Die Kirche und der Missbrauch-Skandal

Von Prof. Dr Hubert Gindert

Die geistliche Auseinandersetzung zwischen Gott und dem Widersacher kommt besonders im Kampf gegen die Kirche Jesu Christi zum Ausdruck.

Der weltweite Skandal der sexuellen Missbrauchsfälle an Kindern und Jugendlichen hat sich auch in der Kirche eingenistet. Priester, Ordensleute und sogar Bischöfe sind daran beteiligt.

Das bringt den Kirchengegnern einen Vorwand und die Möglichkeit, der Kirche die Glaubwürdigkeit abzusprechen und sie so zu schwächen. Der Medien-Tsunami gegen das „Feindbild“ Kirche ist beispiellos.

BILD: Prof. Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“

Peter Seewald drückt das so aus:

„Aus allen Kanälen, aus allen Rohren von allen Kanzeln wird geschrien, angeklagt, gespuckt… Wie glaubwürdig ist es, wenn die bekannten Kirchenfresser in den einschlägigen Medien dem Missbrauch in der Kirche seit Jahren mit unzähligen Seiten einen Platz einräumen, als sei die katholische Kirche eine einzige Verbrecherorganisation? Hat sich irgendeine andere Institution – der Staat, die Sportvereine, die Vereinten Nationen etc. – in einem ähnlichen Ausmaß des Missbrauchs wegen angenommen wie die katholische Kirche?“ (kath.net, 27.2.2019)

Der Regensburger Bischof Voderholzer äußert:

„Verlorenes Vertrauen wieder zu erlangen, wird nur gelingen, wenn wir bei aller gebotenen Demut und den notwendigen Selbstbezichtigungen nicht vergessen, darauf hinzuweisen, dass die katholische Kirche die erste und bislang noch immer einzige Institution der Zivilgesellschaft in Deutschland ist, die sich diesem großen gesellschaftlichen Problem in ihren eigenen Reihen schonungslos stellt… Völlig kontraproduktiv ist das durchsichtige Verhalten, den Missbrauch zu instrumentalisieren, um lange schon verfolgte kirchenpolitische Ziele jetzt durchzudrücken.“ 

Seewald demaskiert die Heuchelei und fragt nach der Glaubwürdigkeit der maßlos die Kirche angreifenden Medien, die sich vor den Skandalen der Pornographie, denen Kinder ungeschützt ausgeliefert sind, wegducken, ebenso wie vor der Forderung des Juso-Vorsitzenden, Abtreibung bis zur Geburt freizugeben, vor dem sexuellen Missbrauch in Familien, Sportvereinen und vor den Kinder-Schänder-Ringen  – und er folgert:

“Wer jedes Maß, jeden Sachverstand, jede Differenzierung vermissen lässt, dem geht es um eigene Ziele“. (kath.net, 27.2.2019)

Diese sind nicht eine reuige, umkehrwillige Kirche, sondern eine „andere“ Kirche. Die Agenda, um das „System aufzubrechen“, liegt seit langem vor: Kirchliche Hierarchie, Priesterbild, Abschaffung des Zölibats, Änderung der kirchlichen Sexualmoral, Neubewertung der Homosexualität, Frauenpriestertum…

Diese Forderungen kommen aus dem Inneren der Kirche, von Theologen, Priestern, aus den katholischen Laienverbänden (ZdK, BDKJ, katholische Frauenverbände). Speerspitze der Kirchenveränderer sind die Kirchenvolksbegehrer um Christian Weisner mit dem bescheidenen Namen „Wir sind Kirche“. Wer ihre Ziele nachlesen will, kann das im vierzigseitigen Dossier im „Publik-Forum“ (Nr. 2, 26. Januar 1996). Dort sind diese Ziele sehr offenherzig beschrieben. 

Die Mediendampfwalze zeigt Wirkung: Das Vertrauen in die katholische Kirche geht massiv zurück. Die Austrittszahlen schnellen hoch.

Wie kann Glaubwürdigkeit zurückgewonnen werden? Die Beseitigung der Konsequenzen der sexuellen Missbrauchsfälle ist zweifellos wichtig. Sie darf aber nicht die Fragen, wie konnte es dazu kommen?, überlagern. Denn daraus sind die Rückschlüsse zu ziehen, welche inneren Reformen anzupacken sind.

