Missbrauch der Beichte: Was ich einst im Zimmer eines indischen Paters erlebte

Von Cordula Mohr

Es war im Oktober des Jahres 2005. Ich war eine Familienmutter mit drei Kindern, darunter ein Säugling.

Damals bewegte ich mich in der charismatischen Szene, die ich etwa ein Jahr später endgültig verlassen habe, worin mich Felizitas Küble bestärkte. Ich war hinterher froh, ein bodenständiges, nüchternes und trotzdem glaubensfrohes Christentum zu leben, was sich bis heute nicht geändert hat.

Als ich noch regelmäßig Medjugorje-Gruppen und die charismatische „Gemeinschaft der Seligpreisungen“ besuchte, erlebte  ich folgendes:

Eine erscheinungsbewegte Frau organisierte ein Pilgerbusfahrt nach Wigratzbad im Allgäu, das damals in dieser Szene sehr beliebt war (später kam eine neue Wallfahrtsleitung und dann war Schluss mit den „Schwärmerseminaren“).

Damals wollte ich einen jungen Bekannten besuchen, der Kandidat im Priesterseminar St. Petrus war und heimlich nach Medjugorje fuhr (sein Regens durfte das nicht wissen).

Die Pilger-Leiterin fragte erst eine „begnadete Seele“, ob es in Ordnung sei, daß ich mit zweien meiner Kinder nach Wigratzbad mitfahre. Erst als die „Seherin“ ihre Zustimmung gab, wurde mir das Einverständnis zur Mitfahrt übermittelt. Ich war damals in meiner schwärmerischen Naivität ganz „gerührt“ davon, dass ich von dieser „Begnadeten“ grünes Licht für eine Teilnahme erhalten habe. Heute lache ich natürlich darüber!

BILD: Cordula Mohr als Helferin an unserem Infostand beim Kongreß „Freude am Glauben“

Doch was ich dann im Wallfahrtsbetrieb von Wigratzbad (der aber nichts mit dem Priesterseminar St. Petrus zu tun hat) erlebt habe, verstört und erschüttert mich im Grunde noch heute:

Ein indischer Pater Paul M., der in einer westfälischen Stadt promovierte, war der geistliche Pilgervater von uns und fuhr im Bus mit. 

Er bekam dann in Wigratzbad ein Pilgerzimmer zugewiesen, das auch für Beichtgespräche verwendet wurde. Ich ging zu ihm zur Beichte, weil ich Rücksicht auf meinen Säugling und seine Schlafzeiten nehmen wollte und von daher nicht gut zu den fest ausgeschriebenen Terminen in der Kirche beichten konnte.

Ich war schon seltsam gestimmt, als mir beim Eintreten klar wurde, dass es sich um sein Schlafzimmer handelte. Zudem wurde der Geistliche immer aufdringlicher. Ich konnte es noch halbwegs einordnen, daß er das Rollo vom Fenster herunterließ und bezog dies auf die Privatsphäre der Beichte.

Ich hätte es auch noch verkraftet, wenn er meine auf dem Tisch liegende Hand kurz berührt hätte, aber er hat ständig an mir herumgefingert bis an den Oberarm herauf. Ich beschwerte mich und sagte, ich wolle das nicht und könne mich zudem unter diesen Umständen nicht auf die Beichte konzentrieren.

Er stellte sich dumm: „Nix verstehen – was sagst Du?“ 

Dann wollte er mich hinter sein Bett lotsen unter dem Vorwand, man wolle gemeinsam zum dortigen Kreuz hingehen. Aber auch dort wollte er mir immer näher kommen. Ich habe mir dann noch die Lossprechung geholt und bin ganz schnell aus dem Zimmer herausgelaufen.

Die restlichen drei Tage war ich in Wigratzbad innerlich völlig geschockt von diesem entsetzlichen Erlebnis, das mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Mir wurde immer klarer, dass dieser Pater die Beichte für seine sexuellen Anwandlungen mißbraucht hat – und mich sowohl in geistlicher wie in menschlicher Hinsicht  beeinträchtigt hat.

