Uriella, die Gründerin, „Sühnebraut“ und Prophetin der Sekte Fiat Lux verstorben

Von Felizitas Küble

Vor wenigen Tagen verstarb die pseudo-katholische Sektenführerin und Endzeitprophetin Erika Bertschinger-Eicke, von ihren Anhängern „Uriella“ genannt, im Alter von 90 Jahren.

Die von der Schweizerin gegründete religiöse Sondergruppe „Fiat Lux“ (= Es werde Licht) gab sich ein frommes Mäntelchen, verbunden mit dem Verehren von Fatima-Bildern, Marien- und Herz-Jesu-Statuen.

Zugleich propagierte man dort kirchlich abgelehnte „Marienerscheinungen“ wie z.B. jene von Garabandal.

Die durch Weltuntergangs-Prognosen bekanntgewordene Sekte aus Ibach wird nun von Uriellas viertem Ehemann Icordo weitergeführt.

BILD: Kritisches Buch aus der evangelischen Kirche: „FIAT LUX – Uriellas Orden“

„Fiat Lux“ ist wie viele esoterisch geprägte Strömungen sehr asketisch orientiert; ihre Mitglieder müssen auf vieles verzichten, was für gläubige Christen (in Maßen  konsumiert) selbstverständlich ist, z.B. Fleisch und Alkohol.

Die Kirchengeschichte zeigt, daß die meisten Abspaltungen und „erleuchteten“ Sondergruppen großen Wert auf Fasten, Verzicht, Askese und „Abtötung“ legten, teils verbunden mit dem Bestreben, dadurch zu einer religiösen „Bewußtseinserweiterung“ zu gelangen.

Typisch für die esoterische Gnosis – bereits in der frühen Christenheit präsent – ist ein ausgeprägter Engelskult, der weit über die katholische Verehrung der Engel hinausgeht. Als Engelsnamen kennt die katholische Kirche ausdrücklich nur die drei Erzengel Gabriel, Rafael und Michael, weil diese Namen biblisch bezeugt sind.

Hingegen erklärte „Uriella“, die sich als auserwählte Botin Jesu verstand, sie stehe im direkten Kontakt mit dem Engel „Uriel“, einem Namen, der schon im Kontext des von der „Seherin“ M. Bitterlich gegründeten „Engelwerks“ bekannt wurde.

Wie die meisten Neuoffenbarungen und visionären Strömungen kündigte Frau Bertschinger-Eicke mehrfach den Weltuntergang an, besonders vor dem Jahr 2000, verbunden mit einem folgendenschweren Computercrash. 

Ein weltweites göttliches Strafgericht prophezeiten Ende der 90er Jahre auch andere Gruppierungen, die von „göttlichen“ Einsprechungen einer begnadeten Person geprägt waren, zB. die  erscheinungsbewegte „Marianische Priesterbewegung“ um den italienischen Visionär und Priester Don Gobbi.

Typisch für die Szene gab es bei ihr auch ein „Wunderwasser“, das sie ihren Fans verkaufte. Wegen ihrer umstrittenen „Heilmethoden“ kam es zu mehreren Gerichtsverfahren gegen Uriella, zudem gab es einen Strafprozeß wegen Steuerhinterziehung, der ihr fast zwei Jahre Haft auf Bewährung aufbrummte.

Uriella befand sich immer wieder in einem Zustand der Trance, wenn sie ihre Sonderoffenbarungen empfing. (Angebliche Botschaften des Himmels werden in der katholischen Kirche als „Privatoffenbarungen“ bezeichnet, im evangelischen Bereich als „Neuoffenbarungen“.)

Die Sektengründerin will hunderte von Christus-Kundgaben empfangen haben. Kennzeichnend für derlei Phänomene ist die Verbindung von „Zuckerbrot und Peitsche“, von Kitsch einerseits und Panikstimmung (etwa gegenüber kritischen Stimmen oder hinsichtlich „göttlicher Strafgerichte“) andererseits.

