Trump hat recht: Keine faulen Kompromisse mit dem nordkoreanischen Diktator Kim

Zum vorläufigen Abbruch der Gespräche zwischen US-Präsident Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un erklärt der außenpolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Armin-Paulus Hampel:

„Nordkorea kann eine Zukunft haben, aber nicht als Nuklearmacht. Dies scheint die strikte Position der Trump-Regierung zu sein.

Trump hat mit dem Abbruch der Gespräche deutlich gemacht, dass es mit ihm keine faulen Kompromisse geben wird. Falls Kim Jong-un sein Atomwaffenprogramm aufgeben würde, wären die USA bereit, die Aufhebung der Sanktionen gegen Nordkorea zu erwirken und es wirtschaftlich nach vietnamesischem Vorbild zu entwickeln.

Hier muss Kim über seinen Schatten springen. Dass ihm dies schwerfällt, ist nicht überraschend, weil das Atomwaffenprogramm bisher die Lebens­versicherung für das Regime der Familie Kim gewesen ist. Das Angebot Trumps anzunehmen, bedeutet die Aufgabe des Prinzips der kleinen Schritte, die man leicht zurücknehmen kann, wie dies so oft in der Vergangenheit geschehen ist. 

Die Auflösung dieses Dilemmas erfordert klare und verbindliche Zusagen der USA, die zähneknirschend den Fortbestand des nordkoreanischen Regimes akzeptieren (so wie man dies mit China auch getan hat) –  bei sukzessiver Aufhebung der Sanktionen gegen Nordkorea.

Gespräche zwischenzeitlich abzubrechen, ist Teil eines Verhandlungsprozesses. Er schärft dem Gegenüber den Sinn dafür, wo die eigene Position nicht beliebig veränderbar ist. Der jetzige Abbruch ist somit ein Ansporn für beide Verhandlungsdelegationen, neue Wege zu suchen, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Dass Außenminister Heiko Maas von einer ‚schlechten Nachricht für die Welt‘ sprach, zeigt, dass er von professionellen Vertragsverhandlungen wenig versteht. Hier wäre sicherlich eine Schulung hilfreich, um in diesem wichtigen Bereich Kompetenz aufzubauen.“


2 Kommentare on “Trump hat recht: Keine faulen Kompromisse mit dem nordkoreanischen Diktator Kim”

  1. Bernhard sagt:

    Ich stimme im Kern zu, dass es besser ist, kein Abkommen einzugehen als einen faulen Kompromiss. Andere Passagen in dem Artikel erscheinen mir zu optimistisch und vielleicht nicht ganz richtig.

    Inwieweit hat Yankee-Amerika Vietnam „entwickelt“? In den letzten Jahren ist es zu einer kleinen Annäherung zwischen Vietnam und Yankee-Amerika gekommen (nicht aus Liebe, sondern wegen des gemeinsamen Konkurrenten China). Und seit der wirtschaftlichen „Öffnung“ Vietnams haben natürlich amerikanische Firmen versucht, daran zu verdienen. Aber von einer aktiven „Entwicklung durch Yankee-Amerika“ kann wohl nicht die Rede sein.

    Der große Unterschied zwischen Vietnam und Nordkorea ist dieser: Als es in den letzten Jahren zu einer vorsichtigen Annäherung zwischen Yankee-Amerika und Vietnam gab, war Vietnam schon längst „wiedervereinigt“, weil der Norden den Süden geschluckt hatte. Korea ist aber immer noch geteilt. Wenn Nordkorea Hilfe von Yankee-Amerika bekommt, legt sich der offiziell dekretierte Hass vielleicht etwas; die „Wiedervereinigung“ unter kommunistischer Herrschaft gehört aber zur politischen DNA Nordkoreas. Dass der von oben verfügte Hass gegen die Yankees zurückgefahren wird, ist vorstellbar (Kim Il Sung hatte sich auch einmal so geäußert). Dass die Pläne, den Süden zu erobern, aufgegeben werden, ist schlichtweg nicht vorstellbar. Und deswegen gilt aus südkoreanischer Perspektive: Je stärker Nordkorea wird, desto gefährlicher wird es.

    Ob das alles 100% so ist, weiß ich nicht, aber es ist meine Einschätzung.

    Noch ein Wort zu dem Seitenhieb auf Heiko Maas: Der durfte natürlich nicht fehlen. Jedoch bedeutet Maas‘ Äußerung nicht zwangsläufig, dass Trump es hätte anders machen sollen. Bedauern in dieser Hinsicht kann auch als ein „es ist schade, dass es so gelaufen ist“ verstanden werden.

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  2. Dominik sagt:

    Die Aussage von Herrn Maas finde ich gerechtfertigt. Man hatte sich doch eine Annäherung der beiden Staaten erhofft. Leider war Nordkorea dazu nicht bereit. Es ist also eine schlechte Nachricht für die Welt. Eine gute Nachricht wäre gewesen, wenn Nordkorea auf die Nuklearraketen verzichtet hätte.

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