„System Eichstätt“: Forum Deutscher Katholiken kritisiert Medienkampagne

Pressemeldung des Forum Dt. Katholiken:

Was ist eine Medienkampagne? Wenn Meldungen über Vorgänge, die schon mehrmals gebracht wurden, immer wieder aufgewärmt werden, um eine Institution oder eine Person zu diskreditieren.

Gegenwärtig geht es um die katholische Kirche und um den Bischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke (siehe Foto).

Die Kampagne zeigt sich darin, dass mit einem Geschehen, wie mit Finanzen oder dem sexuellen Missbrauch alle Themen verbunden werden, die schon lange auf der Agenda des Zeitgeistes stehen: Priesterbild, hierarchische Verfassung der Kirche, Zölibat, Frauenpriestertum.

Um das „System aufzubrechen“, wird die katholische Kirche als „Männerbund“, denunziert und durch Begriffe wie „Macht-missbrauch“, „Klerikalismus“, „systemische Defizite“, Machtcliquen etc. charakterisiert.

Bischof Gregor Maria Hanke hat lange seinen Mitarbeitern in der Finanzverwaltung vertraut. Als sich der Verdacht des finanziellen Missbrauchs bestätigte, hat er von sich aus den gesamten Vorgang der Staatsanwaltschaft übergeben und eine Transparenzoffensive eingeleitet, um alles offenzulegen. Bischof Hanke ist nicht Täter, sondern Opfer des Finanzskandals, dessen gerichtliche Klärung im Gange ist..

Wenn der Bischof jetzt unter Druck gesetzt wird, zurückzutreten, dann wegen eines anderen „Makels“. Er gilt als ein profilierter Verteidiger des katholischen Glaubens.
Dafür sind ihm die lehramtstreuen Katholiken dankbar!


10 Kommentare on “„System Eichstätt“: Forum Deutscher Katholiken kritisiert Medienkampagne”

  1. Pauline G. sagt:

    Guter Artikel in der FAZ dazu vor einigen Tagen. Bischof Hanke wird darin ausdrücklich positiv erwähnt – auch von den Juristen, die im Auftrag des Bischofs den Skandal und die dahinterliegenden Strukturen („machtgierige Kleriker“) über die Veruntreuung von 60 Millionen Euro! an Kirchengeldern untersuchten! Bischof Mixa , ein Vorgänger des jetzigen Bischofs, spielte offensichtlich keine positive Rolle, begünstigte vielmehr diese intransparenten Strukturen! Überschrift des Artikels: „Der Herr hat’s gegeben, wer hat’s genommen?“ Lesenswert!

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  2. Offenkundig trägt die rapide nachlassende Machtperspektive der SPD zur fortschreitenden Radikalisierung ihrer Jugendorganisation bei. Aufstiegsorientierte Karrieristen, welche – wie die Generationen vor ihnen – Juso-Ämter als Sprungbrett nutzen wollen (Schröder, Nahles etc.) bleiben zunehmend fern, wenn die SPD weiter in die Bedeutungslosigkeit taumelt. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt’s sich völlig ungeniert – anders ist auch z.B. der Aufruf zur vollständigen Abdrängung des Christentums aus dem öffentlichen Raum nicht erklärbar. Wenn nunmehr sogar Anarcho-Parolen des autonomen „Schwarzen Blocks“ mit dem Juso-Emblem gezeigt werden, dokumentiert dies das offene Bekenntnis zum Linksextremismus.

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  3. Th. Neumann sagt:

    In der Politik kennt man das mit Falschmeldungen und fehlender Richtigstellung und das darauf Spekulieren, dass wenigstens was „kleben“ bleibt im öffentlichen Bewusstsein. Bis man automatisch eine Instituation nur noch mit bestimmten Begriffen in Verbindung bringt. Das ist auf raffinierte Weise unfair.
    Gegenüber unserer Kirche verfährt man leider genauso. Wäre aber weitgehend zu vermeiden gewesen, wenn unsere Kirchenleitung über Generationen und mit System nicht der Öffentlichkeit und vor allem den Kirchenmitgliedern wissentlich Informationen vorenthalten hätte. Das ist wie in der Psychologie mit „Familiengeheimnissen“: verschweigen und nicht verarbeiten bringt immer noch mehr Probleme. Und wir einfachen Leute müssen es ausbaden und seelisch darunter leiden. Aber das haben Kirchenleitungen vergangener Tage zu verantworten. Es kann aber nicht angehen, dass man so etwas als Vorwand nimmt, einen heutigen Bischof von seinem Amt zu drängen, nur weil er einem nicht genehm ist. Was für eine ungerechte Vorgehensweise! Dies hat der Bischof nicht verdient.

