Björn Höckes bibelfreie Germanentümelei

Die Hl. Schrift enthalte „zuviel Wüste und zu wenig Wald“

Dieter Stein, Chefredakteur der konservativen Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT, hat sich des öfteren kritisch mit den ideologischen Ausuferungen des AfD-Politikers Björn Höcke aus Thüringen befaßt.

Jetzt äußert sich Stein in einem Leitartikel der JF auch über die 2018 erschienene Lebensbeschreibung des auch in der AfD selbst umstrittenen Pädagogen, der die Partei mit seinen radikalen Äußerungen mehrfach ins Zwielicht rückte, so daß sich der Vorstand von seinen Entgleisungen distanzierte.

Dieter Stein verweist auf diverse Höcke-Aussagen in seiner Autobiographie wie z.B. jene, wonach die Heilige Schrift ihm nicht viel bedeute: „Die biblischen Geschichten waren für mich Begebenheiten aus einer zu fernen Welt – es gab da zuviel Wüste und zuwenig Wald.“

Würde Höcke etwa gerne die weiträumige „Klarheit“ der Wüste durch das Halbdunkel des „germanischen“ Waldes ersetzen – und möglichst eine mythische Naturreligion wieder einführen? Odin läßt grüßen – oder?

JF-Chef Stein verweist zudem auf den jüdischen Religionsphilosophen Hans-Joachim Schoeps.

Dieser mit Deutschland und vor allem Preußen tief verbundene Geschichtsprofessor und Gegner der 68er habe – so Stein – „auf eine tiefere Verwandtschaft Preußens und Israels hingewiesen“, nämlich auf folgendes:

„In beiden Fällen, bei der Wüste des Nahen Ostens und bei der norddeutschen Tiefebene, handele es sich um ungeschützte Räume, in denen zum Schutz gemeinschaftlichen Lebens das Gesetz aufgerichtet wurde, damit der innere Halt den Mangel des äußeren kompensiere.“

Das trifft genau ins Schwarze: Die von den göttlichen GEBOTEN geprägte Religion der Juden  – und das preußische STAATSETHOS, das sich an Pflichtbewußtsein, Ordnungsdenken und Gesetzestreue orientiert.

Beide miteinander verwandte Denk- und Lebenswelten sind zutiefst konservativ  – und das ist Herr Höcke mit seiner bibelfremden, skurillen Germanentümelei und seiner unklaren und daher ausufernden Mentalität gerade nicht.

Zudem hat der Polit-Romantiker weder AT noch NT genauer gelesen, sonst wüßte er, daß es dort gar nicht holzfrei zugeht: Erinnert sei an den Paradieses-Baum, an den Zimmermann Josef (Pflegevater Jesu), an das Holz des Kreuzes Christi oder die Ölbäume, die gar als Symbol des Volkes Israel gelten usw….

HIER die kritische Besprechung des Höcke-Buches in der JF: https://jungefreiheit.de/debatte/forum/2019/bescheidener-weltenlenker/

HINWEIS: Björn Höcke wurde hier im CHRISTL. FORUM verteidigt, als eine – wirklich unfaire – Pressekampagne gegen ihn lief:
https://charismatismus.wordpress.com/2017/01/19/stellungnahme-von-bjoern-hoecke-afd-thueringen-zur-debatte-um-seine-rede/
Er hatte nämlich nicht gesagt, das Holocaust-Mahnmal in Berlin sei eine „Schande“, sondern es sei ein Mahnmal der Schande – also unserer deutschen Schande.
Das ist etwas ganz anderes, nämlich inhaltlich genau das Gegenteil dessen, was ihm vorgeworfen wurde.

 


22 Kommentare on “Björn Höckes bibelfreie Germanentümelei”

  1. Anonymous sagt:

    Höckes Sprache ist entlarvend. Und zwar schon immer. Und natürlich hat er beklagt und nicht nur konstatiert oder etwa begrüßt, dass sich Deutschland dieses „Mahnmal der Schande“ leiste. Ist doch die Hitlerzeit mit über 50 Millionen Kriegstoten durch den von Hitler angezettelten Krieg und ca. 6 Millionen ermordeter Juden nur ein unbedeutender „Fliegenschiss“ der deutschen Geschichte wie der Schutzengel Höckes, Alexander Gauland, schon bemerkte.

