Gedenkkultur verbessern: Früheres „Fest der Beschneidung des HERRN“ wieder einführen

Die Kirche soll das Fest Jesu Beschneidung wieder in ihren Festkalender aufnehmen. Dafür wirbt der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück in einem Artikel in der Neuen Züricher Zeitung.  

Als Sohn einer jüdischen Mutter sei Jesus beschnitten worden, jahrhundertelang habe ein Fest im liturgischen Kalender daran erinnert.

Erst die Grundordnung des Kirchenjahres nach dem Konzil habe auf den 1. Januar, an dem das Fest gefeiert wurde, das Hochfest der Gottesmutter Maria gelegt.

BILD: Die jüdisch geprägte Menorah (siebenarmiger Leuchter) in einer katholischen Kirche

Eine Wiederbelebung des Festes sei ein deutliches Zeichen gegen einen Antisemitismus, der sich im ultrarechten Spektrum sowie durch linke Stimmen und im islamischen Antisemitismus äußere.

Diese „Lücke in der kirchlichen Gedenkkultur“ solle geschlossen werden. Auch wenn in der Kirche die Taufe an die Stelle der Beschneidung getreten sei, lasse sich das Christentum von Judentum nicht ablösen.

Dr. Tück weist in dem Artikel auch auf den Besuch von Papst Franziskus in der römischen Großen Synagoge 2016 hin. Der Papst sei gefragt worden, ob er das Fest Beschneidung des HERRN nicht wieder einführen wolle, und habe geantwortet: „Eine gute Idee“.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-12/liturgie-fest-beschneidung-judentum-christentum-theologe.html

HINWEIS: Wir haben vor zwei Jahren den Artikel einer Gastautorin zu diesem Thema veröffentlicht und dabei ebenfalls das frühere Fest gewürdigt: https://charismatismus.wordpress.com/2017/01/01/frueher-wurde-am-neujahrstag-das-fest-der-beschneidung-des-herrn-gefeiert/

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9 Kommentare on “Gedenkkultur verbessern: Früheres „Fest der Beschneidung des HERRN“ wieder einführen”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Antworten auf Fragen in Römer 11
    Arno Clemens Gaebelein
    „UM SIE ZUR EIFERSUCHT ZU REIZEN“
    Die nächste Antwort auf unsere Frage findet sich in Römer 11,11: „Ich sage nun: Sind sie etwa gestrauchelt, damit sie fallen sollten? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall ist den Nationen das Heil geworden, um sie zur Eifersucht zu reizen.“ Wir haben schon gesehen, dass die Beiseitesetzung Israels keine endgültige, ihre Verblendung und Herzenshärtigkeit nicht ihr dauerhafter Zustand ist. Wohl sind sie gestrauchelt, aber ihr Straucheln war nicht wegen ihres Fallens. Zum zweiten Mal in diesem Kapitel steht hier nachdrucksvoll: „Das sei ferne!“ Weise diesen Gedanken soweit wie nur möglich von dir: den Gedanken, als könne Gott es zulassen, dass sein Volk, das Er auserwählt, das Er zuvor erkannt hat, gestrauchelt habe, um zu Fall zu kommen. Es wird uns hier eine herrliche Tatsache mitgeteilt; die Weisheit Gottes und die tiefgehenden Ratschlüsse seiner Gnade werden uns vorgelegt: „Durch ihren Fall ist den Nationen das Heil geworden.“

    https://www.bibelkommentare.de/kommentare/k-6384/antworten-auf-fragen-in-roemer-11/-um-sie-zur-eifersucht-zu-reizen

    https://www.bibelkommentare.de/kommentare/kategorien/613/der-heilige-geist

    Kommentare zu »Der Heilige Geist«

    Der Heilige Geist (Hendrik Leendert Heijkoop)

    Die Gabe des Geistes (Rudolf Brockhaus)

    Die Taufe mit Heiligem Geist (William Wooldridge Fereday)
    keine Kurzbeschreibung verfügbar

    Geistesgaben oder Schwärmerei? (Arend Remmers)

    In dem vorliegenden Buch werden in knapper, sachlicher Form die im Zusammenhang mit der Charismatischen Bewegung immer wieder auftauchenden Begriffe wie Geistestaufe, Zungenreden, Gebetsheilungen usw. untersucht. Dabei bemüht sich der Autor, sich ausschließlich auf die Aussagen der Heiligen Schrift zu stützen.

    Bei der Vielfalt der Veröffentlichungen zu diesem Thema will dieses Buch Wegweiser für alle sein, die mit den Schlagworten der Charismatischen Bewegung konfrontiert werden. Immer wird auf den einzig verbindlichen Maßstab für Christen, die Bibel, hingewiesen. Dabei steht der Heilige Geist, der in jedem Christen wohnt, im Mittelpunkt.

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  2. Dorrotee sagt:

    Ich schließe mich weitgehend dem Kommentarvon Wolfsattacke an.

    Antisemitismus kann man auch anders entgegentreten.

    Dieser Tag sollte der Tauferinnerung dienen. Und der Gottesmutter Maria.

