Warum eine Legalisierung von Cannabis unverantwortlich wäre

Von Christa Meves

In Bezug auf die Drogenpolitik müssen wir hierzulande mit einer neuen Etappe rechnen; denn so lässt es sich aus den USA vernehmen: Hier ist eine neue breitflächige Bemühung um die Legalisierung von Cannabis virulent geworden.  

Mit der Begründung, dass Cannabis sich angeblich als Mittel gegen Schmerzen bewährt habe, wird die totale Freigabe der Droge angestrebt. Diese positive Begründung prescht dabei mit einem Argument vor, das offenbar bewusst auf Täuschung beruht.

Ungeschminkt gehen sogar die Investoren der Wallstreet auf diese Argumentation ein – und sie werden offenbar unterstützt von einer Gruppierung von Milliardären, die ihre Gelder zur Verfügung stellen, um der Legalisierung das positive Gewicht in der Bevölkerung zu verleihen.

Dabei wird keineswegs damit zurückgehalten, dass man das Aufblühen einer Cannabisindustrie zu einem neuen lukrativen Wirtschaftszweig zu machen sucht. Der Milliardär Soros – längst berüchtigt, mit seinen kapitalistischen Impulsen, Strippen zu ziehen – stehe auch bei dieser neuen Akzentuierung an der Spitze (1).

Hier bei uns ist die Politik bereits seit einigen Jahren dabei, der angeblichen Heilpflanze Cannabis zu unkontrolliertem Aufblühen zu verhelfen. Ja, in Norddeutschland ist schon 2018 eine große Ernte in den von der Regierung zugelassenen Feldern eingebracht worden und selbst der extrem trockene Sommer habe diesen Pflanzen angeblich nicht geschadet, so heißt es in den Berichten. (2).

Wie in den USA hat auch bei uns der Cannabis-Konsum als gerauchtes Hasch seit 1969 kontinuierlich und seit dem Jahr 2000 sogar in erschreckender Weise zugenommen.

Wie selbstmörderisch die Tendenz in dieser Entwicklung ist, darüber lässt sich als psychotherapeutische Fachfrau nur ein weiteres trauriges Zeugnis ablegen.

Hierzulande ist es nicht selten, dass – bereits von der 12-Jährigkeit ab – Kinder und Jugendliche sich gegenseitig mit Hasch eindecken und in ihren Gruppen gemeinsam konsumieren. Bisweilen entsteht dann bald das Bedürfnis, die gehobene Stimmung, in welche die Kinder sich versetzt fühlen, erneut zu erleben. Durch die Bemühungen darum driften sie dann in den ständigen Genuss der Droge ab.

Oft bleibt diese Gegebenheit den Eltern unbekannt, sodass ein spätes Eingreifen es ihnen nicht mehr ermöglicht, ihrem Sohn oder ihrer Tochter herauszuhelfen. Sie bleiben bis ins Erwachsenenalter hinein davon abhängig. Manche gehen natürlich dann total in die Sucht, bleiben aber selten bei dieser Droge, sondern gehen zum Gebrauch stärkerer Rauschmittel über…

In der Öffentlichkeit sind Gefahren dieser Art niemals mit der nötigen Intensität diskutiert worden. Von Anfang bis Ende lautete grundsätzlich der Trend: Diese Droge diene durchaus einer harmlosen und deshalb begrüßenswerten modernen Steigerung der Lebensqualität.

Aber das ist ein verhängnisvoller Irrtum, wenn nicht gar Verführung: In zunehmendem Maße lässt sich immer häufiger registrieren, dass per Brief, Mail oder Telefon folgender Hilfeschrei auftaucht: „Ich bekomme jetzt immer wieder Panikattacken, ohne dass dafür ein äußerer Anlass besteht.“ – Und es wird beschrieben: „Ich fange an zu zittern, mein Herz rast, ich starre auf eine wie unwirkliche Umwelt.“

Je öfter diese Zustände in Erscheinung treten, umso länger dauern sie. Ein junger Mann schildert ungeschminkt, dass er durch diese Attacken seine Ausbildung habe abbrechen müssen. Er habe nicht mehr die nötige Konzentrationsfähigkeit gehabt. Und erst auf eine Rückfrage hin ergibt sich, dass der junge Mann seit seinem 15. Lebensjahr regelmäßig – gemeinsam mit seinem Freund – Hasch konsumiert.

