Handwerkspräsident will Meisterpflicht wieder einführen: „Ruf des Handwerks in Gefahr“

Der Präsident des Zentralverbands des deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, hat sich für eine Rückkehr zur Meisterpflicht ausgesprochen. „Wir können nicht jeden wild drauflos  arbeiten lassen“, sagte Wollseifer der Nachrichtenagentur dpa. Eine Wiedereinführung der Meisterpflicht werde zu mehr Wettbewerbsgerechtigkeit und fairen Marktbedingungen führen, zeigte sich Wollseifer zuversichtlich.

Das derzeitige Problem sei folgendes: „Seit der Deregulierung braucht man als Rolladen- und Jalousienbauer, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Gold- und Silberschmied, Orgelbauer oder Musikinstrumentenhersteller keinen Meisterbrief und keinen Qualifikationsnachweis mehr, um in diesen Gewerken selbständig am Markt zu sein.“

Inzwischen seien in diesen Gewerben Personen tätig, die sich zwar als Handwerker betitelten, aber gar nicht ausgebildet seien. „Und die liefern natürlich nicht immer die Qualität ab, die es sein sollte. Das schädigt den Ruf des Handwerks insgesamt.“

2004 wurde die Zahl der Berufe mit Meisterzwang deutlich reduziert. Seit damals kommt es laut dem Zentralverband zu Verwerfungen am Markt.

„Viele Solo-Selbständige geben an, daß sie weniger als 17.500 Euro Umsatz haben, damit müssen sie dann den Kunden gar keine Mehrwertsteuer in Rechnung stellen. Die können ihre Leistungen natürlich deutlich günstiger anbieten als seriös arbeitende Handwerksbetriebe, die die Mehrwertsteuer abrechnen“, sagte Wollseifer.

Diese Betriebe seien außerdem selten darauf angelegt, Lehrlinge auszubilden. Das Argument, die damalige Deregulierung habe zu einem größeren Angebot an günstigen Handwerksleistungen geführt, läßt Wollseifer nicht gelten. Es dürfe nicht außer Acht gelassen werden, daß es die Meister-Handwerksbetriebe seien, die die Beiträge zur Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung zahlen.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de

Hinweis: Im Herbst 2018 hatte die AfD-Bundestagsfraktion ebenfalls die Einführung der Meisterpflicht gefordert: https://charismatismus.wordpress.com/2018/10/16/afd-will-die-meisterpflicht-wiedereinfuehren/


7 Kommentare on “Handwerkspräsident will Meisterpflicht wieder einführen: „Ruf des Handwerks in Gefahr“”

  1. klebefolien sagt:

    Es gibt nur noch selten Leute, die ihr Handwerk gut machen. Bin der Meinung, dass der Meisterbrief Pflicht ist.

    Lg Lisa

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    • Stefan Kunz sagt:

      Auch wenn nicht überall Meister drin sein wird, wo Meister drauf steht! Der Erhalt eines Meistertitels ist nur zum Teil abhängig von fachlichem Wissen, der weitere Teil ist die Beurteilung durch den Prüfungsausschuß, und hier wurde zu oft nach menschlichem Ermessen beurteilt. Kandidaten als spätere Meister durchgewunken, und andere zertreten, weil Sie gewissen Zeitgenossen nicht bereit waren, den A…. zu küssen. Oder anderen vielleicht einmal eine Wahrheit gesagt hatten, die von diesen nicht verkraftet wurde!
      Ich beziehe mich hier sehr wohl auf persönliche Erfahrung!

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  2. Medea sagt:

