Kann MARIA als Priesterin verehrt werden?

Von Felizitas Küble

In der Kunstgeschichte gibt es vereinzelt Abbildungen, in denen die Madonna mit priesterlichen oder bischöflichen Insignien bzw. Kennzeichen (Stola, Kasel bzw. Meßgewand oder Pallium) dargestellt wird (wie dies auch unser erstes Foto andeutet). 

Auf Gloria-TV hat eine erscheinungsbewegte Leserin gar eine Kitsch-Darstellung mit Maria als Päpstin (sie trägt eindeutig die frühere dreifache Papstkrone) gepostet: https://gloria.tv/article/RiQr6Rzw1iEd3tfyXu7EQGKG6

Aus einigen mißverständlichen Bemerkungen, die einige marianische Theologen in ihrem Überschwang äußerten, versucht nun eine Initiative, die Forderung nach Einführung eines Frauenpriestertums zu begründen: Die Verehrung Mariens als Priesterin sei angeblich eine „latente Tradition“ in der katholischen Kirche  – und daraus ergäbe sich, daß Frauen zu Priestern geweiht werden könnten: http://www.womenpriests.org/de/mrpriest/m_gen.asp

Diese Verknüpfung eines bestimmten Marienkultes mit dem Frauenpriestertum ist kein neues Phänomen.

Bereits in der früheren Christenheit gab es die Sekte der Marianiten bzw. Philomarianiten (Freunde bzw. Lieblinge Mariens), welche die Madonna geradezu vergöttlicht haben, ihr Brot-Opfer darbrachten und Priesterinnen kannten. Frühchristliche Häresiologen (Kritiker der Irrlehren) haben sich mit dieser Abspaltung befaßt und deren überzogenen  bis blasphemischen Marienkult ebenso zurückgewiesen wie das weibliche Priestertum. 

Nicht identisch, aber damit verwandt sind die Mariaviten in Polen und Frankreich. Diese Abspaltung von der katholischen Kirche betreibt einen ausufernden Madonnenkult (wenngleich vor einer Vergöttlichung Mariens noch Halt gemacht wird) und hat sowohl das Priestertum wie das Bischofsamt für Frauen geöffnet. Die Sekte ist vor allem in Polen sehr aktiv, auch mit eigenen Kirchen und Bildungszentren.

Bei einer Verknüpfung von Maria und Priestertum werden ein paar wichtige Gesichtspunkte übersehen:

  1. Es gibt ohnehin ein allgemeines Priestertum der Gläubigen, wie sowohl die Bibel wie die Kirche seit jeher verkündet. Daran hat die Gottesmutter selbstverständlich den höchsten Anteil von allen Geschöpfen; sie ist insofern aber die „Erste unter Gleichen“. Aus dieser hervorgehobenen Stellung läßt sich kein sakramentales Priestertum ableiten
  2. Maria hat als Fürsprecherin eine gewisse „vermittelnde“ Funktion zwischen den Gläubigen und Christus. Sie ist aber nicht die Mittlerin zu Gott-Vater (dies ist Christus allein), sondern sie führt die Gläubigen zum Gottmenschen Jesus Christus hin; ihre Fürsprache ist weitaus bedeutsamer und wirkungsmächtiger als die Fürbitte der anderen Heiligen. Man kann sie auch als unseren Beistand bzw „Anwältin“(Advocata) bei Jesus ansehen. Marias Mittlerschaft ist freilich völlig abhängig von Christus und ihm wesentlich untergeordnet.
  3. Der eigentliche und einzige Mittler  – nämlich zum Vater – ist unser Erlöser allein. Die Madonna kann aber durch ihre Fürsprache und Gnadenvermittlung als „Mediatrix“ (Mittlerin) bezeichnet werden, wobei es sich hierbei nicht um ein Dogma (unfehlbaren Glaubenssatz) handelt, aber um einen in der Kirche geläufigen Ehrentitel für Maria. Diese Mittlerschaft hat eine gewisse besondere priesterliche „Note“, ist aber gleichwohl nicht identisch mit dem sakramentalen, also dem besonderen, amtlich geweihten Priestertum, das Männern vorbehalten bleibt.
  4. Maria wird oft in der kirchlichen Kunst mit einem Buch oder Schriftrollen in der Hand dargestellt, nicht allein bei der Verkündigungs-Szene, sondern z. B. auch im Wochenbett oder auf dem Esel sitzend auf der Flucht nach Ägpyten. Völlig zu Recht wird die Belesenheit und Bibelfrömmigkeit der Madonna hervorgehoben, denn wie schon ihr Magnificat (Lobgesang) zeigt, lebte sie ganz aus den Psalmen und Hymnen des Alten Testaments und kannte sicher große Teile davon auswendig. Aber aus dieser Weisheit und Gelehrtheit läßt sich kein Schluß in Richtung Amtspriestertum ziehen.