    Dass Höcke HINTERHER versucht hat, seine Aussage zu verschleiern, ist ebenfalls Usus bei der AfD. Nicht anders hat es ja Gauland mehrfach vorexerziert; auch im Hinblick auf den „Fliegenschiss“.

    Höcke ist auch keine Randfigur der AfD, sondern deren integraler Bestandteil; und zwar gerade in den Neuen Bundesländern. Ohne ihn bestünde die Gefahr, dass der AfD dort bedeutende rechtsextreme Wählerschichten wegbrechen würden.

    Bezeichnend ist ja auch, wie hier von Kommentatoren Höcke in Schutz genommen wird.

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  2. Nimrod sagt:

    Ich bin kein Freund von Höcke, aber man darf auch nicht ausblenden, dass in der DDR die Christen stark bekämpft wurden, sogar denunziert und für Internierungslager, wäre die Wende nicht gekommen, vorgesehen waren. Dass Höcke nie Kontakt mit dem Christentum hatte, kann man ihm nicht vorwerfen, das Bildungssystem war so ausgerichtet.
    Nachdem unsere Stasi-Seilschaften gemerkt haben, wie dank der 68er Ideologen die Christen im Westen zu Multi-Kulti-Hippies teilweise erfolgreich umerzogen wurden und auch keine eigene Auseinandersetzung mit dem Christentum der Bibel führten, sondern sich alles vorkauen ließen, was sie zu denken haben, wurde der Spieß umgedreht und die Kirchen ideologisch unterwandert.
    Ein christlicher Wessi, wie ich ihn aus meinen Umfeld kenne, wirft den Ossis gerne vor, sie seien rechtsradikal, weil laut Oberpfaffin K. Gott nur sein Füllhorn über uns ergießt, ohne uns vor Gottes Gericht zu verantworten und sie den Schutz des Christentums vor Eroberern für überflüssig halten.
    Auch Höcke ist nur ein Mensch mit seinen Fehlern und sehr schwer zu verstehen, aber er hat auch Verantwortung übernommen, zum Schutz seiner Heimat zu kämpfen und sollte natürlich auch kritisiert werden, damit er es besser macht. Also einfach nur mit dem Finger zeigen, ohne sich mit ihm auseinander zu setzen und ihm Denkanstöße in die richtige Richtung zu geben, halte ich für bedenklich.
    Wenn sein Buch ein Flop ist, dann ist es so, aber ihm ab zu sprechen, dass er sich weiter entwickelt, unfair und dass alte Erkenntnisse überholt sind. Soll Thüringen nicht in einem Medinat Weimar rotgrünlinker Prägung untergehen, dann muss man Höcke auch eine Chance geben, dies zu verhindern.

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    • Bernhard sagt:

      Was für eine „Verantwortung“ übernimmt Höcke denn? Irgendwelche grenzwertigen Sprüche rauszuhauen oder seine persönliche Ideologie in Schriftform zu verbreiten, hat mit Verantwortung m.E. nicht viel zu tun.

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      • Nimrod sagt:

        Ich bin kein Freund von Höcke, aber ihn jetzt zu demontieren, hieße, den Thüringer Wahlkampf gefährden und Wähler orientierungslos machen. Man darf auch nicht vergessen, dass DDR-Bürger 40 JAHRE eingesperrt waren und selbst ihre engsten Verwandten nicht besuchen oder beim Sterben begleiten konnten. Dann freute sich jeder über die Wende und mit der Treuhand kam die große Ernüchterung, wo die Ex-DDR zum Armenhaus des Westens wurde und deindustriealisiert. Dass die Wut hier besonders groß ist, ist nachvollziehbar, aber ich denke, dass Höcke noch erzogen wird zu neuen Einsichten und nicht mehr so aus der Reihe tanzt wie Poggenburg, er hat dazu gelernt, aber nicht genug. Jetzt mit der Axt zu agieren, halte ich für falsch, die AFD in Thüringen muss sich reformieren, aber alles zu seiner Zeit.

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  3. Bernhard sagt:

    Ich halte gar nichts von Höcke, allerdings eher wegen seiner zum Extremismus neigenden Äußerungen und seine Deutschtümelei. Seine Äußerung zur Bibel wundert mich nicht weiter.