Manche Bischöfe reagieren panikartig, wie Silvesterpredigten zeigten. Ich greife die von Bischof Overbeck aus Essen auf. Overbeck fordert eine „offene Debatte zu sämtlichen Grundsatzfragen der Kirche und konkrete Handlungsoptionen zur Veränderung der Kirche im Bistum Essen“. Zu diesen „Grundsatzfragen“ zählt er „Priesterbild, Weihe-Amt, Hierarchie, Zölibat und Sexualmoral“ (Pressestelle Bistum Essen).

Aber auch in dieser Situation gibt es Hirten, die den Weg in die Zukunft weisen, ohne sich vor der Verantwortung für die sexuellen Missbrauchsfälle zu drücken, z.B. Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto).  Er sagt:

„Erneuerung der Kirche ist nicht von einer Anpassung an Zeitgeist diktierte Vorstellung oder durch Verbilligung der biblischen Botschaft zu erwarten. Die Geschichte zeigt, dass wahre Erneuerung immer aus einem tieferen Gehorsam gegenüber der Botschaft des Evangeliums… aus einer verstärkten Bemühung um Katechese und Verkündigung, sowie aus einer radikalen Christusnachfolge erwachsen sind“. 

Bischof Gregor Maria Hanke äußerte sich beim Neujahrempfang des Diözesanrates ähnlich: „Mehr Zeugenschaft und Nachfolge Jesu, weniger Institution und Verfasstheit sind nötig. Die notwendige geistliche Erneuerung der Kirche ist nicht zu erreichen, „wenn wir an Kirche und Glaube herumschrauben, als ginge es um ein Parteiprogramm, das es mehrheitsfähig zu machen gilt“. Die Kirchengeschichte zeige, dass durch die „Homöopathisierung des Anspruchs des Evangeliums“ kein geistliches Wachstum entsteht.

Es ist klar, dass Bischöfe mit einer solchen katholischen Statur für Kirchenveränderer ein Dorn im Auge sind, weil sie den Weg zu einer „anderen Kirche“ blockieren.

Eine wichtige Station für die weitere Vorgehensweise für die sexuellen Missbrauchsfälle war die viertägige Bischofssynode im Februar 2019 in Rom. Schon im Vorfeld wurde versucht, Einfluss auf die Agenda der Synode zu nehmen.

So wandten sich „prominente deutsche Katholiken“ in einem offenen Brief an Kardinal Marx. Sie verlangten darin „mutige“ Reformen. Diese „prominenten“ neun Katholiken waren die Jesuitenpatres Ansgar Wucherpfennig und Klaus Mertes; der Frankfurter Stadtdekan Johannes zu Eltz; Gaby Hagmann, Direktorin der Caritas Frankfurt; Bettina Jarasch, Vorstandsmitglied der  Grünen; Claudia Lücking-Michel, Vizepräsidentin des ZdK; Dagmar Mensink, ZdK-Sprecherin und Jörg Splett, Religionsphilosoph und Anthropologe mit seiner Frau Ingrid.

Das Gipfeltreffen in Rom sollte nicht Beschlüsse fassen, aber offene Fragen in konkreter Weise aufgreifen. Papst Franziskus forderte die Bischöfe dazu ausdrücklich auf: „Das heutige Gottesvolk schaut auf uns und erwartet von uns nicht nur einfache Verurteilungen, sondern konkrete und wirksame Maßnahmen. Wir müssen konkret werden“. – Das geschah nicht.

