und weitere Infos hier: http://www.rpmuseum.de/ausstellungen/irrtuemer-und-faelschungen.html


6 Kommentare on “Ausstellung in Hildesheim über Fehler und Fälschungen in der Archäologie”

  1. Tristan sagt:

    Da ich mich selbst auch ein wenig der historischen Forschung gewidmet habe, muss ich mit großem Entsetzen feststellen, wie klammheimlich unsere Ideologen vor allem christliche Literatur auch bei Wikipedia verschwinden lassen, immerhin soll sich das Christentum nach dem Willen einiger unserer Kleriker und Papst Franziskus erst dem Islam und dann der Welteinheitsreligion unterwerfen. Umsonst war der Papst 2015 nicht bei der UNO Ehrengast.
    Mit einem Trick aus der Klamottenkiste werden so wertvolle historische Spuren ausradiert, um eine Rückbesinnung auf unsere Werte zu Gunsten einer globalen Elite zu verhindern. Vor allem Staatsbürgerkunde-Lehrer, die Geschichte teilweise als Teufelswerk sahen, sind nun die neuen Historiker und schreiben Reihen Weise Bücher ab. Zeit für einen neuen Historikerstreit. Da wird man schon als Laie zum Gegenhistoriker, wenn diese Neuzeithistoriker eine Bruchbude zum Lustschloss umschreiben oder andere Scherze. Da, wo historische Bauten bedroht sind und abgerissen werden, machen die keinen Finger krumm, was eigentlich ihre Aufgabe wäre, unser Kulturgut zu schützen, sondern stürzen sich auf gemachte Nester, wo die anderen die Kosten tragen. Der neueste Geistesblitz von Geschwätz-Theologen ist (Satire, da komm ich mit dem Hackebeilchen), die Madonna in eine katholische und eine protestantische zu spalten, Luther würde sich im Grabe herum drehen. Er hat lediglich die Lichtgestalt der Gottesmutter als reine Seele und Jesu als reine Seele anders gewertet, aber Maria nie abgewertet.

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  2. Die Wahrheit über die Kreuzzüge
    Robert Spencer über die Folgen der historischen Irrtümer.
    15. April 2006 Washington D.C.

    http://kath-zdw.ch/maria/texte/kreuzzuege.htm

    15. April 2006 Washington D.C. Es könnte sein, dass „die Kreuzzüge der Vergangenheit heute mehr Verwüstung anrichten, als sie es in den drei Jahrhunderten, …

    Warum wird die tausendjährige Geschichte des arabisch-muslimischen Sklavenhandels verschwiegen?
    17. November 2018
    „Einheitsfront der Leugner“, oder: Weshalb findet die mehr als tausendjährige Geschichte des arabisch-muslimischen Sklavenhandels im öffentlichen Gedächtnis nicht statt? Rund um die Migration vor allem…

    http://zuerst.de/2018/11/17/warum-wird-die-tausendjaehrige-geschichte-des-arabisch-muslimischen-sklavenhandels-verschwiegen/

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  3. Th.Neumann sagt:

    Witzige, wissenwerte Ausstellung über archäologische Irrtümer und Fälschungen.
    Habe die Ausstellung in Herne gesehen.
    Für den, welcher keine weite Anfahrtszeit hat, lohnt sich die Ausstellung.
    Zum Beispiel beginnt die Ausstellung mit folgendem Thema: Ein amerikanisches Motel wird in tausend Jahren ausgegraben. Die Cola-Flaschen sind für die Ausgräber Kultgegenstände, die Badewanne ein Sarkophag, die Duschhaube eine Herrschaftskrone. Die ursprüngliche Funktion ist nicht mehr bekannt, es wird phantasievoll von den Archäologen aus der Zukunft rekonstruiert.
    Dazu werden auf altgemachte, künstlich gealterte, antikisierte Gegenstände der heutigen Zeit gezeigt. Witzig, aber dafür brauche ich nicht kilometerweit in eine Ausstellung zu fahren.

    Interessant ist eine Leihgabe aus dem Louvre, eine griechische Herrscher-Tiara, hundertprozent Fälschung, ein Kunstskandal um 1900. Anschaulich und informativ erfährt man auch die Hintergründe zu der Geschichte. Das Original wird gezeigt und dieses ist selbst im Louvre nicht immer zu sehen!
    Unfreiwillig komisch wirken auf den heutigen Betrachter die „Römerfunde“ aus Bergzabern, Pfalz, hier hat ein findiger Maurermeister der Biedermeierzeit 40 Jahre lang echte und eigens gefälschte Römerkunst ausgegraben. Es wird gut erläutert, wie sich die Fälschungen verraten, und man wundert sich bei einigen Artefakten, wie die Leute vor 150 Jahren so naiv sein konnten und darauf hereingefallen sind (auch Gelehrte).
    Interessant ist auch eine Vitrine, in der echte und falsche Antike Kunst ist, Römer, Griechen, Ägypter, wo man es zum Teil gar nicht feststellen kann oder sich nicht sicher ist. Ich dachte, da wäre die Wissenschaft schon weiter, aber es sind auch nicht so bedeutende Stücke bzw. sind aus alten Bruchstücken aus verschiedener Herkunft zu einem neuen Teil zusammengefügt.
    Die Abteilung über gefälschte Kloster-Urkunden im Mittelalter sollte eine „Namen der Rose“-Atmosphäre zaubern, konnte aber nichts Orignelles, geschweige denn Originales bieten.
    Allgemein zur Ausstellung:
    Viele der gefälschten Exponate stammen aus den „Giftschränken“ der Museen und sind sonst nicht öffentlich zu sehen.
    Der zweite Schwerpunkt liegt auf der falschen Deutung von Objekten, so wurde schon mal der metallene Rand und Bügel eines kultischen Eimergefässes als Krone umgedeutet.
    Doof war, dass an wenigstens zwei Stellen die Beschreibungen der Exponate vertauscht waren und man erstmal lang überlegen musste, warum Objekt und Beschreibung nicht so ganz zusammenpassen wollen. Einmal war sogar ein Objekt beschrieben in einer Vitrine – nur das Objekt fehlte! Vielleicht ist es in Hildesheim aber besser. Alles in allem: Mir hat die Ausstellung gefallen.

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