    Ich hätte damals gerne Frau Dr. Weidel gefragt, wo ich noch nicht wusste, welche Wirtschaftskapazität für unser Land ist, wie der Westen sich das damals gedacht hat, als Dienstleistungsland zu überleben. Jeder Ökonom weiß, ohne ein gesundes Bruttoinlandsprodukt gibt es keinen Wohlstand für die Bürger des Landes, aber dank Migrationspakt unserer Kaiserin Merkel soll ja auch noch der letzte Cent bis zum Zusammenbruch der Wirtschaft nach Afrika fließen ohne Gegen Leistung, so dass wir, wenn wir Pech haben, Afrika als Entwicklungsland bald noch überholen werden. Einige Puzzleteile dazu habe ich recherchiert. Der Westen hat auch von den Billiglohnländern des Ostens durch das Währungsgefälle profitiert, der für seine schwachen verlachten Aluchips sich sehr teuer die harte Devisenwährung für den Weltmarkt erkaufen musste. Der Westen hat den Preis dafür diktiert, der nicht im Verhältnis zu den produzierten Waren stand, sondern überteuert war. Früher haben bei der Bankenkrise alle gejubelt, als Merkel verkündete, Leerverkäufe ab zu schaffen, was richtig ist, da dadurch die Wirtschaft manipuliert wurde. Leerverkäufe bedeuten, dass man als Spekulant an der Börse mit Nichts für einen bestimmten Zeitraum spekulieren kann und bei Gewinn Reibach macht, bei Verlust dem Aktieninhaber, der seine Aktien behält, diesen Geld bezahlen muss. Viele sind damals auf Telekom-Aktion und andere reingefallen und auch auf das manipulierte Eingreifen in den Markt. Unsere gierigen Politiker aus den Altparteien sind in diesem Punkt mit ihrer Lobbywirtschaft raffinierter geworden, wo sie sich in die Vorstandsetagen der Wirtschaftskonzerne eingekauft haben. Während Deutschland mehrheitlich damals seine Wasserkraftwerke selbst betrieb und sein Energieversorgungsnetz selbst in der Hand hatte, gehören diese heute mehrheitlich dem schwedischen Konzern Vattenfall. Konzerne bezahlen ihre Steuern in den Steueroasen Schweiz und Luxemburg und der deutsche Ausverkauf kommt natürlich auch der schwedischen Wirtschaft zugute. Die Treuhand hat zum Ärger vieler mittelständischer Landwirte einfach frühere volkseigene Feldwege an Investoren verscherbelt, so dass Landwirte, deren Felder nur über diese erreichbar sind und mittendrin liegen erreichen können und dafür im Schlimmsten Fall noch zusätzlich löhnen müssen, so schafft man eine gesunde Agrarwirtschaft auch ab!
    Die Kommunalpolitiker schnarchen in ihren Amtsstuben, anstatt den Bauern juristisch das Wegerecht zu sichern. Willkommen im Mittelalter der Kleinstaaterei, wo noch vor Überqueren der Brücke noch Brückenzoll mitten in Deutschland in kleinen Arealen entrichtet werden musste bis in das 18./19. Jahrhundert. Wenn unsere Wasserpreise steigen. müssen wir uns nicht wundern, denn das Grundrecht auf Wasser wurde von der rot grünen Regierung teilweise an einen französischen Konzern verscherbelt und jetzt soll dank Altmeier CDU JEFTA folgen, wo unser Wasser an einen japanischen Konzern verkauft wird. Da machen selbst die unwählbaren Linken zu Recht Theater. Brüssel ist zur erweiterten und noch gierigeren Treuhand geworden, wo Politiker sich bedienen und die AFD hat Recht, wenn sie die Forderung des letzten Sozialdemokraten Helmut Schmidt aufgreift, der damals schon sagte, in Brüssel gehören eiserne Besen rein. Varoufakis brachte es auf den Punkt, die ESM Rettungsschirme waren nie dazu gedacht, Griechenland zu helfen, sondern dessen Ressourcen an globale Konzerne aus zu verkaufen. Das griechische Erdgas fördert ein Amerikaner, nicht die europäischen Länder, der halbe Hafen von Piräus gehört den Chinesen, dank der Umverteilungseurokraten aus Brüssel, die die ehemalige europäische Wirtschaftsunion in einen Umverteilungsladen umfunktioniert haben. Die nächste Schweinerei folgt auf dem Fuße, in Nordthüringen müssen regional bedenklich mehrere Krankenhäuser schließen, die Versorgungslage der Patienten wird schlechter, weil das DRK seine Abrechnungen über eine Schweizer Firma tätigen lässt, die daraus Kapital schlägt. Die Kommunen, denen das jetzt auffällt, dass ein ganzer Landstrich ohne Gesundheitsversorgung dasteht, haben für den überteuerten Rückkauf das Geld nicht. Es wird Zeit, dass der Bürger aufwacht, um noch zu retten, was zu retten ist aus den Händen unfähiger korrupter Politiker.