Guido Horst benennt solche offene Fragen: „Das kirchliche Strafrecht, die Aufsicht über Nachlässige oder sogar vertuschende Bischöfe, die Beteiligung von Laien beim Kinderschutz, die Arbeitsabläufe zwischen Rom und den Ortskirchen, die Auswahl der Kandidaten für das Priestertum und für das Bischofsamt“. (Tagespost, 28.2.2019)

Horst bemängelt besonders, dass nicht die Ursachen, die zu den Missbrauchsfällen geführt haben, aufgegriffen wurden. Die Kardinäle Brandmüller und Burke hatten sich gerade deswegen an die Präsidenten der Bischofskonferenzen gewandt und dabei diese Ursachen deutlich gemacht, nämlich die homosexuellen Netzwerke, „die sich … im Innern der Kirche ausgebreitet haben. Ein Phänomen, das in jener Atmosphäre von Materialismus, Hedonismus und Relativismus wurzelt, in der die Existenz eines absoluten, ohne Ausnahme verpflichtenden Sittengesetzes offen in Frage gestellt“ wird…

Verantwortlich für den sexuellen Missbrauch seien „nicht Klerikalismus und Machtmissbrauch“, sondern „Abkehr von der Wahrheit des Evangeliums. Der sogar öffentlich erhobene Widerspruch in Wort und Tat gegen das natürliche und göttliche Sittengesetz ist in Wahrheit die Wurzel des Übels“. (kath.net. 20.2.2029)

Guido Horst bemängelt auch eine fehlende Bereitschaft der obersten Kirchenführung, „zunächst im eigenen Haus mit den Aufräumarbeiten zu beginnen“ (Tagespost, 28.2.2019) und spricht dabei Bischof Gustavo Oscar Zanchitta an, der des sexuellen Missbrauchs beschuldigt, sich in den Vatikan flüchtete und dort eine neue Beschäftigung fand.

Aus den von Papst Franziskus ausgeteilten 21 „Punkten der Reflexion“ wurde kein wirkliches „Maßnahmenpaket“. Der Papst hielt am Ende der Synode eine Rede über allgemeine Prinzipien. Die Bischöfe wurden mit der Ankündigung eines „Vademecums“ entlassen, das den Ortskirchen helfen soll, ihre Pflichten und Aufgaben umzusetzen. Des Weiteren sollen „Task forces“ eingerichtet werden, um die Bischöfe zu beraten.

Haben die Kardinäle Brandmüller und Burke die wahren Ursachen des sexuellen Missbrauchs aufgedeckt und Horst die fehlenden konkreten Maßnehmen in sachlicher Weise bemängelt, so breitete sich in profanen Medien ein angestauter Ärger aus, der fast an Wut erinnert.

Warum? Die bekannten „Reformvorschläge“ spielten in der Bischofssynode keine Rolle. Papst Franziskus hatte in seiner Abschlussrede den sexuellen Missbrauch in einen weltweiten gesellschaftlichen Zusammenhang – der von den Medien tabuisiert wird – gestellt, die Gewalt in Familien kritisiert und das Wirken Satans mit den Missbrauchsfällen in Verbindung gebracht.

Die Augsburger Allgemeine Zeitung titelte nach der Synode „Der Papst ist nicht bereit, die Kirche zu erneuern“ (Obertitel) und „Der Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan ist ein Schlag ins Gesicht der Opfer. Den Worten folgen keine Taten. Verantwortlich ist Papst Franziskus höchst persönlich“ (Untertitel).

Wenn diese Journalisten die Opfer sexuellen Missbrauchs so wichtig sind, fragt man, warum die gleichen Journalisten nicht Tag und Nacht über die 99% der Missbrauchsfälle, die außerhalb der Kirche geschehen, lauthals schreien?

Der Ärger über den Papst ist deutlich aus den Berichten über die römische Bischofssynode herauszuhören, hat doch der Vorwurf des Papstes „gegen ideologische Polemiken“ und „journalistisches Kalkül“ Journalisten direkt getroffen. Sie sind verärgert und enttäuscht über Franziskus, den sie, so lange sie glaubten, ihn für ihre Ziele einspannen zu können, als „Reformer“ hochstilisiert hatten.

Die Schlussfolgerung der AZ vom 25.2.2019 lautet: „Die katholische Kirche (hat) keine Kraft sich zu erneuern“. Das ist ein Vorwurf, der für die Zukunft der Kirche existenziell ist.

In der heutigen Verwirrung werden manche Katholiken an die „Endzeit“ und an Sätze viele falsche Propheten werden auftreten und viele verführen (Mt 24,11) sowie an den vorhergesagten „Massenabfall“ (Mk 13, 21-23) denken. Gläubige werden sich aber auch an der Zusage Christi aufrichten… „und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwältigen“ (Mt 16,18).

