Das neue Buch von Matussek ist spannend und herzerfrischend

Rezension von Cordula Mohr

Buch-Daten: Matthias Matussek. White Rabbit Oder der Abschied vom gesunden Menschenverstand, FBV Finanz Buch Verlag, Edition Tichys Einblick, 318 Seiten 
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Der bekannte Schriftsteller Matussek widmet sein neustes Buch „Allen, die mir zur Seite gestanden haben“. Sobald man das Buch zu Ende gelesen hat, versteht man sehr wohl, was er damit genau meint.
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Das Buch White Rabbit (= Weißes Kaninchen) ist aktueller denn je – sowohl in politischer Hinsicht wie auch in bezug auf Matussek persönlich.
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Am Anfang des spannend geschriebenen Buches äußert er große Sympathien für den britischen Schriftsteller Chesterton und schildert die Lebensbiographie des überzeugten Katholiken, der in Deutschland vor allem als Autor von „Pater-Brown“-Geschichten bekannt – und verfilmt  –  wurde.
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Matuessek selbst fährt zu einem amerikanischen Kongress der Chesterton-Anänger und erlebt dort viel Aufregendes, sogar einen kurzen Aufenthalt im Gefängnis, weil man bei ihm – allerdings medizinisch verordnetes – Marihuana gefunden hatte.
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Nach diesem teils amüsanten Kapitel wendet er sich dem deutschen Journalismus zu, wie er ihn einst kannte und wie er heute dasteht – nämlich entstellt und manipuliert, nicht zuletzt von der Homosexuellenlobby, die es darauf absieht, möglichst viele nicht-linke Persönlichkeiten als „homophob“ zu verunglimpfen.
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Er selbst wurde wegen eines kritischen Artikels  zu diesem Thema von Kollegen ausgegrenzt. Er nennt in seinem Buch dazu Roß und Reiter. Das war der Beginn einer Diffamierungskampagne gegen ihn, die noch weitere Kreise zog.
Weitere Kapitel beschreiben Matusseks Journalistentätigkeit aus den vergangenen Jahren. Seine WM-Fussball-Reportagen aus Argentinien sind originell und spannend geschrieben.
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Immer wieder werden Ansichten von Chesterton  – er nennt ihn den „Matador des freien Willens und des gesunden Menschenverstands“ –  eingestreut. Die Frage, was würde der britische Autor wohl zu dieser oder jener Situation sagen, wird von Matussek öfter gestellt.
Die Grenzöffnung 2015 und ihre verfehlte Willkommenkultur, Wahlkampfbegleitung, Netzwerkdurchsuchungsgesetz, Griechenlandkrise und eine Buchempfehlung zum französischen Romancier Jean Raspail und seiner rabenschwarzen Dystopie (Negativ-Utopie) von 1973 sind weitere Themen, die amüsant und etwas spitzbübisch aufgegriffen werden.
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Die letzten Buch-Kapitel sind geprägt von der Schilderung, wie seine Journalistenkollegen Poschardt und Peters seinen Stuhl beim „Spiegel“ absägen.
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Auf S. 233 beschreibt Matussek dies folgendermassen:
Dann setzte ich meinen verhängnisvollen, karrierebeendenden Post ab: „Ich schätze mal, der Terror von Paris wird auch unsere Debatte über offene Grenzen und eine Viertelmillion unregistrierter junger islamischer Männer im Lande in eine ganz neue frische Richtung bewegen.“
Dazu setzte er ein Wutsmily.
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Daraufhin folgte ein Shitstorm von Kollegenseite und Matussek wurde endgültig in der rechtextreme, homophobe Ecke gerückt.
Es folgt der Rauswurf aus der „Spiegel“-Redaktion – ein Kapitel, das spannend geschrieben ist; darin berichtet er genau, wer zu ihm gestanden hat und wer nicht.
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In dem Buch tauchen viele bekannte und auch unbekannte Journalistennamen auf. Das wäre  – neben dem englischen Titel –  mein Kritikpunkt: Der Leser kann sich in diesem Namens-Wirrwarr nicht auskennen und es wird zum Schluß schwierig, diese Kapitel zu lesen. Das wäre eher speziell etwas für Redakteure und Publizisten.
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Matussek selbst ist ein tief bodenständiger Katholik und es wird von Kapitel zu Kapitel deutlich, dass er seinen katholischen Glauben in der Medienwelt behalten und verteidigen musste und muss – ähnlich wie einst Chesterton.
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Ich empfehle, dieses Buch bald zu lesen, denn die vielen Erlebnisse und Menschen, von denen Matussek berichtet, sind interessant und teils herzerfrischend, weil man sich selbst noch gut an einige der geschilderten Situationen erinnern kann.

 


3 Kommentare on “Das neue Buch von Matussek ist spannend und herzerfrischend”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Berlin-Neukölln empfiehlt Nicht-Verwendung einer radikal-linken Kindergartenbroschüre – Amadeu-Antonio-Stiftung kocht vor Wut 15. Januar 2019

    http://www.zuerst.de/2019/01/15/berlin-neukoelln-empfiehlt-nicht-verwendung-einer-radikal-linken-kindergartenbroschuere-amadeu-antonio-stiftung-kocht-vor-wut/#comment-57578

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  2. Thomas May sagt:

    Ihrer Empfehlung des Buches kann ich mich nur anschließen, Frau Mohr.
    Die Einblicke, die Matussek in seine Arbeit und seine Begegnungen als Journalist gibt, sind vielsagend und erschütternd: Lüge, Intrigantentum, Denunziation, personelles Geschacher und jede Menge Eitelkeit – der geistig-moralische Bankrott der Medienschaffenden springt den Leser förmlich an.
    So verwundert es nicht, dass der einst geachtete und gefeierte Bestsellerautor („Wir Deutschen“, „Das katholische Abenteuer“) in seiner kranken Branche den Weg nach unten antreten musste, als er sich dem Zeitgeist und der Political Correctness zu verweigern begann und folgerichtig in die rechtsextreme Ecke gestellt wurde.
    Die zahlreichen Journalistennamen haben mich eher nicht gestört. Neben ansatzweisen Profilzeichnungen von Stefan Aust und Mathias Döpfner (gewissermaßen als „Unantastbare“, wohl auch Undurchschaubare) fand ich es interessant und amüsant, mit wem Matussek auch heute noch „kann“: etwa Frank Böckelmann (Herausgeber der Zeitschrift „Tumult“), Verleger Roland Tichy, dem „Großdenker“ Götz Kubitschek (Leiter des Antaios-Verlages), dem Autor Martin Lichtmesz, dem „Identitären“ Martin Sellner.
    So wird gut erkennbar, wo „die wahre Front verläuft“.

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