    Heutzutage gibt es eine breite Ablehnung des Christentums. Natürlich nicht nur am rechten Rand, sondern im „Mainstream“ und im linken Spektrum. Und es ist in den letzten Jahren eine relativ starke Ausbreitung heidnischer Symbole und Slogans zu beobachten. Viele tragen heutzutage „Thors Hammer“ um den Hals, und öfter haben ich den Slogan „Odin statt Jesus“ gehört. Diese Protagonisten sind natürlich nicht alle „rechts“, und viele wissen vielleicht gar nichts von der germanischen Mythologie. Aber es ist ein Symptom für das Verschwinden des Christentums. Da steht Höcke absolut nicht allein.

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  4. Th. Neumann sagt:

    Den obigen Artikel habe ich gelesen. Er hat mich eher verwirrt. Kann schon sein dass der Verfasser recht hat, aber dieser Absatz wo unterstellt wird, Höcke könnte einen germanischen Wald und eine Naturreligion vorziehen- sind das nicht erstmal Unterstellungen? Und raffiniert mit Fragezeichen versehen, nach dem Motto:“…..ich will ja nichts gesagt haben, aber….“
    In diesem Zusammenhang fand ich auch die Leserkommentare interessant und lesenswert.
    Wo Kritik berechtigt ist, egal bei welchen Politikern und welcher Partei, soll sie frei geäussert werden. Wie hier auf diesem Forum. In diesem Fall (Höcke) kann ich es nicht beurteilen, aber der Artikel und die Kommentare dazu die ich hier gelesen habe, regen mich zum Nachdenken an.

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    • Bernhard sagt:

      Hören Sie sich einmal bei Rechten um. Es gibt „Identitäre“, die das Christentum als nicht-germanische Religion ablehnen und eine Rückkehr zu heidnischen Göttern bevorzugen. Der „Wald“ spielt bei manchen Rechten als mystisch-kultischer Ort sehr wohl eine Rolle. Deswegen ist die Schlussfolgerung über Höcke vielleicht eine Vermutung, aber ich würde sie nicht als unbegründete Unterstellung bezeichnen.

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      • wolfsattacke sagt:

        Die „Identitären“ sind zwar rechts, was auch ihr gutes Recht ist, da nicht verwerflich, aber daß die Identitären das Christentum zu Gunsten der „heidnischen Götter“ ablehnen, ist auch sehr zugespitzt ausgedrückt, denn dies ist generell nicht der Fall. Was Identitäre oder auch andere Nationalkonservative begrüßen, ist die Rückbesinnung auf unsere fundamentbildende Identität, welche gerade in unserer Zeit mehr als „stiefmütterliche Beachtung“ findet. Ein Volk ohne gewachsene Identität ist wie ein steuerloses Schiff. welches durch jeden Wellengang und Windzug planlos dahintreibt.
        Aufgrund der Erlebnisse des Dritten Reiches sind viele Menschen in unserem Land bezüglich einer Identitätsbekundung und des Identitätsbewusstseins eher paranoid, was sich auf unsere Leistungsfähigkeit in der Völkergemeinschaft der Welt eher destruktiv auswirkt. Was uns fehlt, ist das Selbstverständnis zu sagen „Ja, ich bin Deutscher und auch unser Volk hat durch seine Schaffenskraft der Welt große Dienste erwiesen“. Wobei man das Augenmerk eben nicht auf die verhängnisvollen 12 Jahre richten darf, sonst verfällt man dem Sog des „Schuldkults“, mit welchem niemand wirklich gedient ist, auch nicht unseren Nachbarvölkern, da es unsere Leistungsfähigkeit reduziert.
        Gelenkt durch die leider weit verbreitete Paranoia legt man Björn Höcke Worte und Gedanken in den Mund, welche er so definitiv nicht meint oder gemeint hat. Unsere Gesellschaft ist aktuell dermaßen linksliberal geprägt, daß man alles, was nicht linksliberalen Denkens entspricht, schnell als Rechts oder gar Rechtsradikal deutet, daran müssen wir, sollen wir in der Völkergemeinschaft ein wichtiges Glied darstellen, dringend arbeiten, die Auswirkungen der linksextremen 68er Vordenker aus unseren Köpfen streichen, nur so bestehen wir. Zur Zeit sind viele Menschen leider so linkslastig und die eigene ethnische Gruppe vernachlässigend, daß selbst ein Ernst Thälmann, welcher als Gegenpol zur SA seinerzeit den Rotfrontkämpferbund anführte, gedanklich als rechtsextrem gelten würde. Hier läuft eindeutig etwas verkehrt.