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  3. Tristan sagt:

    Seitdem rot grün sich die Bildungspolitik unter den Nagel gerissen hat, ging es stets Berg ab, Hauptsache, die Kinder wissen schon in der Frühsexualisierung Bescheid. Auch die unrühmlichen Hartz IV Gesetze der rot grünen Regierung haben das Erlernen von Berufen demontiert, weil einige Jugendliche meinen, sich auf Hartz IV einrichten zu können, bis sie bitter erwachen werden. Die Gewerkschaften haben im Sinn von Konzernen das gesunde Lohngefüge zerstört, so dass einige viel verdienen und andere in Billiglohnjobs abgedrängt wurden, um die Handwerker aus zu boten und später mit Import von Billiglöhnern die übersteigerten Lohnforderungen rückgängig zu machen, Hauptsache, die Konkurrenz des Handwerkes ist weg.
    So wurde von unseren Politikern aus den Altparteien das Bildungssystem und die gesunde Wirtschaftsbasis von einst zerstört, obwohl die Handwerksbetriebe jetzt ausgedünnt die goldene Kuh ist, das sie für ihre Umverteilungspläne melken, während Konzerne, wo sich unsere Politiker einkaufen, ihre Steuern in Steueroasen wie der Schweiz oder Luxemburg entrichten. Besonders auch die Beamten haben zugeschlagen, indem sie die freie Wirtschaft bürokratisch zu Tode regeln und vor allem Brüssel, das unsere europäische Wirtschaft zu Tode bürokratisiert.
    Die Problematik ist vielschichtig. Wir erleben das da capo des Ausverkaufs unseres Landes. Während über die Treuhand Volkseigentum korrupt verscherbelt wurde, Hasardeure und westliche Betriebe sich gesund gestoßen haben, folgt die Fortsetzung über Brüssel, wo jetzt auch die westliche Wirtschaft für die Globalisierung ausverkauft wird. Die vielen Arbeitnehmer, die nun auch bei Siemens, Gabriel SPD sitzt im Vorstand, VW, Weil sitzt im Vorstand, Joschka Fischer im Vorstand eines Energiekonzerns und so weiter, ihren blauen Brief bekommen, werden vielleicht erst jetzt munter bei all den Warnungen aus dem rechtsradikal gescholtenen Osten, dass unsere gierigen Politiker mit ihrer Umverteilungspolitik die Bürger geleimt haben.

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  4. Stefan Kunz sagt:

    Nicht nur im Handwerk hat diese Regelung für mehr Verwirrung gesorgt, sondern auf der gesamten Linie.
    So hätten wir früher Technike, Ingenieure, muss deren Wissen und können noch einen Bezug zur Praxis und zur Realität hätten. Das ist heute scheinbar überflüssig! Jeder kann sich heute mit gelesenem Halbwissen als Fachkraft darstellen. Hier liegt die Betonung auf Halbwissen, weil oft nur der Teil gelesen wird, derjemanden in die persönliche Einstellung und Mentalität passt. Die Dinge, die ebenso wichtig für einen Beruf sind, aber nicht der persönlichen Überzeugung entsprechen, kann man nicht einfach aussen vor lassen..

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  5. FJansen sagt:

    Warum hat man sich denn überhaupt tatenlos mit der Abschaffung des Meisterzwangs in vielen Gewerben abgefunden? Ein Aufschrei hätte seinerzeit durch alle Gliederungen der Handwekrsorganisation gehen müssen. Da war der Respekt vor der CDU einmal wieder zu groß. Es ist doch offenbar, dass die deutsche Handwerksordnung gerade wegen ihres Erfolges den Eurokraten ein Dorn im Auge ist. Jetzt wünsche ich den Herren bei ihrem Vornehmen viel Erfolg! Als nächstes steht übrigens wohl die Ordnung der Freien Berufe in Deutschland auf dem Kahlschlagprogramm…

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  6. Brigitte Krämer-Leimbach sagt:

    Bin 1948 geboren u. leider stelle ich fest, dass es kaum noch „gute Handwerker“ gibt – vielleicht eher Schildbürger….!? Wir haben eher nur Volksschule gehabt (8 Jahre) mit 14 Jahren schon in der Lehre u. haben offensichtlich mehr drauf gehabt …warum – weiß ich auch nicht !? Wir haben das „ABC…“ gelernt und das 1×1..waren die Lernmethoden wohl gar nicht so schlecht ? Sollte man diese vielleicht wieder einführen! Unsere Erziehung war auch nicht die Schlechteste – weil: Wir hatten Respekt – wir waren leichter zu erziehen – weil eine Ohrfeige zum richtigen Zeitpunkt hat uns nicht geschadet !
    Die Lehrer müssten auch mal Handwerker-Berufe mehr propagieren, bevor jeder „nur studiert“ !? Auch Meisterbriefe würden helfen, dass nicht so viel „Pfusch“ auf den Baustellen usw. passiert ? Denke an den Flughafen Berlin – Stuttgart 21 – Müngstner Brücke – marode Brücken (wurde nicht richtig überprüft ???) keine guten Ingenieure ?? Es gibt so vieles, was man bemängeln kann…warum hat man nach dem Krieg das alles so gut hinbekommen ???

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