Solche Erfahrungen sind keineswegs einzigartig. Spätestens nach einem Jahrzehnt von Hasch-Konsum treten die negativen Folgen meist direkt hervor: Die Leistungsfähigkeit, ja, schon die Motivation dazu sinkt kontinuierlich ab. Ein lebenserhaltender Job muss immer wieder gewechselt werden, Eltern und Großeltern haben ihre Subventionen längst eingestellt, weil sie das Ausbleiben von Ausbildungserfolgen zum Verzagen gebracht hat.

Regelmäßig pflegen die Beziehungen von den Hasch-Konsumenten zu scheitern, weil es nicht betroffenen Freundinnen oder Freunden nicht gelingt, den Abhängigen von seinem Konsum abzuhalten. Sogar das verzweifelte Selbsterkennen und die Überweisung in Fachkliniken, in denen Heilungsmöglichkeiten angeboten werden, führt nur selten langfristig aus diesem Elendszustand heraus.

Wie bei allen anderen Abhängigkeiten dieser Art findet über kurz oder lang in einer Belastungssituation doch ein Rückfall statt. Dieser macht dem verzweifelten Kampf gegen die Abhängigkeit dann ein Ende. Danach tritt Resignation ein und damit ein Aufgeben des Versuchs, die Haschsucht doch noch loszuwerden.

Nicht selten geschieht sogar Schlimmeres: nämlich sich aus Existenznot am Drogenhandel mit dunklen Wegen nach Holland zu beteiligen. Endphase ist in solchen Fällen das Gefängnis; denn zumindest die Wiederholungstat wird hierzulande immerhin noch meist in dieser Weise geahndet.

Wie herausfinden aus diesem Elend?

Ich habe meinen Kampf gegen dieses maßlos große Unglück bereits 1970 mit der Frage begonnen: „Woher dann all die Engel nehmen, die sich eines solchen gescheiterten Menschen annehmen?“ (4)

Wie es z. B. eine in unserem ECCM ausgebildete Sozialarbeiterin, Sonja Fritzsch, tat und dann sogar ihren Kampf mit Büchern dokumentierte. Eins davon trägt den Titel: „Tränen der Mütter“. Aber auch sie hat diese zum Teil sogar erfolgreiche Arbeit allein in dem Wissen leisten können, dass bei solchen Teufeleien nur durch des HERRN Hilfe vom Abgrund weggeholt werden kann.

Das „HERR erbarme sich“ bleibt aber in endlosen Fällen vieler letztlich verführter junger Menschen heute der Weisheit letzter Schluss.

Anmerkungen: (1) Cannabis-Legalisierung- wer profitiert davon?
(2) Erste Cannabisernte in Ebersbach
(3) Cannabis verändert DNA stärker als Tabak
(4) Rauschgiftsucht hat eine lange Vorgeschichte. In: MEVES,Ch.: Wunschtraum und Wirklichkeit, Freiburg 1972

Unsere Autorin Christa Meves ist Psychatherapeutin und Bestseller-Autorin; sie leitet den Verein „Verantwortung für die Familie“, bei dem sich online weitere Infos und Artikel finden: http://www.vfa-ev.de/newsl.htm

CANNABIS-Information der DROGEN-Beauftragten der Bundesregierung: https://www.drogenbeauftragte.de/presse/pressekontakt-und-mitteilungen/2016/2016-2-quatarl/aktuelle-who-studie-zum-thema-cannabiskonsum.html?L=0


14 Kommentare on “Warum eine Legalisierung von Cannabis unverantwortlich wäre”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Zeit-Fragen > 2019 > Nr. 24, 5. November 2019 > «Medizinisches» Cannabis ein Wegbereiter für die Legalisierung «Medizinisches» Cannabis – ein Wegbereiter für die LegalisierungStellungnahme des Vereins Jugend ohne Drogen, Zürich*

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2019/nr-24-5-november-2019/medizinisches-cannabis-ein-wegbereiter-fuer-die-legalisierung.html

    Zeit-Fragen > 2019 > Nr. 24, 5. November 2019 > Cannabis: wirkungslos bei psychischen Störungen Cannabis: wirkungslos bei psychischen Störungen von Jean-Paul Vuilleumier