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    • Guten Tag,
      Sie selber „fragen“ bzw. sagen ja mit einem Fragezeichen: „Sind das nicht erstmal Unterstellungen?“ – Was Höcke betrifft, so stellt sich mir dies bei einem Nationalromantiker wie ihm tatsächlich als eine ernsthafte FRAGE – und zwar nicht nur rhetorisch. Es kommt schon auch darauf an, welche Mentalität jemand allgemein vertritt, der diese Wald-Wüste-Aussage tätigt. Den Ausdruck „jüdisch-christliches Abendland“ lehnt er ja auch ab, weil beide Religionen unvereinbar seien – theologisch gesehen eine Halbwahrheit, was ich hier nicht vertiefen will.
      Übrigens wurde Höcke im CF massiv verteidigt, als eine – wirklich unfaire – Pressekampagne gegen ihn lief:
      https://charismatismus.wordpress.com/2017/01/19/stellungnahme-von-bjoern-hoecke-afd-thueringen-zur-debatte-um-seine-rede/
      Er hatte nämlich nicht gesagt, das Holocaust-Mahnmal in Berlin sei eine „Schande“, sondern es sei ein Mahnmal der Schande – also unserer deutschen Schande.
      Das ist etwas ganz anderes, nämlich inhaltlich genau das Gegenteil dessen, was ihm vorgeworfen wurde.
      Abgesehen davon, daß „Spiegel“-Herausgeber Rudolf Augstein sich zu seinen Lebzeiten noch viel kritischer über das Holocaust-Mahnmal geäußert hatte.
      Aber beim linken Augstein gab es natürlich keine Medientreibjagd.
      Wir sind hier auf keinem Auge blind, weder auf dem linken noch auf dem rechten.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Th. Neumann sagt:

        Hallo Frau Küble, danke für die Infos, die mir alle neu waren. Jetzt kann ich das anders beurteilen. Zu ihrer Anmerkung: Wir sind auf keinem Auge blind, weder auf dem linken noch auf dem rechten – das sehe ich doch genauso, ich dachte, ich hätte das zum Ausdruck gebracht. Ich fand es gut, dass der Artikel und die Kritik hier veröffentlicht wurde, dass hier alle Seiten beleuchtet werden.
        Durch die Kommentare und Ihre Antwort habe ich den Sachverhalt jetzt besser verstanden und kann das jetzt anders für mich beurteilen, da mir, wie ich es jetzt gemerkt habe, einiges Vorwissen zu diesem Artikel fehlte.
        Vielen Dank für Ihre Antwort und den anderen Lesern für die Kommentare.

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  5. Holger Jahndel sagt:

    Siehe zu Bäumen übrigens auch den „Baum des Lebens“ als Lebensbaum in der „Weisheitsliteratur“ der Septuaginta-Bibel, auch Jesus Christus selbst und das Neue Testament zitieren aus der „Weisheitsliteratur“ der Septuaginta-Bibel. Es gibt in der christlichen Theologie eine Verschwisterung der Theologie mit der griechischen Philosophie und der hermetischen Philosophie, siehe dazu etwa Elias Erdmanns freie Online Texte und etwa seinen Aufsatz zu Philo(n) von Alexandrien als jüdischen Mystiker und Propheten und hermetischen Philosophen und seiner philosophisch-analogen-prophetischen Bibelauslegung und Deutung der Heiligen Schrift, wie auch bei Origenes als Schüler des Klemens von Alexandrien.

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  6. In Zeiten, in welchen vom politisch-medialen Komplex festgelegt wird, wer als „rechts“ (-populistisch, -konservativ, -katholisch, -extrem, -radikal) zu gelten hat, finden sich weite Teile der einstigen bürgerlichen Mitte in der angeblich „rechten Ecke“ wieder. Leider bedeutet dies nun nicht, dass der rechte Narrensaum einfach verschwunden ist, er kann sich heute halt nur – Ex-IM-Kahane sei Dank – besser als heimatlose Konservative tarnen.

