Münster: „Maria Lichtmeß“ im alten Ritus

Christus ist der „Trost Israels“ und das Heil der Welt

In Münster, der katholisch geprägten Metropole Westfalens, wird seit über 20 Jahren in der Innenstadt-Kirche St. Ägidii die überlieferte heilige Messe gefeiert: stets am Sonntag um 9,30 Uhr  (meist auch an den Feiertagen) und am Freitag um 18 Uhr.

Lesungen, Evangelium und Predigt erfolgen auf deutsch, ebenso einige Lieder, die Gesamtliturgie in lateinischer Sprache. Die Gläubigen können in ihrem Schott-Meßbuch alles auf deutsch mitverfolgen.

Früher war erst am 2. Februar die Weihnachtszeit liturgisch zu Ende – und auch heute bleiben die Krippen in vielen Kirchen bis zu Maria Lichtmeß erhalten.

Genau genommen heißt das Fest im amtlichen Kalender „Darstellung“ oder auch“Darbringung des HERRN“, doch im Volksmund ist der alte Name noch geläufig, zumal „Lichtmeß“ daran erinnert, daß eine Kerzenweihe stattfindet und oft auch eine Lichterprozession dazugehört.

In Münster wurde der altrituelle Gottesdienst zu Maria Lichtmeß am heutigen Samstag um 11 Uhr in der Kapelle der Ägidii-Kirche gefeiert, weil die große Kirche von einer koptisch-altorientalischen Gemeinde verwendet wurde.

Unser erstes FOTO zeigt den Beginn der Lichterprozession hin zum Kirchplatz. Dem Priester gingen die Ministranten voraus und die Gläubigen folgten ihm mit ihren Kerzen, die sie zuvor am Altar von Pater Dr. Chrysostomus Ripplinger erhalten hatten. 

Das Meßgewand des Zelebranten war passend zum heutigen Fest mit einem ansprechenden Madonnenbild bestückt: es zeigt die Gottesmutter, wie sie betend eine Weltkugel in ihren Händen trägt, auf ihrem Haupt eine Krone.

Dieser Feiertag ist auch ein Marienfest, gleichwohl geht es vor allem um ihren göttlichen Sohn, der  – wie dies im Judentum beim erstgeborenen Sohn nach dem Gesetz des Moses Brauch war – dem himmlischen Vater geweiht („dargebracht“) wird.

Im Tempel verehren ihn die Prophetin Hanna und der greise Prophet Simeon, der Christus als den verheißenen „Trost Israels“ erkennt und als das „Heil der Welt“ bezeugt.

„Nun lässt du, HERR, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.“ 

Das Fest „Darstellung des HERRN“ ist uralt: Bereits im 4. Jahrhundert feierte es die Kirche im Heiligen Land.

Es wurde gleichsam als der erste Einzug Jesu in Jerusalem betrachtet, denn wenn der HERR auch noch ein Kleinkind war, so huldigten ihm bereits zwei bedeutsame Glaubenszeugen aus dem Volke Israel.

Nach der hl. Messe spendete Pater Chrysostomus den Gläubigen den Blasius-Segen mit zwei gekreuzten Kerzen.

 


2 Kommentare on “Münster: „Maria Lichtmeß“ im alten Ritus”

  1. Holger Jahndel sagt:

    An ihren Taten sollt ihr sie erkennen…zum dreifaltigen Gott mitteln und Vermitteln die beiden wahren Mittler und Vermittler Jesus Christus und der Heilige Geist als Geist Gottes und „Geist der Weisheit und Offenbarung“ als Teil der Heiligen Dreifaltigkeit bzw. göttlichen Trinität.

    Der Heilige Geist – eine Person der Gottheit

    https://www.bibelstudium.de/articles/3662/der-heilige-geist-eine-person-der-gottheit.html

    Ist der heilige Geist eine unpersönliche Kraft oder
    eine Person?

    http://www.christliche-autoren.de/heiliger-geist-kraft-oder-person.html

    Sophia [griech. »Weisheit«] (zeitlose Existenz)

    http://www.philos-website.de/index_g.htm?autoren/sophia_g.htm~main2

    Siehe auch die griechischsprachige Septuginta-Bibel mit der Weisheitsliteratur im Alten Testament, Jesus Christus zitierte nachweislich aus der Septuaginta-Bibel.
    Und siehe den Heiligen Geist im Neuen Testament als Geistes Gottes (auch schon in der Genesis) und „Geist der Weisheit und Offenbarung“, siehe auch die personifizierte göttliche Weisheit „Sophia“ (griechisch) im Alten Testament der Bibel in der Weisheitsliteratur als personale Erscheinungsform des Heiligen Geistes bzw. „Geist der Weisheit und Offenbarung“, welcher neben Jesus Christus als „Logos“ und „Menschensohn“ (Hoheitstitel) und „neue Adam“ und himmlischer Herrscher „Pantokrator“ und göttlicher Erlöser und Messias und Heiland der personale göttliche Mittler und Vermittler zu Gott dem Schöpfer ist.

    Hat das Gesetz dem Christen nun gar nichts mehr zu sagen?

    https://www.soundwords.de/das-gesetz-a648.html#h-6

    10. Juli 2018 | Bibellehre und Auslegung, Klartext
    Sollen Christen den Sabbat halten?

    Rudolf Ebertshäuser

    Immer wieder erhalte ich Anfragen von Christen, die verunsichert sind, ob sie das Gebot des Sabbats halten sollen. An dieser Stelle möchte ich einmal kurz darlegen, weshalb ich glaube, daß es für uns Christusgläubige nicht nur unnötig, sondern geradezu falsch ist, den Sabbat zu halten.

    https://das-wort-der-wahrheit.de/2018/07/sollen-christen-den-sabbat-halten/

    Bibel Zank ums Testament

    Der Berliner Theologe Notger Slenczka löste im vergangenen Jahr eine Kontroverse aus. Er hatte sich dafür ausgesprochen, das Alte Testament aus dem christlichen Kanon herauszulösen. Unter Theologen, aber auch in den Medien, schlugen die Wellen hoch. Von Antijudaismus war die Rede. Was ist aus der Debatte geworden?

    Von Carsten Dippel

    https://www.deutschlandfunk.de/bibel-zank-ums-testament.886.de.html?dram:article_id=366931

    Liken


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