Typisch für süßlich-sentimentale Botschaften ist z.B. folgende vermeintliche Einsprechung Jesu an Uriella:

„Mein kostbares Töchterchen. Du bist umgeben von einem wunderbaren Gewand, das aus lauter Sonnenblumen besteht. Diese Blumen strahlen, denn sie sind aus lauter Gold…. Durch diese Strahlenkraft, die über Dir und um Dich herum wirkt, so brillant wird Deine Wohnung sein in Meines Vaters Haus. Ich danke Dir für Deine Liebestätigkeit, die Früchte trägt.“ 

Wie viele selbsternannte Visionärinnen betrachtete auch sie sich als besonders begnadete „Sühnebraut“ Jesu, wie es in einer Eigenwerbung heißt:

„Als Sühnebraut CHRISTI trägt sie das Leid der Erde und Menschheit mit… Schon dreimal durfte sie jeweils in der Karwoche einen Hauch der Qualen der Passion des HEILANDES an Körper, Seele und Geist durcherleben. Auf ihrer Bereitschaft, freiwillig Leid auf sich zu nehmen, beruhen viele Heilungen von Patienten, auch in Notsituationen.“ 

Was Uriella von sonstigen „katholischen“ Opfer-/Sühneseelen unterscheidet, ist ihre Verbindung mit esoterischen Elementen (vom UFO-Glauben bis zum Spiritismus). Das hatte immerhin den Vorteil, daß sich der Zulauf erscheinungsbewegter Kreise zu ihrem Werk in recht engen Grenzen hielt.

Weitere Infos und Hintergründe dazu hier: http://www.relinfo.ch/ofl/info.html#11


17 Kommentare on “Uriella, die Gründerin, „Sühnebraut“ und Prophetin der Sekte Fiat Lux verstorben”

  1. Holger Jahndel sagt:

    >>>> Typisch für die esoterische Gnosis – bereits in der frühen Christenheit präsent – ist ein ausgeprägter Engelskult, der weit über die katholische Verehrung der Engel hinausgeht. Als Engelsnamen kennt die katholische Kirche ausdrücklich nur die drei Erzengel Gabriel, Rafael und Michael, weil diese Namen biblisch bezeugt sind. <<<

    Es gibt Bücher – wie das äthiopische Henoch-Buch, aus dem die Bibel im Judas-Brief im Neuen Testament auszugsweise zitiert, und welches bis heute wie auch das Jubiläen-Buch zum breiteren und engeren Bibel-Kanon der Kopten Äthipiens bzw. der koptisch-äthiopischen Tewahedo-Kirche gehört – aus denen etwa die Bibel zitiert in denen Engels-Namen wie Uriel vorkommen. Uriel wurde noch im Mittelalter auch in der katholischen Kirche offiziell als Erzengel verehrt, bevor er diesen Status aberkannt bekam. In den orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw. Ostkirchen und slawischen Kirchen gilt er bis heute noch als Erzengel. Dies ist auch biblisch begründbar und legitimierbar, denn er ist einer der 4 Engel der Elemente. Siehe dazu die 4 Tierwesen bzw. 4 Tiergesichter bzw. 4 Tiergestalten in den Propheten-Visionen des alten Testamentes und in leicht veränderter Form auch in der Johannes-Offenbarung im Neuen Testament als Symbole und (Engels-) Symboliken, und Gershom Scholem zur jüdischen Merkabah- und Thronwagen-Mystik und und zur Henoch-Literatur.