Seitdem gehe ich nur noch in einen Beichtstuhl mit Gitter.

Als ich mich bei einer Bekannten über diese Erfahrung beschwerte, erklärte sie mir, das wisse sie, er habe auch sie angebaggert, doch sie meinte nur beschwichtigend: „So sind eben diese Inder!“

Von einem  befreundeter Klosterbruder, bei dem ich mich aussprach, erfuhr ich, er wisse von einer Frau aus Münster, daß diese dasselbe bei diesem Priester erlebt hat. 

Der Pater hat mich hinterher sogar noch angerufen und mich allen Ernstes nach Indien eingeladen. Er hatte die Liste der Teilnehmer und daher auch meine Telefonnummer. Ich habe natürlich sofort abgelehnt, zumal ich noch zuhause wochenlang unter einem inneren Schock stand.

Ich konnte kaum noch schlafen und hatte Probleme mit dem Beten. Das befremdliche Erlebnis konnte ich nicht einfach wegstecken.

Ich wandte mich einige Zeit später  – als ich schon aus der Charismatik raus war  –  an Felizitas Küble, die mir sagte, das sei ein Missbrauch der Beichte und man solle einen solchen Vorgang der kirchlichen Obrigkeit melden. Soviel sie wisse, werde man auch im Kirchenrecht dazu aufgefordert. Sie wolle aber noch mit einem promovierten Kirchenrechtler sprechen, den sie gut kenne –  und ihn um Rat fragen. Später sagte sie mir, dieser Priester habe empfohlen, den Vorgang beim Bischof anzuzeigen.

Ich sagte, ich sei bereit dazu, damit der indische Pater nicht weiter sein Unwesen treiben kann, ich würde aber noch etwas Zeit benötigen, um innerlich mit der schrecklichen Erfahrung klarzukommen.

Doch einige Wochen später erfuhr ich, dass dieser Pater sich auch bei einem Nonnenkloster in einer westfälischen Großstadt übergriffig verhalten habe, vor den Bischof von Münster bestellt worden sei und dann nach Indien zurückgeschickt wurde. Damit hatte sich eine Anzeige für mich erledigt, obwohl ich diese Art der „Problemlösung“ seitens der Bistumsleitung unzureichend finde. Meine seelische Verstörung war damit sowieso noch lange nicht beendet.


Jüdischer Schriftsteller Henryk Broder spricht vor der AfD und kritisiert Kardinal Marx

Von Felizitas Küble

Der deutsch-jüdische Publizist und Buch-Autor Henryk M. Broder aus Berlin ist seit vielen Jahren als Querdenker bekannt, der unbeirrbar seine Ansichten vertritt, mögen diese auch dem Zeitgeist und üblichen „Mainstream“ widersprechen.

In dem von ihm wesentlich mitgeprägten Internetblog „Achse des Guten“ äußert er sich immer wieder kritisch über die linke Medienherrschaft in Deutschland und kritisiert die Verharmlosung des politischen Islam. (Die erwähnte Webseite Broders findet sich seit Jahren als Link im Blogroll auf unser Startseite: https://www.achgut.com/)

Es hat  – wie man sich lebhaft vorstellen kann – einen Riesenwirbel ausgelöst, als Broder am 29. Januar 2019 einen Vortrag vor der AfD-Bundestagsfraktion hielt. Sein Thema: „Das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen, und was die political correctness dazu beiträgt“.

Der unabhängige Denker läßt sich von keinem vorschreiben, wo er spricht und was er sagt. Er erklärte, den Umgang mit der AfD empfinde er ohnehin „alles andere als fair“. Broder kritisierte  einiges an der AfD, beschwerte sich aber auch über den grünen Politiker Cramer, weil dieser die Holocaust-Leugnung dreist auf eine Stufe mit sog. Klimaleugnern“ stellte:

„Gestern, einen Tag nach dem Holocaust-Gedenktag, wurde im Deutschlandfunk der grüne Europa-Abgeordnete Michael Cramer interviewt – über den Klimawandel und die Schadstoffe in der Luft. Dabei sagte Cramer unter anderem Folgendes: „Dass man unterschiedliche Positionen hat, das gehört dazu. Es gibt Leute, die leugnen den Holocaust.
Es gibt Leute, die leugnen, dass Feinstaub und Feinstaubpartikel und CO2 und Stickoxide gesundheitsschädlich sind, das gehört dazu.““

Während seiner Rede kritisierte der Schriftsteller den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, seines Zeichens reformkatholisch orientierter Erzbischof von München (siehe Foto).

