Erzbischof Koch: Klima-Greta zwar kein weiblicher Messias, aber eine echte Prophetin

Von Felizitas Küble

Alle zwei Wochen sendet Radio Berlin am Samstagvormittag das „Wort des Bischofs“. Am 12. April 2019 sprach der Berliner katholische Oberhirte über das Thema „Palmsonntag und die Freitagsdemos“.

Erzbischof Dr. Heiner Koch hat die berühmte Greta Thunberg darin zwar nicht direkt mit Jesus verglichen, aber sehr wohl als „echte Prophetin“ unserer Zeit angehimmelt: https://www.erzbistumberlin.de/medien/rundfunk/wort-des-bischofs/radiowort/news-title/der-palmsonntag-und-die-freitagsdemos-3941/

Zunächst verlautbart der Kirchenmann, die Schulstreiker seien „ernst zu nehmen“ – und er fügt hinzu: „Sie folgen einem Idol, einer jungen Frau aus Schweden, die den Protest initiiert hat und nun wie eine Heldin von manchen Politikern und Medien verehrt wird.“

BILD: Grünes Wahlplakat: „Klimaschutz“ grenzenlos – eine neue Öko-Heilsreligion – auch in der Kirche?

Glorifiziert wird sie aber auch von katholischen Amtsträgern wie Heiner Koch, der sich darüber ausläßt, die Freitagsdemos erinnerten ihn ein wenig an die biblische Szene vom Einzug Jesu in Jerusalem“.

Damit wolle er aber die „Klimaschützerin“ nicht zu einem „weiblichen Messias“ machen, versichert der Bischof von Berlin treuherzig. Da haben wir ja nochmal Glück gehabt!

Gleichwohl möchte der Radioprediger „daran erinnern, dass unsere Gesellschaft und auch unsere Kirche von Zeit zu Zeit echte Propheten braucht, die auf Missstände und Fehlentwicklungen hinweisen, und die Lösungswege vorschlagen“.

Leider versäumt der Oberhirte, auf die angeblichen „Lösungswege“ der 16-jährigen, behinderten Greta aus Schweden hinzuweisen.

Zwar findet der Bischof das Schuleschwänzen „höchst zwiespältig“ – immerhin. Aber an seiner verehrten Klima-Gretl hält er dennoch fest:

„Fehlen unserer Gesellschaft und auch unserer Kirche oft nicht Vorbilder, die begeistern, die für eine Idee und Perspektive stehen, für die es sich lohnt, sich einzusetzen?“

Dann kommt der Knüller:

„Am morgigen Sonntag feiern wir in den Gottesdiensten den Beginn der Karwoche mit dem Einzug Jesu in Jerusalem. Ich denke, es wäre ein guter Anlass, dabei auch über unsere heutigen Propheten und Vorbilder und ihre Botschaften  nachzudenken.“

So ist das also:

Ein inhaltlich sichtlich überfordertes, aber europaweit vermarktetes Mädel mit ihrem geistigen Tunnelblick wird zur neuen Ikone auch in kirchlichen Kreisen verklärt; sie wird sogar von einem Erzbischof als „echte Prophetin“ und „Vorbild“ hochgepriesen – und das ausgerechnet im Zusammenhang mit unserem HERRN und Heiland Jesus Christus!

Fotos: Felizitas Küble, Dr. Bernd F. Pelz

 


10 Kommentare on “Erzbischof Koch: Klima-Greta zwar kein weiblicher Messias, aber eine echte Prophetin”

  1. Holger Jahndel sagt:

    Umwelt » Klima » Umwelt Das Wort zum Sonntag: „Fuck you Greta“ – Ein Theologe über die „Ikone der Klima-Apokalypse“ Epoch Times17. August 2019 Aktualisiert: 17. August 2019 22:49 „Während Gott niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlockt, gilt für den unmittelbar bevorstehenden Weltuntergang und seine mögliche Abwendbarkeit das genaue Gegenteil.“ In einem Beitrag kritisiert der Nürnberger Theologieprofessor Ralf Frisch die Glaubensbereitschaft, zu der Greta Thunberg, die „Jeanne d’Arc des 21. Jahrhunderts“, aufgerufen hat.

    https://www.epochtimes.de/umwelt/klima/das-wort-zum-sonntag-fuck-you-greta-ein-theologe-ueber-die-ikone-der-klima-apokalypse-a2973433.html?utm_source=Meistgelesen&utm_medium=InternalLink&utm_campaign=ETD

    https://www.epochtimes.de/

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  2. konfessionslose Christin sagt:

    Es fällt selbst nicht sattelfesten Christen auf, wie sie von einigen Kirchenvertretern in ihrem Glauben verraten werden. Bei dieser weltlichen Götzenanbetung und Unterwürfigkeit an den Zeitgeist würden sie sich als Gutmenschen wohl unter denen befinden in der Kreuzigungsnacht, die schrien „Kreuziget Ihn“, da sie um ihre Selbstgefälligkeit und Machteinfluss fürchteten. Wo bleibt ihre Empörung über die Christenverfolgung, die jetzt auch in Deutschland langsam gedeiht und schon erste Opfer forderte? Ehrliche Theologen leiden unter diesen Kirchenvertretern, ich hatte das Glück, einen im Weimarer Land kennen zu lernen, der eingeschüchtert wurde und mich warnte, bestimmte Dinge nicht zu sagen, das bringt Ärger, Erzbischöfe wie Koch benehmen sich wie all jene, die mit helfen, das Christentum aus zu radieren, welches sie schamlos missbrauchen.
    Wie soll da eine Welt Orientierung finden an humanistischen Werten, wie Jesus sie lehrte? Ein größenwahnsinniger Papst Franziskus, der die Welt verführt und mit der Entstellung des Gleichnisses christlicher Fußwaschung als Symbolik, man soll Menschen von ganzem Herzen lieben, und sinnlos muslimische Füße abküsst, als gäbe es einen Preis dafür, der Erdogan die Friedensmedaille schenkte und Erdogan danach gegen die Kurden Krieg führte, und statt erschüttert zu sein, wie Christen verfolgt werden auf der Welt, das Notre Dame brannte und viele Kirchen geschändet wurden, hat er nichts besseres zu tun, der neuen Klima-Prophetin Greta zu huldigen, einem behinderten Kind, das als Marketingobjekt missbraucht wird und den christlichen Glauben wieder hin zum Götzenglauben führt. Mich erfüllt Trauer, wenn ich den Niedergang des Christentums sehe durch schlechte Hirten, die ihre arglose Herde in das Verderben führen. Hoffen wir, dass es ihnen nicht gelingt.

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  3. Wolf aus dem Sauerland sagt:

    Man kann über Fräulein Tumberg geteilter Auffassung sein; ich zum Beispiel mag sie nicht. Aber eine Behinderung und einen geistigen Tunnelblick in einen Kommentar aufzunehmen, spricht nicht für die Serösitat des Verfassers!!

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    • Guten Tag,
      der geistige Tunnelblick als Folge der autistischen Behinderung ist aber in diesem Falle thematisch von Bedeutung – zumal Fräulein Greta selber erklärte, sie habe eine Schwarz-Weiß-Sichtweise. Vielleicht für wissenschaftliche Inhalte wie die Klima-Causa nicht gerade optimal, geschweige als führende Antreiberin für – zudem rechtswidrige – Schulstreiks geeignet.
      Freundlichen Gruß!
      felizitas Küble

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    • Nun, dass Greta Thunberg unter dem Asperger-Syndrom leidet, ist problemlos auf wikipedia in Erfahrung zu bringen. Folgen sind „Schwächen in der sozialen Interaktion sowie Kommunikation und stereotypes Verhalten mit eingeschränkten Interessen“. Da ja objektiv einfach nicht wegzuleugnen, werden sie von Mainstream-Journalisten wie Herrn Till Eckert vom Zeit-Verlag schlicht ignoriert, im übrigen, vertröstet er seine Gesinnungsgenossen (auch auf wikipedia nachlesbar), sei die „Zeit der alten Männer“ aus demografischen Gründen „bald vorüber“. Dann hofft man offenbar, bei der leicht manipulierbaren, da mangels eigener Erfahrung und Wissenaneignung komplett auf Online-Medien angewiesenen Jugend die Ernte einfahren zu können.

