Warum Sr. Faustinas „Barmherzigkeits-Rosenkranz“ nicht empfehlenswert ist

Von Felizitas Küble

Die polnische Nonne Faustyna Kowalska – in Deutschland unter „Schwester Faustina“ bekannt  –  empfing eigenen Angaben zufolge jahrelang zahlreiche Visionen und Einsprechungen des Himmels. (Einiges davon haben wir bereits kritisch betrachtet: HIER)

Diese Ordensfrau lebte von 1905 bis 1938 und propagierte neben verschiedenen Andachten zum „Barmherzigen Jesus“ auch einen entsprechenden Rosenkranz, der sich vom überlieferten kirchlichen Rosenkranz deutlich unterscheidet.

Obwohl ihre Privatoffenbarungen vor dem Konzil von der vatikanischen Glaubenskongregration – damals Hl. Offizium genannt – ohne Wenn und Aber verurteilt wurden, änderte sich die kirchliche Einschätzung der Visionen mit dem Amtsantritt von Johannes Paul II. grundlegend, denn er war schon als Bischof von Krakau ein starker Verehrer dieser Ordensschwester, was dann zur Heiligsprechung von Sr. Faustina durch diesen Papst führte.

Doch diese Erhebung zur „Ehre der Altäre“ bezieht sich allein auf den persönlichen Tugendgrad, nicht jedoch auf eine Irrtumslosigkeit in theologischer oder sonst einer Hinsicht.

Bekanntlich haben sich weitaus hochrangigere Heilige gerade im Bereich von Visionen geirrt, darunter sogar die Kirchenlehrerin Katharina von Siena (mit ihrem Erscheinungserlebnis, Maria sei nicht makellos empfangen) oder der hl. Vinzenz Ferrer, der aufgrund von Privatoffenbarungen den Weltuntergang zu seinen Lebzeiten verkündete. Im gediegenen „Handbuch der Mystik“ des französischen Paters August Poulain SJ finden sich seitenlang weitere Beispiele  – das Werk wurde vom hl. Papst Pius X. ausdrücklich gewürdigt.

Es liegt also auf der Hand, daß Gläubige auch über den weitverbreiteten Barmherzigkeits-Rosenkranz nach den Visionen von Schwester Faustina kritische Überlegungen anstellen können und dürfen – was hiermit geschieht:

Zunächst sei festgehalten, daß der klassische Rosenkranz, der im späten Mittelalter schrittweise durch Ordensleute entstanden ist, seine Struktur und seinen Inhalt ganz auf biblischer Basis erhalten hat:

Die 15 Rosenkranzgeheimnisse sind fast alle der Heiligen Schrift entnommen, das Vaterunser von Christus selbst gelehrt, das Ave Maria besteht größtenteils aus den Worten des Engels bei der Verkündigung des HERRN an Maria. 

Auch die Zahl der 150 Ave-Marias beruht gleichsam auf der Hl. Schrift, da dieses sich an die 150 Psalmen des Alten Testaments (Psalterium) anlehnt, weshalb der vollständige bzw. dreifache Rosenkranz auch „Psalter“ genannt wird.

Warum nun sollte der Himmel diesen bewährten Rosenkranz grundlegend verändern?

Beim Vergleich des Faustina-Rosenkranz mit dem überlieferten Rosenkranzes ergeben sich folgende Unterschiede und Nachteile:

  1. Das Vaterunser kommt hier nur einmal vor, im klassischen Rosenkranz aber sechsmal.
  2. Das Ave Maria wird auf ein einziges Mal reduziert, so daß kaum noch von einem Rosenkranz die Rede sein kann (ein „normaler“ Rosenkranz enthält 50 Aves)
  3. Zudem entfallen die drei Aves zu Beginn mit ihrer Bitte um Glaube, Hoffnung und Liebe – immerhin die drei göttlichen Tugenden, die für unser Christenleben entscheidend sind (siehe 1 Kor 13).
  4. Bei den großen Perlen, die sonst das Vater-Unser anzeigen, wird jetzt folgende Anrufung gesprochen: „Ewiger Vater, ich opfere Dir auf den Leib und das Blut, die Seele und die Gottheit Deines über alles geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, zur Sühne für unsere Sünden und die Sünden der ganzen Welt.“ – Dieses Gebet enthält einen entscheidenden theologischen Fehler, denn die Gottheit Christi kann nicht aufgeopfert werden, weil ein Opfer seinem Wesen nach eine Darbringung, einen Verzicht darstellt  – und Christus kann auf seine Gottheit nicht verzichten, das ist ontologisch (von seinem Sein her) gar nicht möglich. Zudem ist es unsinnig, Gott(-Vater) die Gottheit (des Sohnes) aufzuopfern, da das Heilsopfer Christi im Leiden und Sterben seiner menschlichen Natur bestand, denn die Gottheit kann nicht sterben. Diesen entscheidenden Einwand haben wir hier bereits ausführlich biblisch und dogmatisch erläutert: https://charismatismus.wordpress.com/2014/03/06/korrektur-an-einem-sonder-rosenkranz-die-gottheit-christi-wurde-nicht-geopfert/
  5. Bei den kleinen Perlen des Rosenkranzes soll man beten: „Durch sein schmerzhaftes Leiden hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.“  – Christus ist zwar – als Heilsangebot – für alle Menschen gestorben, aber Erbarmen kann Gott schlußendlich nur mit jenen haben, die sich im „Gnadenstand“ befinden, also im Frieden Christi heimgerufen werden. Zweifelsohne gilt zwar der „allgemeine Heilswille“ Gottes, denn der Ewige will alle Menschen zur Wahrheit und damit zur Rettung führen. Allerdings verhindert schon die erbsündliche Verfallenheit des Menschen, daß sich die gesamte Erde bekehrt – mit welcher Logik soll Gott dann „Erbarmen…mit der ganzen Welt“ haben? – Somit ist diese Anrufung zumindest fragwürdig.
  6. Am Ende soll dreimal gebetet werden: „Heiliger Gott, heiliger starker Gott, heiliger unsterblicher Gott, hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt.“  – Hier wiederholt sich das erwähnte Problem, zudem wird Gott nur als „unsterblich“ bezeichnet, was eine Geringschätzung beinhaltet, denn Gott ist nicht „nur“ unsterblich, sondern ewig. Die Seele des Menschen ist immerhin auch unvergänglich (sie hat einen Anfang, aber kein Ende), aber Gott ist ewig, da ER auch keinen Anfang hat.
  7. Vorher oder nachher soll noch gebetet werden: „O Blut und Wasser, aus dem Herzen Jesu als Quelle der Barmherzigkeit für uns entströmt, ich vertraue auf Dich! –  Barmherziger Jesus, in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an, lobpreise Dich und bitte, umfasse mit Deiner unerschöpflichen Barmherzigkeit die ganze Menschheit, besonders die armen Sünder und die Sterbenden.“ (Faustina-Tagebuch, S. 186)   Sollen wir nun etwa – siehe erste Zeile der Anrufung –  auf „Blut und Wasser“ vertrauen? So wie oben zitiert, lautet der Satz aber im Originaltext. Da klar ist, daß dies keinen Sinn ergibt, wurde bei diesem Rosenkranz später das Wort „Jesus“ eingefügt: „O Blut und Wasser…für uns entströmt, Jesus, ich vertraue auf Dich!“
  8. Was soll sodann die Einschränkung: „…in dem Augenblick Deines Kreuzestodes für uns bete ich Dich an…“  – Der historische Kreuzestod geschah vor 2000 Jahren; selbst wenn damit „nur“ die Erinnerung daran oder die sakramentale Vergegenwärtigung in der hl. Messe gemeint sein sollte: Auch dann begrenzt sich doch unsere Anbetung nicht hierauf. Zudem beten wir Christus nicht in erster Linie seines Kreuzestodes wegen an, sondern aufgrund seiner GOTTHEIT.
  9. Der visionäre Jesus soll zudem zu Faustina gesagt haben: „Derjenige, der diesen Rosenkranz betet, wird stets von großer Barmherzigkeit umgeben sein im Leben und besonders in der Todesstunde. Die Priester werden ihn den Sündern vorschlagen als letztes Mittel der Rettung.“  – Ein Sonder-Rosenkranz als letzter Rettungsanker? Wird damit nicht die Beichte verdrängt? Ist ein Leben nach den Zehn Geboten nicht mehr nötig, um das Heil zu erlangen? Genügt nun etwa dieser Extra-Rosenkranz?
  10. Abgesehen davon kommt diese neue Form natürlich der menschlichen Bequemlichkeit zugute, denn dieser Rosenkranz ist weitaus kürzer als der überlieferte. So hat man dann in höchstens zehn Minuten einen „Rosenkranz“ gebetet, wozu man sonst eine halbe Stunde benötigen würde.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den kath. KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