Denn aus der Geschichte wissen sie, dass die Kirche schon mehrfach tiefe Krisen durchlitten und sich davon wieder befreit hat. Zwei Beispiele: Als der heilige Bonifatius im achten Jahrhundert in Deutschland sein Reformwerk begann, fand er in weiten Teilen eine verschlampte und verkommene Kirche vor, mit trunksüchtigen Bischöfen, die im Konkubinat lebten und lieber auf die Jagd gingen, als einen Gottesdienst zu halten. Die Unwissenheit vieler Priester war unbeschreiblich.

Als der über 80-.jährige Bonifatius zu seiner letzten Missionsreise nach Friesland aufbrach, wo er bei Dokkum erschlagen wurde, hinterließ er eine wohlgeordnete und wieder aufblühende Kirche.

Ein weiteres Beispiel der Erneuerung nach dem tiefen Einbruch der „Reformation“ im 16. Jahrhundert, bot die Kirche nach den Reformen des Konzils von Trient. Diese selbstreformierte Kirche leuchtete auch kulturell im glaubensfrohen Barock.

Weil die Homosexualität bei den Missbrauchsfällen eine besondere Rolle spielt, erinnert der Kirchenhistoriker Kardinal Brandmüller an eine ähnliche Situation im 11. Jahrhundert, als der heilige Petrus Damianus sich an Papst Leo (1049 – 54) wandte und ein „wirksames Einschreiten gegen die weitverbreitete Homosexualität innerhalb des Klerus“ mit den Worten forderte:

„Das Krebsübel der Homosexualität nistet sich im Gefüge der Kirche ein. Wie eine wilde, rasende Bestie wütet sie im Schafstall Christi mit solcher Kühnheit und Freiheit, dass das Seelenheil vieler unter dem Joch der Knechtschaft von Laien sicherer ist, als nach dem Freiwilligen Eintritt in den Dienst Gottes unter dem ehernen Gesetz der Tyrannis Satans“, das im Klerus herrschte. (vgl. Kath.net 21.2.2019) Auch diese Krise wurde überwunden.

Wenn Kardinal Müller heute feststellt: „In dieser kirchengeschichtlich einmaligen Krise mangelt es der Kirche in den einst christliche Ländern an glaubensstarken Bischöfen, heiligen Priestern und geistesmächtigen Gelehrten“ (G. Kubys Buch „Missbraucht“, S. 8), so ist dieser Mangel deutlich spürbar.

Die „glaubensstarken“ Bischöfe sind eine Minderheit unter den Diözesanbischöfen. Jeder kennt sie, weil sie sich zu den Problemen deutlich artikulieren. Das ist auch notwendig, weil sich selbst lehramtstreue Katholiken heute fragen, ob sie selber noch richtig ticken. Sie wollen sich selbst vergewissern.

Das können sie. Kein Katholik ist ohne den sicheren Kompass, den uns Johannes Paul II. im Katechismus von 1992 (KKK) gegeben hat. Er enthält das gesamte Glaubensgut der Kirche. Jugendliche haben daneben den Youcat, Kinder den Kidscat, sozial engagierte den Docat mit der Sozialbotschaft der Kirche.

Kardinal Müller hat „angesichts sich ausbreitender Verwirrung in der Lehre des Glaubens“, nachdem sich „viele Bischöfe, Priester und Ordensleute und Laien“ an ihn „um ein öffentliches Zeugnis für die Wahrheit“ gewandt haben, das „Glaubensmanifest“ verfasst. Ihm ist das Motto vorangestellt „Euer Herz lasse sich nicht verwirren!“ (Joh 14,1).

Dieses Glaubensmanifest ragt wie ein Leuchtturm für alle Fragenden und Verunsicherten auf.