Der wegen seiner linksliberalen Äußerungen innerkatholisch umstrittene Würdenträger hatte sich unlängst gegen den Begriff „christliches Abendland“ ausgesprochen, weil dieser Ausdruck „vor allem ausgrenzend“ sei.

Broder bezeichnete Marxens Aussage als „präventive Unterwerfung“, denn sie enthalte „Hochmut und Heuchelei“: „‚Seht her, wie tolerant wir sind! Wir beanspruchen nicht einmal unsere Geschichte für uns.‘“

Die fixe Idee, keine/n ausgrenzen zu wollen, gehe an der Wirklichkeit vorbei. Broder erklärte als Jude mit leichter Ironie: „Ich bin noch nie zu einer Eucharistie-Feier eingeladen worden. Werde ich deshalb ausgegrenzt?“

Broder äußerte sich zudem kritisch über die „Politische Korrektheit“ und die Ideologie des „Klimawandels“. Er erinnerte hierbei an einen Ausspruch von Pater Brown (Detektiv-Priester in Krimis von Chesterton): „Seit die Menschen nicht mehr an Gott glauben, glauben sie nicht an nichts, sie glauben allen möglichen Unsinn.“

Foto: Laura Mohr

 


Israel und Litauen rücken zusammen – trotz der Schatten aus der Vergangenheit

Der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu ist am Dienstagabend (29.1.) in Jerusalem mit seinem litauischen Amtskollegen Saulius Skvernelis zusammengetroffen.

Der litauische Premierminister Skvernelis und Regierungschef Netanyahu

Beide hatten sich zuletzt im August vergangenen Jahres in Litauen getroffen. An dem Treffen nahmen auch Wirtschafts- und Industrieminister Eli Cohen und der litauische Minister für Wirtschaft und Innovation Virginijus Sinkevicius teil.

Vor Beginn des Treffens erklärte Ministerpräsident Netanyahu:

„Dies ist Ihr erster Besuch in Israel als Premierminister Litauens. Ich erinnere mich an Ihren letzten Besuch 2015 als Innenminister. Während dieses Besuchs haben Sie sich mit der Führung der Israelischen Behörde für Nationale Cyber-Sicherheit getroffen und Interesse an der Vertiefung unserer Zusammenarbeit auf diesem Bereich geäußert…

Wir waren uns sehr vertraut und haben viele gemeinsame Interessen, die wir bei diesem Termin besprechen möchte: Wirtschaft, Handel, Tourismus und Technologie.

Bei meinem Besuch habe ich herausgefunden, dass Litauen eine Weltmacht in Lasertechnologie ist. Ich glaube, 10% aller Laser weltweit werden in Litauen produziert…Wir haben, so glaube ich, eine glänzende Zukunft in gemeinsamer Kooperation.

Ich glaube aber auch, dass wir genauso die Tragödien der Vergangenheit kennen. Vor 70 Jahren entstand Israel. Davor hat war das jüdische Volk vollständig hilflos, wie es auch in Litauen geschehen ist. Fünfundneunzig Prozent der jüdischen Gemeinde dort, eine unglaubliche jüdische Gemeinde, wurde von den Nazis und ihren Kollaborateuren ermordet.

Dies hat sich geändert. Israel ist jetzt, wie Sie wissen, ein sicheres, mächtiges Land. Es ist nicht so, dass es uns an Feinden mangelt. Iran hat gestern erst wieder zu unserer Vernichtung aufgerufen. Wir stehen diesen Drohungen nicht gleichgültig gegenüber, aber wir sind von ihnen auch nicht beeindruckt, weil wir unsere Verteidigungsstärke und unsere Angriffsstärke kennen, und diese dazu ausgestattet sind, nicht nur unser Land, sondern unsere gemeinsame Zivilisation zu schützen, unsere gemeinsamen Freiheiten, unsere gemeinsamen Werte.