    Katholische Konservative und heidnische Rechtsextreme mit ihrer mystischen Blut-und Boden-EInstellung zur „deutschen Heimat“ trennt aber sehr viel. Deutlich wird dies, wenn Begriffe wie „Alternative zum System“, „Schuldkult“, „Systemparteien“ und „völkisch“ genannt werden – das geschulte Ohr erkennt klar den Tonfall der (um bürgerliche Seriösität bemühten) „Mußgnug“-NPD der 70er und 80er Jahre.

    Wer solchen Protagonisten unbedingt die Fahnenstange halten will, soll das tun, nur nicht überrascht sein, wenn dann die Fahne entrollt wird… 😉

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    • Holger Jahndel sagt:

      @Kirchfahrter Archangelus:

      Siehe zur mystischen Blut- und Boden-Einstellung und sozialdarwinistischem Raubtierkapitalismus bis hin zur Eugenik und Euthanasie auch die Warnungen und Hinweise der Bürgerrechtsbewegung Solidarität als Teil der internationale LaRouche Bewegung des Quäkers Larouche (siehe auch Friedrich Schiller und Gottfried Wilhelm Leibniz als Philosophen und die pietistischen Kreise um das Fräulein Katharina von Klettenberg usw.) und das internationale Schiller Institut für eine neue Renaissance und die Wiederbelebung der klassischen Kultur und Bildung und gegen Eugenik und Euthanasie und Postmoderne und gegen Sophistik und Rabulistik und gegen Sexkult und die Frankfurter Schule usw.

      http://www.bueso.de siehe auch die Zeitung „Neue Solidarität“ und das BüSo Programm

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      • Holger Jahndel sagt:

        Historische Tatsachen:
        Die Wahrheit ist aber leider auch, dass die Sachsen mit ihrem heidnischen Kriegsgott und Schicksalsgott Odin bzw. Wotan und anderen kriegerischen Göttern, denen auch Menschenopfer gebracht wurden (auch Njörd und Aegir), immer wieder Grenzverletzungen begingen und kriegerische Überfälle auf christliche fränkische Grenzsiedlungen des Frankenreiches noch zur Zeit Karls des Großen begingen und dort plünderten. Auch begingen Franken und Friesen immer wieder Piratenüberfälle auf die Küsten des christlichen Frankenreiches und auf die britischen Inseln und Küsten der dortigen Reiche der christianisierten Angelsachsen und der christlichen Briten, welche beide der iro-keltischen bzw. iro-schottischen Johannes-Kirche bzw. dem koptische-Pelagianschen Johannes-Christentum nach dem Apostel Johannes angehörten. Die Sachsen und Friesen waren kriegerisch, nicht friedlich.

        Siehe auch zu Karl dem Großen und den Franken und Sachsen und dem Mittelalter und den Germanen und Wikingern und dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und den Römern und dem Christentum und der iro-keltischen bzw. iro-schottischen Johannes-Kirche auf den britischen Inseln und in der Bretagne in Frankreich und am Hofe Karls des Großen im Frankenreich und in Galizien in Spanien und in zahlreichen christlichen Missionen in Europa: Die Geo-Hefte des Geo-Magazins und Geo-Spezial-Hefte und Sonderausgaben und speziellen GEO-Themen-Hefte und Geo-Magazine und von Hans Hübner „Die Wikinger-Saga“ als Standard-Themen-Buch und mehr:

        http://www.geo.de

        Historische Tatsache ist eben leider auch, dass die Sachsen und heidnischen Germanen und Wikinger aggressiven heidnischen Kriegsgöttern wie Odin/Wotan als „Walvater“ und saturnischer Schicksalsgott und wilder Reiter mit dem Beinamen „der Zornige“ huldigten, dem in Sümpfen auch Menschenopfer gebracht wurden. Daher rührte auch ihre kriegerische Natur und der Dauer-Kriegszustand auch unter den germanischen Stämmen und Wikingern, bis hin zur Blutrache der Wikinger-Sagas, wo ganze feindliche Sippen und Familien ausgelöscht wurden, noch der Diktator Adolf Hitler berief sich bezüglich des Feme-Mordes und der Sippen-Haftung auf eben diese heidnischen Wikinger-Sagas mit ihren kriegerischen Protagonisten und Raub- und Plünderzügen und Brandschatzungen marodierender kriegerischer Banden- und Clans.
        Auch das nationalsozialistische Blut- und Boden-Denken ist diesem sozialdarwinistischen kriegerischen Denken und der Fehde-Mentalität des „Rechts des Stärkeren“ und der Blutrache durchaus verwandt. Die meisten außerskandinavischen Germanen-Stämme außer den Sachsen und einigen Friesen traten durchaus freiwillig zum Christentum über, u.a. um den notorischen Dauer-Kriegszustand, den die heidnischen Kulte der germanischen Kriegsgötter mit ihren Menschenopfern zwangsläufig hervorriefen, endlich zu beenden,
        wenn auch meist zum Christentum der arianischen Konfession und Kirche nach Arius oder auch der iro-keltischen bzw. iro-schottischen koptisch-pelagianischen Johannes-Kirche als Johannes-Christentum, welches die Kopten aus dem ägyptischen Alexandria begründeten. Siehe dazu auch den arianischen Goten-Bischof Wulfila.
        Lediglich die Langobarden in Italien und die Franken im Frankenreich und später auch die anfangs noch arianischen, später katholischen Westgoten in Spanien traten zum katholischen Christentum nach den beiden Aposteln Petrus und Paulus über.
        Die Wikinger in Kiew, die das frühe Kiewer Reich der Kiewer Ruß bildeten, nahmen dann das orthodoxe Christentum der byzantinischen Kirche bzw. Ostroms an, als deren Nachfolgerin sich die russisch-orthodoxe Kirche noch heute versteht. In der alten slawischen und bulgarischen Bibel war auch noch das slawische Henoch-Buch enthalten, zudem zählen zur orthodoxen Bibel auch noch anderes Sondergut, der Heilige Irenaeus von Lyon zählte auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes dazu usw.

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    • Dominik sagt:

      Sie sprechen mir zutiefst aus der Seele.

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    • Bernhard sagt:

      Es freut mich, solche Worte von Ihnen zu hören. Das sind zu diesem Thema so ungefähr auch meine Gedanken (auch wenn ich mit Ihnen in anderen Bereichen nicht auf einer Linie bin).

      Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen: Ein Christ soll immer zum Besten des Ortes arbeiten, an dem er sich gerade befindet, und seine gesellschaftlichen Gegebenheiten anerkennen (vgl. z.B. Jeremiah und Paulus). Man muss auch seine Eltern und andere Familienmitglieder ehren. Und es ist wohl auch in Ordnung, wenn man sich den Leuten näher fühlt, die die gleiche Sprache sprechen und ähnliche Bräuche haben wie man selbst.

      Da Christus aber für alle Menschen gleichermaßen gestorben sind und alle zu seinen Jüngern werden sollen, verbieten sich für einen Christen Überlegenheitsgefühle auf Grund von Abstammung, Aussehen oder Staatsangehörigkeit. Noch weniger für einen Katholiken, wo die Katholische Kirche seit jeher sich als universal verstand.

      Das müssen sich m.E. auch manche Leute vor Augen halten, die sich als Christen verstehen und eine starke „für Kirche und Vaterland“-Einstellung haben.

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      • Danke für die Blumen, ich versuche nur, mit offenen Augen reales Geschehen wahrzunehmen und zu bewerten. Und ebenso real wie das gegenwärtige social engineering ist der Versuch vieler Rechtsaußen, sich als honorige Konservative einen schlanken Fuß zu machen. Was in der Regel bei den Themen Juden, Kirche und Relativierung der NS-Zeit schnell offensichtlich wird, hier fallen dann Schlüsselwörter wie Kirchenbonzen, Pfaffen, Jud mit Hakennase und „aufgezwungener Krieg“…

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  7. Das Buch von Björn Höcke zu lesen, habe ich keine Zeit. Die Besprechung des Buches von Dietrich Stein finde ich aber länglich und wirr. Man hat den Eindruck, daß Stein mit aller Gewalt irgendwas Kritisches zu Höcke sagen will.

