Papst Benedikt über die Bedeutung und die Grenzen der Privatoffenbarungen

Von Felizitas Küble

Im Apostolischen Schreiben „Verbum Domini“ (Wort des HERRN) aus dem Jahre 2000 äußert sich Papst Benedikt XVI. im Anschluß an eine römische Bischofssynode im 14. Kapitel auch zur Bedeutung und den Grenzen von „Privatoffenbarungen“. 

Dabei handelt es sich hierbei natürlich ausdrücklich nur um kirchlich approbierte (gebilligten, genehmigten) Erscheinungen, zumal ohnehin klar sein dürfte und sollte, dass Katholiken an kirchlich abgelehnte „Erscheinungen“ gar nicht glauben sollen.

Der in deutschen Landen geläufige Ausdruck „anerkannte“ Privatoffenbarungen ist ungenau und etwa mißverständlich, da er den irreführenden Eindruck erweckt, als verbürge sich die Kirche mit ihrer Approbation (=Genehmigung) lehramtlich für die übernatürlich-himmlische Herkunft einer Erscheinung, was sie aber gerade nicht tut – sie gestattet es lediglich den Gläubigen, den betreffenden Botschaften zuzustimmen.

Wir bringen hier zunächst nacheinander im blauen Druck die Abschnitte aus dem Kapitel 14 von VERBUM DOMINI und danach Quellenhinweise auf Zitate und unsere Erläuterungen:

„Mit all dem bringt die Kirche das Bewußtsein zum Ausdruck, daß sie in Jesus Christus dem endgültigen Wort Gottes gegenübersteht; er ist »der Erste und der Letzte« (Offb 1,17).

ER hat der Schöpfung und der Geschichte ihren endgültigen Sinn gegeben; deshalb sind wir berufen, in diesem eschatologischen Rhythmus des Wortes die Zeit zu leben, die Schöpfung Gottes zu bewohnen; »daher ist die christliche Heilsordnung, nämlich der neue und endgültige Bund, unüberholbar, und es ist keine neue öffentliche Offenbarung mehr zu erwarten vor der Erscheinung unseres Herrn Jesus Christus in Herrlichkeit (vgl. 1Tim 6,14 und Tit 2,13)«.“

Das letzte Zitat, wonach „keine neue öffentliche Offenbarung“ vor der Wiederkunft Christi mehr zu erwarten sei, stammt aus der „Dogmatischen Konstitution über die göttliche Offenbarung“ (Dei Verbum, 4. Kapitel) des  Zweiten Vatikanisches Konzils.

Es geht darum, daß Gott sich im Alten Testament durch Moses und die Propheten in Worten und Zeichen selbst mitgeteilt hat. Dies nennt man die „Offenbarung“ Gottes. Diese wurde im neuen Bund weiter entfaltet und endgültig (!) vollendet durch Christus, dem Höhepunkt und Endpunkt der öffentlichen Selbstmitteilung Gottes.

Zwar kann und will Gott sich einzelnen Menschen auch weiterhin „offenbaren“, doch dies ist keine „öffentliche“ oder „allgemeine“ Selbstmitteilung des Ewigen, sondern wird von der Kirche als „Privatoffenbarung“ bezeichnet, da solche Kundgaben für die Kirche und ihre Gläubigen nicht verbindlich sind.

Im protestantischen Bereich bezeichnet man solche nachbiblischen Botschaften und Phänomene als „Neuoffenbarung“, um sie von der Offenbarung Gottes in der Heiligen Schrift abzugrenzen.

Im nächsten Abschnitt wird dieser Grundgedanke von der endgültigen Selbstoffenbarung Gottes in Christus erneut eingeschärft:

„Wie die Väter während der Synode in Erinnerung gerufen haben, »zeigt sich das Besondere des Christentums im Ereignis Jesu Christi, Höhepunkt der Offenbarung, Erfüllung der Verheißungen Gottes und Mittler der Begegnung zwischen dem Menschen und Gott. ER, „der von Gott Kunde gebracht hat“ (vgl. Joh 1,18), ist das einzige und endgültige Wort, das der Menschheit gegeben wurde«.

Der hl. Johannes vom Kreuz hat diese Wahrheit wunderbar ausgedrückt:

»Da Gott uns seinen Sohn geschenkt hat, der sein einziges und endgültiges Wort ist, hat er uns in diesem einzigen Wort alles auf einmal gesagt und nichts mehr hinzuzufügen … Denn was ER ehedem den Propheten nur teilweise kundgetan hat, das hat ER in seinem Sohn vollständig mitgeteilt, indem ER uns dieses Ganze gab, seinen Sohn.

