Warum Merkel persönlich in Marrakesch war

Beatrix von Storch

Heute hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Marrakesch den UN-Migrationspakt unterzeichnet. Von 93 teilnehmenden Staaten haben nur Zwergstaaten und andere politisch nicht allzu relevanten Länder ihre Staats- und Regierungschefs geschickt.

Die meisten Länder waren – wenn überhaupt – mit Ministern oder Stellvertretern vor Ort. Das passt ins Bild. Der UN- Migrationspakt ist Merkels Lebenswerk, bei dessen Verabschiedung sie selbstverständlich persönlich dabei sein wollte.

Die Kanzlerin sprach in ihrer Rede davon, dass der Pakt ein Meilenstein zu einer besseren Weltordnung sei. Er werde helfen, „diesen Planeten besser machen zu können“. Allein dieser Satz zeigt schon die ganze Hybris der Angela Merkel. Ihre Priorität ist nicht in erster Linie das Wohl Deutschlands und seiner Bürger, sondern sie will gleich den ganzen Planeten retten. Dass das nicht geht, ist klar.

Diejenigen, die den Pakt ablehnen und kritisieren, verleumdete Merkel als Menschen „die Ängste benutzen, um Falschmeldungen in Umlauf zu bringen“. – Klar ist: In Deutschland stand nur die AfD gegen diesen fatalen Pakt.

www.beatrixvonstorch.de


Junge CDL entsetzt über Juso-Beschluss

Die jungen Christdemokraten für das Leben nehmen den Beschluss des Juso-Bundeskongresses, Abtreibung bis zum 9. Monat zu legalisieren, mit Entsetzen zur Kenntnis. Wer sich für ein vermeintliches Recht auf Abtreibung eines voll ausgewachsenen Babys einsetzt, dem muss klar sein, dass hier ein Mensch getötet wird. 

Es ist verstörend, dass die Jusos als Jugendorganisation der SPD offenbar keine Hemmungen haben, menschliches Leid in Kauf zu nehmen.

Als überzeugte Lebensrechtler setzen wir uns für den Schutz eines jeden menschlichen Lebens von der Geburt bis zum natürlichen Tod ein. Unser Ziel ist es, Abtreibung überflüssig zu machen. Es kann nicht sein, dass Frauen in einem der reichsten Länder der Welt bei einer ungewollten Schwangerschaft keine andere Möglichkeit als eine Abtreibung sehen.

Staat und Gesellschaft sind gefordert, eine Willkommenskultur für das Leben zu schaffen und Frauen in Notsituationen mit allen Möglichkeiten zu unterstützen.

Forderungen nach einer Abschaffung von §219a oder einer Ausweitung der Möglichkeiten für Abtreibungen sind absolut kontraproduktiv. Daher fordern wir die SPD als Mutterpartei der Jusos auf, sich in aller Deutlichkeit von diesem unglaublichen Beschluss zu distanzieren.

Die Union ist aufgerufen, beim Schutz des menschlichen Lebens standhaft zu bleiben und beim Werbeverbot für Abtreibungen keine Kompromisse einzugehen.

Vielmehr müssen sich CDU und CSU mit aller Kraft dafür einsetzen, die Zahl der Abtreibungen im Land deutlich zu verringern und neben einer umfassenden Beratung auch ein komplexes Hilfsangebot für Frauen im Schwangerschaftskonflikt bereitzustellen. Im Bildungswesen bedarf es stärkerer Aufklärung über die embryonale Entwicklung im Mutterleib, um den Wert und die Einzigartigkeit des menschlichen Lebens zu verdeutlichen.

Die jungen Christdemokraten für das Leben fordern deshalb die Mitglieder der Jusos in der SPD auf, sich genau zu überlegen, ob sie mit reinem Gewissen hinter dieser Entscheidung stehen können. Es drängt sich der Eindruck auf, dass einmal mehr das Selbstbestimmungsrecht der Frau gegen das Lebensrecht des Kindes ausgespielt und diesem gegenüber in inakzeptabler Weise vorgezogen wird.