Aus der Tatsache, daß die katholische Kirche jene Darstellungen Mariens mit priesterlichen Insignien bzw. in einem liturgisch-amtlichem „Ornat“ bis zum Jahre 1913 nicht ausdrücklich verboten hat, läßt sich nicht ableiten, daß die Kirche eine Verehrung der Gottesmutter als Priesterin (im sakramentalen Sinne) gewünscht oder auch nur erlaubt habe.

Abgesehen davon, daß auch die Kirche eine gewisse „Freiheit der Kunst“ respektierte, ist Maria tatsächlich Priesterin im Sinne des allgemeinen Priestertums (dies sogar in höchster Vollendung) und im speziellen bzw. erweiterten Sinne hinsichtlich ihrer vermittelnden Fürsprache.

Zugleich ist klar, daß Christus der einzige Hohenpriester des Neuen Bundes ist, wie wir im Hebräerbrief nachlesen können. Der einzigartige Charakter des Priestertums Christi wird ausführlich erläutert. Dieses Hohenpriestertum Christi ist  „unteilbar“, ebenso wie sein Erlösungsopfer ein vollkommenes und unteilbares ist. Daß Maria auf geschöpflicher Ebene als herausragende Mithelferin beim Heilswerk Christi verehrt werden kann, das ist nicht dieselbe Ebene bzw. dies steht auf einem anderen Blatt. 

Als Anfang dieses Jahrhunderts Bestrebungen in Richtung Frauenpriestertum zunahmen (vor allem im Protestantismus), hat die römische Glaubenskongregation (damals als „Hl. Offizium“ bezeichnet) im Jahre 1913 entschieden, daß Maria nicht mehr in spezieller Priesterkleidung dargestellt werden darf. Dieser Beschluß wurde allerdings erst drei Jahre später veröffentlicht. 1926 ist dann zusätzlich jede Verehrung Mariens mit der Anrufung „priesterliche Jungfrau“ untersagt worden.

Ausführlich nimmt Bischof Epiphanius von Salamis (4. Jh.) zum Thema Frau als Priesterin Stellung. In seiner Schrift „Adversus haereses“ schreibt er über die charismatische Sekte der Montanisten: „In einer ungesetzlichen und gotteslästerlichen Zeremonie ordinieren sie Frauen und bringen durch sie im Namen Marias Opfer dar. Das bedeutet, dass die ganze Sache gottlos und frevelhaft ist … “.

Erinnert sei auch an die frühchristlichte Sekte der Kollyridianerinnen, die sich als „Priesterinnen der Maria“ verstanden und an einem für sie bestimmten Festtag in einer feierlichen Prozession ihre gebackene Kuchen herumführten und der so verehrten Maria „opferten“. Das war im Grunde eine heidnische Vergöttlichung Mariens, ein verkappter Göttinnenkult im scheinbar christlichen Gewand. Die damaligen Kirchenlehrer bzw. Häresiologen (Darsteller, Kritiker von Irrlehren) haben sich deutlich von dieser Sondergruppe distanziert.

Damals wie heute gilt: Bleiben wir bei der Marienverehrung auf der biblischen und kirchlichen Spur – und verfallen nicht in Verstiegenheiten, wie dies eine Verehrung Mariens als „Priesterin“ bedeuten würde.


8 Kommentare on “Kann MARIA als Priesterin verehrt werden?”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Zu Maria:

    1) Sie hat Jesus Christus im Neuen Testament der Bibel die Füße gesalbt bzw. eingeölt.

    2) Sie stand bei seiner Kreuzigung am Kreuz. (es gibt auch die Christus-Darstellung als nach der Kreuzigung vom Kreuz abgenommen in den Armen Marias liegend in vielen Kirchen).

