Bioethikerin begrüßt Spahns Plan einer Studie zu Psycho-Folgen der Abtreibung

Die Geschäftsführerin des Wiener Instituts für medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE), Susanne Kummer, hat sich für die Durchführung wissenschaftlich fundierter Studien über die seelischen Folgen ausgesprochen, die Frauen nach Abtreibungen erleiden können. 

Gegenüber „Kathpress“ erklärte die Bioethikerin, laut Weltgesundheitsagentur WHO gebe es weltweit rund 56 Millionen Abtreibungen pro Jahr.  

„Aufgabe der Wissenschaft ist es, vorurteilsfrei Fragestellungen zu durchleuchten und valide Ergebnissen anzustreben – auch was die psychischen Folgen nach Abtreibung bei Frauen anlangt“, so die Bioethikerin.

Bisher erschienene Studien zeichneten kein einheitliches Bild und unterschieden sich erheblich in ihrer Qualität. Es sei deshalb „im Interesse aller“, eine evidenzbasierte Medizin auch im Bereich Abtreibung zu fördern.

Nur so könne ließe sich Frauen, die nach einer Abtreibung mit psychischen Problemen zu kämpfen hätten, angemessen helfen, statt das Problem zu tabuisieren und sie alleine zu lassen, betonte die Expertin.

Die bislang umfangreichste Studie, die die psychischen Risiken nach Abtreibung untersucht, wurde laut Kummer 2011 im „British Journal of Psychiatry“ publiziert. Die Studie analysiere die Daten von 877.181 Frauen aus den Jahren 1995 bis 2009, von denen 163.831 eine Abtreibung hinter sich hatte.

Die Meta-Studie sei dabei u.a. zu folgenden Ergebnissen gekommen: Frauen, die abgetrieben haben, hätten im Vergleich zu ungewollt schwangeren Frauen, die ihr Kind zur Welt brachten, ein um 81 Prozent höheres Risiko, an psychischen Problemen zu erkranken.

Im Vergleich zu Frauen, die nicht abgetrieben haben, litten Betroffene signifikant öfter unter Angstzuständen und Depressionen. Insbesondere sei das Risiko, eine Sucht zu entwickeln, höher. Auch seien Suizidversuche und Selbstmorde signifikant häufiger zu finden gewesen. Junge Frauen seien offenbar besonders gefährdet, nach einer Abtreibung seelisch zu erkranken, so Kummer.

Gegenüber „Kathpress“ verwies Kummer auch auf eine im Januar 2019 publizierte Studie: Südkoreanische Gynäkologen hätten dabei 5.133 Frauen in der letzten Phase der Wechseljahre untersucht, die in ihrem reproduktiven Alter entweder eine oder mehrere Abtreibungen oder spontane Fehlgeburten erlitten hatten.

Bei Frauen mit spontanen Abort sei kein Zusammenhang zwischen deren Anzahl und Selbstmordgedanken festgestellt worden. Hingegen sei bei jenen Frauen, die drei oder mehr Abtreibungen hinter sich hatten – sie machten 27,6 Prozent der untersuchten Gruppe aus – auch nach Bereinigung durch andere mögliche Faktoren ein 1,66-fache höheres Risiko für Suizidgedanken sowie Neigung zu Stress und Depressionen festgestellt werden.

Quelle: ALFA-Newsletter


12 Kommentare on “Bioethikerin begrüßt Spahns Plan einer Studie zu Psycho-Folgen der Abtreibung”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Prolife 05 März 2019, 09:00
    „Abtreibung ist die schlimmste Form von Diskriminierung“
    CDL Bayern: Preisverleihung der SPD Ostallgäu an Abtreibungsärzte Hänel und Stapf wegen „besonderer Verdienste um die Gleichstellung“ ist in Wahrheit die Beerdigung von Menschlichkeit, Gleichberechtigung und Gleichstellung[mehr]

    https://www.kath.net/news/67123

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Schwangerschaftsabbruch
    Was die Abtreibung mit der Psyche einer Frau macht
    Mit fünf Millionen Euro soll erforscht werden, welche psychischen Folgen ein Schwangerschaftsabbruch haben kann. „Diese Studien gibt es schon“, sagt jedoch eine Expertin. Wenn Frauen krank würden, liege das nicht an der Abtreibung selbst.