17 Kommentare on “Warum Sr. Faustinas „Barmherzigkeits-Rosenkranz“ nicht empfehlenswert ist”

  1. Grecola sagt:

    Und ich dachte immer, dass in der Heiligen Messe der ganze Christus geopfert wurde, und nicht nur ein Teil von ihm, und nun erfahre ich hier, das die Gottheit Christi irgendwo außerhalb vom Kreuz war, und nur der Leib Christi am Kreuz war. Wo blieb da bloß seine göttliche Person? Auch irgendwo außerhalb des Leibes? Das erinnert mich an die protestantische Lehre, wonach Gott nicht im Mutterleib Marias war, weshalb sie nicht als „Muttergottes“ bezeichnet werden können. Mit solchen exotischen Lehren komme ich nicht zurecht, und will ich auch gar nicht!

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    • Guten Tag,
      lesen Sie bitte die Abhandlung über diese „Aufopferung der Gottheit“, zu dem in diesem Artikel verlinkt ist – dort werden Ihre Einwände beantwortet.
      Natürlich ist Christus in der hl. Messe mit seiner ganzen Person gegenwärtig, auch mit seiner Gottheit – hierbei geht es um seine Realpräsenz.
      Die menschliche Natur und die göttliche Natur in der Person Christi sind laut Dogma „ungetrennt und unvermischt“, also auch nicht vermischt, somit voneinander unterscheidbar.
      Natürlich hat sich Christus in seiner ganzen Person für uns hingegeben, aber das, w a s er geopfert hat, war sein menschlicher Leib, der sterben konnte, da sein göttliches Wesen nicht sterben und auch nicht leiden kann.
      Ein Opfer ist ein Verzicht, eine Darbringung. Christus konnte doch nicht auf seine Gottheit verzichten, aber auf sein menschliches Leben und zuvor schon – bei seinem Leidensweg – auf die Unversehrtheit seines Leibes.
      Das ist biblisch in zahlreichen Aussagen belegt.
      Mit Nestorius hat das nichts zu tun, denn dieser hat die menschliche und die göttliche Natur in Christus getrennt, weshalb er den Titel „Gottesmutter“ für Maria ablehnte, denn sie habe nur den menschlichen Jesus geboren. Das ist natürlich Unsinn, weil man die beiden Naturen in Christus nicht „trennen“ kann, man darf sie aber auch nicht „vermischen“.
      Daher bleibt es dabei: Der Opfertod am Kreuz vollzog sich an der menschlichen Natur Christi, nicht an seinem göttlichen, seinem somit unzerstörbaren Wesen.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Grecola sagt:

        Das ist zwar ein netter Versuch, Ihre Position zu erklären, dennoch erschließt sich einem nicht, dass da die Person Christi also solche, die ja göttlich ist, gelitten hat, nicht nur sein Leib. Er hatte auch eine innere Drangsal, nicht nur eine leibliche. Er hatte doch nicht nur äußeres Leid am Leib zu ertragen. Wer empfand denn z.B. Angst im Garten Gethsemai? Der Leib bestimmt nicht, aber die Person, die doch göttlich und nicht menschlich ist!

        Außerdem wird in der Messe vom Priester der ganze Christus geopfert, nicht nur ein Teil von ihm.