Wer darum den HERRN jetzt noch befragen oder von ihm Visionen oder Offenbarungen haben wollte, der würde nicht bloß unvernünftig handeln, sondern Gott beleidigen, weil er seine Augen nicht einzig auf Christus richtet, sondern Anderes und Neues sucht«“

Das Zitat des Mystikers (!) und Kirchenlehrers Johannes vom Kreuz stammt aus seinem Buch „Aufstieg auf den Berg Karmel“ (II,22). Der Heilige hat sich darin scharf gegen die Sehnsucht nach „Visionen oder Botschaften“ gewandt, die er als Beleidigung Gottes verurteilte, da uns in Christus bereits „das Ganze“ gegeben wurde. Das päpstliche Schreiben stellt sich uneingeschränkt hinter diese Sichtweise, indem es dort heißt, Johannes vom Kreuz habe diese „Wahrheit wunderbar ausgedrückt“.

Was ergibt sich daraus als Schlußfolgerung?

Die schlichte Tatsache, daß zwischen der Selbstoffenbarung Gottes in Christus und den späteren „Privatoffenbarungen“ nicht etwa nur ein gradueller, sondern einen wesentlicher Unterschied besteht. Dies wird nunmehr ausdrücklich verdeutlicht:

„Folglich hat die Synode empfohlen, »den Gläubigen zu helfen, das Wort Gottes von Privatoffenbarungen zu unterscheiden«. Diese »sind nicht dazu da, die endgültige Offenbarung Christi … zu „vervollständigen“, sondern sollen helfen, in einem bestimmten Zeitalter tiefer aus ihr zu leben«.

Der Wert der Privatoffenbarungen ist wesentlich unterschieden von der einer öffentlichen Offenbarung: Diese fordert unseren Glauben an, denn in ihr spricht durch Menschenworte und durch die Vermittlung der lebendigen Gemeinschaft der Kirche hindurch Gott selbst zu uns.“

Hier wird zunächst der Weltkatechismus bzw. „Katechismus der Katholischen Kirche“ in Nr. 67 zitiert und klargemacht, dass Botschaften aus Erscheinungen und Visionen die „endgültige“ göttliche Offenbarung nicht „vervollständigen“, sondern lediglich einen Impuls geben können, aus den bereits vorhandenen Glaubenswahrheiten „tiefer“ zu leben.

Die göttliche Offenbarung ist eine „Forderung“, als Gläubige sind wir an Gottes Wort gebunden und ihm verpflichtet, denn wer an Gott glaubt, der stimmt auch seinem Wort zu und insbesondere seiner endgültigen Selbstmitteilung in Christus, die in der Bibel und der verbindlichen kirchlichen Verkündigung (den Dogmen) bezeugt wird.

Daher ist die göttliche Offenbarung der „Maßstab“ für Privatoffenbarungen (und nicht etwa umgekehrt):

„Der Maßstab für die Wahrheit einer Privatoffenbarung ist ihre Hinordnung auf Christus selbst. Wenn sie uns von ihm wegführt, dann kommt sie sicher nicht vom Heiligen Geist, der uns in das Evangelium hinein- und nicht aus ihm herausführt. Die Privatoffenbarung ist eine Hilfe zu diesem Glauben, und sie erweist sich gerade dadurch als glaubwürdig, daß sie auf die eine öffentliche Offenbarung verweist.“

Die kirchliche Approbation einer Privatoffenbarung zeigt daher im wesentlichen an, daß die entsprechende Botschaft nichts enthält, was dem Glauben und den guten Sitten entgegensteht; es ist erlaubt, sie zu veröffentlichen, und den Gläubigen ist es gestattet, ihr in kluger Weise ihre Zustimmung zu schenken.“

Gerade der zweite Abschnitt ist ganz wichtig und vielen Katholiken leider nicht ausreichend bekannt:

Die kirchliche „Approbation“ (Genehmigung, Billigung, Erlaubnis) einer Erscheinung bedeutet lediglich, daß die Inhalte derselben dem „Glauben und den guten Sitten nicht entgegenstehen“. Damit wird also keineswegs ihre übernatürliche Herkunft bestätigt, geschweige wird das Kirchenvolk zum Glauben daran aufgefordert. Den Katholiken ist es nur „gestattet“ (!), solchen Privatoffenbarungen zuzustimmen – und zwar soll dies wohlgemerkt „in kluger Weise“ geschehen.