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  2. Holger Jahndel sagt:

    Spiritualität & Wissenschaft
    Intelligente Zellen Intelligente Zellen Erschienen in: NEWs AGE 01/2006 (Seite 75-76)
    Intelligente Zellen
    Genforschung bestätigt Heilkraft des Geistes

    Von Ulrich Arndt

    Bruce. H. LiptonBruce Lipton – Wissenschaftler und Bestseller-Autor

    http://www.horusmedia.de/2006-zellen/zellen.php

    Computer beweist die Existenz Gottes

    Neue Perspektiven für eine Computer-assistierte Metaphysik: Wissenschaftler aus Berlin und Wien haben Kurt Gödels berühmten Gottesbeweis mit einem Computerprogramm bestätigt

    26.08.2013

    https://www.heise.de/tp/features/Computer-beweist-die-Existenz-Gottes-3503718.html

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  3. Holger Jahndel sagt:

    Adam Kadmon
    Adam Kadmon mit Sephirothbaum (aus Ginsburg: The Kabalah, 1888)Adam Kadmon (auch Adam Qadmon, aramäisch: אדם קדמון „ursprünglicher Mensch, Kosmischer Mensch“; griech. οὐράνιος ἄνθρωπος uranios anthropos „Himmlischer Mensch“) wird als Urbild des Menschen verstanden entsprechend den Aussagen in der Kabbala und Haggada. Dessen Abbild ist der irdische Mensch. Der irdische Mensch aber verlor die drei Weisheiten, die den Adam Kadmon an die Seite Gottes stellen, nämlich die Weisheit, Herrlichkeit und Unsterblichkeit. Nach den Lehren der Kabbala wurde Adam Kadmon noch vor der eigentlichen Schöpfung aus dem reinen göttlichen Licht geschaffen, das unmittelbar aus dem Ain Soph hervorging.

    https://anthrowiki.at/Adam_Kadmon

    Bilderberg

    http://www.bilderberg.org

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  4. Andreas sagt:

    Dass die selige Uriella „geldgierig“ gewesen sei, stimmt so nicht.
    Sie bedurfte (wie wir alle) des Geldes, um ihr Leben zu bestreiten.
    Ihr erster Ehemann (ein ausgeschiedener katholischer Geistlicher) galt als äußerst sparsam.
    .
    Nicht vergessen sollte auch, daß die selige Uriella viel Gutes tat und geistige Bewegungen unterstützte.
    Im Vorspann des Buches „Geister, Gespenster und Hades nach Jung-Stilling) wird „Frau Heilpraktikerin Erika Bertschinger-Eicke, gen Uriella, Rickenbach“ ausdrücklich für die Finanzierung gedankt.

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    • Holger Jahndel sagt:

      @Andreas:

      Uriel wurde im Mittelalter von der katholischen Kirche noch als offizieller 4.Erzengel anerkannt,
      er wird auch in manchen katholischen Kirchen als einer von 4 oder 7 Engeln dargestellt.
      Die Engelsnamen entsprechen sehr wohl der christlich-katholischen Tradition, siehe dazu etwa das äthiopische Henoch-Buch aus dem im Judas-Brief im Neuen Testament der Bibel zitiert wird und auch noch andere Bücher aus denen in der Bibel zitiert wird und auf die sie sich Beziehen bzw. Bezug nehmen und auf die sie sich als Quelle oder Autorität und Zeugen beziehen.
      Siehe auch diverse 7 Engel in katholischen Kirchen in Deutschland und weltweit und so weiter.

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      • Guten Tag,
        seit Jahren propagieren Sie mit der Ihnen eigenen, unermüdlichen Hartnäckigkeit in Kommentaren einen „Erzengel Uriel“. Ich bin nicht bereit, Ihre endlosen Wiederholungen ständig zu veröffentlichen.
        Und unterlassen Sie bitte die unzutreffende Behauptung, die katholische Kirche habe „Uriel“ noch im Mittelalter anerkannt.
        Umgekehrt wird ein Schuh draus:
        In der Spätantike verwarf die Synode von Laodicea (Mitte des 4. Jahrh.) jeden Urielkult – und dies wurde im MITTELALTER wiederholt und bekräftigt durch das Konzil von Rom 745 n. Chr. unter Papst Zacharias. Das Konzil stellte fest, daß allein die namentlich in der Bibel bezeugten Erzengel Michael, Gabriel und Raphael eigens als Erzengel verehrt werden dürften.
        Uriel ist nicht einmal in den deuterokanonischen Spätschriften des AT bezeugt, sondern nur in außerkanonischen Schriften. Apokryphen werden auch nicht dadurch kanonisch, daß auf sie an irgendeiner Bibelstelle Bezug genommen wird (oder irgendeine orientalische Gemeinschaft sie „anerkennt“).
        Ihr Hinweis „Siehe auch diverse 7 Engel in katholischen Kirchen in Deutschland und weltweit und so weiter“ läuft voll ins Leere, denn die Siebenzahl der Erzengel ist biblisch bezeugt und daher unstrittig, aber nur drei davon sind kanonisch namentlich bekannt und somit katholisch-kirchlich für die konkrete Verehrung anerkannt.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  5. Merkel CDU Abtrünniger sagt:

    Hurra, hurra, kicher, kicher, unsere liebe Margot Käßmann bekommt eine eigene Zeitung, um als Mutter von 4 Kindern uns das neue Christentum als Nachfolgerin Marias zu verkünden, kotz. Natürlich ist die Randbemerkung zynischer Sarkasmus, aber wie oft soll man unserer Margot noch sagen, wie viel Schaden am Christentum und in der EKD sie mit angerichtet hat ? Dass unsere Margot, die ich mal mochte, so tief vom Glauben in das Gottlose abgefallen ist, schon traurig. Käßmann genieß Deine Rente, anstatt gläubige Christen mit deinem Käseblättchen zu beglücken. Inzwischen hast Du schon ein ganzes Volk beim unchristlichen Kirchentag im Lutherjahr wegen seiner Herkunft beleidigt, das eigene, lass es einfach. Wenn Du Dich entschuldigen möchtest für Deine verbalen Ausrutscher, gerne.

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  6. Wolf sagt:

    Viel fehlt der EKD teilweise nicht mehr zum Format einer spinnenden geldgierigen Uriella, die sonst vermutlich hätte ihre Existenz nicht aus eigenen Mitteln bestreiten konnte. Diese hat es verstanden, naiven gläubige Menschen, die selbst nicht nachdenken und auch in Bibeltexten zu ihrem Leben neue Erkenntnisse zu finden unfähig sind, anstatt diese nur runterzuleiern und auswendig wieder zu geben, das eigenständige Denken über den Lebensbezug zum Christentum abzuschaffen.
    Stattdessen kräht ein Kind gut indoktriniert von der Kanzel, weil so viele Schäfchen der EKD abtrünnig werden ob dem gottlosen Mist von der Kanzel, Gemeinschaft kann nur funktionieren, wenn alle ihre Steuern zahlen. Das stimmt zwar, dass Steuern für die Gemeinschaft richtig verwendet wichtig sind, aber eine Gemeinschaft, die in ihrer Einfalt das Christentum schädigt, um es der Welteinheitsreligion anzupassen, nee.
    Da erinnere ich mich an die Weihnachtsmesse der ehemaligen Oberpfäffin K., wo diese, dass es selbst einem gar nicht sattelfesten Christen die Schuhe auszog, uns allen Ernstes einreden wollte, dass jede Gebärende, besonders Flüchtlinge in der Rolle Marias jederzeit wieder auf Erden erwählt werden können – und da kann sie sich mit Chrislam-Bischof Bedford Strohm die Hand reichen, er behauptet auch die Geburt von Propheten wäre heute möglich.
    In diesem ganzen vergrünten gottlosen Sumpf passt doch Greta, das Wunderkind, wunderbar, sie ist dann halt nur die gegenderte Ausgabe von Jesus – sarkastisch gesagt. Die Kirchen verfallen teilweise der Hysterie, Fasten für den Klimawandel, entstellen die christliche Botschaft akut und auch dass zumindest Karfreitag im Andenken an Jesus gefastet wird, im Gedenken an das Leid, welches er für unsere Sünden auf sich genommen hat.
    Unsere „Prophetin“ Greta wird gefeiert als Botschafterin ohne viel Bildung und Wissen, weil sie in das Horn unserer Political Corectness kräht und Juncker küsst diesem Kind noch ehrfurchtsvoll die Hand? Die EU-Granden haben fertig, aber so was von. Das ist eine Zumutung für normal denkende Menschen und Christen. Mal sehen, wenn das K Enkelkind zum Propheten gehypt wird oder die grüne KGE, zu doof, das Theologie Studium zu absolvieren, aber als Moralapostel aufspielen.