    3) Jesus Christus machte sie am Kreuz nach damaligem jüdischen Recht mit den dafür vorgesehenen damaligen jüdischen Worten bzw. der entsprechenden jüdischen Formel zur Adoptiv-Mutter seines Lieblingsjüngers Johannes bzw. diesen damit zu ihrem Adoptiv-Sohn und ihn damit zu seinem Adoptiv-Bruder. Johannes war der Jünger, der Jesus Christus am meisten liebte, und den dieser deswegen wiederum auch am meisten zurücklieben konnte. Wären Maria und Johannes bedeutungslos gewesen, hätte Jesus Christus am Kreuz sicher nicht so gehandelt. Maria wird im Neuen Testament auch „die neue Eva“ genannt, so wie Jesus Christus „der neue Adam“ und der „himmlische Adam“ und Anthropos war und ist (siehe auch Apostel Paulus, und die Prophezeiungen im Alten Testament, Jesus Christus als Logos und Anthropos war meiner Ansicht nach auch das Vorbild und Urbild für den vollkommenen von Gott geschaffenen Adam als idealer Mensch vor dem spirituellen Sündenfall – ebenso wie der Heilige Geist als Geist Gottes und „Geist der Weisheit und Offenbarung“ und die göttliche Weisheit bzw. Weisheit Gottes als griechische „Sophia“ und hebräisch „Chakhema“ oder „Chokhma“ und personale weibliche Erscheinungsform des Heiligen Geist im Alten Testament bzw. der griechischsprachigen Septuaginta-Bibel mit der darin enthaltenen hellenistischen jüdisch-alexandrinischen Weisheitsliteratur und siehe auch die Sonnenfrau der Johannes-Offenbarung bzw. Johannes-Apokalypse, nach deren Abbild sich bis hin zu Details wie dem blauen Mantel und den Sternen über dem Haupt bis heute noch zahlreiche Marien-Erscheinungen zeigen – mag sein, dass der „Geist der Weisheit und Offenbarung“ als Heiliger Geist und Geist Gottes und Paraklet und „Sophia“ in und durch Maria wirkt und sich offenbart).

    4) Siehe auch die mystische theologische „Sophiologie“ der russisch-orthodoxen Kirche Russlands. Maria kann deshalb meiner Ansicht nach durchaus auch als Abbild und Abglanz des „Geistes der Weisheit und Offenbarung“ (NT) und „Heiligen Geistes“ (NT) und „Geist Gottes“ (AT) bzw. eben der personifizierten göttlichen Weisheit „Sophia“ als personaler Erscheingsweise des Heiligen Geistes bzw. im Alten Testament ausdrücklich in personaler Wortform und als Person handelnd und auftretend und eben auch als der Sonnenfrau der Johannes-Apokalypse bzw. Johannes-Offenbarung verstanden werden. Und in diesem Sinne, soweit sich der „Geist der Weisheit und Offenbarung“ bzw. die als Person in der „Weisheitsliteratur“ auftretende und handelnde göttliche Weisheit „Sophia“ (griechisch, Hebräisch „Chakhema“ oder „Chokhma“) in und durch Maria zeigt und durch ihr sie und in ihr handelt und offenbart eben in der Tat so gesehen auch als „Miterlöserin“. Die „neue Eva“ im Neuen Testament der Bibel also in der Tat, so wie Jesus Christus der „neue Adam“ und „himmlische Adam“ und Heiland und himmlische Herrscher „Pantokrator“ ist. Sowohl Jesus Christus als Logos und göttlicher Erlöser und Messias und „Menschensohn“ (Hoheitstitel) als auch der Heilige Geist als Geist Gottes und Geist der Weisheit und Offenbarung und Tröster und Paraklet sind die beiden personalen und göttlichen Mittler und Vermittler zu Gott als dem gütigen Vater „abba“ und Schöpfer „Elohim“ (Mehrzahl, im Plural stehend, aber als ein Gott wie auch in der Genesis!), zu dem Jesus Christus als ELI auch am Kreuz rief. Die Erlösung der Christen geschieht durch Jesus Christus und den Heiligen Geist, als die beiden wahren und autorisierten und verlässlichen und berechtigten Mittler und Vermittler zu Gott. Welcher allerdings auch seine Engel und Heiligen als Boten schicken kann.

    5) Siehe weiterhin auch die katholische theologische „Mariologie“ der katholischen Kirche und das Engel(s)werk nach der katholischen Charismatikerin bzw. charismatisch begnadeten Mystikerin und Prophetin Gabriele Bitterlich mit den ihr offenbarten Schriften und zu Maria usw.
    Ferner die Mysterien- und Bogumil-Theologie nach dem Benediktiner Mönch Odo Casel und auch die Logos-Theologie nach Justin dem Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater und dem Heiligen Irenaeus von Lyon, der diese von ihm übernahm, und der auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes zählte.

