Aktenzeichen Covington-Fall (USA): Medien problematisieren den „Marsch fürs Leben“

Von Dr. Edith Breburda

Den Mitarbeitern der Diözese von Covington kamen mit einem Schrecken davon. Am Mittwochabend, dem 23. Januar 2019, wurde das gesamte Gebäude und die Kathedrale in Windeseile geräumt.

Schuld daran war ein verdächtiges Paket, das ohne Absender auf dem Gelände gefunden wurde. Einsatzkräfte leiteten die Evakuierung und untersuchen derzeit die Umstände.

Reporter befanden sich zum Zeitpunkt der Ereignisses in verschiedenen Diözesangebäuden, um Einzelheiten über das Skandal-Video zu evaluieren, in dem katholische Schüler von Covington beschuldigt wurden, angeblich einen indianischen Amerikaner beim Marsch für das Leben belästigt zu haben. Ein Vorurteil, das darauf beruhte, dass sich keiner die Mühe machte, die zusätzlichen längeren Videos heranzuziehen (1).

Die katholischen Kinder hatten sich nichts zuschulden kommen lassen. Aber selbst ihre Bistumsleitung und die Heimatstadt standen nicht zu ihnen – und das, wo sie doch gerade in solch einer Situation die christliche Anteilnahme ihrer städtischen und kirchlichen Gemeinde am meisten brauchten.

Stattdessen wurden die Jugendlichen beschuldigt, unchristlich gehandelt zu haben, obwohl sie sich schützend vor einen Priester gestellt hatten, der sich in ihrer Gruppe befand  – und der eigentlich schuldige Nathan Phillips sich bereits zuvor gewaltsam Zutritt in die Kathedrale verschaffen wollte, um die hl. Messe zu stören. (Ein Sachverhalt, der in Amerika immer öfters vorkommt: dass Leute in den Gottesdienst kommen und die Zeremonie mit lautem Geschrei unterbrechen).

Erst als ein Anwalt am Mittwoch den verleumderischen Medien und Prominenten mit eine millionenschweren Klage drohte, falls sie die Falschmeldungen nicht richtigstellen, kamen zaghafte Entschuldigungen. (Näheres zur Covington-Causa HIER.)

Dennoch bleibt bei vielen Presseorganen eine Grundanklage im Unterton, auf welcher man weiterhin beharrt, nämlich die Schüler hätten nicht das Recht, an einer Anti-Abtreibungs-Demonstration teilzunehmen. 

Beanstandet wird überdies,  dass sie Kappen mit Trumps Wahlspruch Make Amerika great again aufhatten. Damit hätten sie die Konfrontation mit Nathan Phillips angeblich heraufbeschworen. Die kath. Schüler hätten die Situation nicht aus der Perspektive des Indianers gesehen, der trommelnd auf Nick Sandmann zuging.

Slogan: „GERECHTIGKEIT für die UNGEBORENEN“

„Niemand ist so intolerant wie diejenigen, die Toleranz predigen“, sagte dazu kritisch der Gouverneur von Kentucky.

Die Empörung über das Verhalten der Medien erreicht in konservativen Kreisen der USA derzeit ihren Höhepunkt.

Die Jungen dienten einigen Medien nur als Vorwand. Im Grunde geht es in der linksliberalen Öffentlichkeit darum, dass man sich über Andersdenkende empört. Am schlimmsten scheint es zu sein, sich gegen Abtreibung zu positionieren.

Die Kinder haben anscheinend ein Facecrime begangen  – ein Begriff, den schon George Orwell prägte. Sie hatten gleichsam das falsche Gesicht, sind katholisch und hatten die „falschen Kappen“ auf, prangerte ein Fox-Journalist an.

Hätten denn sonst Abtreibungsbefürworter gejubelt, als am Dienstag-Abend, dem 22. Januar 2ß19, eines der provokativsten Abtreibungsgesetze in New York beschlossen wurde?

Ein Buchhändler weigerte sich daher, seinen Laden am Mittwoch zu öffnen. Keine Steuergelder wollte er für seine Verkäufe an diesem Tag entrichten,  an dem man um all die Kinder Mitleid haben sollte, die im Mutterleib bis zur Geburt getötet werden dürfen. Jon Speed will damit seinen Protest ausdrücken: „Ich kann nicht ändern, was passiert ist, dennoch will ich mein Missfallen bekunden.“ 

BILD: Katholische Bischöfe und Erzbischöfe nehmen am „Marsch für das Leben“ teil

Das Thema des Pro-Life Marsches, an dem auch die Jugendlichen der Covington-Schule teilnahmen, lautete: Pro-Life is Pro-Science. (Für das Leben sein bedeutet für die Wissenschaft.)