    Noch dünner finde ich die hier zu lesende „Exegese“ von Höckes Geständnis: „Die biblischen Geschichten waren für mich Begebenheiten aus einer zu fernen Welt – es gab da zuviel Wüste und zuwenig Wald.“ Es mag sein, daß ihm Bibel und Christentum überhaupt wenig bedeuten, ich weiß es nicht. Aber wenn ihm die „biblischen Geschichten“ – anscheinend sind gemeint die alttestamentlichen Geschichten („Wüste“) – nicht besonders gefallen, so wird das wohl manchem so gehen, mindestens wenn man dort mitunter so Ausrottungsgeschichten liest.

    Und wieso der von mir verehrte Hans-Joachim Schoeps „genau ins Schwarze“ treffen soll, wenn er bei der „Wüste des Nahen Ostens“ und „bei der norddeutschen Tiefebene“ unvermittelt an eine von „göttlichen GEBOTEN geprägte Religion der Juden und das preußische STAATSETHOS“ denkt, erschließt sich mir nicht.

    Als nicht in den neuen Bundesländern Lebender habe ich mich nicht zu entscheiden, ob ich Höcke wählen soll oder nicht. Unbedingt empfehle ich aber, nicht dadurch Mißtrauen gegen eine kritische Bewertung dieses Mannes zu wecken, daß man mit aller Gewalt irgendwas Kritisches hervorkramt.

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    • Holger Jahndel sagt:

      @Dr. Christoph Heger: Ich empfehle zur Thematik Prof. Gustav Ruhland als Historiker und National-Ökonom und Volkswirt und auch den Soziologen Max Weber und den Historiker Arnold Toynbee und vor allem auch aktuell den Historiker Egon Flaig, auch und gerade zu den Unterschieden Christentum und Islam und Islamismus und Islamisten – siehe auch das Buch des Inders Jaya Gopal „Gabriels Einflüsterungen“. http://www.vergessene-buecher.de
      Sowie von Hermann Benjes „Wer hat Angst vor Silvio Gesell?“. Ferner den Orientalisten Hans-Peter Raddatz mit „Von Gott zu Allah?“ zu Theologie und Dogmatik und Geistes-geschichte und Geisteswissenschaften und Philosophie und Denktraditionen und so weiter.

      Die Idee von den „Waldvölkern“ und Wüstenvölkern“ stammt vom französischen Intellektuellen und Rechten Alain Benoiste und daher dürfte die Idee kommen – der Islam ist im Zusammenhang zu der „Saharasia-These“ nach James DeMeo und Wilhelm Reich zu sehen.

      Auch die Bücher des verstorbenen Ökonomen und Freiwirtes Helmut Creutz und des Historikers Thomas E. Woods wie „How the Catholic church build western Europa“ und
      von Gerhoch Reisegger und Malik als Philosophen und Manager dürften interessant sein.

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  8. Wolfsattacke sagt:

    Der Bericht von Herrn Stein über Björn Höcke ist eine bodenlose Frechheit und ist gefüllt von haltlosen Unterstellungen. Für mich hat sich die „JF“ damit erledigt, es gibt weitaus bessere Informationsquellen, zum Beispiel „Sezession“.

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    • Reinhard Rogosch sagt:

      Ganz richtig. Ich habe dazu auf PP einen kurzen Kommentar geschrieben, den Dr. Berger nicht veröffentlicht hat.
      Stein ist ein Spalter, der schon vorher auf die falschen Pferde gesetzt hat: erst Lucke, dann Petry. Er schadet nicht nur Höcke, sondern auch der AfD, denn in diesem Jahr sind Europawahlen und Landtagswahlen im Osten. Stein ist lt. Wiki seit 1990 parteilos.
      Im übrigen ist Höcke wohl in Thüringen sehr beliebt, so Götz Kubitschek auf sezession.de.
      Die geistige Verrenkung Schoeps, eine „tiefere Verwndschaft Preussens und Israels“ zu reklamieren, halte ich für unpassend und ist wohl seiner Biographie geschuldet. Die Keimzelle Preussens lag auch nicht in der norddeutschen Tiefebene und seine Herrscher waren alles andere als religionsaffin. Der Alte Fritz: „In meinem Staate kann jeder nach seiner Fasson seelig werden.“ Bismarck führte schliesslich den Kulturkampf gegen das kath. Zentrum und den Transmontanismus.
      Das Wald-Wüste-Zitat habe ich so verstanden, dass einem das Hemd näher ist als der (Geh-)Rock.
      Höcke ist m.E. ein Nationalromantiker. Es gibt Schlimmeres.

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