Das „bunte“ Münster demonstriert mit Linksradikalen gegen AfD-Neujahrsempfang

Von Felizitas Küble

Hunderte von Polizisten mit dutzenden Mannschaftswagen waren am Freitagabend (22.2.) nötig, um die Besucher des AfD-Neujahrsempfangs in Münster vor mehreren tausend Demonstranten und potentiellen Randalierern zu schützen, die sich einem „bunten“ (oder rotgrünen?) Münster verpflichtet fühlen.

Die von linksradikalen Gruppen dominierte Aktion „Keinen Meter den Nazis“ gehört zu den führenden Organisatoren der Gegendemonstration. Proteste fanden u.a. direkt vor dem historischen Rathaus in Münster statt, in welchem die AfD ihre Veranstaltung im Festsaal abhielt.

BILD: Polizisten und Mannschaftswagen halten mit Absperrungen die protestierenden Massen von dem Eingang des Rathauses zurück, um das Versammlungsrecht der AfD-Gäste zu gewährleisten.

Zugleich positionierten sich Gegner auch an nicht angemeldeten Plätzen (Seitengassen hinter und neben dem Rathausinnenhof) mit ihren Anti-AfD-Rufen

Es gab nicht nur verleumderische Sprüche („Nazis raus!“) und dümmliche Parolen („Die Dunkelheit darf nicht siegen“) gegen die AfD, sondern sogar Anfeindungen gegen unbeteiligte Passanten (keine AfD-Gäste), nur weil sie nicht zu den Protestlern gehörten. Vorläufig festgenommen wurde ein Mann, der jemanden mit der Fahnenstange daran hindern wollte, den AfD-Neujahrsempfang zu besuchen. (Diese beiden Meldungen entstammen den Westfälischen Nachrichten.)

Außerdem versperrte eine größere Protestierergruppe an der Klemensstraße mit einer rechtswidrigen Sitzblockade die Zufahrt; einige versuchten, über einen Zaun zu klettern, um in den polizeilich abgesperrten Rathausbezirk zu gelangen.

Bei einer Veranstaltung der AfD in Köln hatten linke Randalierer einen Polizisten schwer verletzt  – aber welche vielfach so „bewegten“ kirchlichen Gremien interessiert das? (Näheres hier: https://www.welt.de/politik/deutschland/article185898388/Koeln-Polizist-bei-AfD-Veranstaltung-verletzt.html

Während andere Parteien ungehindert ihre Tagungen durchführen können, muß die AfD schon im Vorfeld hochgradige Sicherheitsvorkehrungen treffen, um Störungen der Versammlung zu verhindern. Daher konnte man nur mit einem AfD-Mitgliedsausweis oder einer  –  mit voller Adresse beschrifteten –  Einladungskarte am Neujahrsempfang im Rathaus teilnehmen, die zuvor zugeschickt worden war. 

Damit nicht genug der Umstände  – den „Rest“ erlebte ich selber, als ich gestern Abend als Journalistin an der Versammlung teilnahm, um aus erster Hand darüber berichten zu können und nicht auf Medienmeinungen angewiesen zu sein.

BILD: Auch im Vorjahr war ein massives Polizeiaufgebot nötig, um eine AfD-Veranstaltung in Münster vor Randalen zu schützen

Auf der AfD-Einladungskarte war bereits vermerkt, daß man den Rathaus-Saal angesichts der Gegendemonstranten nicht auf dem üblichen Weg erreichen kann, sondern nur über die Rückseite.

Als ich daher über eine hintere Seitengasse in Richtung Rathaus radelte, endete meine Fahrt an Absperrungen ca. 100 m vom Rathaus entfernt. Dort gebärdeten sich Protestler ziemlich wild mit ihren Beschimpfungen.

Ich ging entschlossen an ihnen vorbei direkt zu den Polizisten und erklärte, ich wolle zum AfD-Empfang. Daraufhin sagte ein Beamter, ich möge warten, denn er telefonierte Verstärkung herbei.