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  7. Holger Jahndel sagt:

    >>>Typisch für die esoterische Gnosis – bereits in der frühen Christenheit präsent – ist ein ausgeprägter Engelskult, der weit über die katholische Verehrung der Engel hinausgeht. Als Engelsnamen kennt die katholische Kirche ausdrücklich nur die drei Erzengel Gabriel, Rafael und Michael, weil diese Namen biblisch bezeugt sind.<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    In Büchern, aus denen die Bibel und speziell auch das Neue Testament zitiert, kommt auch der Engelsname Uriel vor. Diese Schriften belegen diesen Engelsnamen ebenfalls, ebenso das äthiopische Henoch-Buch, aus welchem der Apostel im Judas-Brief im Neuen Testament der Bibel auszusgweise zitiert, und welches heute noch zum breiteren und engeren Bibel-Kanon der Kopten Äthiopiens bzw. der äthiopisch-koptischen Tewahedo-Kirche gehört. Wie auch das noch von den Kirchenvätern hochgeschätzte Jubiläen-Buch, welches zur Angelogie und Numerologie so hoch angesehen war, dass noch Origenes und Epiphanias daraus zitierten.
    Weiterhin verweise ich auf den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas, welcher noch vom Heiligen Irenaeus von Lyon zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes gezählt wurde und neben anderem Sondergut noch heute zum Bibel-Kanon der russisch-orthodoxen Kirche Russlands gehört (wie auch das noch in der alten slawischen und bulgarischen Bibel enthaltene slawische Henoch-Buch) und wie auch der 1. Clemensbrief zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes der syrischen Kirche Syriens gehört, welche in einer Kirchenunion mit Teilen der Thomas-Kirchen und Thomas-Christen Indiens nach dem Apostel Thomas steht.
    Noch bis ins Mittelalter zählte auch die katholische Kirche Uriel offiziell als den 4. Erzengel.
    Er wurde dann offiziell "abgeschafft", weil seine starke Verehrung bis in Engelskulte ausuferte.
    Tatsächlich aber kennt ihn auch das Engel(s)werk nach der katholischen Mystikerin Gabriele Bitterlich mit ihren offenbarten Schriften als Erzengel, wenn auch nur als einen unter noch sehr vielen anderen.

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  8. Holger Jahndel sagt:

    @Felizitas Küble:

    >>>>>Die Kirchengeschichte zeigt, daß die meisten Abspaltungen und „erleuchteten“ Sondergruppen großen Wert auf Fasten, Verzicht, Askese und „Abtötung“ legten, teils verbunden mit dem Bestreben, dadurch zu einer religiösen „Bewußtseinserweiterung“ zu gelangen.<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    1.Timotheus 4
    …2durch die, so in Gleisnerei Lügen reden und Brandmal in ihrem Gewissen haben, 3die da gebieten, nicht ehelich zu werden und zu meiden die Speisen, die Gott geschaffen hat zu nehmen mit Danksagung, den Gläubigen und denen, die die Wahrheit erkennen. 4Denn alle Kreatur Gottes ist gut, und nichts ist verwerflich, das mit Danksagung empfangen wird;…

    https://bibeltext.com/1_timothy/4-3.htm

    Die Warnung vor Menschen, die verbieten werden zu heiraten, spricht übrigens auch gegen den unbiblischen Pflicht-Zölibat, den der Apostel Paulus nur empfahl aber nicht zwingend vorschrieb. Der Zwang zur Ehelosigkeit für Priester bleibt eben unbiblisch – und nicht jeder hat das Charisma der Ehelosigkeit – auch wenn Keuschheit zweifellos ein hoher Wert ist. Die Tugenden sind immer zu achten und zu pflegen, aber eben rational durch die Vernunft des Logos. Diese Vernunft bewahrt auch vor Schwarmgeistereien, neben der genauen Befolgung des Neuen Testamentes. siehe auch die Logos-Theologie nach Justin dem Märtyrer als Kirchenlehrer und Kirchenvater und dem Heiligen Irenaeus von Lyon, der diese von ihm übernahm, und siehe auch Elias Erdmanns Aufsatz zu Philo(n) von Alexandrien und der Septuaginta-Bibel des Alten Testamentes, wo auch schon der Logois-Begriff vorkommt usw.