15 Kommentare on “Die Kirche und der Missbrauch-Skandal”

  1. Passauer Bischof Oster: „Beim Zölibat ist Spielraum drin“ – kein Dogma

    https://www.epochtimes.de/politik/welt/passauer-bischof-oster-beim-zoelibat-ist-spielraum-drin-a2832675.html

    Politik » Welt
    Passauer Bischof Oster: „Beim Zölibat ist Spielraum drin“ – kein Dogma
    Epoch Times23. März 2019 Aktualisiert: 23. März 2019 8:50
    Der Zölibat – die Verpflichtung katholischer Priester zur Ehelosigkeit – könnte geändert werden, meinte der Passauer Bischof Stefan Oster. „Anders als bei der Sexualmoral ist da mehr Spielraum drin, und der Papst hat schon ermutigt, hier nach neuen Wegen zu fragen“, so der Bischof.

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  2. Verheerend wirkte sich aus die Aufgabe der alten lateinischen tridentinischen Messe als traditionaler „Heiliger Messe aller Zeiten“ und traditioneller Messe für Katholiken durch die katholische Kirche – diese war und ist lebendige spirituelle christliche Tradition und Mystik.

    Kreuzgang – Kreuzgang-Übersicht

    https://www.kreuzgang.org/

    Beiträge insgesamt 714621 • Themen insgesamt 8844 • Mitglieder insgesamt 2659 • Unser neuestes Mitglied: enichlmayr. Hauptseite Kreuzgang-Übersicht.

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    https://www.zum.de/Foren/politik/archiv/a349.html

    10.02.2005 – 1 Post
    Gutes katholisches Forum für Theologen, Religionslehrer und Interessierte. Nicht nur Religion, sondern auch Litteratur und Politk!

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    Zeugen der Wahrheit

    kath-zdw.ch/

    Der Sinn des Lebens ist die Suche nach der Wahrheit. Unser Leben hört mit dem Tod nicht auf. Unser Leben hat Konsequenzen – positive oder negative.
    ‎Zeugen der Wahrheit · ‎Index aller Seiten · ‎Schattenmacht ans Licht · ‎Forum

    http://kath-zdw.ch/

    Luthers Kirche ist tot

    https://www.geolitico.de/2017/01/18/luthers-kirche-ist-tot/

    Zeit-Fragen > 2012 > Nr.25 vom 11.6.2012 > Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
    Möchten Sie zu «Schule und Bildung» eine kleine neurolinguistische Seelenmassage?
    Angriffsziel Schule und Kirche

    von Dr. phil. Judith Barben, Psychologin

    https://www.zeit-fragen.ch/de/ausgaben/2012/nr25-vom-1162012/moechten-sie-zu-schule-und-bildung-eine-kleine-neurolinguistische-seelenmassage.html

    http://www.berndsenf.de

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  3. greti sagt:

    Wenn schon die Hl. Hildegard in einem Flyer der Bischofskonferenz („Geschlechtersensibel“) besondere Erwähnung findet, dann sollte man der deutschen Kirchenlehrerin in Deutschland – wenn die Not am größten ist – besondere Beachtung schenken.
    Deshalb möchte ich die „zeitlose“ Hildegard einmal zu Wort kommen lassen. Um 1160 predigte Hildegard in Köln, und der Domdekan und spätere Erzbischof Philipp und der Klerus von Köln baten Hildegard, „das damals persönlich Gesagte schriftlich niederzulegen und zu übersenden.“
    Hildegard (nachzulesen in „Nun höre und lerne, damit du errötest…“):
    „Der da war und der ist und der kommen wird, spricht zu den Hirten der Kirche: Geliebte Söhne, die ihr … meine Herde weidet: warum schämt ihr euch nicht …!
    Ich habe euch eingesetzt wie die Sonne und die übrigen Lichter, damit ihr den Menschen leuchtet, … damit ihr glänzt durch euren guten Ruf und die Herzen brennen macht.
    Eure Zungen aber sind stumm beim laut rufenden Posaunenschall der Stimme des Herrn.
    Ihr seid Nacht, die Finsternis aushaucht, und wie ein Volk, das nicht arbeitet und aus Trägheit nicht im Lichte wandelt. Wie eine nackte Schlange sich in ihre Höhle verkriecht, so begebt ihr euch in den Gestank niedrigen Viehes usw. usw.
    Das Mainzer Domkapitel bekam einen ähnlichen Brief.

    Man muss wissen, dass die Katharer damals ihr Unwesen trieben – und die Bischöfe und der Klerus dem nichts entgegenzusetzen hatten.