Und in diesem Sinne dient unsere Kooperation einem tiefergehenden Zweck, glaube ich.

Ich möchte Sie in diesem Geist der Freundschaft hier willkommen heißen. Ich möchte Ihnen versichern, dass es großartige Sympathien und einen großen Wunsch danach gibt, unsere Beziehungen weiter auszubauen. Es gibt viele Israelis litauischer Herkunft, Sie sprechen zu einem von ihnen, doch dies ist eine Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft.

Und ich heiße Sie hier in Jerusalem willkommen und sage: Auch nächstes Jahr in Jerusalem.“

Quelle: Israelische Botschaft – Foto: GPO / Amos Ben Gershom


Durch das Blut Jesu dürfen wir glaubensfroh in das Heiligtum Gottes eintreten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Hebr 10,19-25:

Wir haben die Zuversicht, Brüder, durch das Blut Jesu in das Heiligtum einzutreten.
ER hat uns den neuen und lebendigen Weg erschlossen durch den Vorhang hindurch, das heißt durch sein Fleisch.
.
Da wir einen Hohenpriester haben, der über das Haus Gottes gestellt ist, lasst uns mit aufrichtigem Herzen und in voller Gewissheit des Glaubens hintreten, das Herz durch Besprengung gereinigt vom schlechten Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.
.
Lasst uns an dem unwandelbaren Bekenntnis der Hoffnung festhalten, denn ER, der die Verheißung gegeben hat, ist treu.
.
Lasst uns aufeinander achten und uns zur Liebe und zu guten Taten anspornen.
Lasst uns nicht unseren Zusammenkünften fernbleiben, wie es einigen zur Gewohnheit geworden ist, sondern ermuntert einander.
.

Nonnen als Opfer von sexuellem Missbrauch – Charismatischer Bischof Mulakkal vor Gericht

Der katholische Frauen-Blog „Beiboot Petri“ schreibt, es gäbe neben einer klerikalen Päderasten-Lobby eine „weitere Seuche, über der ein Grabtuch des Schweigens hängt“.

Es handle sich um sexuellen Mißbrauchs von Nonnen durch Geistliche, der vor allem in Afrika verbreitet sei, teils aber auch in Asien nicht selten:

„Zur Zeit findet in Indien der sensationellste Skandal dieser Art statt. Bischof Franco Mulakkal ist das frühere Oberhaupt der Diözese von Jullundur in Panjab sowie Berater des Vatikans für den interreligiösen Dialog, der jetzt vor Gericht steht und dessen Opfer eine Nonne aus Kerala ist, die vom Bischof zwischen 2014 und 2016 ein dutzendmal sexuell mißbraucht worden sein soll  – er jedoch sagt, er sei unschuldig.

Seltsamerweise haben außerdem die Bischofskonferenzen in Afrika und Asien acht Jahre, nachdem sie die Aufforderung von der vatikanischen Glaubenskongregation bekommen hatten, immer noch keine Richtlinien zur Handhabung der Fälle Mißbrauchs Minderjähriger entwickelt.

Einer der Gründe für diese Trägheit ist – wie Papst Franziskus selber beobachtet hat – die sehr spärliche Kenntnis der Schwere und Universalität der Frage auf diesen Kontinenten, die als nur dem Westen zugehörig angesehen wird.“

Der angeklagte Bischof Mulakkal gehört zur „Charismatischen Erneuerung“, was kaum erstaunt, denn in Süd-Indien (vor allem in der Region Kerala) ist die pentekostale (pfingstlerische) Bewegung sehr stark verbreitet.

Noch im Jahre 2016 hat das erscheinungsbewegte und schwarmgeistige „Radio Maria“ für Exerzitien mit diesem Bischof geworben: https://www.radiomaria.ch/de/kurz-einkehrtage-mit-bischof-franco-mulakkal

Er ist nicht der einzige höhere Kleriker aus der Charismatik, der in dieser Hinsicht auffällt. Prälat Dale Fushek, ehem. Generalvikar der US-Diözese Phoenix, gründete die charismatische Jugendbewegung „Life Teen“; er wurde 2005 von seinem Diözesanbischof wegen mehrfacher Missbrauchsvorwürfe beurlaubt. 