Das heißt doch, dass die Wissenschaft die Einmaligkeit eines Menschen vom Zeitpunkt seiner Zeugung bestätigt. Speed erklärt weiter: „Ich bin davon überzeugt, dass ein Baby im Mutterleib ein Mensch ist. Politiker müssen sich vor Gott verantworten, wenn sie Abtreibung unterstützen.“

Seitdem die Republikaner im Senat von New York nicht mehr die Mehrheit haben, ist es für Demokraten ein leichtes Spiel geworden, Abtreibungsgesetze durchzuwinken. Mit 38 gegen 24 Stimmen wurde dem sog. Reproduktive Health Act (Reproduktiven Gesundheits-Akt) zugestimmt.

Die Gesetzgeber waren begeistert. Sie applaudierten, jubelten und gratulierten sich selber. Gouverneur Como unterzeichnete das Gesetz und ordnete an, zur „Feier des Tages“ das World Trade Center und alle Wahrzeichen der Stadt in ein rosarotes Licht zu kleiden.

Nun können Babies im Mutterleib bis zur 24 Woche und ggf. bis zur Geburt im Namen der „reproduktiven Gesundheit“ vernichtet werden. Jene, die den tödlichen Vorgang vornehmen, müssen nicht einmal Ärzte sein. Dies ist jedem medizinischen Personal erlaubt. Frauen, die ein Kind abtreiben lassen, müssen nun  nicht mehr befürchten, strafrechtlich dafür belangt zu werden (2).

Wer sind demnach die Opfer all der Skandale der letzten Tage? Sind es nicht die Ungeborenen?

Literatur:
1) Freiburger C.: Covington diocesan offices evacuated. LiveSite News, 23. Jaunar 2019
2) Barillas M.: New York store owner closes for a day to protest radical abortion. LiveSite News, 24 .Januar 2019

Unsere Autorin Dr. med. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin sowie Schriftstellerin und lebt in den USA; sie betreibt die Webseite http://scivias-publisher.blogspot.com/


5 Kommentare on “Aktenzeichen Covington-Fall (USA): Medien problematisieren den „Marsch fürs Leben“”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Kap. 11: Wie der Kommunismus die Kunst sabotiert und benutzt
    Hinter wahrer Kunst steckt die geballte Weisheit eines Volkes, seine Kreativität, Inspiration und tiefsinnige Bedeutungen. Verglichen mit der Schönheit der traditionellen Künste sind die modernen… Mehr»

    https://www.epochtimes.de/feuilleton/wie-der-kommunismus-die-kunst-sabotiert-und-benutzt-a2766609.html

    Kap. 5: Einfach NEIN zu jeder Autorität sagen – dann ist man schon revolutionär (Teil 2) Von dem Autorenteam der Redaktion der „Neun Kommentare über die Kommunistische Partei“22. Oktober 2018 Aktualisiert: 10. Januar 2019 13:29 Sei gegen Tradition, gegen Autorität und gegen Moral. Wenn du „Nein“ zu aller Autorität und allen gesellschaftlichen Normen sagst, kannst auch du einfach und leicht ein Revolutionär werden – sagte Herbert Marcuse von der „Frankfurter Schule“. Das klang verführerisch, besonders für die Jugend.

    https://www.epochtimes.de/politik/welt/offene-oder-verdeckte-gewalt-jedes-mittel-ist-erlaubt-teil-2-a2681106.html

    USA: Wie der Kommunismus das Christentum unterwandert – Eine Begegnung mit den „göttlichen“ Kommunisten
    Vieles von dem, was in den heutigen amerikanischen Kirchen gepredigt wird, ist von der kommunistischen Ideologie – die ein Spiel wie eine Religion inszeniert – beeinflusst, wenn nicht gar… Mehr»

    https://www.epochtimes.de/wissen/usa-wie-der-kommunismus-das-christentum-unterwandert-eine-begegnung-mit-den-goettlichen-kommunisten-a2775376.html

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Sonntag, 3. September 2017 US College mit linksextremer Agenda bekommt die Realität zu spüren
    Das für die linke Indoktrinierung seiner Studenten berüchtigte Evergreen College erlebt einen Einbruch bei den Immatrikulationen und muss deswegen Mitarbeiter entlassen. Hier gehts weiter…

    http://1nselpresse.blogspot.com/2017/09/us-college-mit-linksextremer-agenda.html

    Montag, 26. September 2016 Christliche Mädchen haben nur eine Aufgabe: Die Befriedigung von muslimischen Männern

    http://1nselpresse.blogspot.com/2016/09/christliche-madchen-haben-nur-eine.html

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Die Jusos und der Kindermord
    Veröffentlicht am 1. Januar 2019 von Herbert Ludwig in Gesellschaft und Kultur // 50 Kommentare

    Die Jusos fordern eine vollständige Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Über den Absturz in immer größere moralische Verkommenheit und Barbarisierung.

    https://www.geolitico.de/2019/01/01/die-jusos-und-der-kindermord/

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  4. Heinrich Blezinger sagt:

    Nun, wer sind die Besitzer der Medien?

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