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    • Der Theologe und Journalist und Philosoph David Berger als Wertkonservativer usw.

      https://philosophia-perennis.com

      https://www.zeit-fragen.ch/

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    • @greti:

      Das Problem war auch, dass die Kirche vom Ex-Manichäer Augustinus als Kirchenlehrer dessen unterbewusst aus seiner vorherigen nicht-christlichen Religion übernommene dualistische Denkweise übernommen hatte. Die aber eigentlich nicht biblisch ist usw.
      Thomas von Aquin korrigierte dies, er wusste, dass der Limbus als seelisch-psychische Ebene bzw. astralisch-mentalische Ebene existierte, der Apostel Paulus zitierte dazu auch dem Areopag in Athen die beiden stoischen Dichter und Philosophen Aratos (zum höchsten Gott) und Kleanthes (zurm göttlichen Logos, bei ihm die „Weltseele“ und „Weltvernunft“ usw.) aus ihren damals bekannten Werken als stoische Dichter und Philosophen der Philosophenschule der Stoiker mit der Lehre der Stoa im Neuen Testament der Bibel usw.
      Der Heilige Albertus Magnus als Kirchenlehrer und die Heilige Hildegard von Bingen als Kirchenlehrerin nannten diese seelisch-psychische astralisch-mentalische Ebene zwischen Körper (materielle Ebene) und Geist (spirituelle Ebene) den Makrokosmos, der dem Mikrokosmos Mensch gegenübersteht. Dort wirken auch die 4 bzw. 5 Elemente. Zwischen Körper (materiell) und Geist (spirituell) des Menschen steht die Seele (griechisch „Psyche“).
      Sie mittelt und vermittelt zwischen Körper und Geist, deswegen ist auch ihre Pflege wichtig.

      Meine Texte zum Thema Heilkunde für die Seele – Eva Herman

      https://www.eva-herman.net/zur-freigabe-meine-texte-zum-thema-heilku
      nde-fuer-die-…

      Meine Texte zu Hildegard von Bingen – Eva Herman

      https://www.eva-herman.net/meine-texte-zu-hildegard-von-bingen/

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  4. UK: Kindesentzug weil Eltern ‚Geschlechtsumwandlung’ ablehnen
    In mindestens drei Fällen nahmen britische Behörden Eltern ihre Kinder ab, die sich als ‚Transgender’ bezeichnen. Die Eltern waren nicht damit einverstanden, dass die Kinder ihr Geschlecht ‚ändern’ wollten.London (kath.net/LSN/jg) Britische Medien berichten von Fällen von Kindesentzug, wenn die Eltern nicht mit der „G…[mehr]

    https://www.kath.net/news/67316

    15 März 2019, 06:46Soll in Deutschland die katholische Sexualmoral abgeschafft werden?

    ‚Deutsche Bischofskon’Paderborner Erzbischof Becker über die Goldene RegelWir sind „wirklich in tiefe Schuld geraten““Auch falsche Worte schaffen bisweilen eine Wirklichkeit“Marx: „Reinigung des Gedächtnisses bleibende Aufgabe““Link zur Webpräsenz für Tempelinteressierte“Deutsche Bischofskonferenz beschließt „synodalen Weg» zu Sexualmoral und Zölibat“ – Marx behauptet, dass die personale Bedeutung der Sexualität bislang keine hinreichende Beachtung find

    https://www.kath.net/news/67323

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  5. Anonymous sagt:

    Auch ein Missbrauch, den es zu verfolgen gilt:

    Studie zeigt Ausmaß von Medikamenten­versuchen an Heimkindern in Niedersachsen

    Demnach wurden zwischen 1945 und 1978 an den kinderpsychiatrischen Abteilungen des Psychiatrischen Krankenhauses Wunstorf und der Universität Göttingen, in der Kinderklinik der Universität Göttingen, den Rothenburger Anstalten und im heilpädago­gischen Kinder- und Jugendheim Brunnenhof in Rehburg-Loccum Medizintests und Impf­versuche durchgeführt. Neben Psychopharmaka wurden zum Beispiel Polioimpfstoffe an Heimkindern getestet. In vielen Fällen handelte es sich um noch nicht zugelassene Arzneimittel.

