Wird der Mensch bald zum Ersatzteillager?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach haben einen gemeinsamen Gesetzentwurf für die Einführung der Widerspruchslösung ausgearbeitet, wie „Spiegel-Online“ berichtet. Demnach sieht der Gesetzentwurf vor, dass jeder Bürger, bei dem Ärzte den Hirntod diagnostiziert haben, automatisch als potenzieller Organspender gilt.

Bürger, die keine Organe spenden wollten, müssten dies in einem Register dokumentieren. Wie „Spiegel-Online“ weiter schreibt, könnten die Bürger den Widerspruch in dem Register jederzeit selbst eintragen oder auch wieder löschen, falls sie ihre Meinung änderten. Ist kein Widerspruch hinterlegt, gelte dies als Zustimmung.

Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, solle das künftige Verfahren so aussehen: Stelle ein Arzt den Hirntod fest, frage er bei dem vom Bundesgesundheitsministerium einzurichtenden Register nach, ob der Patient einer Organentnahme widersprochen habe.

Anschließend müsse der Arzt den nächsten Angehörigen fragen, ob ihm ein schriftlicher Widerspruch oder ein zu Lebzeiten erklärter Wille des Patienten bekannt sei. Sei dies nicht der Fall, gelte der Patient als Organspender.

„Dem nächsten Angehörigen steht kein eigenes Entscheidungsrecht zu“, zitiert die BamS aus dem Gesetzentwurf. Bei Kindern und Jugendlichen sei eine Organentnahme nur zulässig, wenn der nächste Angehörige zugestimmt hat. Allerdings müssten die Eltern auch hier den „mutmaßlichen Willen des möglichen Organspenders beachten.

Quelle: ALfA-Newsletter



9 Kommentare on “Wird der Mensch bald zum Ersatzteillager?”

  1. Neumann sagt:

    Wenn wir Gutmenschen es endlich gemeinsam geschafft haben zum Wohle aller, den Schwangerschaftsabbruch im neunten (Lebens-)Monat freizugeben, wer weiss, was uns dann noch alles dazu einfällt mit dem menschlichen Material, welches nun „anfällt“.
    Man könnte mit den Organen von abzutreibenden menschlichem Leben anderen Neugeborenen helfen! Kinder, welche von ihren Eltern nicht erwünscht sind, könnten somit Kindern helfen, welche von ihren Eltern erwünscht sind!
    Dass jemandem geholfen wird, ist doch unseren Gutmenschen ein Anliegen, und dass diese dabei über Leichen gehen, ist nichts neues.
    Hat nicht neulich eine Abtreibungsärtzin öffentlich von ihrem „Lebenstraum“ erzählt, dass sie möchte, dass nur „erwünschte“ Kinder das Licht der Welt erblicken?

    Und das „unerwünschte“ Leben? Sollte vielleicht in Zukunft als „Ersatzeillager“ dienen?

    Das könnte doch im Sinne unserer heutigen „Gutmenschen“ sein. Hauptache tolerant, selbstbestimmend und frauenfreundlich.
    Diesen würde ich mittlerweile alles zutrauen.

    Gefällt mir

  2. Herta Hürkey sagt:

    Ein sog.“ Hirntoter“ ist NICHT tot, sondern im Koma. Punkt.—Er kann jederzeit wieder auf-
    wachen, sogar noch nach MONATEN!

    Gefällt mir

  3. ester769 sagt:

    Nun ja so oft kommt es ja nicht zur Diagnose Hirntod bei Spendern im spendefähigem Alter.
    Auch das wird in der öffentlichen Debatte gerne vergessen
    Und egal wie man das mit der Hirntod Diagnose sieht, so bin ich mir hochgradig sicher, dass ich nicht leben will mit Organen von Leuten, die schon tot sind, aber wer sich das antun will, der mag es tun!
    Was mich auch an der öffentlichen Debatte stört, ist, dass zuwenig von den Risiken, Nebenwirkungen und den Folgen einer Oragntransplantation die Rede ist, man tut gerade so, als seien die Menschen prinzipiell wie die „Igors“ bei Terry Pratchett.
    (Für Leute, die Terry Pratchett nicht lesen, der hat eine Welt erfunden, die eine Scheibe ist und auf vier Elefanten steht und von teilweise sehr skurrilen Lebewesen bevölkert ist, eine davon sind die Igors, die sich beständig durch die Transplantation von Organen und anderen Körperteilen selber optimieren, stirbt ein Igor, so versucht man, soviele Teile von ihm wie möglich zu retten, weil man es für eine Verschwendung von Ersatzteilen hält, ihn zu beerdigen)

    Gefällt mir

  4. Medea sagt:

    Frau Merkel hat die Krankenkassen, die über Generationen aufgebaut worden sind, zum Plündern für ihre Neubürger frei gegeben und damit das Finanzpolster zerstört, so dass Einnahmen und Ausgaben nicht mehr übereinstimmen. Versucht Herr Spahn jetzt, durch die Ausschlachtung der Menschen das Defizit zu drehen, damit Merkel noch mehr Neubürger einladen kann? Merkel hat unsere Krankenkassen auch mit Beteiligung der EU ausgeraubt und Spahn lässt die Menschenverachtung für uns Bürger deutlich sichtbar werden, dass uns die Eliten nur als Objekte und nicht als Menschen mit Menschenwürde sehen.

    Gefällt 1 Person

    • Bernhard sagt:

      Sorry, aber das ist – mit Verlaub gesagt – Unsinn. Organe kann man nicht kaufen wie Mais, Eisenerz oder Computer (und wenn, dann wäre es zu tiefst unethisch). Deswegen hat das nichts mit der Finanzlage der Kassen zu tun.

      Es ist schlichtweg so, dass nicht genügend Organe da sind. Deswegen versuche die Politiker mit Tricks, an mehr heranzukommen. Ich bin aber dagegen, weil ich grundsätzlich gegen Organspende bin.

      Gefällt mir

      • gerd sagt:

        @Bernhard
        Na ja, ganz umsonst bekommt man ein Organ nun wirklich nicht. Ich kann mir in der Praxis sehr gut vorstellen, dass finanzkräftige Patienten………

        Gefällt mir

      • Bernhard sagt:

        @gerd
        Organhandel gibt es, vor allem in armen Ländern. Das gilt aber als Verbrechen und wird auch von unserer Regierung so gesehen. Und wie Sie schrieben, geht das auf die Rechnung reicher Patienten und nicht der Krankenkassen.

        Gefällt mir

    • Th. Neumann sagt:

      Ihre Ansichten sind sehr überzeichnet, aber es könnte tatsächlich, für alle noch unbewusst etwas Wahres daran sein. Zumindest- wenn es so weitergeht, wird man vielleicht auch ganz ungeniert öffentlich darüber spekulieren……

      Gefällt mir

  5. Dorrotee sagt:

    Nun muss sich jeder entscheiden. Und diese Entscheidung sollte jeder Bürger ernst nehmen.
    So ernst wie ein Ausweispflicht .
    In Österreich ist es auch genauso. Man ist grundsätzlich ein Organspender, wenn nicht widersprochen wird. Man muss sich sogar regristieren lassen, um nicht Organspender zu sein.
    Leider tendieren deswegen viele Ö. aus Bequemlichkeit dazu, zum Organspender zu werden.

    Ein Ausweis reicht nicht aus. Ich denke, das wird dann der nächste Schritt der Regierung sein.

    Sehr zu empfehlen sind die Vorträge von Dr. Regina Breul. Alles im Internet (noch) aufrufbar.

    Gefällt mir


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s