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    • Holger Jahndel sagt:

      @Th.Neumann:

      Dies ist nun eben die Methode und Strategie der ideologisch liberalen und modernistischen Theologen, die ideologisch geprägt sind. Und sich gerne auch der Sophistik und Rabulistik und Manipulation bedienen…häufig auch dekadent und unlogisch und irrational, wider Vernunft und Natur und der allgemeinen göttlichen Schöpfungsordnung des Kosmos, dem Logos!

      Der Heilige Stuhl, der Islam und die UN-Menschenrechtscharta
      Ethik 2. August 2017

      (Franz Deckenbrock) Die Menschenrechte stellen jene Rechte dar, die einzelne Personen vom Staat einfordern können. Der Heilige Stuhl ist einer der wenigen Staaten, die diese Rechtsforderungen der Vereinten Nationen nach wie vor ablehnen. Auch die Europäische Menschenrechtskonvention wurde bisher vom Heiligen Stuhl nicht unterzeichnet.

      https://philosophia-perennis.com/2017/08/02/der-heilige-stuhl-der-islam-und-die-un-menschenrechtscharta/

      Konservativer Kämpfer für Meinungsfreiheit und Katholizismus: Robert Spaemann ist tot
      Philosophie 11. Dezember 2018
      0
      (David Berger) Im Alter von 91 Jahren verstarb gestern in Stuttgart der weltweit anerkannte katholische Philosoph Robert Spaemann. Er war Berater des heiligen Papst Johannes…

      https://philosophia-perennis.com/2018/12/11/konservativer-kaempfer-fuer-meinungsfreiheit-und-katholizismus-robert-spaemann-ist-tot/

      Warum wir in der neuen Völkerwanderung die Idee der philosophia perennis brauchen
      Allgemein 12. November 2017
      12
      Es gibt ein starkes philosophisches und gesellschaftliches Ideal, das wir der islamischen Ideologie entgegensetzen können: es ist jenes der philosophia perennis. Dort, wo alles brüchig ist und aus unseren abendländischen Sicht menschenverachtende Barbaren zunehmend die Macht an sich reißen, bekommt die Besinnung auf das Bleibende, auf von Konventionen, Konfessionen, Religionen, Kulturen und weiteren soziologischen Einflussfaktoren unabhängige Werte, die in einer ebenso unabhängigen Metaphysik wurzeln, eine ganz neue Relevanz.

      https://philosophia-perennis.com/2017/11/12/philosophia-perennis/

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      • Holger Jahndel sagt:

        Philosophie

        Thomas von Aquin: Lehrer wider die zeitgeistige Arroganz gegenüber der Wirklichkeit
        Von
        David Berger –
        4. Februar 201817

        (David Berger) Am vergangenen Sonntag habe ich hier beschrieben, inwiefern die Aktualität des mittelalterlichen Denkers Thomas von Aquin heute gerade darin besteht, dass er als Antipode des Zeitgeistes dienen kann. Die soll nun etwas konkreter an einigen beispielen aufgezeigt werden.

        https://philosophia-perennis.com/2018/02/04/thomas-von-aquin-3/

        Philosophie

        Jacques Maritain: Einer der vergessenen Geistesriesen des 20. Jahrhunderts
        Von
        David Berger –
        19. November 20177

        https://philosophia-perennis.com/2017/11/19/jacques-maritain/

        Philosophie

        Schauende Hinnahme oder tathafte Konstruktion? Eine Erinnerung an den großen Philosophen Walter Hoeres
        Von
        David Berger –
        22. Januar 2018

        (David Berger) Am 14. Januar vor zwei Jahren starb der bekannte Philosoph Walter Hoeres in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main. Hoeres, der über viele Jahre einer meiner geistigen Mentoren war, war nicht nur ein renommierter Philosoph, nicht nur einer der bedeutendsten christlichen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Mit einer ungewöhnlichen Schlagkraft mischte er sich auch in die großen Zeitfragen ein.

        https://philosophia-perennis.com/2018/01/22/walter-hoeres-2/

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  4. Es werden aber die kritischen Aussagen von Bischof Hanke über die Kirchensteuer mit der Medienkampagne doch sicherlich nichts zu tun haben? Zwar würde damit dem überdimensionierten Kirchen-Apparat „der Stecker gezogen“, aber dies hat doch die dortigen Funktionäre nicht bewogen, den Bischof bei befreundeten Medien „zum Abschuß frei“ zu geben, um anderen eine Warnung zukommen zu lassen?
    Kann ich mir einfach nicht vorstellen…

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  5. truckeropa66 sagt:

    Bedauerlicherweise sind diese Methoden zur Zeit ganz groß im Kurs.
    Das so genannte Fertigmachen durch Falschmeldung, übertriebene Meldungen usw. zeigen einmal mehr den aktuell mangelnden Charakter insbesondere der Presse, aber auch anderer Kreise, die sich dieser Methoden bedienen.

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