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2019/nr-24-5-november-2019/cannabis-wirkungslos-bei-psychischen-stoerungen.html

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  2. ca sagt:

    Die „angebliche Heilpflanze“ Cannabis hat mein Leben nach Jahrzehnten schwerer Krankheit wieder lebenswert gemacht und mich aus einer aussichtslosen Lage befreit. Ganz bestimmt wirkte auch der HERR dabei mit. Und seine Schöpfung, die tatsächliche Heilpflanze Cannabis, ermöglicht mir mit meinem unvollkommenen Körper ein relativ normales Leben. Seine Liebe bewirkt dass ich nun viel davon weiter geben kann an bedürftige, schwerkranke Menschen.

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    • Guten Tag,
      es ist nichts Neues, daß Cannabis unter ärztlicher Kontrolle zur Schmerzlinderung eingesetzt werden kann. Dabei ist die Dosis weitaus geringer als beim üblichen Genuß-Konsum.
      Halte Sie also bitte diese Unterschiede auseinander – auch im Interesse der Süchtigen, die damit sich und ggf. ihr Umfeld schädigen.
      Freundlichen Gruß und weiter alles Gute!
      Felizitas Küble

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      • ca sagt:

        Guten Tag,

        wenn Cannabis eine Option darstellt, warum dann „angeblich“ im Artikel? Sind klinische Fallbeschreibungen und Studien die pharmazeutischen Ansprüchen genügen denn unglaubwürdig? Oder werden Aussagen von Patienten die Cannabis verwenden implizit grundsätzlich in Frage gestellt und die Wissenschaft missachtet – weil es ja auch eine Droge ist und Befürworter einer Droge undifferenziert unglaubwürdig gemacht wurden/werden? Es war vielleicht von der Autorin nicht beabsichtigt diese Suggestion zu vermitteln aber hier zeigen sich Mechanismen die im letzten Jahrhundert durch die Prohibition etabliert wurden und auch heute noch bestehen.

        Dass die Erwähnung von Fakten, die der eigenen Ansicht widersprechen verwerflich sein soll gehört dazu. Die Annahme dass die Drogengesetzgebung einen nennenswerten Einfluss auf den Konsum hat ist absolut nicht haltbar, was vielfach untersucht wurde. Eher verhält es sich so, dass es gesellschaftliche Schwankungen sind, die Meinungen und Konsum beeinflussen, das lässt sich auch an anderen Drogen zeigen. Heute sind es chemische Drogen, in den 80ern war es Heroin. Die Aspekte dahinter sind vielfältig, die Einflüsse komplex. Natürlich lassen sich letztere nicht gut kontrollieren und verändern. Dann ist es doch einfacher, Einzelne zu kontrollieren, was in der Bedeutungshoheit von Sprache mündet. Dahinterstehende Narrative sind bewusst diffus gehalten, es wird ausgegrenzt.

        Mit „angeblich“ wird dem Einzelnen abgesprochen, dass es ihm/ihr „wirklich“ hilft. Dann wird das Problem zu einer diffusen, psychischen Geschichte, das Problem wird personifiziert und kann kollektiv verdrängt werden. Es wird auch suggeriert dass die tatsächlich bestehenden Probleme sich von psychischen Problemen unterscheiden. Dabei wird die Einheit von Körper und Psyche missachtet. Ob Psychotherapie oder medikamentöse Therapie oder oder oder…. jede Therapie hat ihre Grenzen und hier lässt sich nichts verallgemeinern sondern nur wissenschaftlich betrachtet einer gewissen Wirksamkeit zuordnen. Auch helfen mehrere Therapien oft besser als eine Einzelne, was hilft kann aber völlig unterschiedlich sein. Bedeutsam für den Patienten ist, dass das Leid gelindert wird.