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      • Guten Tag,
        natürlich hatte Christus auch eine innere Drangsal, nicht nur eine leibliche – vergessen Sie mal nicht, daß er auch eine menschliche (!) Seele bei der Inkarnation bekam, nur ist auch die menschliche Seele eben nicht göttlich. Die menschliche NATUR Jesu bestand aus Leib u n d Seele!
        In der hl. Messe heißt es wohlgemerkt: „Wir bringen Dir seinen Leib und sein Blut dar, das Opfer, das Dir wohlgefällt“.
        Mir scheint, Sie haben den ausführlichen Artikel, zu dem ich verlinkte, immer noch nicht gelesen. Wenn Sie sich diese Mühe nicht machen, ist das Ihre Sache, jedoch werde ich mich auch meinerseits nicht weiter der Mühe unterziehen, Ihre Einwände zu beantworten. Machen Sie doch bitte erstmal Ihre Hausaufgaben, damit ich mich nicht ständig wiederholen muß.
        Feundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Grecola sagt:

        Ich habe das schon gelesen, nur weiß man als Leser eben nicht, ob Sie da etwas aus der Kirchenlehre und der Bibel bewusst oder unbewusst ausklammern. Ihre Ausführung könnte einseitig sein. Ich denke bei meinem Standpunkt einfach mal ganz logisch: Die Person Christi, die göttlich ist, hat Leid empfunden. Wer oder was soll es denn sonst gewesen sein, da es keine andere Person gab, als die göttliche! Oder hat Christus noch eine zweite, eine menschliche Person, die gelitten hat? Wohl kaum!

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      • Grecola sagt:

        Sie schreiben in ihrem Kommentar oben: „In der hl. Messe heißt es wohlgemerkt: „Wir bringen Dir seinen Leib und sein Blut dar, das Opfer, das Dir wohlgefällt“

        Ach so, nur den Leib und das Blut, und nicht auch die Seele und die Person, die göttlich, und nicht menschlich ist! – Das ist nicht katholisch!

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      • Guten Tag,
        beschweren Sie sich doch konsequenterweise, da Sie alles besser wissen, direkt beim Heiligen Geist, dem Urheber der Heiligen Schrift, ebenso bei der Kirche, die für den Text der Messbücher zuständig ist.
        Was „katholisch ist“, bestimmen aber anscheinend Sie – aber solch eine Einstellung ist eben nicht katholisch, sondern bestenfalls protestantisch.
        Übrigens ist die Person Christi seit seiner Inkarnation nicht allein göttlich, sondern gottmenschlich, ER ist Gott und Mensch in einer Person – und mit diesen beiden Naturen.
        Das ist Dogma und Schriftlehre – und das Thema hiermit beendet.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

        SCHRIFTSTELLEN:
        Joh 6,51: „Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch – ich gebe es hin für das Leben der Welt.“

        Daß Christi Heilstat im Opfer seines Leibes bestand, bestätigt der hl. Petrus, denn in 1 Pt 3,18 heißt es: „…dem Fleisch nach wurde ER getötet, dem Geist nach lebendig gemacht.“ – Ähnlich schreibt der Apostel in 1 Pt 4,1: „Da nun Christus für uns im Fleisch gelitten hat…“

        In Kol 1,22 schreibt Paulus, Christus hat „euch durch den Tod seines sterblichen Leibes versöhnt, um euch heilig, untadelig und schuldlos vor sich treten zu lassen.“

        Im Brief an die Hebräer heißt es, daß wir „durch die Opfergabe des Leibes Christi ein für allemal geheiligt“ sind (Hebr 10,10).

        Zudem schreibt der Verfasser: „Wir haben also die Zuversicht, Brüder, durch das Blut Jesu in das Heiligtum einzutreten. ER hat uns den neuen und lebendigen Weg erschlossen durch den Vorhang hindurch, das heißt durch sein Fleisch.„ (Hebr. 10,20)

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      • Grecola sagt:

        Werden Sie doch nicht gleich frech!

        Mir kommt es eher so vor, als würden Sie alles besser wissen.
        Und wie gesagt, wer garantiert uns, dass Sie uns nicht die halbe Wahrheit servieren?

        Im Übrigen bestimme nicht ich, was katholisch ist, ebensowenig wie Sie, sondern Gott durch die katholische Kirche! Und von der katholischen Kirche habe ich gelehrt bekommen, dass nicht nur Christi Leib und Blut geopfert wird, sondern auch seine Seele und seine Person, sein ICH. Er ist in der ganzen Hostie GANZ gägenwärtig, und nicht nur sein Leib und Blut!