    Gefällt mir

    • Holger Jahndel sagt:

      Von der „Zeitschnur“-Website von Frau Hannah Jüngling

      http://zeitschnur.blogspot.com/2018/12/trinitatslehre-auf-dem-prufstand-brief.html
      ————————————————————

      Die Tatsache, dass im gesamten NT vermieden wird, von einer Zeugung zu sprechen, wo es um Jesus und Maria geht, sollte uns zurückhaltend machen:

      Natürlich hat Gott auch Jesus im Fleisch „erweckt“, so wie er das bei allen Menschen tut.
      Aber hier geschieht keine gemeinschaftliche Zeugung im Fleisch nach dem „Willen des Fleisches“ oder gar „dem Willen des Mannes“ (Johannesprolog), sondern eine Frau erhält soviel „dynamis“, dass sie ohne Mann fähig wird, einen Nachkommen hervorzubringen. Der Wille des Fleisches zur Fortpflanzung ist hier ganz ausgeschaltet. Marias „Fiat“ kann damit nicht einfach gleichgesetzt werden. Sie wird gefragt und stimmt zu, eine außerordentliche Sache zu vollbringen, die ihr übermenschliche Kräfte verleiht und doch den „Willen des Fleisches“ übergehen. Welch ein Wunder! Man kann, wenn man sich vertieft in diese Tatsachen, immer besser verstehen, warum sie in ihrem Lobgesang dichtet, aber auch sie spricht nicht annähernd von einer „Zeugung im Fleisch“!

      46 Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn,
      47 und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes;
      48 denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder.
      49 Denn er hat große Dinge an mir getan, der da mächtig ist und dessen Name heilig ist.
      50 Und seine Barmherzigkeit währet für und für bei denen, die ihn fürchten.
      51 Er übt Gewalt mit seinem Arm und zerstreut, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn.
      52 Er stößt die Gewaltigen vom Thron und erhebt die Niedrigen.
      53 Die Hungrigen füllt er mit Gütern und lässt die Reichen leer ausgehen.
      54 Er gedenkt der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf,
      55 wie er geredet hat zu unsern Vätern, Abraham und seinen Nachkommen in Ewigkeit. (Lk 1)

      In einem gewissen Sinn weist schon diese überaus krafterfüllte Frau auf die Wiederherstellung, die Wiedererweckung des Menschen, wie er von Gott her eigentlich gedacht und gewollt ist, hin.

      Die Wiedererweckung in dem Sinn, der das gewöhnliche Bild sprengt, ist eben die Erweckung von den Toten und die Wiederherstellung aus der „corruptio“, dem Zerfall, dem auch Jesus nicht entgangen wäre, wenn Gott ihn nicht auferweckt hätte. Wie in einem Vorausschein erzählt uns Joh 11 die Geschichte von Lazarus, der bereits verwest, also in den Fängen der endgültigen „corruptio“ des Fleisches ist und von Jesus zurückgerufen wird. Jesus kommt erst, als es wirklich dem Fleisch nach zu spät ist, und erweckt ihn auf, wenn auch noch nicht zur endgültigen Auferstehung. So soll schon der Glanz der kommenden Erfüllung der Hoffnung angezeigt werden.

      ——————————————————————————————————-

      Die theologische Gedanke von „Mysterium paschale“ wurde von dem Maria Laacher Benediktiner Dr. Odo Casel wiederentdeckt und vom Zweiten Vatikanischen Konzil aufgegriffen und entfaltet.

      Feier des Pascha-Mysteriums Jesu Christi von Martin Klöckener

      https://www.kath.ch/skz/skz-2003/leit/le38.htm

      Luthers Kirche ist tot https://www.geolitico.de/2017/01/18/luthers-kirche-ist-tot/

      Über die Mysterien

      Ambrosius von Mailand (340-397)
      Über die Mysterien
      (De mysteriis)

      I. Kapitel. Die moralische Unterweisung der Katechumenen [1], die mystagogische der Neophyten [2].Die Taufzeremonie der apertio [Öffnung der Ohren] [3—4].

