Präsident Macron: Verlierer im eigenen Land

Beatrix von Storch

Gestern Abend war ich zu Gast bei Anne Will und habe dort den französischen Präsidenten Macron als einen „Loser im eigenen Land“ bezeichnet, „der sich auf Kosten der Deutschen als großer Europäer profilieren will“.

Die Faktenlage belegt, dass Macron eine Bilanz des Scheiterns vorzuweisen hat. Satte 20% der französischen Jugend sind arbeitslos. Die Arbeitslosigkeit insgesamt liegt mit 9 Prozent doppelt so hoch wie in Deutschland und im Vereinigten Königreich. Der französische Staat ist mit rund 100 Prozent zum BIP hoch verschuldet. Das ist himmelweit von den Vorgaben des Maastricht-Vertrages entfernt, der eine Schuldenobergrenze von 60% des BIP vorsieht. 

Die Proteste der Gelbwesten zeigen, dass Macron den Rückhalt in der Bevölkerung verloren hat. Was als Protest gegen eine Erhöhung des Spritpreises begann, entwickelte sich schnell zu einer kraftvollen Protestbewegung gegen die Regierung Macron. Und diese ist keinesfalls ein Protest nur von links oder rechts, sondern eine Bürgerbewegung aus dem gesamten politischen Spektrum.

Sein innenpolitisches Versagen will Macron nun damit kaschieren, dass er sich als EU-Visionär darstellt. So fordert er ein EU-Sozialsystem, EU-Steuern und die EU-Armee. Von SPD bis zur FDP sehen sich die Altparteien in einer Allianz für „mehr Europa“.

Dieses bedeutet aber nur mehr Belastungen für den deutschen Steuerzahler, mehr Altersarmut für deutsche Rentner.

Die AfD lehnt jede weitere Zentralisierung der EU entschieden ab. Es braucht nicht mehr Macron oder mehr Merkel in Europa, sondern mehr Salvini und mehr Orbán. Ein Europa der Vaterländer mit sicheren Grenzen und freiem Handel ist die Zukunft Europas.

www.beatrixvonstorch.de


3 Kommentare on “Präsident Macron: Verlierer im eigenen Land”

  1. Zeit-Fragen > 2019 > Nr. 6/7, 12. März 2019 > Europa – föderal-vielfältig, rechtsstaatlich, demokratisch Europa – föderal-vielfältig, rechtsstaatlich, demokratisch
    Die Alternative zu Macrons «Appell an die Europäer»von Prof. Dr. Heinrich Wohlmeyer

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2019/nr-67-12-maerz-2019/europa-foederal-vielfaeltig-rechtsstaatlich-demokratisch.html

    Liken

  2. Medea sagt:

    Recht hat Frau von Storch, eine Globalisierung zum Wohl der Menschen kann nur gelingen im Respekt der Nationen vor einander und nicht in der Auflösung ihrer erreichten zivilisatorischen Werte. Auch Kontinente haben Verantwortung für sich selbst, will man keine Eroberungsinvasion auslösen, nur weil klein Macron als französischer Kolonialherr denkt, er wäre Napoleon und seine eroberten Kolonien, inclusive der Traum von der deutschen Kolonie, haben zu spuren.
    .

    Liken

  3. Anonymous sagt:

    „Altparteien“ – ist „alt“ etwas Schlechtes für Sie?

    Liken


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s