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    • Guten Tag,
      vermengen Sie nicht die verschiedenen Ebenen, um die es geht. Gerade die von Ihnen doch so geschätzte „christliche“ Gnosis war nicht selten leibfeindlich und grundsätzlich gegen die Ehe eingestellt, vor allem wegen einer Überbetonung des Geistigen und Geistlichen – und Teile der Gnosis waren daher grundsätzlich gegen die Ehe und vor allem gegen die Fruchtbarkeit, ähnlich wie später die Katharer. Dieses Heiratsverbot richtete sich aber an Laien wohlgemerkt – und genau um diesen Zusammenhang geht es in dem von Ihnen zitierten Pastoralbrief, der zu den späten Paulusschriften gehört, wo es also schon darum ging, gnostische Einflüsse im Christentum zurückzudrängen. Aber gerade Paulus lobte die Ehelosigkeit um des Himmelreiches willen, genau wie Christus selbst – aber bei gleichzeitiger Hochschätzung der Ehe als Sakrament.
      Die von Ihnen so gern gewürdigte orthodoxe Kirche des Ostens verlangt auch den Pflicht-Zölibat bei allen Bischöfen (und bei Ordensleuten sowieso), sie erlaubt aber bei Gemeindepfarrern (Popen) eine Heirat, allerdings nur vor der Priesterweihe, nachher nicht mehr.
      Ob jemand in ein Kloster eintritt oder ob er lieber Pfarrer wird – beides ist in gleicher Weise eine freiwillige Entscheidung. Es gibt kein Heiratsverbot in der kath. Kirche, da niemand Ordensmann oder Priester werden muß. Wer Kleriker in der katholischen Kirche werden möchte, kann dies auch als Diakon tun – und gleichzeitig heiraten.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Holger Jahndel sagt:

        @Felizitas Küble:

        Ich werde ihnen noch einmal den Unterschied zwischen Gnosis (gnostisch)/Mandäern/Manichäern einerseits und Hermetik (hermetische Weisheitslehren und Mysterien-Traditionen) und jüdischer Merkabah-Mystik bzw. Thronwagen-Mystik und Henoch-Literatur und mystischer Kabbalah andererseits erklären…
        Die Gnosis und die Manichäer und gnostischen Mandäer haben fast immer ein dualistisches Denken: Körper bzw. Materie und Geist werden entgegengesetz gedacht, als zwei ursächlich gänzlich unterschiedliche Prinzipien, dabei ist das Fleisch bzw. der Körper bzw. die Materie und materielle Welt fast immer gänzlich schlecht. Der Heilige Augustinus war Manichäer, bevor er Christ wurde, und blieb meiner Meinung nach in seiner typisch manichäisch-dualistischen Denkweise unterbewusst davon geprägt. Denn er hielt den Limbus bzw. den Logos als „Weltseele“ und „Weltvernunft“ bzw. seelisch-psychische (astralisch-mentalische) Ebene für eine Erfindung der Pelagianer. Jedoch zitiert der Apostel Paulus auf dem Areopag in Athen die beiden stoischen Dichter Aratos (zum höchsten Gott) und Kleanthes (zum göttlichen Logos, bei ihm die „Weltseele“ und „Weltvernunft“). (siehe dazu auch Elias Erdmanns freie Online Texte und seine Aufsätze zu Philo(n) von Alexandrien und der 4 bzw. 5 Elemente-Lehre und von Hübner als Theologen „Goethes Faust und das Neue Testament“, siehe auch Septuaginta) aus ihren damals bekannten und verbreiteten Werken als Stoiker und stoische Dichter und Philosophen. Der Logos-Begriff kommt auch schon in der Septuaginta-Bibel vor, aus der Jesus Christus nachweislich zitierte, ebenso dort und auch anderswo im Alten Testament der „Mazzaroth“ bzw. „Mattaroth“ (Hebräisch) als von Gott geschaffener Tierkreis bzw. Zodiak mit Sternzeichen und die Lehre von den Elementen als Natur- und Religionsphilosophie und der Anthropos und siehe auch die 4 Tiergesichter bzw. 4 Tiergestalten in den Visionen der Propheten im Alten Testament und leicht verändert auch in der Johannes-Offenbarung im Neuen Testament. Dies sind die Engel der 4 Elemente bzw. 4 Erzengel, in der Antike auch anderen Völkern als Astral-Gottheiten bzw. Vorsteher und Aufseher über die 4 Elemente bekannt…
        Die eben auf der seelisch-psychischen Ebene, dies ist der Limbus bzw. der Logos als „Weltseele“ und „Weltvernunft“ bzw. in der Hermetik der Makrokosmos, wirken. Der Apostel Paulus teilt den Menschen in Körper und Seele (griechisch „Psyche“) und Geist ein. Eben diese Einteilung bzw. Dreiteilung von Mensch und Kosmos(Weltganzem) findet man auch in der griechischen und hermetischen Philosophie als Natur- und Religionsphilosophie, und übrigens auch als universelle Philosophie in der Spiritualität und Metaphysik des Hindhuismus in Indien bzw. Indiens. DAS ist der Unterschied zwischen der dualistischen manichäischen gnostischen Denkweise einerseits…und der ganzheitlichen mystischen hermetischen Denkweise andererseits.

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      • Guten Tag,
        Sie müssen nicht meinen, der Unterschied zwischen Hermetik und Gnosis sei mir nicht klar, aber auch die Ähnlichkeiten sind mir bekannt, einmal abgesehen davon, daß Leibfeindlichkeit nicht das einzige Kennzeichen der Gnosis war.
        Die Kirche ist keine Anstalt für vermeintlich höher Eingeweihte – und die „Hermetik“ ersetzt nicht die Dogmatik und ist auch nur bedingt in den christ-katholischen Glauben integriert worden, weil der Esoterik-Verdacht naheliegend ist…..
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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  9. Nimrod sagt:

    Wenn ich mir die EKD so ansehe, wo einige politisch grünlich orientierten Gemeinden Maß und Ziel verloren haben, die nicht aus religiösen Gründen, sondern dank Klimapropheten wie die unstudierte KGE um das Weltklima zu retten, da befindet sich Uriella ja in bester Gesellschaft, mit viel Gehirnwäsche viel Geld machen. Also teilweise ist die EKD leider zur grünen Klimasekte verkommen und merkt nicht, dass sie sich selbst bald ausradiert für die Welteinheitsreligion.

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  10. Nienhaus sagt:

    Eine Sühnebraut trägt das Leid der Erde…
    Warum hat diese Frau denn immer diese aufwändige Zweitfrisur getragen, die so unecht wirkte? Ob das irgendeinen kultischen Zweck hatte?
    Anzunehmen, denn mit Demut und Bescheidenheit hat eine solch schwere Aufmachung nichts mehr zu tun. Mich hat das Styling von Uriella immer verwundert. Aber scheinbar hat es doch einige Leute überzeugt und beeindruckt. Dass Uriella selbst von ihren Ausführungen überzeugt war, ist bedauerlicherweise anzunehmen, ob das für alle Personen in ihrem Umfeld galt, möchte ich persönlich bezweifeln.

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  11. "GsJC" sagt:

    „Typisch für die Szene gab es bei ihr auch ein „Wunderwasser“, das sie ihren Fans verkaufte.“

    Uriella bei der Zubereitung des „Wunderwassers“ …

    MfG 🙂

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