BILD: Während draußen die Polizei „wachte“, fand im Festsaal des Rathauses der AfD-Neujahrsempfang statt. Hier die Prominenz in der ersten Reihe: vorne links Europakandidat Guido Reil aus Essen, der jahrzehntelang in der SPD aktiv war, aber aus islam- und migrationspolitischen Gründen zur AfD wechselte

Nach einiger Zeit kamen zwei weitere Beamte, die mich auf den „Platz des Westfälischen Friedens“ hinter das Rathaus führten. Dort stellte ich mein Fahrrad ab und wurde von einer Polizistin, die mir folgte, nach Personalausweis und Einladungskarte gefragt. Danach konnte ich unter Geleit von weiteren Beamten zum Rathaus-Eingang gelangen, wobei mir der „Höllenlärm“ und die „Nazis-raus“-Parolen der Gegendemonstranten entgegenschallten.

Im Eingang des historischen Rathauses gab es eine erneute Kontrolle mit Personalausweis und Einladungskarte durch ehrenamtliche AfD-Helfer. Zudem wurden Damen von weiblichen Mitarbeitern und Herren von männlichen Mitarbeitern an Armen und Beinen betastet, um „gefährliche“ Gegenstände auszuschließen. Auch Handtaschen und Jacken wurden untersucht.

Ein derartiges Ausmaß an – leider wohl nötiger – Kontrolle habe ich nicht einmal in Gerichtsgebäuden erlebt, auch nicht als Besucherin der Synagoge von Münster, die aus Sicherheitsgründen ständig von der Polizei bewacht wird.

BILD: AfD-Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen war der Hauptredner beim AfD-Empfang – hier bei einem Presse-Interview kurz vor der Veranstaltung

Als ich die Veranstaltung nach ca. drei Stunden gegen 22 Uhr verließ, gab es zu unserem Schutz immer noch Absperrungen und aufmerksame Polizeibeamte – und das nicht ohne Grund, denn zwischen Domplatz und Rathaus tummelte sich noch ein Haufen „Unentwegter“, der mir und zwei weiteren Personen erneut Beschimpfungen wie „Nazis raus“ entgegenschrie.

Nach solchen Erfahrungen fragt man sich, ob wir uns hier in Absurdistan befinden –  und warum man als hauptamtliche Redakteurin ohne massiven Polizeischutz keine Veranstaltung besuchen kann, wenn sie von der AfD ausgerichtet wird, einer Partei, die im Bundestag, im Europaparlament und in allen deutschen Landesparlamenten mit Abgeordneten vertreten ist, natürlich auch im Rat der Stadt Münster.

WEITERER ARTIKEL dazu: https://charismatismus.wordpress.com/2019/02/23/muenster-spaltung-der-gemeinden-ist-kein-problem-wenn-es-gegen-die-afd-geht/

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das gemeinnützige Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

 


9 Kommentare on “Das „bunte“ Münster demonstriert mit Linksradikalen gegen AfD-Neujahrsempfang”

  1. Anonymous sagt:

    ……….was soll man ohne Beleidigungen sagen gegen diese anti-demokratische Haltung in Münster ?

    Es sind tatsächlich Presse / Medien, die sich aus Gründen der Parteiräson bei SPD / Grüne – die besonders – Linke und nachrangig bei CDU an Beerdigung von Meinungsfreiheit beteiligen.

    Wir setzen auf kommende Wahlen.

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  2. Bernhard sagt:

    Man muss unterscheiden zwischen Erlaubtem und nicht Erlaubtem.

    Wenn Leute genötigt oder verletzt werden, ist das nicht hinnehmbar. Schon dass die Teilnehmer des Empfangs von der Polizei geschützt werden müssen, wirft kein gutes Licht auf die Demonstranten.

    Andererseits gibt es hier in Deutschland die freie Meinungsäußerung, und es ist auch nirgends festgeschrieben, dass diese ein bestimmtes geistiges Niveau haben muss. Die AfD oder einzelne Teilnehmer können natürlich juristisch prüfen lassen, ob der Spruch „Nazis raus“ den Tatbestand der Beleidigung erfüllt. Ansonsten müssen sie solche Sprüche hinnehmen.