        Deshalb empfangen wir bei der Kommunion nicht nur Leib und Blut Christi, sondern Christus GANZ! Vor diesem Hintergrund ist das Gebet: „opfere ich dir auf den Leib und das Blut und die Seele und Gottheit“, also den ganzen Christus, vollkommen richtig!

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      • Guten Tag,
        die einzige, die hier frech wird, sind Sie.
        Selbst die eindeutigen Bibelstellen, die ich Ihnen präsentierte, lassen Sie völlig unbeeindruckt.
        In meinem Artikel, auf den ich Sie mehrfach hinwies, finden sich zudem zahlreiche DOGMATISCHE Aussagen dazu.
        Ich schrieb Ihnen doch längst, daß Christus in der hl. Messe real gegenwärtig ist, also auch mit seiner Gottheit selbstverständlich.
        Zum x-ten Male können Sie Realpräsenz und Opfercharakter der hl. Messe nicht unterscheiden.
        Christus ist auch mit seiner Gottheit zugegen, aber seine Gottheit wird nicht geopfert.
        Exakt das ist die Lehre der Kirche.
        Weiteren Sermon von Ihnen schalte ich nicht mehr frei, ich bin nicht bereit, mich zum x-ten Mal zu wiederholen.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  2. Dorrotee sagt:

    Liebe Cornelia Vogt,
    ich persönlich möchte Gebete sprechen, die auch dem Verstand dienen. So kann das Herz sich am besten an Gott mit seinen Anliegen wenden.
    Mit Herz und Verstand möchte ich zu Gottes Ehre beten.
    Und der Barmherzigkeits-Rosenkranz von Faustina ist wie im Artikel geschriebenfragwürdig im theologischen Sinne.

    Wir oder jedenfalls die meisten der Christen brabbeln ja auch nicht wie die Säuglinge oder sprechen unsere Kindergebete .
    Paulus selbst bat darum, mündige Christen zu sein.

    Nein, auch so manches Lied aus dem Gesangbuch lehne ich ab, weil so ein theologischer Unsinn zusammengereimt wurde. Teils einfach nur profan.

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  3. Dorrotee sagt:

    Meiner Meinung nach hat Faustina diesen Rosenkranz, anders als sie behauptet, nicht von Jesus persönlich bekommen.
    Eher sind es ihre Überlegungen, die tatsächlich theologisch fragwürdig sind.

    Faustina hatte eine seltsame Persönlichkeit. Ihre Liebe zu Jesus ging in komische Phanatsien über. In dem Tagebuch kann man das nachlesen. Ich selbst habe es bewusst nicht gelesen, aber es wurde mir berichtet.
    Wenn sogar das Wort Jesus nachträglich eingefügt werden musste, weil wir sonst Blut und Wasser anbeten, läuft was in die Irre.
    Deswegen bete ich diesen Rosenkranz nicht.
    Um 15 Uhr wurde in vorherigen Zeiten der schmerhafte Rosenkranz empfohlen. Aber nur, wenn es die täglichen Pflichten zulassen.
    Wir sollten uns darauf wieder besinnen.

    Tröstlich zu lesen, dass sich auch andere Heilige geirrt haben, wie hier im Artikel beschrieben.

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  4. Markus sagt:

    Das Gebet: „In dem Augenblick deines Kreuzestodes…“ ist als Gedenken an Jesu Tod um 15.OO Uhr vorgesehen, nicht nach dem Rosenkranz zu jeder Zeit. In einigen Klöstern hier in der Umgebung läutet freitags um 15.00 Uhr eine Glocke als Hinweis auf Jesu Sterbestunde. Wenn man dann dieses Stoßgebet spricht, kann es doch eigentlich so verwerflich nicht sein, oder? Und wie „Gerd“ schon schreibt, den Barmherzigkeitsrosenkranz nicht statt, sondern wenn man es möchte, dazu. Wobei dem „normalen“ Rosenkranz natürlich der Vorrang gebührt.

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  5. gerd sagt:

    Wir sollten allerdings nicht das Kind mit dem Bade ausschütten. Wenn der barmherzige Rosenkranz den ursprünglichen Rosenkranz nicht ersetzt, dann kann er als Meditation durchaus empfehlenswert sein. Warum nicht beides beten? Das geht, ich selber habe es schon praktiziert, ohne gleich eine Häresie begangen zu haben.