    Von Claudia Liebram
    13.02.2019

    https://www.welt.de/gesundheit/plus188668671/Was-eine-Abtreibung-mit-der-Psyche-macht-das-wird-jetzt-untersucht.html

    Teil 14: Schwangerschaftsabbruch – Oft ein lebenslanger Albtraum

    Eva Herman

    Heute werden in Deutschland täglich über 1000 Abtreibungen vorgenommen. Wenige Frauen ahnen, worauf sie sich einlassen, wenn sie das Risiko einer Schwangerschaft mit dem Bewusstsein eingehen, dass man »es« ja »wegmachen« lassen kann. Sie lassen sich blenden von Begriffen wie Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit, die der Feminismus ihnen bescherte.

    https://www.eva-herman.net/taegliche-veroeffentlichungen-zum-thema-mann-frau-und-gender-teil-14-schwangerschaftsabbruch-oft-ein-lebenslanger-albtraum/

    Aus der Schweiz http://www.zeit-fragen.ch Zeit-Fragen Magazin von Wertkonservativen und christlichen Humanisten und Querdenkern und Zeitkritikern und Zeitbeobachtern, siehe auch den Weblog von Eva Hermann und die Website bzw. den Internetauftritt der christlichen Psychologin Christa Meves und deren Artikel und Bücher und Aufsätze und Magazine

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Teil 14: Schwangerschaftsabbruch – Oft ein lebenslanger Albtraum
    Evas Bücher, Familienpolitik, Krippenpolitik, Männer-Frauen-Kinder-Genderpolitik, Mutter-Kind-Bindung5. Februar 2019

    Heute werden in Deutschland täglich über 1000 Abtreibungen vorgenommen. Wenige Frauen ahnen, worauf sie sich einlassen, wenn sie das Risiko einer Schwangerschaft mit dem Bewusstsein eingehen, dass man »es« ja »wegmachen« lassen kann. Sie lassen sich blenden von Begriffen wie Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit, die der Feminismus ihnen bescherte.

    https://www.eva-herman.net/taegliche-veroeffentlichungen-zum-thema-mann-frau-und-gender-teil-14-schwangerschaftsabbruch-oft-ein-lebenslanger-albtraum/

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  4. Holger Jahndel sagt:

    Teil 14: Schwangerschaftsabbruch – Oft ein lebenslanger Albtraum
    Evas Bücher, Familienpolitik, Krippenpolitik, Männer-Frauen-Kinder-Genderpolitik, Mutter-Kind-Bindung5. Februar 2019

    Heute werden in Deutschland täglich über 1000 Abtreibungen vorgenommen. Wenige Frauen ahnen, worauf sie sich einlassen, wenn sie das Risiko einer Schwangerschaft mit dem Bewusstsein eingehen, dass man »es« ja »wegmachen« lassen kann. Sie lassen sich blenden von Begriffen wie Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit, die der Feminismus ihnen bescherte.

    https://www.eva-herman.net/taegliche-veroeffentlichungen-zum-thema-mann-frau-und-gender-teil-14-schwangerschaftsabbruch-oft-ein-lebenslanger-albtraum/

    https://www.eva-herman.net/

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  5. Zuhörer sagt:

    „Bisher erschienene Studien zeichneten kein einheitliches Bild und unterschieden sich erheblich in ihrer Qualität. Es sei deshalb „im Interesse aller“, eine evidenzbasierte Medizin auch im Bereich Abtreibung zu fördern.
    Nur so könne ließe sich Frauen, die nach einer Abtreibung mit psychischen Problemen zu kämpfen hätten, angemessen helfen, statt das Problem zu tabuisieren und sie alleine zu lassen, betonte die Expertin.“

    Sicherlich wissen die meisten nicht, was Helfen bei psychischen Problemen bedeutet. Oft werden Neuroleptika verschrieben, die dazu führen, dass die Frauen relativ schnell an Gewicht zunehmen. 30Kg und mehr sind keine Seltenheit. Das führt zu weiteren psychischen Problemen. Solche Medikamente werden viel zu schnell verschrieben. Wenn Frauen die Neuroleptika plötzlich absetzen, spielt das Gehirn verrückt genauso wie bei Süchtigen, die Drogen absetzen.

