Israel protestiert gegen tendenziösen Bericht des Menschenrechtsrats der UNO

Israel weist den Bericht der Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats entschieden zurück. Dieser Bericht sei einer „sündhaften, politisch voreingenommenen Resolution“ entsprungen, die das Ergebnis vorweggenommen hatte, noch bevor die Untersuchung überhaupt begann.

Der UN-Text wurde laut israelischer Regierung von drei Personen verfasst, denen jegliches Verständnis für Sicherheitsfragen fehle und die keinen relevanten professionellen Hintergrund vorweisen könnten.

Die terroristische Hamas rufe zum Mord an Juden auf; sie setze Zivilisten im Gazastreifen als menschliche Waffen ein, um Israel und israelische Zivilisten anzugreifen: „Israel hat mit Zurückhaltung und nur zum Schutz unserer Zivilbevölkerung reagiert.“

Weiter heißt es: „Das Verhalten der israelischen Armee an der Grenze geschieht in Übereinstimmung mit dem internationalen Recht und den Standards anderer Armeen weltweit. Unabhängige Militärexperten haben dies bestätigt; ebenso Israels Oberster Gerichtshof, eine weltweit renommierte juristische Institution.“

Israel beklagt, der UN-Menschenrechtsrat werde zum „Komplizen einer Terrororganisation und zum Unterstützer der Aggressionen gegenüber Israel“ – zudem unterdrücke die Hamas  eigene palästinensische Landsleute im Gazastreifen.

Israel ruft alle Mitgliedsstaaten auf, den Bericht abzulehnen und seine Empfehlungen zu ignorieren.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Israels-Antwort-auf-Bericht-des-UN-Menschenrechtsrats.aspx


Bei allen guten Werken zeig ein frohes Gesicht

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Sir 35,1-15:

Viele Opfer bringt dar, wer Gottes Gesetz befolgt;
Heilsopfer spendet, wer die Gebote hält;
Speiseopfer bringt dar, wer Liebe erweist;
Dankopfer spendet, wer Almosen gibt:
Abkehr vom Bösen findet das Gefallen des HERRN:
als Sühne gilt ihm die Abkehr vom Unrecht.
Erscheine nicht mit leeren Händen vor dem HERRN,
denn das alles muss geschehen, weil es angeordnet ist.
 
Freigebig ehre den HERRN,
nicht gering sei die Gabe in deinen Händen.
Bei all deinen guten Werken zeig ein frohes Gesicht,
und weihe deinen Zehnten mit Freude!
Wie Gott dir gegeben hat, so gib auch ihm,
freigebig und so gut, wie du kannst.
Denn ER ist ein Gott, der vergilt, siebenfach wird ER es dir erstatten.
Versuche nicht, ihn zu bestechen, denn ER nimmt nichts an;
vertrau nicht auf Opfergaben, die durch Unterdrückung erworben sind.
ER ist ja der Gott des Rechts, bei ihm gibt es keine Begünstigung.

Charismatische Hillsong-Kirche zwischen Disco-Spektakeln und Sexskandal

Von Felizitas Küble

Die „Hillsong“-Gemeinden gehören zur weltweiten protestantischen Pfingstbewegung; diese Mega-Church (Großgemeinde) wurde 1983 im australischen Sydney von Starprediger Brian Houston und seiner Frau Bobbie gegründet.  

Es gibt weltweit zahlreiche Tochterkirchen, auch in Deutschland, zB. in München, Düsseldorf und Konstanz, ebenso in Zürich. Der deutsche Zweig gehört zum „Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden“.

Die „Gottesdienste“ der Hillsonger sind stark auf junge Leute zugeschnitten, geprägt von charismatischer „Lobpreis“-Musik mit harten Rock- oder Techno-Rythmen und entsprechender Lautstärke. Eine Disco ist gemütlich im Vergleich dazu.

Im Mittelpunkt stehen enthusiastische Gefühle und die (Sehn-)sucht nach einem spirituellen „Durchbruch“ mit besonderen religiös-emotionalen Erfahrungen.

Die Hillsong-Church fasziniert ihre Anhänger mit „Gottesdiensten“, die eine Mischung aus Event und Spektakel darstellen. Kein Wunder, daß der amerikanische Teenie-Musikstar Justin Bieber zu dieser Bewegung gehört. Die Hillsong-UNITED-Band tourt erfolgreich durch die Weltgegend – auch mit einer USA-Tour 2019 (siehe 2. Foto).

Diese auf emotionale Event-Erlebnisse und heiße Musik fixierte „Frömmigkeit“ ist kennzeichnend für schwärmerische Bewegungen.