      https://www.unifr.ch/bkv/kapitel2213.htm

      DEVELOPING A PRACTICE OF

      http://www.angelfire.com/wi/inroads/DHYANAM.html

      Gefällt mir

      • Diese unsachliche und unlogische Polemik beweist mal wieder die mangelnden theologischen Kenntnisse der sogenannten „Protestanten“. Deswegen studiert man ja auch Theologie – um die Bibel richtig zu verstehen. Ich weise hiermit auf die Logos-Theologie nach Justin dem Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater hin, und auf den Heiligen Irenaeus von Lyon, der diese von ihm übernahm und neben der Septuaginta-Bibel als Altes Testamentes zum Bestandteil des Bibel-Kanons auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermqas zählte, als Teile des Neuen Testamentes der Bibel nämlich.
        Die orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw. Ostkirchen und slawischen Kirchen folgen diesen beiden als Theologen meist mehr als dem Heiligen Augustinus und dem Heiligen Thomas von Aquin, welchen die Katholiken theologisch meist eher den Vorzug gaben. Siehe auch die mystische theologische „Sophiologie“ der russisch-orthodoxen Kirche Russland – die göttliche Weisheit bzw. griechisch „Sophia“ als personale Erscheinungsform des Heiligen Geistes als Geist Gottes und „Geist der Weisheit und Offenbarung“ im Neuen Testament und im Alten Testament der Bibel in der jüdisch-hellenistischen griechisch-alexandrinischen Weisheitsliteratur der Septuaginta-Bibel, auch Jesus Christus zitierte nachweislich aus der Septuaginta-Bibel und mindestens einmal nachweislich direkt auch aus der „Weisheitsliteratur“ mit der Sophia als personifizierter göttlicher Weisheit als Person handelnd und auftretend, wie der Heilige Geist als Geist Gottes auch schon in der Genesis des Alten Testamentes der Bibel (wo der Gottesname ELOHIM als ein Gott aber im Plural steht, ein Hinweis auf die Heilige Dreifaltigkeit und den Heiligen Geist als Geist Gottes und eigenständiger Person aber eins mit Gott in Einheit mit dem Schöpfer Elohim auch hier).
        Auf hebräisch lautet die personale Weisheit Gottes bzw. griechisch „Sophia“ auch „Chakhema“ oder „Chokhma“, eine Sephira der Sephiroth im kabbalistischen Lebensbaum, welcher als „Baum des Lebens“ und „Uranos Anthropos“ bzw. himmlischer Adam und kosmischer Christus bzw. Adam Kadmon auch schon in der Weisheitsliteratur des Alten Testamentes der Bibel und im Neuen Testament der Bibel beim Apostel Paulus vorkommt, Jesus Christus ist dort „Menschensohn“ (Hoheitstitel, siehe auch die Prophezeiung des Propheten Daniel im Alten Testament der Bibel als „Rab-Mag“ mit dem Amt des obersten der sterndeutenden Magier-Priester bzw. „Magoi“ der persisch-medischen monotheistischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier bzw. Parsen nach dem Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster vom Kommen des erwarteten „Menschensohnes“ als göttlichen Erlöser, ähnlich dem im alten Testament verheißenen jüdischen Messias, Jesus Christus war beides). Und Jesus Christus ist dort „himmlischer Adam“ und himmlischer Herrscher „Pantokrator“ (als Titel) und er ist dort platonischer Ideal-Mensch und „neue Adam“ und „Heiland“ und „Messias“. Seine Mutter Maria wird als „die neue Eva“ bezeichnet. Siehe auch zum Heiligen Geist als „Geist Gottes“ und „Geist der Weisheit und Offenbarung“ die „Sonnenfrau“ der Johannes-Offenbarung bzw. Johannes-Apokalypse. Nach deren Abbild und Vorbild mit den Sternen über dem Haupt und dem Mond unter ihren Füssen sich auch bis heute zahlreiche Marien-Erscheinungen zeigten und zeigen. „Sophia“ – die personale „Weisheit Gottes“ – die „Weisheit Gottes“ bzw. „chakhema“ oder chokhma“ auf hebräisch als Person, schon in der „Weisheitsliteratur“ der Septuaginta als Person handelnd und auftretend, wie auch der „Geist Gottes“ in der Genesis – als Person handelnd und auftretend und in weiblicher hebräischer Wortform stehend, zusammen mit dem im Plural stehenden Gottesnamen Elohim. Im Neuen Testament der Bibel steht übrigens auch, dass Moses in aller Weisheit der Ägypter wissend und unterrichtet war, siehe auch die Rede des Stephanus dazu im NT!