Internet: www.cdl-online.de


Israel: Hamas-Terroranschlag führt zu sieben Verletzten, darunter eine schwangere Frau

Bei einem Terroranschlag am Sonntagabend an einer Bushaltestelle bei Ofra in Judäa sind sieben Menschen verletzt worden.

Darunter war eine schwangere 21-Jährige, deren Sohn nach dem Anschlag durch einen Notkaiserschnitt in der 30. Schwangerschaftswoche auf die Welt gebracht wurde.

Nachdem es gestern Abend zunächst aus dem Krankenhaus hieß, der Zustand des Jungen sei stabil und der der Mutter kritisch, wurde nun vermeldet, weder die Mutter noch ihr Sohn seien außer Lebensgefahr.

Auf die Wartenden an der Bushaltestelle war aus einem vorbeifahrenden Auto heraus geschossen worden.

Die palästinensische Terrororganisation Hamas aus dem Gazastreifen hat das Verbrechen öffentlich gelobt.

Quelle: https://www.facebook.com/IsraelinGermany/photos/a.136164746439481/1945789918810279/?type=3&theater&utm_source=InforuMail&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+10.12.18


Vorkonziliare Vielfalt in der Liturgie – Papst Pius XII. würdigte „religiösen Volksgesang“

Von Felizitas Küble

Zu Beginn der 70er Jahre wurde bekanntlich das neue Meßbuch in der katholischen Kirche eingeführt. Die überlieferte Liturgie – die sog. „alte Messe“  – schien in Vergessenheit geraten, wurde jedoch von einigen traditionellen Gemeinschaften (darunter der Pius- und der Petrusbruderschaft) weiter gefeiert.

Mit dem Indult von Johannes Paul II. und erst recht durch das liturgische Motu proprio von Papst Benedikt hat sich die überlieferte Messe wieder stärker verbreitet und ihr Heimatrecht in der Kirche zurückerhalten.

In der Debatte um die Liturgiereform wird manchmal die frühere erstaunliche Vielfalt in der Liturgie übersehen, wobei neben dem Choralamt bzw. Hochamt zum Beispiel die „stille Messe“, die deutsche Singmesse, die Gemeinschaftsmesse und die Betsingmesse geläufig waren.

Von den Singmessen ist besonders die Haydn- und die Schubert-Messe seit Jahrhunderten bekannt; auch die Betsingmesse war bereits vor 85 Jahren allgemein verbreitet – und somit der Gesang deutscher Lieder in diesen Varianten der Liturgie an der Tagesordnung.

Dieser Formenreichtum der überlieferten heiligen Messe war keine „wilde“ spezialdeutsche Angelegenheit, sondern wurde vom Vatikan gebilligt, zumal unsere Bischöfe sich damals gehorsam an römische Weisungen hielten. 

So sei z. B. an die Enzyklika „Mediator Dei“ vom 20.11.1947 erinnert, worin Pius XII. (siehe Foto) den „religiösen Volksgesang“ ausdrücklich empfiehlt.

In diesem Schreiben an die Bischöfe der Weltkirche würdigt der Papst zunächst den Gregorianischen Choral. Dann heißt es in Nr. 193 weiter, wenn zeitgenössische Musik und Gesänge gediegen seien, „so  müssen ihnen unsere Kirchen ohne weiteres Zutritt gewähren“, denn ihr Beitrag zur „Erhebung des Geistes“ und zur „Erweckung wahrer Andacht“ sei „nicht gering“.

Im nächsten Abschnitt Nr. 194 klingt die päpstliche Sprache noch eindringlicher: „Wir ermahnen euch auch, ehrwürdige Brüder, in eurer Hirtensorge den religiösen Volksgesang zu fördern. Mit Liebe und geziemender Würde gepflegt, vermag er nämlich den Glauben und die Andacht des christlichen Volkes sehr zu stärken und zu entflammen.“

Pius XII. hat damit eine kontinuierliche Entwicklung bestätigt, die schon seit Jahrhunderten ihre Bahnen zog.

Das Bischöfliche Generalvikariat Trier brachte 1892 ein amtliches „Gesangbuch“ heraus, bestehend aus 40 Seiten Choralgesängen und 400 Seiten deutschen Liedern, nicht nur für Andachten dem Kirchenjahr entlang, sondern ausdrücklich auch deutsche „Meßgesänge“ in fünf Varianten. 