    Ich bin ein absoluter Gegner der Beschneidung, wenn es nicht unbedingt sein muss (krankheitsbedingt). Auch die kleinen Säuglinge empfinden einen starken Schmerz bei dieser Beschneidung. Nur wird es ihnen nicht zum Trauma.

    Während es im späteren Alter (wie bei den Muslimen) immer mehr zu starken Ängsten bei den Jungen kommen kann. Bis hin zum Trauma.

    Man stelle es sich nur mal bei sich selbst vor. Was du selbst nicht möchtest, das füge auch keinem anderen zu.

    Wenn es unbedingt sein muss, nur unter Narkose.

    Jesus und das Christentum hat uns einen anderen Weg gezeigt. Gott sei gepriesen in Jesus Christus.

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  3. Marienzweig sagt:

    Würde das Fest der Beschneidung des HERRN wieder eingeführt und dies aus rein theologischen Gründen und auch weil das Christentum mit dem Judentum verbunden ist, wäre das m.E. in Ordnung.
    Geschähe es aber einzig und ausschließlich allein aus politischen bzw. erzieherischen Gründen, fände ich dies doch eher problematisch.
    Diejenigen, die judenfeindliche Einstellungen haben, würden sich sowieso nicht von einem wiedereingeführten katholischen Kirchenfest beeindrucken lassen.

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  4. Holger Jahndel sagt:

    Die Christen sind das Neue Gottesvolk. Das Neue
    Israel.

    Wichtig ist wie immer der Kontext:

    Die endgültige Rettung Israels: 9,1 – 11, 36

    Die gesamte lange Passage ist wichtig-aber in Kürze
    zusammengefasst:

    „Ich frage also:Hat Gott sein Volk
    verstossen?Keineswegs!Denn auch ich bin ein Israelit,
    ein Nachkomme Abrahams, aus dem Stamm Benjamins.Gott
    hat sein Volk nicht verstoßen, das er einst erwählt
    hat.“ Römer 11,1-3
    „Es ist jedoch nicht so, als ob das Wort Gottes
    versagt hätte. Denn nicht alle, die von Israel
    abstammen, sind wirklich „Israel“. Auch sind sie nicht
    alle Kinder, weil sie Abrahams Same sind, sondern:
    „Was ‚dein Same‘ genannt werden wird, wird durch Isaak
    kommen.“ Das heißt nicht, die Kinder des Fleisches
    sind wirklich die Kinder Gottes, sondern die Kinder
    der Verheißung werden als der Same gerechnet. […]
    Wenn nun Gott, obwohl gewillt, seinen Zorn zu zeigen
    und seine Macht kundzutun, die Gefäße des Zorns, die
    zur Vernichtung passend gemacht sind, mit viel Langmut
    duldete, damit er den Reichtum seiner Herrlichkeit an
    Gefäßen der Barmherzigkeit kundtun könnte, die er zur
    Herrlichkeit im voraus bereitet hat, nämlich uns, die
    er nicht nur aus den Juden berufen hat, sondern auch
    aus den Nationen, was dann? Es ist so wie er auch in
    Hosea sagt: „Die nicht mein Volk sind, will ich ‚mein
    Volk‘ nennen und sie, die Nichtgeliebte, ‚Geliebte‘;
    und an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: ‚Ihr seid
    nicht mein Volk‘, dort werden sie ‚Söhne des
    lebendigen Gottes‘ genannt werden.“
    Ferner ruft Jesaja in bezug auf Israel aus: „Obwohl
    die Zahl der Söhne Israels wie der Sand am Meer sein
    mag, ist es der Überrest, der gerettet werden wird.“
    Jesaja aber erkühnt sich und sagt: „Ich wurde von
    denen gefunden, die mich nicht suchten; ich wurde
    denen offenbar, die nicht nach mir fragten.“ In bezug
    auf Israel dagegen sagt er: „Den ganzen Tag habe ich
    meine Hände nach einem Volk ausgebreitet, das
    ungehorsam ist und widerspricht.“
    Ich frage also: Gott hat doch nicht etwa sein Volk
    verworfen? Das geschehe nie! Denn auch ich bin ein
    Israelit, vom Samen Abrahams, vom Stamm Benjamin. Gott
    hat sein Volk nicht verworfen, das er zuerst anerkannt
    hat. Nun wisst ihr nicht, was die Schrift in
    Verbindung mit Elia sagt, wie er vor Gott gegen Israel
    vorstellig wird? „Jehova, sie haben deine Propheten
    getötet, sie haben deine Altäre ausgegraben, und ich
    allein bin übrig geblieben, und sie trachten mir nach
    der Seele.“ Doch was sagt ihm der göttliche Ausspruch?
    „Ich habe siebentausend Männer für mich übrigbleiben
    lassen, Männer, die das Knie nicht vor Baal gebeugt
    haben.“ So hat sich nun auch in der gegenwärtigen
    Zeitperiode ein Überrest gemäß einer Auserwählung
    zufolge unverdienter Güte gezeigt. Wenn es nun durch
    unverdiente Güte ist, ist es nicht mehr zufolge von
    Werken; sonst erweist sich die unverdiente Güte nicht
    mehr als unverdiente Güte.
    Was nun? Gerade das, was Israel ernstlich suchte, hat
    es nicht erlangt, die Auserwählten aber haben es
    erlangt. Die übrigen hatten ihr Empfindungsvermögen
    abgestumpft, so wie geschrieben steht: „Gott hat ihnen
    einen Geist tiefen Schlafes gegeben, Augen, um nicht
    zu sehen, und Ohren, um nicht zu hören, bis auf den
    heutigen Tag.“
    Römer 9:6-8, 22-28; 10:21; 11:1-8;