        Manchmal hilft weder Standardtherapie noch empfohlene Alternativtherapie noch Hexendoktor. Mit viel Glück hilft dann vielleicht Cannabis, das sich in der Wirkweise stark von allen bekannten Medikamenten unterscheidet.
        Und jemand mit Depression braucht neben den nichtmedikamentösen Therapien häufig Antidepressiva, also bewusstseinsverändernde Medikamente von denen man übrigens auch als Patient abhängig werden kann. Dass Medikamente Risiken mit sich bringen wird kaum erwähnt. Aber immer wenn man öffentlich über Cannabis spricht muss man auch die (selbstverständlich vorhandenen) Risiken in den Mittelpunkt stellen. Und einen Arzt zu finden der eine Cannabistherapie dauerhaft unterstützt ist trotz relativ geringer Risiken bei der medizinischen Anwendung u.U. sehr schwer.

        Dass die Dosierung in der medizinischen Verwendung sich von der bei Genußkonsum oder auch missbräuchlichem Konsum unterscheidet ist eine kühne Behauptung, die im Einzelfall nicht haltbar ist. Zwar gibt es Dosierungsempfehlungen bzgl. Dronabinol/THC aber im Einzelfall unterscheidet sich das erheblich! Allein die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs kann sich sehr unterscheiden, was durch Bluttests einfach nachgewiesen werden kann.
        Meist wird zudem die Wirkung weiterer Cannabinoide unterschlagen. In den USA wurde zuletzt Epidiolex als zweites Monocannabinoid gegen bestimmte Anfallserkrankungen zugelassen. Dass Epidiolex die Wirkung von Dronabinol auf mehrere, ganz unterschiedliche Arten beeinflussen kann ist gut belegt. Auch gibt es schon lange das standardisierte Kombipräparat Sativex, zugelassen gegen Spastiken bei MS. Und es ist nicht unwahrscheinlich dass weitere Cannabinoide folgen werden.

        Fallweise können sich notwendige Dosierung und benötigte Einzelwirkstoffe bzw. pflanzenbasierte oder pflanzliche Präparate ganz erheblich unterscheiden! Gleichmacherei ist hier fehl am Platz, vor allem bei Patienten die oft schon eine Ärzte-Odyssee hinter sich haben.

        Der Unterschied zwischen „Süchtiger“ und „Patient“ wird übrigens rechtlich erst seit relativ kurzer Zeit gemacht. Jemand dem Cannabis hilft hatte/hat nicht unbedingt automatisch den Status „Patient“. Da ist dann laufend die Judikative gefragt. Aber schön dass die Legislative letztendlich sagt wo man nun differenzieren kann.

        MfG und einen schönen Sonntag!

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Leben in Zeiten der Ultradekadenz 31. Januar 2019 Rüdiger Suchsland
    Generation Wealth.
    Pornofizierung und die Sprößlinge des White Trash
    Lauren Greenfields engagierter Dokumentarfilm „Generation Wealth“ zeigt, wie Luxus und Materialismus unsere Kultur zerstören

    https://www.heise.de/tp/features/Leben-in-Zeiten-der-Ultradekadenz-4293028.html

    Warum man Burn-out nicht als Modeerscheinung abtun sollte

    Kritik an einer Aufklärungsinitiative der Daimler und Benz Stiftung

    Stephan Schleim gestern, 09:00 Uhr 132

    https://www.heise.de/tp/features/Warum-man-Burn-out-nicht-als-Modeerscheinung-abtun-sollte-4296103.html

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  4. Bernhard sagt:

    Ich kann hier Christa Meves nicht folgen.

    Cannabis ist ein Genussmittel, das wie alle Genussmittel nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen gehört und bei exzessivem Konsum schwere Folgen hat.

    Als abschreckendes Beispiel werden gern Leute aufgeführt, die schon in früher Jugend regelmäßig Cannabis geraucht haben und deswegen in ihrem Leben gescheitert sind. Das wundert mich nicht – wenn aber jemand ab seinem sechzehnten Lebensjahr jeden Tag 3 Flaschen Bier trinkt, sieht es nicht anders oder sogar noch schlimmer aus.

    Ich bin generell für eine größere Zurückhaltung gegenüber Rausch- und Suchtmitteln. Dabei geht es nicht nur um gesetzliche Regulierungen, sondern vor allem um das gesellschaftliche Klima.
    Es wird oft mit zweierlei Maß gemessen. Auf quasi jeder Familienfeier, jeder Betriebsfeier, jedem öffentlichen Fest wird Alkohol getrunken. Und dass einige zu viel trinken, wird auch achselzuckend hingenommen. Wenn hingegen jemand Cannabis raucht, gibt es einen Aufschrei, und seine Karriere und Zukunft ist u.U. zerstört.