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  6. Rebner sagt:

    Lassen wir hierzu außerdem den Apostolischen Protonotar Prof. Dr. Georg May zu Wort kommen. Der bekannte Kirchenrechtler erklärt in einer Predigt (siehe Link im Text oben):

    „Im religiösen Sinne ist Opfer die innere Hin­gabe und die äußere Weggabe von etwas, um Gott zu ehren.(…)

    Wie wir an der Zurechtweisung Petrus‘ „Gehe hinter mich Satan“ sehen, ist Jesus in seiner göttlichen Person zu akzeptieren, dem Menschen unangenehm, sein Denken ist nämlich „menschlich“. Die Anerkenntnis der Gottheit Christi ist also eine „innere Hin­gabe und die äußere Weggabe von etwas, um Gott zu ehren.(…) „.

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  7. ester769 sagt:

    Ich mag den Barmherzigkeitsrosenkranz zwar auch nicht, aber irgendwie finde ich Sie schießen hier über das Ziel heraus.
    Die Kürze eines Gebetes ist meines Erachtens kein Nachteil, sondern es gibt halt kurze und es gibt halt lange und jeder so wie es kann.
    2. das mit dem unsterblichen Gott, kommt aus dem Trishagion das am Karfreitag gebetet wird, und
    3. die Sache mit der ganzen Welt in jedem Agnus Dei wird festgestellt dass das Lamm Gottes die Sünden der Welt hinwegnimmt. Und im Rosenkranz wird nicht gesagt, dass die ganze Welt also alle Menschen gerettet werden, sondern es wird drum gebetet, und das, dachte ich bislang sei eigentlich ganz in Ordnung.
    4. Das einzige was mir wirklich problematisch erscheint ist die Sache mit der Gottheit die wir dem Vater aufopfern.
    Also der Theologe würde sagen, dass die Gottheit nicht sterben kann, das ist griechisches Denken, die nordischen Völker kennen durchaus sterbende Götter. Und ich habe mal gelernt dass es ganz wichtig ist, dass Christus, der Gottmensch, der menschgewordene Gottessohn in dem die beiden Naturen unvermischt und unzertrennt sind, dass dieser Christus definitiv am Kreuz gestorben ist, mit seiner Gottheit und Menschheit, Gottverlassen in seiner Gottgleichheit, von daher sehe ich ihre Kritik nicht so ganz
    wobei es mir
    6. in der Todesstunde ist man wohl nicht mehr fähig zu beichten und selbst wenn man fähig ist, so ist es hierzulande gar nicht so einfach, wie man denkt, einen Priester zu finden, der die Beichte noch abnimmt,. von daher kann es für fromme Umstehende doch gut sein zu beten, etwas kurzes, dass der Sterbende vielleicht noch nachvollziehen kann
    7 zu dem Kritikpunkt betreffs des schon lange her seienden Todeszeitpunkt ist zu sagen, in jeder heiligen Messe wird der Schleier von Raum und Zeit zur Seite gezogen und wir treten hin zum Berg Golgotha unter das Kreuz Christi und so habe ich diese Stelle auch immer verstanden.

    Es stimmt es gibt viel Übertreibung unter den Frommen, aber ich habe so den Eindruck, dass derer immer weniger werden und das ist doch das eigentliche Problem! Oder?

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  8. Cornelia Vogt sagt:

    Einen ROSENKRANZ hatte mein SOHN noch bis vor einigen Jahren .
    Er gab diesen an eine DAMALIGE Mitschülern zum Schutz gegen deren nächtlichen Ängste.
    Sie rief meinen Sohn oft mitten in seinem Schlaf an und bat ihn,umgehend zu KOMMEN.
    Es seien Dämonen in ihrem SPIEGEL zu SEHEN.
    DER ROSENKRANZ HALF TATSÄCHLICH DAMALS.
    DAß ES UNTERSCHIEDE BEIM BETEN GIBT, WUßTE ICH NICHT EINMAL.
    Es ist das HERZ des Betenden, WAS GOTT WICHTIG IST.
    DAS HERZ KANN NICHT LÜGEN.
    MIT DEM MUND REDET MAN NUR.

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