    Übrigens: Ich würde nicht aus der „Epoch Times“ zitieren. Diese Zeitung hat ihre Wurzeln in einer zweifelhaften Sekte (pardon: „Meditationsbewegung“) und nimmt es mit der Wahrheit teils nicht so genau.

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    • Guten Tag,
      vielen Dank für Ihren Hinweis hinsichtlich „Epoch Times“, der mir neu ist. Sie meinen vermutlich „Falun Gong“? Natürlich steht inhaltlich dieselbe Meldung auch woanders, ich habe jetzt zur WELT verlinkt. In diesem Fall hat E.T. also richtig berichtet.
      Wir selber haben im Jahr 1994 erfolgreich gegen eine Tageszeitung geklagt, die unseren KOMM-MIT-Kalender in einer Karikatur mit einem Hakenkreuz „verziert“ hatte. Die Zeitung aus dem Schwarzwald mußte einen ausführlichen Widerruf auf ihren Vorderseiten abdrucken. Zumindest damals war also der Nazi-Vorwurf – sogar im Kontext einer Karikatur – justitiabel.
      Das Problem bei einer anonymen Masse, die „Nazis raus“ brüllt, ist aber doch die Tatsache, daß man keine bestimmte(n) Person(en) anzeigen bzw. rechtlich angehen kann, da diese Personen der Polizei nicht ihre Visitenkarte überreichen usw….
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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    • truckeropa66 sagt:

      Der Gedanke einer juristischen Prüfung des Ausspruchs „Nazis raus“ wäre ein sehr guter Gedanke, den man an die AFD heran tragen sollte. Auch wenn ich selbst mich nur als AFD-Fan outen kann und kein Mitglied bin, habe ich ggf. unter dieser „Beleidigung“ zu leiden. Von anderen Parteien, von denen man solche Reglungen erwarten würde, sind solche Formen des Anstands leider nicht zu erwarten.

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  3. Pauline G. sagt:

    Nazi-Methoden der Linken u. vermeintlich politisch „Richtigen“. Dummheit siegt. Seltsam nur, dass man von unseren „hohen“ politisch Verantwortlichen wie Steinmeier, Merkel oder auch C. Roth als Vizepräsidentin des BT NIE etwas dagegen hört! Werden so „unsere Werte“ verteidigt u. die „Demokratie“?

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  4. Theres Newman sagt:

    In meiner Münsteraner Tageszeitung stand: überwiegend friedlicher Protest.
    – die Realität sah anders aus. Beleidungen, Bedrohungen und die Sankt Lamberti-Gemeinde unterstützt das noch durch ihre Anwesenheit. Wissen die denn nicht, dass die Kirche bei der Antifa zB. bzgl. Lebensschutz auch auf der Abschussliste steht?
    Geht denn der Herr Stadtdekan auch bei der Demonstration für das Lebensrecht mit und lässt sich von Linken und Antifa beschimpfen oder ist er so feige und bleibt zu Hause? Sucht er lieber den gemeinsamen Nenner, den Hass gegen eine anerkannte Partei, und schleimt sich bei den Linken ein?
    Macht er es wie unser Bischof, der, wenn die Lebensrecht-Demo stattfindet und ein antikirchlicher Protest vor dem Bischofshaus zu erwarten ist, sich vorher aus dem Staub macht? Unsere Kirche im Bistum Münster macht sich zur Zeit leider nur noch lächerlich.

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  5. truckeropa66 sagt:

    Wann begreifen die endlich, dass die Nazis Linke waren, also eigentlich zu ihrem Sauhaufen gehörten und immer noch gehören?

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    • Anonymous sagt:

      Das ist Quatsch. Die Nazis waren nicht links.

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      • Stefan Kunz sagt:

        Als was bezeichnest du denn sonst Sozalisten? Nur weil sie sich das Deckmäntelchen National davor gesetzt haben?
        Dasselbe mit den aktuellen Grünen, die sich hinter dem Umweltschutz verstecken? Nur Menschen mit Hirn erkennen das trotzdem. Der Masse wird es erst noch auffallen.

        Gefällt 1 Person


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