Was heißt in diesem Zusammenhang „in kluger Weise“? – Aus dem Kontext ergibt sich klar die Lösung: Auch eine kirchlich genehmigte Erscheinung ist kein „fünftes Evangelium“. Auch beispielsweise die Botschaft von Fatima steht nicht nur graduell, sondern  w e s e n t  l i c h   unter dem, was die katholische Kirche als „Offenbarung Gottes“ zu glauben lehrt. Das gilt für alle kirchlich approbierten Privatoffenbarungen.

Nachdem nun die Grundsätze festgelegt und die entscheidenden Maßstäbe betont worden sind, würdigt das päpstliche Schreiben den spirituellen Sinn, den Botschaften aus Erscheinungen für die private Frömmigkeit des einzelnen Christgläubigen haben können (aber nicht müssen):

„Eine Privatoffenbarung kann neue Akzente setzen, neue Weisen der Frömmigkeit herausstellen oder alte vertiefen. Sie kann einen gewissen prophetischen Charakter besitzen (vgl.1Thess 5,19-21) und eine wertvolle Hilfe sein, das Evangelium in der jeweils gegenwärtigen Stunde besser zu verstehen und zu leben; deshalb soll man sie nicht achtlos beiseite schieben. Sie ist eine Hilfe, die angeboten wird, aber von der man nicht Gebrauch machen muß. Auf jeden Fall muß es darum gehen, daß sie Glaube, Hoffnung und Liebe nährt, die der bleibende Weg des Heils für alle sind.“

Hierbei zitiert „Dei Verbum“ das Dokument der vatikanischen Kongregation für die Glaubenslehre über die Die Botschaft von Fatima (26. Juni 2000) Damals hat Kardinal Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt, sich bereits zur Stellung der Privatoffenbarungen im Gesamtgefüge der kirchlichen Lehre geäußert und bereits die in diesem Schreiben erwähnten Prinzipien verkündet.

Quelle für die Zitate: http://w2.vatican.va/content/benedict-xvi/de/apost_exhortations/documents/hf_ben-xvi_exh_20100930_verbum-domini.html


19 Kommentare on “Papst Benedikt über die Bedeutung und die Grenzen der Privatoffenbarungen”

  1. Jürg Rückert sagt:

    Für die Muslime ist Mohammed das Siegel der Propheten bezüglich aller Offenbarungen. Historisch dürfte Muhammad, „der hoch zu Preisende“, der muslimischen Jesusüberlieferung entstammen.
    Psychologisch ist eines anzumerken: Es bestehen sehr lebenspraktische Ängste gegen weitere Offenbarungen, denn diese könnten das bisherige Gebäude immer wieder zum Einsturz bringen. Deshalb: „eins, zwei, drei vier Eckstein alles muss versteckt sein“, und jetzt kommt es: „hinter mir, über mir und neben mir da gilt es nicht!“ Fest wie die Sterne muss die Lehre stehen, alles andere wäre bedrohliches Chaos.

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  2. gelbkehlchen sagt:

    Eine Frage an Sie, Frau Küble: Die Aussage im Johannesevangelium bleibt doch bestehen, oder nicht, Einheitsübersetzung 2016, Joh 16, 13 ?:
    „13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.“

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    • Guten Tag,
      dieses Einführen in die „ganze Wahrheit“ – zumal Pfingsten – geschah zur apostolischen Zeit – und das ist genau die zweite Säule der katholischen Kirche: einerseits das Zeugnis der Heiligen Schrift, andererseits die apostolische Überlieferung.
      Deshalb das kirchliche Fundamental-Prinzip: „Die göttliche Offenbarung ist MIT DEM TOD DES LETZTEN APOSTELS ABGESCHLOSSREN.“
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • gelbkehlchen sagt:

        Frau Küble, was ist aber mit geflügelten Wort „ecclesia semper reformanda est“?