        Gefällt mir

  2. Lutheraner sagt:

    Ich denke, Maria war ein Werkzeug Gottes, um mit der Geburt ihres Sohnes Jesus die Liebe Gottes den Menschen nahe zu bringen und eine Lichtgestalt, die den Menschen in ihrer Unvollkommenheit beisteht und auch Türen zu Gottes Lichtwelt öffnet. Sie als hohe Priesterin zu verklären, ist daher sehr fragwürdig und man unterstützt machtgierige Menschen, um über andere Menschen zu herrschen.

    Gefällt mir

  3. Europäischer Christ sagt:

    Ivch stimme mit Ihnen in vielen Punkten überein. Nur in einem Punkt scheinen Sie oder der Bischof Epiphanius schlecht oder falsch informiert zu sein.

    „Ausführlich nimmt Bischof Epiphanius von Salamis (4. Jh.) zum Thema Frau als Priesterin Stellung. In seiner Schrift „Adversus haereses“ schreibt er über die charismatische Sekte der Montanisten: “

    Nach meinen Recherchen waren die Montanisten keine charismatische Sekte. Ich hatte mich vor einigen Jahren mal mit dieser Sekte beschäftigt. DIe Montanisten sind eher eine Art
    Endzeit-Sekte gewesen. Fast schon wie heute viele evangelikalen Endzeit-Sekten in den USA..

    Wie würden Sie die Donatisten einordnen? Auch als charismatische Sekte?

    Gefällt mir

    • Guten Tag,
      die Donatisten waren keine charismatische Sekte, sondern eine asketische bzw. rigoristisch.
      Die Montanisten waren zwar auch asketisch, aber in erster Linie charismatisch, zumal sich deren Führer Montanus als Inkarnation des Heiligen Geistes (!) verstand und mit zwei „Prophetinnen“ durch die Lande zog, die sich ebenfalls auf ihre Geisterfüllung beriefen.
      Zugleich waren die Montanisten chiliastisch, also endzeitschwärmerisch – bekanntlich ein Merkmal vieler pfingstlerischer bzw. charismat. Gruppen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

      Gefällt mir

      • Th. Neumann sagt:

        Kürzlich las ich in einem bekannten Magazin über das „Magdalena-Evangelium“ und andere Apokryphen. Da stand immer, dass die „Kirche“ aus eigennützigen Gründen diese Apokryphen verbot und als „Sekte“ andere Glaubensausrichtungen verfolgte. ZB. die Montanisten. Jetzt habe ich aus obigem Kommentar ersehen, warum das so gewesen sein könnte (Vorsteher sah sich als Inkarnation des Heiligen Geistes etc). Wieder etwas gelernt.
        Man wird sonst ja oft mit halben Infos abgespeist. Hier auf diesem Forum hier lernt man aber immer was dazu, Hintergrundinformationen, die man als Laie sonst nicht so hat.
        Und immer kurz, klar und verständlich auf den Punkt gebracht.

        Gefällt mir

  4. Th. Neumann sagt:

    Habe den Link angeklickt, auf dem eine Darstellung Mariens mit päpstlicher Tiara zu sehen ist.
    Der Graphik ist „künstlerisch“ auf dem gleichen Niveau wie die indischen Kalender- und Postkarten-Gottheiten, welche man in Indien an jedem Kiosk bekommt.
    Maria als Priesterin: Kunsthistorisch ist diese Darstellungsweise interessant, wie auch andere Darstellungen, welche nicht mehr gebräuchlich sind oder letztlich verboten wurden, weil diese Darstellungen missverständlich oder gar theologisch falsch waren, und zuletzt von nachfolgenden Generationen nicht mehr verstanden und nochmals umgedeutet wurden.
    So wurden die romanischen Kreuzigungsdarstellungen, bei denen Christus am Kreuz ein langes königliches buntes Gewand trägt, später als die „Heilige Kümmernis“ bzw „Heilige Wilgefortis“ umgedeutet, man erfand eine gekreuzigte Glaubenszeugin – und für den Vollbart gab es auch noch eine Erklärung.
    Auch die heilige Cäcilia kam eigentlich auf Umwegen zu ihrem Attribut, den Orgelpfeifen.
    Deshalb ist es gut, wenn sich die Kirche von manchen ikonographischen Details distanziert.
    Die Kirche hat meist die künstlerische Freiheit akzeptiert, aber ist doch weise dort eingeschritten, wo man sich auf theologischen Irrwegen befand.

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s