Ebenso typisch ist die Anfälligkeit für sexuelle Skandale gerade bei charismatischen Gründer- und Leitergestalten; man kennt dieses Phänomen vor allem in den USA seit Jahrzehnten bei prominenten Pfingstpredigern. (Wir haben dasselbe als Beispiel auch für die „Gemeinschaft der Seligspreisungen“ auf katholischer Seite aufgezeigt).

Hillsong-Mitbegründer William Francis Houston (1922 – 2004) –  er ist Vater des Hillsong-Chefs Brian Houston –  war charismatischer „Bischof“ und Präsident der Pfingstgemeinden („Gemeinde Gottes“) in Australien.

Als sich im Jahr 2001 herausstellte, daß Frank bzw. Francis Houston zahlreiche Jungen sexuell missbraucht hat, spielte Hillsong-Leiter Brian Houston  diese Causa herunter, nachdem sie nicht vertuscht werden konnte. Der Täter wurde danach vom Predigtdienst suspendiert (entlassen, amtsenthoben). Näheres schreibt der Hillsong-Anführer in seinem Buch „Leben – Lieben – Leiten“ (vgl. 1 Foto).

Nun hat ein solcher Vorfall bei einer Bewegung, die sich ganz besonders vom Heiligen Geist „gesalbt“ weiß, durchaus eine spezielle Dimension:

Da hat also jemand ständig „Zeichen und Wunder“ gewirkt, „Geistesgaben“ ausgeübt, „Geistausgießungen“ vorgenommen, „Heilung und Befreiung“ vollzogen, Visionen empfangen, zahllose Gemeinden gegründet   –  und all dies an oberster pfingstkirchlicher Stelle in ganz Australien – und genau diese angeblich so „geistbegnadete“ Person stellt sich als Kinderschänder heraus. 

Was war denn nun mit diesen „vollmächtigen Geistesgaben“?

Kritisch zu sehen ist auch die Fixierung auf vergnügliche Festivals und Dauerbeschallung. Erinnert sei an den Propheten Amos aus dem AT, der schon damals erklärte:

„Ich hasse eure Feste, ich verabscheue sie und kann eure Feiern nicht riechen…Hinweg mit dem Lärm deiner Lieder!…Sondern das Recht ströme wie Wasser, die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.“ (Amos 5,21-24)

Wenn Pastoren auftreten wie Rockstars…

Die FAZ veröffentlichte am 39.9.2014 eine Reportage unter dem Titel „Total close mit Gott“ über die euphorischen Gottesdienste von Hillsong in Konstanz. Darin heißt es z.B.:

„Und dann kommt Pastor Jan Kohler auf die Bühne. Er sieht aus wie ein Rockstar: Lederjacke, Lederstiefel, enganliegende, schwarze Jeans. „Lasst uns Jesus einen großen Applaus geben!“ Hinter ihm leuchten blaue Neonröhren in die Dunkelheit, vor ihm die Augen der Besucher. Kohler durchmisst die Bühne mit langen Schritten. Er wolle heute von der Heilung des Gelähmten sprechen.

Nicht nur das modische Getue und Outfit, auch die gönnerhafte Aufforderung, Jesus „einen großen Applaus zu geben“, ist typisch für diese Kreise. Als ob unser göttlicher Erlöser auf solch läppischen Beifall im Disco-Fieber angewiesen wäre!

Besagter Jan Kohler ist übrigens derzeit Hauptpastor von Hillsong in München und gibt sich äußerlich immer noch spätpubertär: https://hillsong.com/de/contributor/jan-kohler/

Passend dazu: Mit superlangen Haaren auf mädchenhaft gestylt, gewandet in hautengen Blue-Jeans, präsentiert sich die leitende Hillsong-Pastorin in Konstanz namens Nine Madlener: https://hillsong.com/de/contributor/ninemadlener/

Auch sonst fällt die starke Präsenz von Frauen in Führungspositionen auf, wobei lange Haare offenbar eine Art Markenzeichen sind, auch in Düsseldorf mit Pastorin Batarow: https://hillsong.com/de/contributor/eva-batarow/

Die EZW (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen) schreibt in ihrem Materialdienst Nr. 12/2014 über Hillsong: 

„Musik und Lieder schaffen in eventmäßig organisierten Großveranstaltungen eine Atmosphäre, in der sich starke Gefühle ausdrücken können und dem Ausleben von Glaubensemotionen…Raum gegeben wird.

Zugleich werden in Hillsong-Veranstaltungen die klassischen Anliegen der Pfingstbewegung betont und gepflegt: die Praxis der Charismen Heilung, Glossolalie („Zungenreden“) und Prophetie. Ebenso wird die Erwartung unterstützt, daß sich göttliche Kraft in enthusiastischen Erfahrungen manifestiert, die auch den Bereich der Leiblichkeit betrifft.“

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.