    Die Juden sind also nicht vollständig verworfen,
    Paulus ist schließlich selbst ein Jude. Allerdings
    müssen sie, wie alle anderen Menschen auch, Glauben an
    Christus ausüben, um gerettet zu werden.

    Gefällt mir

  5. wolfsattacke sagt:

    Hiezu ein klares Nein von mir. Körperliche Eingriffe nur aus rituellen Gründen sind in keiner Weise akzeptabel und wenn nicht medizinisch notwendig aus wer weiß was für Gründen, absoluter Humbug.
    Diese Forderung soll höchstwahrscheinlich auch nur den Beschneidungen von Jungen und auch Mädchen bei Personen des muslimischen Kulturkreises, Tür und Tor der „Normalität“ öffnen. Es ist leider hinlänglich bekannt, daß sich gerade auch Geistliche der evangelischen Kirche, den islamischen Forderungen öffnen und unterwerfen, deshalb ein konsequentes Nein von mir.

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    • Guten Tag,
      bei den Juden erfolgt die Beschneidung von Jungen am 8. Tag, bei den Muslimen jedoch im Pupertätsalter – beileibe ein erheblicher Unterschied.
      Eine Beschneidung von Mädchen – wie im Islam – ist im Judentum verboten.
      Daß Christus als Jude beschnitten wurde, ist nun einmal eine Tatsache.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Holger Jahndel sagt:

        Dennoch hat der Apostel Paulus die Beschneidung im Neuen Testament der Bibel klar abgelehnt und klar abgeschafft. Es wäre wie ein Rückfall unter den alten Sabbat und das alte mosaische Gesetz des alten abgelösten Bundes nach Moses im Alten Testament der Bibel bzw. würde dazu führen bzw. beitragen und in diese Richtung tendieren. Auch die katholischen Theologen Manfred Adler und Johannes Rothkranz (kritisch zu lesen!) und die katholische charismatisch begnadete Mystikerin und Charismatikerin Gabriele Bitterlich mit ihren offenbarten Schriften des Engel(s)werkes waren vor eine Re-Judaisierung und Re-Mosaisierung und Alttestamentarisierung und Talmudisierung des Christentums und speziell auch der römisch-katholischen Kirche.
        Noch heute gibt es im Islam auch die pharaonische Beschneidung der Frauen, obwohl selbst der Koran diese keineswegs vorschreibt, sondern sie eher arabische Stammes-Tradition ist.
        Auch die Islamisierung des Christentums und der Islamismus werden durch die Legalisierung von Beschneidung gefördert, siehe auch den Orientalisten Hans-Peter Raddatz und sein Buch „Von Gott zu Allah?“ und Jaya Gopals Buch „Gabriels Einflüsterungen“ (auf Englisch „The misery of Islam“) und den Althistoriker Egon Flaig und seine Artikel und Bücher und die Bücher von Thilo Sarrazin und Udo Ulfkotte und den Weblog des Querdenkers und Zeit-Kritikers David Berger dazu und den Jihad Watch Weblog nach Robert Spencer zu Islam und Islamismus und Islamisten und Koran und Dschihad und Sharia und Dhimmi-System usw. Es gibt im Islam nicht die Verschwisterung des Christentums und der christlichen Theologie schon seit der Bibel mit der griechischen Philosophie und ihrem Logos-Begriff schon von der Wurzel an, im gesamten Koran kommt der Logos-Begriff keinmal vor usw.

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      • Guten Tag,
        der Apostel Paulus hat die Beschneidung keineswegs „klar abgelehnt“, er war sogar stolz auf seine jüdische Herkunft (vgl. Röm 9 f), er hat lediglich erklärt, die Beschneidung sei für Neu-Christen, die aus dem Heidentum kommen, nicht nötig. Für Judenchristen hat er sie weiter befürwortet.
        Das Judentum hat mir der Beschneidung der Frau nichts zu tun.
        Die Autoren Manfred Adler und Johannes Rothkranz, deren Bücher ich genau kenne, sind eindeutig antijudaistisch ausgerichtet, das entspricht durchaus nicht der biblischen Linie – schon gar nicht der des Apostels Paulus.
        Die islamkritischen Stellungnahmen von Sarrazin über Ulfkotte bis zu David Berger usw. werden hier doch seit Jahren veröffentlicht.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  6. Klöckner Gerti sagt:

    Liebe Anna, ich denke, das könnte dich interessieren!?
    Einen angenehmen Sonntag und Gruß, Gerti

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