In Deutschland gehörte Weihbischof Eisenbach (Bistum Mainz) ebenfalls zur „Charismatischen Erneuerung“. Er trat wegen einer intimen Beziehung zu einer verheirateten Frau im Jahr 2002 vorzeitig zurück.

HINWEIS: Gerade in Indien  – aber nicht nur dort – wird auch nicht-katholischen, verheirateten Priestern orthodoxer Konfession ein Mißbrauch der Beichte vorgeworfen:

„In Kerala klagt eine Frau einen Priester der Malankarisch-Syrisch-Orthodoxen Kirche an, sie missbraucht zu haben, nachdem sie ihn 2014 um Hilfe in einer Familienangelegenheit gebeten hatte. Ein anderes Gemeindemitglied beschuldigt außerdem fünf syrisch-orthodoxe Priester, seine Ehefrau mit Informationen zu erpressen, die sie ihnen während der Beichte anvertraut hatte, und sie sexuell zu missbrauchen.“

Quelle: https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2018-08/indien-missbrauch-beichte-frauen.html

 


AfD lobt das IPC und kritisiert muslimische Länder, die israelische Sportler ausgrenzen

Der Vorsitzende der AfD-Fraktion im Sportausschuss des Deutschen Bundestages, Jörn König, begrüßt die Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), Malaysia die Austragung der Para-Schwimm-Weltmeisterschaft zu entziehen.

Das mehrheitlich muslimisch geprägte Land hatte angekündigt, keine Sportler aus Israel ins Land zu lassen und diese damit von der WM ausgeschlossen. Malaysia hatte 2017 den Zuschlag für die Para-WM der Schwimmer bekommen und vor der Abstimmung garantiert (was bei solchen Bewerbungen eine der Voraussetzungen ist), dass alle Athleten einreisen und an der WM teilnehmen können.

Der Parlamentarier König erklärt hierzu:

„Das aktuelle Beispiel mit Malaysia bringt einmal mehr das Problem des Umgangs von mehrheitlich muslimisch geprägten Staaten mit israelischen Sportlern in den Blickpunkt der Öffentlichkeit. Israel, das zweifelsfrei zum asiatischen Kontinent gehört, ist in den meisten Sportarten von den europäischen Kontinentalverbänden aufgenommen worden – und das nur aus dem Grund, weil muslimisch geführte Staaten Asiens die Aufnahme Israels in den asiatischen Kontinentalverband abgelehnt und sich geweigert hatten, ihre Sportler gegen israelische Sportler antreten zu lassen.

Wie soll es aber zu einer politischen Lösung der Konflikte zwischen den (vor allem arabisch-) muslimischen Staaten und Israel kommen, wenn eine Annäherung nicht einmal im Sport möglich ist, wenn Selbstverständlichkeiten im internationalen Sport von einzelnen Staaten nicht anerkannt und verweigert werden?

Hier wäre es schon lange fällig, dass der internationale Sport eine klare Position bezieht.

Im Sport gilt: Wer nicht antritt, zum Beispiel gegen Sportler aus Israel, für den wird der Wettbewerb als verloren gewertet. Wer nicht antritt, scheidet aus. Eine konsequente Anwendung dieser Regel, verbunden mit dem Ausscheiden der eigenen Sportler, würde möglicherweise den einen oder anderen muslimisch geprägten Staat doch dazu bringen, über seinen Umgang mit Israel und israelischen Sportlern nachzudenken.“

Der AfD-Bundestagsabgeordnete begrüßt auch das Angebot von DOSB-Präsident Alfons Hörmann, die Para-WM der Schwimmer zu übernehmen und in Deutschland auszutragen. Das deutsche Angebot wurde vom Internationalen Paralympischen Komitee positiv aufgenommen. Man habe aber noch mit keinem der möglichen Ersatz-Ausrichter gesprochen.