Familienverband: Eltern sollen für ihre minderjährigen Kinder wählen dürfen

Am 19. Januar 2019 fand das hundertjährige Jubiläum der ersten Wahl statt, an der Frauen teilgenommen haben. In diesem Zusammenhang bekräftigt der Deutsche Familienverband seine Forderung nach einem Wahlrecht von Geburt an.

Die Befürworter des Frauenwahlrechts haben lange dafür gestritten, dass Frauen wählen können. Kinder und Jugendliche sind vom Wahlrecht bis heute ausgeschlossen.

„Ein allgemeines Wahlrecht muss allen Staatsbürgern zugänglich sein. Es widerspricht diesem Grundsatz, wenn nur Volljährige wählen dürfen“, sagt Dr. Klaus Zeh, Präsident des Deutschen Familienverbandes (DFV).

Das Wahlrecht ab Geburt entspricht den Erfordernissen des Grundgesetzes, wonach alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht. Notwendig ist eine Änderung von Artikel 38 Absatz 2 GG, demzufolge wahlberechtigt ist, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat.

„Unser Vorschlag ist so einfach wie logisch: Wahlberechtigt ist jeder Staatsbürger. Wir befürworten eine Gesetzesänderung, dass das Wahlrecht solange treuhänderisch von den Eltern ausgeübt wird, bis das Kind die Wahlmündigkeit erreicht“, erklärt Dr. Zeh.

Gegenwärtig wird 13 Millionen jungen Bürger/innen das Wahlrecht vorenthalten. 

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sei es dringend notwendig, dass Mädchen und Jungen wahlberechtigt sind: „Wenn die Gesellschaft immer älter wird, geraten die Bedürfnisse von Kindern und ihren Familien ins Hintertreffen“, sagt Dr. Zeh.

Schon heute ist mehr als ein Drittel der Wahlberechtigten über 60 Jahre alt. Ab 2040 werden Menschen ab einem Alter von 60 Jahren etwa 45 Prozent der Wahlberechtigten stellen.

„In einer immer älter werdenden Demokratie, die von Mehrheiten abhängig ist, läuft die Kinder- und Familienpolitik zunehmend Gefahr, unberücksichtigt zu bleiben. Das wäre eine Bankrotterklärung für die Zukunft unserer Gesellschaft“, so der Verbandspräsident.

Um auf das Wahlrecht ab Geburt aufmerksam zu machen, hat der Deutsche Familienverband unter der Schirmherrschaft von Renate Schmidt, Bundesfamilienministerin a.D., die Kampagne „Nur wer wählt, zählt!“ ins Leben gerufen.

Umfangreiche Infos finden sich unter http://www.wahlrecht.jetzt

HINWEIS: Der katholische Erzbischof Johannes Dyba (Fulda) hat schon vor ca. 30 Jahren genau dieses „Wahlrecht ab Geburt“ gefordert, um die Familien zu stärken


6 Kommentare on “Familienverband: Eltern sollen für ihre minderjährigen Kinder wählen dürfen”

  1. bkl2016 sagt:

    Bin dagegen – wer hat die meisten Kinder ? Beeinflussung..Eltern stimmen o. bestimmen für ihre Kinder ? Für mich Stimmenfang !???
    Wird die Wahl – früher mit 21 – jetzt mit 18 Jahre – bzw. das Wahlgesetz jetzt als „falsch“ gedeutet …nicht rechtens ???

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Die Familien-Partei stellte diese an sich vernünftige Forderung ja in der Tat auch schon.
    Familien mit Kindern bzw. deren Eltern tragen das deutsche Renten- und Sozialsystem, daher verdienen sie den Schutz und die Förderung des Staates und Privilegien. Die sehr wichtige Bestandserhaltung des Deutschen Volkes hat Vorrang, auch angesichts der Demographie und ihrem negativ-rückläufigen Trend, was Geburten im kinderarmen und kinderfeindlichen Deutschland betrifft. Die deutsche Gesellschaft wurde ideologisch gesehen überfeminisiert und Hausfrauen- und Mütter-feindlich durchgegendert und postmodern ideologisiert – die Postmoderne als Zeitgeist und Ideologie der neoliberalen Globalisierung und des postmodernen Neoliberalismus und Globalismus hat die Menschen durch Sophistik und Rabulistik und NLP-Manipulationen in und durch die Medien seit den 80er Jahren (Medien-Privatisierung und Beginn des Neoliberalismus und der Globalisierung) massiv psychisch entwurzelt und einander entfremdet.
    Heute sind die Menschen deswegen medien-manipuliert und postmodern gehirnverdreht und unlogisch und wider Vernunft und Natur und schlecht geerdet und erdentfremdet und ihre psychische Verwurzelung in Familien und Kultur und Religion, aus der man auch psychischen Halt und psychische Stabilität schöpfen und ziehen kann, wurde zerstört bzw. sie wurden auch auf psychosozialer Ebene massiv entwurzelt und damit labil und aggressiv und asozial und psychisch manipuliert – siehe auch die ganzen Zivilisationskrankheiten und psychischen Störungen und Neurosen, die es früher nicht oder nicht in dieser Häufigkeit gab.

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  3. truckeropa66 sagt:

    Was ist das für ein Schwachsinn??? Die meisten sind mit 18 noch nichtmal in der Lage, eine soweitreichende Entscheidung zu treffen, die wählen eigentlich sein sollte!

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    • Jutta sagt:

      Ich finde auch, das ist eine, um es freundlich zu sagen, merkwürdige
      Ansicht. Kinder können nicht wählen.
      Das darf nicht sein.
      Eine Schnapsidee.
      Aber schön, wenn man keine anderen Sorgen hat.
      Das man darüber überhaupt reden kann und dass so was in die
      Öffentlichkeit gelangt, ist schon mehr als merkwürdig.

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      • truckeropa66 sagt:

        Es geht hier um Stimmenfang mit der Hoffnung, dass gut instruierte Kinder ihre Eltern schon überzeugen, die neue Einheitspartei mit den 4 Ankreuz-Möglichkeiten zu bestätigen.
        Die durch die 4 Ankreuz-Möglichkeiten betriebene Augenwischerei reicht nicht mehr aus, und andere Angriffe gegen die Konkurrenz sind nicht so sicher, wie sie scheinen.

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  4. Klöckner Gerti sagt:

    Nein, finde ich nicht korrekt! Mein persönliches Beispiel, ich wurde getauft, als ich sechs Tage alt war. Mein Glaube war mir mein Leben lang bis heute, mehr Last denn Segen. Ich bin im hohen Senioren-Alter.

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