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      • Guten Tag,
        natürlich muß sich die Kirche in Ihren GLIEDERN (Christgläubigen) und in ihren pastoralen Methoden ständig reformieren, aber doch nicht in ihrer fundamentalen Lehre.
        Paulus rief seine Gemeinden dazu auf, am überlieferten Glaubensgut festzuhalten! Das gilt für immer!
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • Holger Jahndel sagt:

        @Felizitas Küble:

        Nun ja, der Heilige Irenaeus von Lyon zählte freilich auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes der Bibel – die orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens bzw. Ostkirchen und slawischen Kirchen folgen ihm und dem Kirchenlehrer und Kirchenvater Justin dem Märtyrer, von dem er die Logos-Theologie übernahm, theologisch meist mehr als dem Heiligen Augustinus und dem Heiligen Thomas von Aquin, welchen die katholische Kirche als Theologen meist den Vorzug gab.
        Zudem zählen die Ostkirchen meist auch die gesamte Septuaginta-Bibel zum Bibel-Kanon des Alten Testamentes. Die syrische Kirche, welche in einer Kirchenunion mit Teilen der Thomas-Kirchen und Thomas-Christen Indiens nach dem Apostel Thomas steht, zählt neben dem 1. Clemensbrief als Teil ihres Neuen Testamentes der Bibel u.a. auch noch apokryphes Sondergut wie die Thaddäus-Akten und die Thomas-Akten nach dem Apostel Thomas und die Abgar-Edessa-Tradition und so weiter zu ihrem kirchlichen Kanon kirchlicher Schriften.

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      • gelbkehlchen sagt:

        Frau Küble, danke für die Antwort!

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      • gelbkehlchen sagt:

        @Frau Küble: Nochmal eine Anmerkung und Frage von mir:
        Ist es nicht so, dass die katholische Kirche behauptet, dass der Papst und die Bischöfe vom Heiligen Geist geführt werden? Man denke auch an das Unfehlbarkeitsdogma im 1.Vatikanischen Konzil.

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      • Guten Tag,
        das Unfehlbarkeitsdogma bezieht sich nicht auf die Bischöfe, sondern allein auf den Papst – und auch dieser ist n u r dann unfehlbar, wenn er ein Dogma verkündet bzw. eine endgültige Entscheidung für die Gesamtkirche trifft und sich dabei ausdrücklich auf seine oberste Lehrautorität beruft. Solche dogmatischen Entscheidungen gab es in den letzten 150 Jahren gerade zweimal: Beim Dogma von der makellosen Empfängnis Mariens (Immaculata) und von der Aufnahme Mariens in den Himmel (Assumpta).
        Papst und Bischöfe sind die Nachfolger der Apostel und sie haben das Lehramt inne (Pfarrer übrigens auch auf der Ebene ihrer Pfarrei), was aber nicht bedeutet, daß sie darin unfehlbar seien, sondern sie haben mit ihrem Amt der zweitausendjährigen Lehre der Kirche zu dienen, stehen also „unter“ der Kirchenlehre und nicht „über“ ihr; sie „schaffen“ keine Lehre, sondern haben das bereits vorhandene Glaubensgut (depositum fidei) zu verkünden.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • gelbkehlchen sagt:

        Frau Küble, vielen Dank für die Antwort von jemanden, der ein katholisches Theologiestudium abgeschlossen hat. Was ich nicht habe.

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      • Guten Tag,
        genauso wenig wie Sie habe ich ein katholisches Theologiestudium abgeschlossen, ich kenne mich lediglich einigermaßen in der katholischen Dogmatik und Theologie aus.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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      • @Felizitas Küble:

        Zum spirituellen Hoheitstitel „Menschensohn“, den auch Jesus Christus auf sich selbst im Neuen Testament der Bibel anwandte und der für ihn verwendet wird. Damit bezeichnet auch der Prophet Daniel im Alten Testament den vom ihm prophezeiten göttlichen Erlöser der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier bzw. Parsen, zu deren Oberhaupt alsw „Rab-Mag“ ihn der König laut Original-Text des alten Testamentes der Bibel gemacht hatte. Jesus Christus war also beides gleichzeitig: Der im alten Testament angekündigte und verheißene jüdische Messias und der vom Prophet Daniel als „Rab-Mag“ ebenfalls im AltenTestament prophezeite „Menschensohn“ als angekündigter göttlicher Erlöser der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier bzw. Parsen, nach dem persisch-medischen monotheistischen Propheten Zarathustra bzw. Zoroaster. Mit ihren sterndeutenden Magier-Priestern, diese „Magoi aus dem Osten“ im Neuen Testament der Bibel kannten diese Prophezeiung und kamen zum neugeborenen Jesus Christus, um ihm als göttlichenm Erlöser und spirituellen König des neuen Äons bzw. Zeitalters zu huldigen. U.a. mit sakralen Weihegeschenken und spirituellen symbolischen Weihegaben ihrer Religion und ihres Kulturkreises, in dem die Sonne das höchste Gottessymbol war – Weihrauch und Gold sind in der Antike bzw. dem Altertum symbolisch der Sonne zugeordnet worden. Nach der Überlieferung der Thomas-Christen und Thomas-Kirchen Indiens nach dem Apostel Thomas (die teilweise in einer Kirchenunion mit der katholischen Kirche und teilweise in einer Kirchenunion mit der syrischen Kirhe Syriens stehen bzw. verbunden sind) hat der Apostel Thomas dann die „Magoi aus dem Osten“ bzw. sogenannten „Sterndeuter“ und „Weisen aus dem Morgenland“ bzw. „Heiligen drei Könige“ christlich getauft und die im Grunde ja schon vorher zu Jesus Christus bekehrten Magier-Priester auch zu christlichen Bischöfen gemacht.

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  3. ruedigerengelhardt sagt:

    Nee, ist klar. Der Heilige Geist muß gebändigt werden. Der darf nicht auf die Idee kommen zu wehen wo ER will. Gott muß in Rom erst um Erlaubnis fragen ob er denn mit seinen Kindern reden darf. Gott hat sich tunlichst an vatikanische Regeln und Gesetze zu halten.
    Wenn Gott sich offenbart, dann hat er das bitteschön im Vatikan zu tun. Sich einem einfachen Kirchenmitglied zu offenbaren, das geht schon mal gar nicht. Da hat er schon um Erlaubnis nachzufragen. Sollte die Erlaubnis überhaupt erteilt werden, so hat Gott gefälligst nur ein kleines Privatgespräch zu führen. Gott um Rat zu bitten, um Führung, um Erleuchtung zu bitten in einem Gebet ist unvernünftig
    Das Prophetenamt des Neuen Testamentes wird mal kurzerhand ausgehebelt:
    „Da Gott uns seinen Sohn geschenkt hat, der sein einziges und endgültiges Wort ist, hat er uns in diesem einzigen Wort alles auf einmal gesagt und nichts mehr hinzuzufügen … Denn was ER ehedem den Propheten nur teilweise kundgetan hat, das hat ER in seinem Sohn vollständig mitgeteilt, indem ER uns dieses Ganze gab, seinen Sohn.
    Wer darum den HERRN jetzt noch befragen oder von ihm Visionen oder Offenbarungen haben wollte, der würde nicht bloß unvernünftig handeln, sondern Gott beleidigen, weil er seine Augen nicht einzig auf Christus richtet, sondern Anderes und Neues sucht“
    Gott um Rat zu bitten, um Führung, um Erleuchtung zu bitten in einem Gebet ist unvernünftig und beleidigt Gott? Sollen uns auch noch die Gebete, die Gespräche mit Christus, mit Gott, verboten werden? Und wehe Gott wagt es auch noch auf diese Gebete zu antworten!
    Nur weil da jemand mit der Bibel nichts anzufangen weiß, nur weil da jemand etwas von sich gibt, was mit der Bibel, mit dem Wort Gottes, nichts, aber auch garnichts zu tun hat, soll so etwas Gesetz sein? Gehts denn noch? Da wird versucht Gott Vorschriften zu machen und wenn dieser sich nicht daran hält, ist das mal eben eine „Privatoffenbarung“ und Paulus Worte, nach den Gaben des Geistes zu streben, vor allem nach der Weissagung, sind nichts anderes als leeres Gewäsch.
    1. Korinther, Kapitel 12 und 14 haben da keine Bedeutung. Paulus muß da wohl wirres Zeugs von sich gegeben haben.
    Also auf, laßt uns zur öffentlichen Bibelverbrennung schreiten. Viel Bedeutung hat sie eh nicht mehr. Dann hat Rom seine kleinen kritiklosen Schäfchen wieder, der Argentinier seine Ruhe und alles ist wieder gut.
    Man beachte: Ich meine nicht die Gemeinden in denen Zungenrede und „Auslegung“ Auswüchse angenommen haben. Die verurteilt Paulus genauso.
    Ich meine lediglich das Wort Gottes und das ist eindeutiger als so manches was aus dem Vatikan auf uns herunterrieselt. Vor allem in der heutigen Zeit.