Bischof Michael Felix schreibt im Vorwort: „Unsere deutschen Lieder wie unsere Weisen sind aus dem kindlich gläubigen Sinn unserer Vorfahren hervorgegangen. Sie brachten ihnen Trost im Leid, heilige Freude und Begeisterung im Dienste Gottes. Möchten sie dieselben Wirkungen bei uns hervorrufen.“

Ähnlich präsentierte sich das katholische Gebetbuch „Himmelsleiter“ von Ehrendomherr Tappehorn, das 1888 bei Laumanns im Verlag des Hl. Apstolischen Stuhles in Dülmen erschien. Darin wurde neben dem Hochamt ausdrücklich die „Deutsche Singmesse“ nach Haydn ausgebreitet (Eingangslied: „Hier liegt vor Deiner Majestät…“).

Diese im Volksmund als „Deutsches Hochamt“ bezeichnete Messe war schon Jahrzehnte vor der Einführung der Betsingmesse weit verbreitet; danach gab es beide Meßformen nebeneinander. Als Beispiel sei das Gesangbuch „Laudate“ des Bistums Münster von 1950 erwähnt: Darin wurden vier verschiedene Singmessen mit deutschen Liedern präsentiert, die zahlreichen Betsingmessen nehmen sogar über vierzig Seiten ein.

Fotos: Felizitas Küble, Archiv, Piusbruderschaft


Das Menschenrechtskomitee der UNO spricht ungeborenen Kindern ihr Lebensrecht ab

Wenige Wochen vor dem 70. Jahrestag der UN-Menschenrechtserklärung, am 30.10.2018, verabschiedete das UNHCR   – somit das Menschenrechtskomitee der Vereinten Nationen –  einen Kommentar zum Recht auf Leben (General comment No. 36 on article 6 of the International Covenant on Civil and Political Rights, on the right to life).

Darin heißt es u.a., dass es keine neuen Hürden für den sicheren und legalen Zugang für Frauen und Mädchen zu Abtreibung geben dürfe und dass bestehende Hürden abgebaut werden sollten, inklusive solcher, die Ergebnis der Ausübung einers Weigerungsrechts aus Gewissensgründen sind.

Alexandra Linder (siehe Foto), Bundesvorsitzende der ALfA, erklärt dazu:

„Im Klartext bedeutet das folgendes: Menschen vor der Geburt sollen dem Selbstbestimmungsrecht anderer Menschen untergeordnet und damit faktisch entmenschlicht werden. Kinder werden durch Abtreibung beseitigt, nach produkthaften Kriterien hergestellt, bei nicht gewünschten Mehrlingsschwangerschaften mit einer Spritze im Mutterleib getötet. Sie dürfen häufig nur auf die Welt kommen, wenn sie bestimmten Kriterien entsprechen und zum passenden Zeitpunkt erscheinen.“

Außerdem, so Linder, sollen gemäß diesem Kommentar Berufstätige, die Menschenwürde und Menschenrechte ernstnehmen und sich nicht an Handlungen beteiligen möchten, die diese verletzen, gezwungen werden, ihre Gewissensfreiheit aufzugeben: 

„Auch bei uns werden ihrem Gewissen folgende Mediziner/innen und Hebammen entlassen oder beruflich diskriminiert. Die verbrieften Rechte auf Leben, Unversehrtheit und Gewissensfreiheit jedes Menschen werden dadurch untergraben.“

Sobald aber eine Gruppe von Menschen aus dem Menschsein ausgeschlossen und der Willkür anderer überlassen werde, seien Dokumente wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte nicht mehr das Papier wert, auf dem sie verfasst wurden.

„Menschenrechte haben nur dann einen Sinn, wenn der Begriff Mensch nicht willkürlich definiert wird“, fasst Alexandra Linder, Bundesvorsitzende der ALfA, zusammen. „Sie müssen für jeden Menschen gelten, von der Zeugung bis zum Tod.“

https://www.alfa-ev.de
https://www.facebook.com/alfa.ev