    Eine Legalisierung von Cannabis hätte auch zur Folge, dass der Verkauf und die Ware besser (wenn auch nicht vollständig) kontrolliert werden könnte, wie es bei Alkohol der Fall ist. Außerdem nimmt eine Legalisierung den Reiz des Verbotenen, wie es z.B. auch in den Niederlanden zu beobachten ist.

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  5. MD sagt:

    Guten Tag,

    vielen Dank für diesen Text. Wissenschaftlich betrachtet weißt er natürlich viele Fehler auf, da sei alleine schon die These von der Einstiegsdroge …

    Grundsätzlich haben Sie aber Recht. Insbesondere für Jugendliche ist der Konsum jeglicher Droge wie Cannabis, Alkohol oder Tabak sehr schädlich. Cannabis kann, wenn es zu früh konsumiert wird, zu Langzeitschäden führen. Diese haben Sie sehr gut beschrieben.

    Und diese ganzen Probleme treten mit der aktuellen Drogenpolitik auf! Jugendliche haben quasi einen endlosen und sehr einfachen Zugang zu Cannabis. Alkohol und Tabak ist für Jugendliche schwerer zu bekommen, da es hier einen Jugendschutz gibt. Die aktuelle Drogenpolitik hingegen stärkt dem Schwarzmarkt den Rücken; oder haben Sie schon mal einen Drogenhändler nach dem Ausweis eines Jugendlichen fragen sehen? Zudem bieten Dealer unseren Kindern auch härtere Drogen an und verunreinigen Cannabis mit sehr gesundheitsschädlichen Substanzen.

    Von daher begrüße ich Ihren Text für die Aufklärung über die gescheiterte aktuelle Drogenpolitik. Wir brauchen einen regulierten Markt mit Zugang zu sämtlichen Drogen ab frühestens 21 – auch für Alkohol und Tabak. Und dazu möglichst in Fachgeschäften mit strengsten Auflagen. Nur so können wir unsere Jugend von den von Ihnen genannten Problemen – die ja mit der aktuellen Drogenpolitik auftreten – schützen.

    Im Übrigen kostet das aktuelle Cannabisverbot Deutschland mindestens 2,7 Milliarden Euro jährlich! Dieses Geld könnten wir in geeignete Prävention oder beispielsweise in die Bewältigung des Pflegenotstands älterer Menschen stecken. Dem Schwarzmarkt würde man eine wichtige Einnahmequelle entziehen. Die Weltgesundheitsorganisation hat übrigens kürzlich nach Intensiver Recherche und Beratung empfohlen, Cannabis nicht mehr als harte Droge zu führen, da es eben nicht gefährlicher als Alkohol oder Tabak ist. Das war übrigens auch das letzte Argument für ein Cannabisverbot.

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    • Guten Tag,
      es versteht sich am Rande, daß Cannabis nicht bei jedem Konsument als Einstiegsdroge fungiert, das wird auch von Frau Meves nicht behauptet. Aber Drogenkonsumenten fangen doch nicht mit harten Drogen an, sondern beginnen mit den „weichen“, z.B. Hasch. Eine „Drogenkarriere“ stoppt man nicht mittendrin, sondern zu Beginn.
      Die Polizeigewerkschaft wird auch wissen, weshalb sie eine Cannabis-Freigabe ablehnt: https://charismatismus.wordpress.com/2014/10/26/polizeigewerkschaft-gegen-freigabe-von-cannabis/
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Bernhard sagt:

        Eine Einstiegsdroge wird Cannabis vor allem dadurch, dass es illegal und nur auf dem Schwarzmarkt zu haben ist. Der Dealer hat neben Cannabis auch harte Drogen im Angebot und ein Interesse daran, diese zu verkaufen.

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      • MD sagt:

        Hallo,

        Sie zitieren einen Artikel von 2014! Dieser ist total veraltet. Mittlerweile sieht die Sache komplett anders aus:

        https://www.mdr.de/nachrichten/politik/inland/polizeigewerkschaft-fuer-cannabis-freigabe-100.html

        Auch Strafrechtsprofessoren und Richter fordern die Freigabe von Cannabis.