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    • newmann bavaria sagt:

      Ich habe zwei „vom Heiligen Geist“ erfüllte Personen aus dem kirchlichen Bereich gekannt, die mit ihrem guten Willen anderen Menschen, die ihnen vertrauten, nur Unglück gebracht haben, ich kannte dazu noch ein Ehepaar, das vom „Geist“ inspiriert in „Zungen“ sprach und sogar sang, und sich als Freizeit-Exorzisten betätigte – und alle diese Personen bezeichneten sich als „katholisch“. Und alle haben sich auf das neue Testament berufen, mit Bibelstellen und wenns sein musste auch mal durch „Zungenreden“. Hätte man „Rom erst um Erlaubnis“ gefragt, das heisst, die kirchlichen Vorschriften beachtet, wäre viel seelisches Leid, welches noch nach dreissig Jahren wirkt, verhindert worden.
      Das kann dabei herauskommen, wenn man den vorgeblichen „Heiligen Geist“ ; das heisst eigentlich den eigenen geistlichen Hochmut ungebändigt wirken lässt und die jahrhundertlange kirchliche Vorsicht und Zurückhaltung in diesen Dingen nicht beachtet, weil man ja so aussergewöhnlich ist, dass man sich alle möglichen „Gnadengaben“ anmasst…….

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      • gelbkehlchen sagt:

        Ganz genau, das hat der gute ruedigerengelhardt nicht beachtet in seinem Kommentar. Dass eben die Voraussetzung, dass es wirklich vom Heiligen Geist kommen muss, auch gewährleistet sein muss.

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  4. Arnold Weßling sagt:

    Dieses Bekenntnis zum ewigen Wort Gottes und zum Logos, Jesus Christus in der Einheit Gott Vater, Sohn und heiliger Geist würde ich mehr wünschen! Auch Papst Franziskus sollte nicht von Jesus im Tempel reden, der als Zwölfjähriger ungehorsam gegenüber seinen Eltern war. Jesus hat die Antwort selber gegeben, im Hause seines Vaters zu sein und ist sündlos für unsere Sünden ans Kreuz gegangen.

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    • @Arnold Weßling:

      Es ware noch darauf hinzuweisen, dass Jesus Christus selbst mindestens einmal aus der Weisheitsliteratur des Alten Testamentes zitierte und im Neuen Testament mehrmals aus der griechischsprachigen Septuaginta-Bibel direkt zitiert wird, wie Philologen und Theologen directs am griechischen biblischen Original-Texte des Neuen Testamentes nachweisen können. Somit gehört also auch die griechischsprachige Septuaginta-Bibel mit der jüdisch-hellenistischen griechisch-alexandrinischen „Weisheitsliteratur“ eindeutig dem Neuen Testament nach auch zum Bibel-Kanon des Alten Testamentes dazu. Die christliche Bibel umfasst also eindeutig auch die sogenannten „Apokryphen“ des Alten Testamentes usw.
      Jesus Christus dürfte die griechischsprachige Septuaginta-Bibel mit der Weisheitsliteratur im ägyptischen Alexandria oder Umgebung bei der jüdischen Gemeinde oder Diaspora in Ägypten kennengelernt haben, als er sich in Ägypten aufhielt bzw. seine Eltern mit ihm dorthin geflohen waren. Ein intelligentes Kind wie er dürfte auch die ägyptische und die griechische Sprache gelernt und beherrscht haben, dies darf man ihm durchaus zutrauen.

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  5. Oberpfälzer sagt:

    So einen Text würde ich gerne mal von der Kanzel hören – oder wenigstens als Wort zum Sonntag. Das widerspräche sich aber mit dem, was in den Kirchen oft an Schriftenständen ausgelegt oder um was geworben wird. Wie sagte mal ein ehemaliger Münsteraner Kirchenrektor (mit akademischem Titel) und Autor frommer Bücher: Für mich ist es nicht in erster Linie wichtig, ob es echt ist oder nicht, kirchlich anerkannt oder nicht. Für mich zählt, dass sich die Leute dort in Massen bekehren und in Massen zu den Sakramenten gehen. Und das will ich unterstützen……

    Diesen Artikel oben werde ich mir ausdrucken. Er enthält alle kirchlichen Vorschriften und Empfehlungen gut zusammengefasst.

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