    Die Behörden dürfen sonst nur bei Eigengefährdung oder Fremdgefährdung handeln.

    Auf der anderen Seite, frage ich mich, wie soll eine Studie dazu führen, dass Frauen mit psychischen Problemen egal durch welche Ursachen mehr zu Psychologen gehen, um die Probleme zu bearbeiten.

    Wie bei der Justiz einzeln bei hinreichenden Verdacht jede Straftat untersucht werden muss, so sind die Ursachen von psychische Problemen bei jeder Frau sehr individuell. Es gibt viele Gründe weshalb Frauen abtreiben. Jeder Fall ist sehr individuell. Deshalb ist die Beratung für jede Abtreibung gesetzlich vorgeschrieben.

    Wenn finanzielle Gründe für Abtreibungen eine Begründung angeben werden, sollte Herr Spahn lieber das Geld für die Studie, Frauen geben, um zu helfen.

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  6. Anonymous sagt:

    Vor Jahren verschenkte ich mehrfach das Buch von der bekannten Karin Struck
    „Ich sehe mein Kind im Traum“. Sie selbst hatte fünf Kinder, konnte aber ihr sechstes
    abgetriebenes nie verkraften!
    Wenn meine Mutter meine sieben Geschwister abgetrieben hätte (warum sagt man
    nicht wahrhaftig GETÖTET?), hätte ich niemals Achtung vor ihr haben können. So
    aber sind meine Eltern ein leuchtendes Vorbild für mich und viele andere. KINDER
    SIND EIN WUNDERBARES GESCHENK. Geschwister zu haben bedeutet für ein
    Kind 1000 mal mehr, als teure Geschenke zu bekommen. Lieber Armut statt
    geschwisterlos aufzuwachsen!

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    • Bernhard sagt:

      Abtreibung ist die Tötung eines Menschen, daran gibt es nichts zu deuteln.

      Von einer Romantisierung der großen Familie halte ich aber auch nichts.

      Ich habe einen Bruder, und ich hätte gern noch mehr Geschwister. Und ich hätte gern noch weitere Kinder. Aber eine große Familie ist nicht automatisch eine gute Sache und auch nicht per se ein „Glaubenszeugnis“. Kinder sind dann eine schöne Aufgabe (und für Katholiken in einem gewissen Rahmen auch eine Pflicht), wenn man sie adäquat ernähren, kleiden und erziehen kann. Ich habe leider schon Fälle gesehen, wo es offensichtlich nicht möglich war und dann schief ging.

      „Lieber Armut statt geschwisterlos aufzuwachsen!“ – Es kommt darauf an, was man unter „Armut“ versteht. Aber die Kinder in einem sozialen Brennpunkt aufwachsen lassen, weil man sich anderswo keine Wohnung leisten kann und ihnen keine anständige Bildung bezahlen können – da sage ich: Lieber weniger Kinder und eine Zukunftsperspektive!

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      • Holger Jahndel sagt:

        Das Problem ist auch, dass vom postmodernen entwurzelnden und manipulativen und technokratischen Zeitgeist her, der mittels Medien-Manipulation durch NLP und durch dekonstruktivistische ideologische Geistmächte vebreitet wird, ganz Deutschland und die gesamte westliche Welt bzw. der postmoderne Westen kinderfeindlich und mütterfeindlich und familienfeindlich geworden ist.
        Die Leute sind heute total entwurzelt und schlecht geerdet und deswegen psychisch labil und leiden unter allerlei psychischen Kranklheiten und Zivilisationkrankheiten. Die Postmoderne ist die dämonische Ideologie des Neoliberalismus und Globalismus und der aktuelle auflösende und zersetzenden und auch dekadente Zeitgeist.