      Man stelle sich vor, eine Führungsperson der AfD oder Pegida litte unter dem Asperger-Syndrom: alle staatsnahen „Comedians“, allen voran Staatshumorbeauftragter Oliver Welke würden „von der Kette gelassen“, ein ARD-Blickpunkt nach dem anderen würde die geistige Behinderung breittreten und die politische Qualifikation in Zweifel stellen. Da Grete Thunberg aber „mutig“ in das Horn der Funktionselite bläst – sei es, weil sie krankheitsbedingt die Folgen gar nicht übersieht, sei es, weil sie als – nach Lenin – als „nützliche Idiotin“ benutzt wird – herrscht darüber natürlich Stillschweigen. Zumindest, bis sie wieder mit der Atomkraft-Nutzung anfängt… 😉

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  4. Th.Neumann sagt:

    Im Mittelalter stand ein Kind auf, um andere Kinder zum Kinder-Kreuzzug ins Heilige Land zu motivieren. In Deutschland, Frankreich und Italien entstand eine Massenbewegung, ein riesiger Zug von Kindern und Jugendlichen setzte sich demonstrativ in Bewegung. (Möglicherweise, weil jungen Menschen damals jede Ausdrucksmöglichkeit und Gesellschaftskritik verwehrt war.)
    Aber irgendwie erinnert mich diese Greta und ihre fast hysterischen Anhänger an so etwas.
    Es hat etwas ungesundes, hysterisches an sich, wofür man die kleine Visonärin nicht alleine verantwortlich machen kann.

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  5. Pauline G. sagt:

    Diese Leute sind LÄCHERLICH! Vielleicht ist er zu gut bezahlt – dadurch zu „fett“ im übertragenen Sinn. Die üppige Bezahlung des Klerus in diesem Land sollte überdacht werden. Bischöfe werden wie hohe Beamte bezahlt. Wie sich das mit der Lehre Jesu verträgt, erschließt sich mir nicht. Seltsamerweise protestieren diese „Würdenträger“ niemals dagegen!

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    • Dorrotee sagt:

      @Pauline: Genauso ist es. Angeblich geben Priester und Würdenträger viel Geld von ihrem Einkommen den Armen.
      Bei Kardinal Marx war es die NGO-Schipperrei, die sehr fragwürdig ist, die in großer Kritik steht.
      Ich stimme Ihnen weitgehend zu, die üppige Bezahlung des Klerus muss überdacht werden.
      Ansonsten werden immer mehr Katholen aus der Kirche austreten. Gerade dann, wenn ein Missbrauchsskandal die Kirche erschüttert.
      Vielleicht könnte man die Priester und Würdenträger durch Verzicht glaubwürdiger wirken lassen.
      Erstmal vielleicht keine Gehaltserhöhung in den nächsten Jahren. So was ist doch ein Anfang.

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  6. Dorrotee sagt:

    Greta hat selbst in einem Interview zugegeben, dass sie die Welt in schwarz-weiß sieht. Typisch für das Asperger Syndrom. Bein Klimaschutz gibt es aber kein Schwarz-Weiß.
    Sie möchte auch, dass wir in Panik geraten, so wie sie in Panik gerät. Erstmal ein schöner Satz, um Themen anzugehen.
    Aber wir dürfen eben nicht in Panik geraten. Klug überlegte Schritte kann man in Sachen Klimaschutz gehen.

    Mein ganz persönlicher Beitag wäre z. B.: Nicht jedes Jahr ein neues Handy zu kaufen. Und nicht jedes Kind bis ca. 11 Jahre braucht ein Handy.
    Die dürfen mal an Mamas Handy. Somit wird die Erde mit ihren Rohstoffen nicht so sehr ausgebeutet.
    Ist aber nicht verpflichtet, für die globale Menschheit einzuhalten und mein Beitrag zum Klimaschutz wird nicht in Stein gemeißelt.:-).
    Achso und am Freitag fleischlos essen, das fand ich immer schon gut. Ob aus dem Glauben heraus oder einfach zum Tierwohl.

    Dass der Bischof Koch nun auch dieses Thema aufgreift, ist typisch für die heutigen Geistlichen. Hier in unserer Gemeinde wird auch schon drüber positiv gepredigt. War klar, dass die Bischöfe auf das Thema mitaufspringen.
    In der Flüchtlingskrise war es der Satz: Maria und Josef und Jesus waren auch Flüchtlinge.
    Das war auch so eine lächerliche Aussage von Gemeindepfarrern und Bischöfen, denn Jesus war immerhin vom Mord bedroht und nachdem die Gefahr vorüber war, kehrte die Hl. Familie in ihr Heimatland zurück.

    Gefällt 2 Personen

  7. Es verwundert nicht, dass der immer stärker dem Zeitgeist huldigende Episkopat in Deutschland sich nun auch die „Heiligen“ beim sozio-kulturellen Mainstream ausleiht. Der Verfall kirchlicher Strukturen und Inhalte vollzieht sich vor unseren Augen in einem beängstigendem Tempo.

    Gefällt 4 Personen


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