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/101675/Studie-zeigt-Ausmass-von-Medikamentenversuchen-an-Heimkindern-in-Niedersachsen

    Studie:

    https://www.ms.niedersachsen.de/download/141754/Endbericht_Medikamenten-_und_Impfversuche_an_Kindern_und_Jugendlichen_…_.pdf

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  6. Neumann sagt:

    Vor einigen Jahren haben sich vermehrt Opfer sexueller Übergriffe aus dem kirchlichen Bereich gemeldet. Viele Taten sind vor Jahrzehnten geschehen. Und doch brauchte es nach diesen Dekaden zusätzlich noch ein Initial (nämlich die Öffentlichmachung durch die Medien), dass Opfer den Weg gefunden haben, ihre Erfahrungen zu berichten. Dabei sind die Betroffenen doch zum Teil in einer Zeit sozialisiert worden, in der man gelernt hat, freier über Sexualität zu sprechen. Und doch war es ihnen bislang unmöglich gewesen, sich zu äussern.
    Nun, was ist mit den Generationen, welche überhaupt nicht gelernt haben, über Sexualtität zu sprechen? Würde es diesen Leuten nicht n o c h schwerer fallen, wenn sie so etwas erleben hätten müssen – darüber zu sprechen?
    Wir wissen nicht, was alles in einer Zeit geschehen ist, wo Sexualität generell ein Tabu-Thema war. Wir tun immer so, als ob die Missbrauchsfälle nur mit den Zuständen der modernen Zeit denkbar sind.
    Das kirchliche System, welches so etwas ermöglicht hat, war doch früher viel dichter und hatte viel mehr Einfluss im öffentlichen Leben bis in die Familien hinein.
    Wo keine Stimmen laut wurden oder zum Verstummen gebracht wurden, kann früher ebenfalls schon Missbrauch geschehen sein. Aber die Opfer hatten damals noch weniger Chancen als die Betroffenen aus den 60er, 70er und 80er Jahren, sich mit ihrem Leid zu artikulieren.
    Wir hören nur immer von Missbrauchsfällen, welche gezählt werden seit 1945.
    Aber es hat vorher schon schlimme Fälle gegeben, welche sogar vor Gericht gekommen sind.
    Anderes konnte – meiner Meinung nach – erfolgreicher vertuscht werden als heute.
    Das Problem scheint ja auch nicht neu zu sein, wie im obigen Artikel aus alten Quellen zitiert.
    Danach hat es das Problem immer wieder mal gegeben – nur durften wir davon nichts wissen.
    Die heile Kirchenwelt, der wir nachtrauern, hat es – in punkto Missbrauch – vielleicht gar nicht so gegeben, wie wir das gerne hätten.
    Es nur auf die modernen Verhältnisse und Einflüsse zu beziehen, ist vielleicht zu kurz gedacht.

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  7. Anonymus sagt:

    Es geht nicht nur um die Frage: wie konnte es erst soweit kommen?
    Sondern auch darum, warum uns Päpste und Bischöfe jahrzehntelang für dumm verkauft haben. Sie haben uns wissentlich um das vorhandene Prolbem nicht informiert.
    Dass es Missbrauch gab, haben diese natürlich gewusst, sicher haben nicht alle um das Ausmass gewusst. Aber dass es das Problem und seine Opfer gibt, schon. Kein Papst, kein Bischof hat zunächst nach den Opfern gefragt. Das kam erst später, als Skandale öffentlich wurden.
    Jetzt bestätigt Papst Franziskus den Missbrauch auch von Ordensfrauen. Eigentlicn kein neues Thema, nur Papst Benedikt hätte natürlich so etwas um keinen Preis freiwillig geäussert.So etwas wurde bisher unter Verschluss gehalten.
    Es geht nicht nur um den Generalverdacht, unter dem jetzt leider Priester und Ordensleute stehen. (Das ist eine der bösen Folgen durch Vertuschung von Bischöfen).
    Es geht darum, dass Personen, die darum wussten, nie nach den Opfern gefragt haben und der Mehrheit der Gläubigen darüber Information vorenthalten haben.
    Und das ist einfach furchtbar.

    Gefällt 2 Personen


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