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  7. Schaf sagt:

    Unsere Berührungsängste, auch um über das Thema Euthanasie zu reden, sind inzwischen so groß, das wir verdrängen, dass manche politische Gesetze klammheimlich ethisch nicht mehr vertretbar sind. Diese geschwätzigen Politiker wie auch Geschwätz-Wissenschaftler maßen sich an, über Leben und Tod zu entscheiden, jetzt mal das sehr brisante Thema Schwangerschaftsabbruch rausgenommen. Wie viel Schindluder mit dem Leben getrieben wird, es wird einem bewusst, wenn man ein Tier oder einen Menschen, der qualvoll verendet, erlösen sollte.
    Krebs hat solch negative Eigenschaften und meine Freundin ist qualvoll verhungert und diente den Medizinern als Versuchskandidatin.
    Auch ist es kein Geheimnis, dass durch blödsinnige Verordnungen des Geldes wegen längst schon dahin gedämmerten Patienten in Altenheimen noch zusätzlich eine Magensonde für die künstliche Ernährung gelegt wird und sie sich dagegen nicht wehren können. Das schwatzt sich so leicht mit der Sterbehilfe, ohne entsprechende Fakten zu berücksichtigen und man unterstützt damit, dass Menschen, die von ihren Krankheiten geheilt werden könnten oder gut und gerne mit gesundheitlichen Einschränkungen noch ein bescheidenes Dasein führen könnten, mal eben ohne Erlösung früher in die Kiste springen.
    In den Niederlanden ist das ja schon so, dass man sich den Todesengel auch bei nichtigen Krankheiten bestellen kann, weil zum Beispiel starke Depressionen der Auslöser sind und bei anderen Patienten ein würdevolles Sterben unmöglich gemacht wird. Einem Tier, welches einem qualvollen Erstickungs- oder Hungertod im Endstadium erleiden würde, es zu erlösen und von Qualen medizinisch zu befreien, ist bitter, aber den Todeskampf zu verlängern egoistisch. Es ist ein Frevel, über so etwas wie Euthanasie gesetzlich und pauschal bestimmen zu wollen, ohne dementsprechend den Faktor Erlösung von Qual durch unabwendbaren Todeskampf zu berücksichtigen.
    Genau das von Herrn Spahn beabsichtigte Gesetz Organspenden gegen den Willen der Bürger zu fördern, öffnet der Euthanasie bei lebensfähigen Menschen Tür und Tor. Welch eine Beruhigung, wenn man irgendwann mal wieder auf der Intensivstation liegt, zu wissen, dass man ohne Vorwand schon mal gemustert wird, welche Organe ausgeschlachtet werden könnten und einen Organexperten ohne triftigen Grund zur Musterung unterzogen wird, Gott bewahre.
    Auch wenn das Gesetz positiv gemeint gewesen sein sollte, bei unseren Politikern habe ich meine Zweifel, öffnet man dem Organhandel damit Tür und Tor. So abgehoben, wie unsere Eliten denken, weil sie reich sind, geistig überlegen zu sein, obwohl viele von ihnen auch doof sind, sich auch Organe ihrer Untertanen zu kaufen. In vielen armen Ländern verkaufen Menschen ihre Organe, lassen sich verstümmeln, damit reiche Eliten sich auf ihre Kosten das Leben verlängern. Hoffentlich, wenn es mal die Grünen und andere Volk verachtende Politiker trifft, dass sie Organe zu ihrer Lebens-Verlängerung brauchen, bleiben sie dann auch konsequent, wenn sie Bürger als Nazi beschimpfen, wie AFD-Leute oder Wähler, dass sie diese von ihnen selbst propagandistisch bezeichneten Nazi-Organe ablehnen.

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  8. look2him sagt:

    Um diese Zusammenhänge zu verstehen, braucht man nur die Bibel zu lesen: durch das Gesetz käme Erkenntnis der Sünde. Mörder können nicht glücklich werden.

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