        Auch sie deuten an, dass man zunächst Hasch als Einstiegsdroge nutzt. Mittlerweile geht aber niemand mehr davon aus, der sich ansatzweiße mit dieser Materie auskennt. Es ist traurig, dass man hierüber tatsächlich noch diskutieren muss, da es doch eigentlich anerkannt ist, dass diese These völlig Irrsinn ist!

        Natürlich haben viele Drogensüchtige vorher mal Cannabis probiert. Allerdings haben auch fast alle vorher Alkohol getrunken. Ist Alkohol nicht also das Übel? Natürlich nicht! Denn die meisten Alkohol- oder Cannabis-Konsumenten nehmen eben NICHT härter Drogen zu sich! Um zu verdeutlichen, wie schlecht dieses Argument ist: ALLE Kindermörder waren selbst mal Kind! Heißt das jetzt, dass alle Kinder eine hohe Gefahr haben, selbst Kindermörder zu werden? Natürlich nicht! Genauso wenig, wie alle Cannabis- oder Alkoholkonsumenten eine erhöhte Gefahr haben, härtere Drogen zu nehmen.

        Allerdings stimmt es natürlich, dass der Schritt von Alkohol zu anderen Drogen nicht so leicht ist. Alkohol kann man ja ganz legal an jeder Ecke kaufen. Alle anderen Drogen muss man bei einem Dealer kaufen. Wenn man also für ein paar Gramm Cannabis zum Dealer läuft, kann man dort auch noch was Koks oder MDMA kaufen. Der Schritt ist somit leichter als bei Alkohol. Da man die Menschen nicht drogenfrei bekommen kann, muss man diese Gefahr verringern. Und das funktioniert eben nur mit einer Legalisierung, Aufklärung, Regulierung und einem vernünftigen Jugendschutz. Nur so kann man in ausgewählten Fachgeschäften nicht durch gefährliche Zusatzstoffe gestrecktes Cannabis erwerben und hat nicht die Gefahr „gleich noch was Koks angeboten zu bekommen“. Nur so kann man doch richtig verhindern, dass man von der harmlosesten der drei Drogen (Alkohol, Tabak, Cannabis) zu härteren Drogen wechselt.

        Ich begrüße daher Ihren Artikel und den Kommentar. Allerdings ist die Folgerung fatal und einfach mal sehr schlecht recherchiert.

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  6. Th. Neumann sagt:

    Bald können Drogenbosse in Südamerika den Anbau von Cannbais und die Ausbeutung von illegalen Erntehelfern legalisieren und noch mehr Millonen verdienen. Die Auseinandersetzung von Drogenkartellen wird nicht mehr auf der Strasse mit Schusswaffen geregelt, sondern auf dem Finanzmarkt. Und eine drogenabhängige Generation wird das Ganze finanzieren – halt – nein!
    Denn der Cannabiskonsum wird zwar die Drogenbosse reicher machen, aber es wird soviele Menschen geben, die nicht mehr arbeiten gehen können oder wollen und auf den Rauchwolken ihrer Joints wandeln, dass man sich überlegen muss, wo das Geld für den Konsum herkommt. Denn Drogen legal oder illegal – umsonst gibts keine. Und der Egoismus bei Sucht ist grenzenlos. Wer kommt dafür auf?
    Die Welcome Generation? Die muss erst mit der Massenmigration fertig werden. Es müssen Menschen finanziell unterhalten werden, die hier nie etwas eingezahlt haben und deren Angehörigen ein Recht auf Pflege haben, wenn sie alt sind, aber nie in eine Pflegekasse eingezahlt haben. Und die Welcome Generation selbst wird man finaziell unterhalten müssen, weil sie durch ihren Haschisch-Konsum nicht mehr arbeiten kann oder mag. Man kann es sich ausmalen….Irgendwo werden die Politker dann das Geld dafür hernehmen müssen, von den Steuerzahlern, Kleinsparern, den Häuslebauern, und denen, die noch eine Arbeiststelle ausfüllen können.

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  7. Holger Jahndel sagt:

    Cannabis-Legalisierung– wer profitiert davon? von Prof. Dr. med. Jürg Barben, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, speziell Lungenerkrankungen

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2019/nr-2-15-januar-2019/cannabis-legalisierung-wer-profitiert-davon.html

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